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The Felice Brothers – LIFE IN THE DARK

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felive brothers albumDie Americana-Spezialisten sind rockig und eingängig wie selten zuvor.

Federnde Drums, fideles Akkordeon, so starten die Felice Brothers in ihre erste Platte seit FAVORITE WAITRESS. Nach den Ausflügen in modernere Popgefilde auf CELEBRATION, FLORIDA war das Album von 2014 eine Rückbesinnung auf die Americana-Wurzeln der Band. Hier schließt sie mit LIFE IN THE DARK an. Wobei: So eingängig und teils rockig war’s bisher selten. Im wütenden ›Plunder‹ hadern die New Yorker mit den Zumutungen und Ungerechtigkeiten der modernen Arbeitswelt, im schwelgerischen ›Jack At The Asylum‹ singen sie sich ihre Hassliebe zu ihrer Heimat Amerika vom Herzen, die ihnen zugleich „nightmares“ (Stichwort Krieg und Umweltverschmutzung) und „dreams to dream“ beschert. Fast resignativ klingt der ruhige Titeltrack, wenn es heißt: „I live my life in the dark/I’ve often tried to push the curtain aside/But I don’t know how“. Doch dabei bleibt’s nicht. Denn es gibt zu viel Hass und Ungleichheit auf der Welt und viel zu wenig Liebe. Und dagegen gilt es anzusingen. Und das tut das Quartett in abwechslungsreichen, teils verspielten Songs, die meist von James Felices Akkordeon und Greg Farleys Fiedel dominiert werden – und von der an den frühen Dylan erinnernden Stimme von Ian Felice. Von Neofolk-Kollegen wie Mumford & Sons oder den Lumineers unterscheidet die Felice Brothers, dass sie ihr handwerkliches Können weniger offensiv ausstellen. Ihre Lieder wirken ungeschliffen, unordentlich, immer leicht neben dem Takt, so als würden sie jeden Moment in ihre Einzelteile zerfallen. Es ist gerade diese fehlende Perfektion, die sie so interessant macht.

The Felice Brothers
LIFE IN THE DARK
YEP ROC/H’ART
7/10

Anderson/Stolt – INVENTION OF KNOWLEDGE

anderson stoltErste Kooperation der Chefs von Yes und den Flower Kings. Zum Träumen schön!

Zu glauben, dass ein gemeinsames Album von Jon Anderson und Roine Stolt nicht nach Yes klingen würde, ist sicher reichlich naiv. Auch wenn das erklärte Ziel von Flower-Kings-Gitarrist Stolt und Yes-Frontmann Anderson ein anderes war, schwebt allein schon wegen des charismatischen Gesangs der Geist der britischen Prog-Legende über diesem Werk. INVENTION OF KNOWLEDGE klingt wunderbar archaisch, als ob die Welt kurz nach RELAYER oder TALES FROM TOPOGRAPHIC OCEANS stehengeblieben wäre. Verträumte Stimmungen, ausladende Instrumentalparts, die hypnotische Stimme eines erfahrenen Rock-Märchenerzählers, Sounds und Arrangements in orgiastischen Dimensionen: Hatten wir nicht genau diesen Stoff von Anderson/Stolt erhofft? Zumal Yes seit Andersons Ausstieg keine wirklichen Klassiker mehr zustande gebracht haben. Also: Nennt mich romantisch-verklärt, nennt mich nostalgisch, aber hört dieses Album unter historischen Gesichtspunkten. Dann ist Genuss garantiert!

Anderson/Stolt
INVENTION OF KNOWLEDGE
INSIDEOUT/SONY
8/10

Doro – STRONG AND PROUD

doro album30 Jahre metallischer Rock’n’Roll.

Vor zwei Jahren feierte Doro Pesch drei Dekaden im Musikzirkus. Die Düsseldorferin erlebte eine wahre Karriereachterbahnfahrt, die seit dem Metal-Revival Mitte des letzten Jahrzehnts auf einem konstanten Hoch verweilt. Ganz nebenbei avancierte sie dabei zum „Biggest Sweetheart“ der Szene, die Presse und natürlich ihre Fans verliehen ihr aus tiefstem Respekt den Titel „Queen Of Metal“. STRONG AND PROUD zelebriert Doros Schaffen und bietet für jeden Geldbeutel die passende Edition – angefangen bei der hier besprochenen CD-Version bis hin zum edlen Earbook mit CD, drei DVDs oder zwei Blu-Rays. Die CD beinhaltet ein Best-Of-Programm der beiden „30 Years Anniversary Shows“ aus der Mitsubishi Electric Halle in Peschs Heimatstadt. Hits in fantastischem Soundgewand, verstärkt von allerlei Stargästen: Udo Dirkschneider, Hansi Kürsch, Chris Caffery, Uli Jon Roth und Blaze Bailey gaben sich die Ehre. Leider zersägt Letzterer im ersten Vers der Interpretation von ›Fear Of The Dark‹ den Maiden-Kultklassiker so sehr, dass selbst Doros kraftvolle Stimme kaum über Baileys Defizite hinwegtäuschen kann. Abseits davon liefert STRONG AND PROUD jedoch beste Unterhaltung und macht Hunger auf die nächste Tour der alterslosen Königin des Schwermetalls.

Doro
STRONG AND PROUD
NUCLEAR BLAST/WARNER
7/10

Steve Hackett – THE TOTAL EXPERIENCE LIVE IN LIVERPOOL

steve hackett liveDer ehemalige Genesis-Gitarrist Steve Hackett live in Liverpool, der Heimatstadt der Beatles – ist das Blasphemie oder aber eine Form von Ehrerbietung? Auf jeden Fall war es ein besonderes Event, denn Hackett teilte das Set (wie auch sein Leben) in zwei Phasen auf: CD 1 von THE TOTAL EXPERIENCE LIVE IN LIVERPOOL umfasst Songs seiner diversen Solowerke, darunter Stücke der aktuellen Scheibe WOLFLIGHT. Auf CD 2 kommt das zum Tragen, was Hackett seit einigen Jahren erfolgreich auf die Bühne bringt: ein rückwärtig gerichteter Exkurs in seine Phase mit Genesis. Beide Ansätze können auf ganzer Linie überzeugen, auch wenn die Songs der Genesis-Ära (darunter ›The Lamb Lies Down On Broadway‹, ›The Musical Box‹ und ›Firth Of Fifth‹) natürlich die prominenteren sind. Trotzdem beides klasse!

Steve Hackett
THE TOTAL EXPERIENCE LIVE IN LIVERPOOL
INSIDEOUT/SONY
keine Wertung

Airbourne: Album BREAKIN‘ OUTTA HELL erscheint im Herbst

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airbourne 2016Die australischen Rocker von Airbourne haben angekündigt, im Herbst ihre vierte Platte zu veröffentlichen. Außerdem steht eine Deutschland-Tour an.

Airbourne behalten den Dreijahresrhythmus bei, den sie mit der Veröffentlichung ihres zweiten Werks NO GUTS. NO GLORY. (2010) eingeschlagen haben. Im Herbst soll das neue Album BREAKIN‘ OUTTA HELL als Nachfolger zu BLACK DOG BARKING von 2013 herauskommen. Der genaue Erscheinungstermin steht noch nicht fest.

Produziert wurde BREAKIN‘ OUTTA HELL von Bob Marlette, der bereits beim Airbourne-Debüt RUNNIN‘ WILD dabei war. Für den Mix ist Mike Fraser (Aerosmith, Van Halen, Metallica) verantwortlich. Am 8. Juli wird der Titeltrack als erste Single erhältlich sein.

Ebenfalls ab Juli sind Airbourne auf Europa-Tournee unterwegs, dabei werden der sie mehrere Konzerte zusammen mit Volbeat geben.

Die Airbourne-Tourtermine:
12.07. (AT) Graz, PPC
29.07. Saarbrücken, Saarmageddon Festival
30.07. Luzern, Blue Balls Festival
18.08. Summer Breeze Festival
19.08. Leipzig, Highfield Festival
26.08. Schleswig, Baltic Open Air Festival
27.08. Sulingen, Reload Festival
28.10. Hamburg, Barclaycard Arena*
29.10. Berlin, Mercedes-Benz Arena*
31.10. München, Olympiahalle*
01.11. (AT) Linz, Tipps Arena*
02.11. Wien, Stadhalle*
04.11. Innsbruck, Olympiahalle*
05.11. (CH) Genf, Arena*
07.11. Stuttgart, Schlayerhalle*
08.11. (CH) Zürich, Hallenstadion*
09.11. Köln, Lanxess*
10.11. Frankfurt, Festhalle*
12.11. Leipzig, Arena*
13.11. Oberhausen, König-Pilsener Arena*

*mit Airbourne

Def Leppard: Seht das Video zu ›Man Enough‹

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def leppard Def Leppard haben einen brandneuen Clip zu ›Man Enough‹ veröffentlicht. Der Track stammt vom aktuellen Album der Briten.

Im Oktober präsentierten Def Leppard ihr schlicht DEF LEPPARD betiteltes elftes Studiowerk. Nun haben die Hardrocker von der Insel ihre jüngste Single daraus, ›Man Enough‹, mit einem Clip versehen – auch wenn Musikvideos heute nicht mehr dieselbe Bedeutung wie in den 80ern und 90ern hätten, wie Frontmann Joe Elliott findet.

„Aber es gibt da einen gewissen Prozentsatz unter unseren Fans, die froh darüber sind, dass wir immer noch Videos drehen“, erklärte Elliott „Live Nation TV“. Für diese Anhänger würden sie heute ihre Clips machen. Ein Unterschied zu früher sei auch das schnelle Feedback, das man in Zeiten des Internets erhalte. „Du bekommst direkte Rückmeldung, die dich erfreuen oder deine Seele zerstören kann.“

Na, da hoffen wir doch für Joe Elliott und seine Kollegen bei Def Leppard, dass ihr neues Video die Daumen der Fans nach oben schnellen lässt.

Hier seht ihr Def Leppard im Video zu ihrer Single ›Man Enough‹:

„Vinyl“: Mick Jaggers Serie wird nach nur einer Staffel abgesetzt

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vinyl mick jaggerPleite für Mick Jagger: Die TV-Reihe „Vinyl“ über das Musikbusiness der 70er, die der Rolling-Stones-Sänger zusammen mit Martin Scorsese konzipiert und produziert hat, endet vorzeitig.

Die Erwartungen waren groß, als Mick Jagger und Regie-Legende Martin Scorsese 2015 eine gemeinsame Serie über das New York der 70er Jahre ankündigten. Doch bereits nach der ersten Staffel steht das Rock’n’Roll-Drama „Vinyl“ vor dem Aus. Und das, obwohl der US-Kabelsender HBO nach Ausstrahlung der ersten Episode bereits eine Fortsetzung bestellt hatte.

In einem Statement von HBO heißt es: „Nach sorgfältiger Überlegung haben wir uns dazu entschlossen, nicht mit einer zweiten Staffel von „Vinyl“ weiterzumachen. Natürlich war das keine leichte Entscheidung, wir haben riesigen Respekt für das Kreativteam und den Cast, die hart und leidenschaftlich an dem Projekt gearbeitet haben.“

Im Zentrum von „Vinyl“ stand der von Bobby Cannavale verkörperte fiktive Plattenlabel-Gründer Richie Finestra. In einer Nebenrolle war auch Mick Jaggers Sohn James Jagger zu sehen. Als Grund für die Absetzung gelten durchwachsene Einschaltquoten und eher gemischte Kritiken.

Hier ist der offizielle Trailer zur ersten Staffel von „Vinyl“:

Aktuelle Ausgabe: Das erwartet euch im neuen CLASSIC ROCK MAGAZINE

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Bruce Springsteen The RiverBRUCE SPRINGSTEEN: Glory Days
Auch wenn er bereits in den 70er Jahren vollmundig als „Zukunft des Rock‘n‘Roll“ gepriesen wurde: Erst im folgenden Jahrzehnt kam seine Karriere richtig in Schwung. THE RIVER markierte 1980 seine erste Nr. 1 in den amerikanischen Albumcharts, der Nachfolger NEBRASKA, reduziert und düster, geriet zum spröden Meisterwerk. Und 1984, nach BORN IN THE U.S.A., war Bruce allmächtig. Und zwar weltweit. Doch allen Triumphen zum Trotz: Der „Boss“ haderte. Mit seiner Musik, seiner Band, seinem Privatleben, seinem Image. Und nicht zuletzt damit, gründlich missverstanden zu werden – und bisweilen sogar benutzt. Denn von Wahlkämpfer Ronald Reagan dreist instrumentalisiert zu werden, war ganz gewiss nicht im Sinne des „working class heros“ aus New Jersey.
Wir lassen Spring­steens wohl wichtigste Karrierephase Revue passieren. Einen Zeitraum, in dem er bewies, dass Unzufriedenheit ein künstlerischer Antrieb sein kann, der richtig gut funktioniert.

Photo of Janis JoplinJANIS JOPLIN: heimatlos
Im texanischen Port Arthur, in den 60ern ein Hort der Spießigkeit, galt Janis Joplin fast als öffentliches Ärgernis: Man spielte ihr übel mit, denn Andersartigkeit war unerwünscht. Auf der Suche nach Freiheit und Anerkennung kam sie in San Francisco zu Ruhm und Ehre. Ein Karriererückblick.

RamonesRAMONES: skrupellos
Vier Außenseiter gegen den Rest der Welt? Die Geschichte von den engen Freunden, die mit Punkrock die Musik revolutionierten, ist zu schön, um wahr zu sein. Oder anders ausgedrückt: unwahr. Wir erzählen, wo Tommy, Joey, Johnny und Dee Dee herkamen, wie sie tickten und was zwischen ihnen tatsächlich abging.

blues pillsBLUES PILLS: zeitlos
Ihr Debütalbum war bereits eine Wucht, mit LADY IN GOLD setzt die multinationale Truppe jetzt noch einen drauf: Blues, Rock, Psychedelic gehören von jeher zum Rezept des Quartetts, neu auf der Zutatenliste ist eine Extraportion Soul. Musik mit Retro-Wurzeln, gemacht fürs Hier und Jetzt. Also absolut zeitlos.

Brian WilsonBRIAN WILSON: Aussteiger
Einst stieg der Beach Boy aus der Tourneeband aus, um künftig im Studio zu laborieren – das Resultat, PET SOUNDS, schrieb Geschichte und wird von Wilson derzeit live aufgeführt. Weshalb uns das scheue Genie sogar eine kurze Audienz gewährte.

aerosmithAEROSMITH: Aufsteiger
Mitte der 80er Jahre hatten sie schon so ziemlich alles hinter sich: Höhen und Tiefen, Trennungen und Wiedervereinigungen. War mit den Herren Tyler, Perry und Co. tatsächlich noch zu rechnen? Zweifel schienen angebracht, doch dann kam ›Dude (Looks Like A Lady)‹ und besiegelte 1987 den endgültigen Aufstieg in die Oberliga. Joe Perry erzählt die Entstehungsgeschichte dieses denkwürdigen Songs – und verrät, woher der Titel kam.

the answerTHE ANSWER: Umsteiger
Schön: Zum 10. Geburtstag ihres Debüts RISE er­­scheint eine Jubiläumsedition. Noch schöner: Die Nordiren haben ein neues Werk auf Lager – und steigen um auf traditionelle Klänge. Mehr Folk, mehr Soul, wie Sänger Cormac Neeson verspricht.

Außerdem mit dabei: Mudcrutch, Jake Bugg, The Kills, AC/DC, ELO, Yes, Udo Lindenberg, Wolfmother u.v.m.

CR52_CD_STECKTASCHE_OEFFNUNGOBEN.inddWie immer inklusive CD im Heft, u.a. mit Songs von RIVAL SONS, Blues Pills, The Answer und Powerwolf.
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