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Conor Oberst – SALUTATIONS

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salutationsAmericana-Melancholie mit den Felice Brothers.

Conor Oberst, war da nicht gerade was? Schon richtig. Im Oktober erst veröffentlichte der Bright-Eyes-Mann sein Album RUMINATIONS. Nur mit Klavier, Akustikgitarre und Mundharmonika aufgenommen, war es, dem Titel entsprechend, ein intimes „Nachsinnen“ über Lie­be, Einsamkeit, Desillusion und zu viele Drinks in zu späten Bars. Jetzt hat Oberst die Songs von damals neu aufgenommen – und es ist ein komplett anderes Album geworden. Das liegt nicht an den sieben neuen Liedern, die zu den zehn von RUMINATIONS hinzugekommen sind, sondern an der grundsätzlichen musikalischen Neuausrichtung. Denn der Songwriter hat SALUTATIONS nicht allein, sondern gemeinsam mit seinen Kumpels von den Felice Brothers eingespielt. Und so ist die Platte, neben Obersts bebender Stimme und seiner Mund­harmonika, geprägt vom erdigen, melodischen Americana-Sound der Band aus New York, von Ziehharmonika, Violinen und vor allem der dezenten, wehmütigen Gitarre von Ian Felice. Nicht zu vergessen: Am Schlagzeug saß Sessionlegende Jim Keltner, der zuletzt mit Neil Young auf dessen PEACE TRAIL unterwegs war. Geblieben sind Obersts Nachdenklichkeit der mittleren Jahre, seine bei aller Trübsal doch tiefe Romantik („I want to hold you til the world dissolves/But we just can’t get attached“) und die schmerzende Melancholie nach dem Rausch („Where was Timothy Leary when reality bit?“). Nicht mal Lou Reed und Patti Smith können da helfen. Bei all dem ist Oberst manchmal ein bisschen selbstmitleidig, gelegentlich auch selbstironisch, und alles in allem ziemlich großartig.

9/10

Conor Oberst
SALUTATIONS
NONESUCH/WARNER

Chuck Berry: Rock’n’Roll-Legende im Alter von 90 Jahren gestorben

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Einer der Väter des Rock’n’Roll, Chuck Berry, ist am heutigen Samstag im Alter von 90 Jahren verstorben.

Laut ABC News berichtete die Polizei von St. Charles County, Missouri vom Tod Chuck Berrys. Charles Edward Anderson Berry Sr. sei heute nach einem Notruf nicht ansprechbar in seinem Haus von Notärzten aufgefunden worden. Trotz Wiederbelebungsmaßnahmen konnte ihm nicht mehr geholfen werden.

Chuck Berry wurde 90 Jahre alt. Für dieses Jahr war die Veröffentlichung seines ersten neuen Studioalbums seit 38 Jahren angekündigt. Es soll den Titel CHUCK tragen.

R.I.P. Chuck

Chuck Berry CHUCK

Video der Woche: Kiss – ›Shout It Out Loud‹

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In unserem „Video der Woche“ seht ihr, wie Kiss vor 40 Jahren mit ›Shout It Out Loud‹ im Madison Square Garden ihre Rückkehr in ihre Heimat New York City feierten.

Diese Woche wurde eine der größten Ikonen der Rockalben-Geschichte 41. Am 15. März 1976 erblickte DESTROYER von Kiss unter Geburtshilfe von Produzent Bob Ezrin das Licht der Welt.

In unserem „Video der Woche“ seht ihr Paul Stanley, Gene Simmons, Peter Criss und Ace Frehley live mit ›Shout It Out Loud‹, ihrer ersten Single daraus, die zwei Wochen vor Erscheinungstermin ihres damals vierten Studioalbums veröffentlicht wurde.

Der Auftritt zeigt Kiss bei einer ihrer drei Shows, die sie in Folge im New Yorker Madison Square Garden am 14.,15., und 16. Dezember 1977 absolvierten.

Seht hier Kiss 1977 mit ›Shout It Out Loud‹:

In Memoriam: Chuck Berry (1926-2017)

Ist es originell, einen Nachruf auf Chuck Berry mit jenem Zitat John Lennons zu eröffnen, das kürzlich jeden, aber wirklich jeden Nekrolog zierte? Vermutlich nicht. Aber wir wollen an dieser Stelle auch nicht zwanghaft originell sein, zumal es die Wahrheit durchaus verträgt, noch einmal wiederholt zu werden: „Wenn man dem Rock‘n‘Roll einen neuen Namen geben müsste, könnte man ihn Chuck Berry nennen.“ Genau so ist es. Und warum das so ist, hat vielerlei Gründe.

Die beiden wichtigsten: Anders als etwa Elvis Presley schrieb Chuck Berry seine eigenen Stücke, anders als der ebenso verdienstvolle Songwriter-Kollege Little Richard spielte er das richtige Instrument: eine elektrische Gitarre. Und in beiden Disziplinen leistete er Grundlegendes.

Blicken wir kurz zurück. Ende der 50er Jahre war die Trennung zwischen Komponist und Interpret noch der Normalfall, den Sound des „jungen Amerika“ dominierten professionelle Songwriter-Teams und Produzenten, viele von ihnen ansässig im New Yorker Brill Building. Dass dort mitunter großartige Pop-Kunst entstand, sei unbenommen, nur konnten die bisweilen arg sentimentalen Texte über ewige Liebesschwüre und untreue High-School-Casanovas eben auch furchtbar klischeebeladen ausfallen.

Chuck Berry, der seine erste Single im bereits reiferen Alter von 29 Jahren veröffentlicht hatte, wandte sich zwar ebenso ans Teenager-Publikum, schlug aber einen ganz anderen Tonfall an: realitätsnah und voller Doppeldeutigkeiten, dabei häufig augenzwinkernd bis hin zur Selbstironie. Sein „Storytelling“ entsprang weit weniger den zeitgenössischen Schlager-Konventionen, sondern war eher der Blues- und Folk-Tradition verhaftet: Geschichten über echte Menschen und ihre mitunter alltäglichen Erlebnisse. Prosa der klugen und unprätentiösen Art.

Was die Wahl der Waffe anging, agierte er erfreulich kompromisslos. Die Gefolgschaft des „Kings“ möge verzeihen, aber Elvis’ Akustikgitarre war oft nicht mehr als Staffage, die eigentliche Arbeit machte Scotty Moore oder Wer-auch-immer. Chuck Berry spielte elek­trisch, verzierte seine Rhythmusbegleitung mit allerlei Licks und brachte regelmäßig Soli unter – die Blaupause für alles, was da kommen sollte. Nicht mehr und nicht weniger. Vor allem: Er spielte seine Gibson „Electric Spanish“ wirklich und hielt sich nicht nur daran fest.

Was einen zwangsläufig zu Berry, dem Bühnenkünstler führt: zum Erfinder des „Duckwalk“, der auch gerne mal einen Spagat andeutete; zum eloquenten Unterhalter, der zwischen den Songs launige Anekdoten zum Besten gab, zum selbstbewusst charmanten Wo­­manizer, der mit rollenden Augen und wirrem Blick aber auch gerne den notorischen Tunichtgut durchscheinen ließ. Wenn Elvis, der Gottesfürchtige, Händchen halten wollte, stand Chuck Berry wohl eher der Sinn nach einem Quickie. Hinter der Bühne. Vor der Ehe.

„Wenn man dem Rock‘n‘Roll einen neuen Namen geben müsste, könnte man ihn Chuck Berry nennen.“

John Lennon

Charles Edward Anderson Berry, geboren 1926 in St. Louis, Missouri, kam aus gutem Hause, wie man zu sagen pflegt. Der Vater, Dekan der örtlichen Baptistengemeinde, und die Mutter, Leiterin einer Grundschule, dürften mit dem jungen Chuck allerdings kein ganz leichtes Spiel gehabt haben. Mit 18 Jahren fuhr er nach Raubüberfall und anschließendem Autodiebstahl in den Jugendknast ein, 1947, also mit 21, kam er wieder frei. Im Februar 1962 saß er für weitere eineinhalb Jahre im Ge­­fängnis, nachdem er – angeblich – Sex mit einer 14-jährigen Kellnerin gehabt haben soll, die in seinem Nachtclub arbeitete. Was tatsächlich passiert war, lässt sich kaum rekapitulieren, schon damals wurden Vorwürfe laut, eine tendenziell rassistische Justiz hätte an diesem Idol der – nicht nur! – schwarzen Jugend ein Exempel statuieren wollen.

Als Berry 1963 wieder auf freien Fuß kam, hatte sich die Musikwelt jedenfalls grundlegend verändert. Nach ›Promised Land‹ im Jahr 1964 brach seine Hit-Serie erst einmal ab, die Jugend der Welt schielte jetzt nach Liverpool und London. Berry konnte es – kommerziell betrachtet – sicherlich verschmerzen, denn der britische Nachwuchs nahm immerhin Klassiker der Sorte ›Around And Around‹, ›Roll Over Beethoven‹, ›Carol‹, ›Too Much Monkey Business‹ und ›Rock And Roll Music‹ auf, was die Tantiemen vermutlich kräftig sprudeln ließ und dem knapp 40-Jährigen ein komfortables Leben ermöglichte. Erst 1972 gelang dem unentwegt durch die Lande tourenden Veteranen im Zuge des damaligen Rock‘n‘Roll-Revivals ein letzter Nummer-1-Hit: ›My Ding-A-Ling‹.

In den Folgejahren avancierte er dann zur lebenden Legende, zum Übervater, gepriesen von Meinungsführern wie John Lennon, Bob Dylan und Bruce Springsteen. 1979 spielte er auf Bitten Jimmy Carters im Weißen Haus, die 1986 frisch ins Leben gerufene „Rock And Roll Hall Of Fame“ hieß ihn gleich im ersten Jahr willkommen, ein an sich andere Prioritäten setzender Künstler wie Carlos Santana, bekanntlich eher Latin-Rock-Jazz-Schöngeist als derbe Rock-Sau, integrierte Berry-Songs in sein Live-Set, und als 1987 der Film „Hail! Hail! Rock‘n‘Roll“ in die Kinos kam, wurden etwaige Zweifel an der Hierarchie endgültig ausgeräumt: Chuck Berry war der Alpha-Rüde, der selbst Großkaliber der Sorte Keith Richards und Eric Clapton wie Welpen aussehen lassen konnte. Auch in fortgeschrittenem Alter gab der Großmeister regelmäßig Konzerte, häufig in eher exklusivem Ambiente und meistens ohne feste Begleitband, sondern mit vor Ort zusammengestellten Musikern. Unabhängigkeit war ihm zeitlebens enorm wichtig. Nach 38 Jahren Pause entstand in den letzten Monaten sogar ein neues Studioalbum mit vornehmlich neuem Material. CHUCK wird im Juni erscheinen, auf ›Big Boys‹, der neuen Single, ist Gast-Gitarrist Tom Morello zu hören.

2017 ist Chuck Berry im Alter von 90 Jahren verstorben, in Wentzville, Missouri, nicht weit entfernt von seiner Heimatstadt St. Louis. Dass seine Musik den Planeten verändert hat, steht außer Frage, dass sie noch Generationen nach ihm und uns gehört werden wird, ist zumindest sehr wahrscheinlich. Und irgendwann, in vielen zehntausend Jahren, werden die Raumsonden „Voyager 1“ und „Voyager 2“, gestartet im Jahr 1977, vielleicht auf Leben treffen, das intelligent genug ist, die einst von Wissenschaftlern zusammengestellten „Golden Re­­cords“ zu entschlüsseln. Die beiden Menschheitsgrüße in Richtung unendliche Weiten enthalten auch einen Song aus dem Themenbereich „Rockmusik“. Geschrieben von Chuck Berry, erstmals veröffentlicht am 31. März 1958 auf Chess Records. Sein Titel: ›Johnny B. Goode‹. Gute Wahl.

Steel Panther: Noch ein neues Video!

Steel Panther legen sich kurz vor dem Release ihres neuen Albums ordentlich ins Zeug und veröffentlichen noch schnell ein Video zur Single ›I Got What You Want‹.

„Baby everything you want is right here in my pants!“ – Klar, dass solche Lyrics von keinen Geringeren als Steel Panther stammen. Die personifizierten (inszenierten) Glam Metal-Exzesse bringen am 24. März ihre neue Platte LOWER THE BAR auf den Markt.

Zwar wurden bereits drei Singles inklusive Clip hieraus veröffentlicht, doch scheinbar haben die sexsüchtigen Panther noch nicht genug. Deswegen folgte gestern ein weiteres optisches Bonbon für Tierprint-Liebhaber: ein Live-Zusammenschnitt, der während ihrer letzten UK-Tour in der Wembley Arena in London gedreht wurde.

Seht hier das Video zu ›I Got What You Want‹:

Black Star Riders: Happy Birthday, Thin Lizzy-Legende Scott Gorham!

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Ehemaliger Thin Lizzy- und aktueller Black Star Riders-Gitarrist Scott Gorham feiert heute seinen 66. Geburtstag. CLASSIC ROCK gratuliert herzlich!

Der einstige Gitarrist von Thin Lizzy und Langzeit-Kompagnon von Phil Lynott feiert heute seinen Geburtstag. Am 17. März 1951 wurde Scott Gorham in Kalifornien geboren und legte eine von Höhen und Tiefen geprägte Musikerkarriere hin. Im Zentrum steht hierbei wohl seine Zeit bei Thin Lizzy zwischen 1974 und 1983, zu denen er kurz nach Gary Moores Ausstieg stieß.

Seit 2012 macht der Gitarrist durch sein Schaffen bei den Black Star Riders auf sich aufmerksam. Die Combo kann und möchte ihre Thin Lizzy-Wurzeln zwar nicht leugnen, pocht aber dennoch auf ihre Eigenständigkeit und hat sich inzwischen einen großen Namen im Musikgeschäft gemacht.

Lest hier unser Interview „Black Star Riders: Die Glücksritter reiten wieder“ mit Scott Gorham und Damon Johnson über das neue Black Star Riders-Album.

Neuerscheinungen: Ab heute im Plattenladen

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Mithership2017Ab heute gibt es neue Musik von CJ Ramone, Mothership, Double Crush Syndrome und Counterfeit!

1,2,3,4 … CJ Ramone bleibt seinem Namen mit purem Punkrock treu. Hört hier seine neue Nummer ›Pony‹:

Hier findet ihr die Review zu AMERICAN BEAUTY…

Mothership setzen sich selbst mit ihrer Single ›Crown Of Lies‹ die Krone auf:

Hier findet ihr die Review zu HIGH STRANGENESS…

Double Crush Syndrome lassen die Affen los. Seht hier ihr Video zur etwas anderen Liebeserklärung ›I Wanna Be Your Monkey‹:

Hier findet ihr die Review zu DIE FOR ROCK N‘ ROLL…

Counterfeit geben sich mit jungem Punkrock dem Nervenkitzel hin. ›For The Thrill Of It‹ ist ein Vorgeschmack auf ihr Debütalbum:

Hier findet ihr die Review zu TOGETHER WE ARE STRONGER…

Mothership – HIGH STRANGENESS

Classic-Rock-Odyssee.

Das klare Ziel, das Mothership seit ihrer Gründung und der Ver­öffentlichung des selbstbetitelten Debütalbums (2012) verfolgen: den Classic-Rock der 70er Jahre in die Neuzeit verfrachten. Derzeit befindet sich das Trio, bestehend aus den Brüdern Kelley (Gitarre/Gesang) und Kyle Juett (Bass/Gesang) sowie Drummer Judge Smith auf intergalaktischer Überschallreise im Universum. Mit an Bord hat das Trio neben unzähligen Alben von alten Lieblingen wie Black Sabbath, Iron Maiden, ZZ Top, Molly Hatchet, Kyuss und UFO aber auch eine Mission – sie sind auf der Suche nach ehrlichem Rock’n’Roll, den sie dann auf den Planeten Erde zurück bringen wollen. Wie schon die beiden Vorläufer, so startet auch HIGH STRANGENESS mit einem Instrumental, ehe der Groove richtig einsetzt. ›Ride The Sun‹ und ›Midnight Express‹ kommen ultra-heavy und schleppend aus den Startlöchern, ›Crown Of Lies‹ und ›Helter Skel­ter‹ (kein Beatles-Cover) haben etwas mehr Speed. ›Eternal Trip‹ verzichtet wieder auf Worte, ehe das kurze ›Wise Man‹ und die beste Nummer, das lange ›Speed Dealer‹, das Raum­schiff wieder sicher auf der Erde landen.

7/10

Mothership
HIGH STRANGENESS
HEAYV PSYCHE/CARGO