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Start Blog Seite 722

Werkschau: Elvis Costello

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elvis costelloÜber fünf Jahrzehnte hat der Singer/Songwriter eine ganze Schmuckschatulle an zeitloser Musik angehäuft, die Genregrenzen schon immer mühelos überwand.

Unverzichtbar

THIS YEAR’S MODEL (1978)

So alarmierend wie auf seinem zweiten Album (dem ersten mit The Attractions) war Costello nie wieder. Er begriff instinktiv, dass die Tür, die der Punk aus den Scharnieren getreten hatte, bald einen neuen, verstärkten Rahmen bekommen und ihn ausschließen würde. Seine Musik transportiert ihre Botschaft mit absolut forensischer Präzision. THIS YEAR’S MODEL war luft- und wasserdicht, scharfsinnig und gnadenlos („du willst sie zerbrechen mit ihrem Mund weit offen“, sang er auf dem Titelstück), und Lieder wie ›Pump It Up‹, ›(I Don’t Want To Go To) Chelsea‹ und ›Night Rally‹, die Hasstirade gegen die radikale National Front, bewiesen, dass Elvis Costello alles andere als ein kurzlebiges Phänomen war.

SPIKE (1989)

Nachdem er gerade einen weltweiten Vertrag bei Warner unterschrieben hatte, beschloss Costello, dass sein erstes echtes Soloalbum so teuer wie ausladend werden sollte. Aufgenommen wurde es in drei Ländern und mit einem Budget, das er als das „eines Independent-Films“ bezeichnete. Und so zeigt SPIKE den Sänger in Reinkultur, begleitet von zahlreichen Gästen und sogar geadelt von zwei Co-Autoren-Credits eines gewissen Paul McCartney. Langjährige Fans mochten sich fragen, wo die einstige Intensität geblieben war (sie war immer noch da, wurde aber sparsamer eingesetzt), doch alle anderen hörten eine erstaunliche Liedersammlung, die ein Spektrum so breit wie ein Canyon umspannte.

Wunderbar

MY AIM IS TRUE (1977)

Costellos Debüt ist vor allem dafür bemerkenswert, dass es entstanden ist. Schon bevor er es in Angriff nahm, war er ein Mann, dessen Zeit vorbei schien: ein folkiger Singer/Songwriter, der fand, dass die erste Platte von The Clash klang wie „ein Seelöwe, der über einen Haufen Presslufthämmer bellt“. Dennoch hörte er sie sich einen ganzen Abend lang auf Kopfhörern an und schrieb am nächsten Tag ›Watching The Detectives‹, ein Stück, das zum Klassiker avancierte. Bei seinem Erscheinen erhielt MY AIM IS TRUE viel Kritikerlob. Zu Recht, schließlich umfasste es auch das bittersüße Meisterwerk ›Alison‹.

ARMED FORCES (1979)

Das zweite Album mit The Attractions war das erste der Band, das in den USA Goldstatus erreichte. In Großbritannien wurde es von der Hitsingle ›Oliver’s Army‹ vorangetrieben, bis heute Costellos bekanntestes Stück. Dabei war dieser Karaoke-Klassiker ursprünglich als B-Seite vorgesehen, bis Keyboarder Steve Nieve beschloss, den Klavierakkord aus ABBAs ›Dancing Queen‹ zwischen Strophen und Refrain einzubauen – ein Superhit war geboren. Außerdem findet sich hier der Evergreen ›Accidents Will Happen‹, das tiefdunkle ›Sunday Best‹ und das von Bebe Buell inspirierte ›Party Girl‹.

IMPERIAL BEDROOM (1982)

Vor der Veröffentlichung von IMPERIAL BEDROOM – Costellos siebtem Album und dem sechsten mit The Attractions – schaltete sein US-Label Columbia ganzseitige Anzeigen mit einer einzigen Frage: „Meisterwerk?“ In seinen besten Momenten (die schleichende Bedrohung von ›Shabby Doll‹, die Fabergé-Zerbrechlichkeit von ›Town Crier‹, um nur zwei zu nennen) ist die Antwort ein klares Ja. Ebenso beeindruckend ist, mit welcher Leichtigkeit Costello der Welt der Mitsing-Hits die andere Wange hinhielt. Auch die Attractions liefern hier einige ihrer besten Darbietungen ab.

KING OF AMERICA (1987)

Costellos erste vom heute legendären T Bone Burnett produzierte Platte war eine ziemlich schwere, komplizierte Geburt. Die besten Stücke auf diesem größtenteils akustischen Werk gehören zu seinen absoluten Highlights, etwa ›Our Little Angel‹, ›American Without Tears‹ und ›Sleep Of The Just‹. Die Attractions sind dabei nur auf einem der 15 Tracks zu hören, doch man hatte sie glauben lassen, dass das gesamte Album mit ihnen entstehen würde. Was gewaltigen Unmut nach sich zog und erst zum Zerfall, schließlich zum endgültigen Aus der Band führte.

Anhörbar

BLOOD & CHOCOLATE (1986)

Das letzte Album mit den Attractions für acht Jahre, doch nicht nur dieses biografische Detail zeigt, dass BLOOD & CHOCOLATE in einer Phase des Chaos entstanden war. Es klingt nicht nur roh, sondern eher wie eine noch blutende Fleischwunde, ein gequältes und klaustrophobisches Stück Musik, das u. a. das zermürbende ›I Want You‹ enthält – ein Lied von so unerträglicher Intensität, dass Bassist Bruce Thomas Costello sagte, diese Art von Material sollte er lieber einem Psychologen statt einem zahlenden Publikum vortragen – sowie das aufregend kluge ›Tokyo Storm Warning‹. So großartig wie verstörend.

ALL THIS USELESS BEAUTY (1997)

Diese letzte Platte mit den Attractions (nach dem Weggang von Bassist Bruce Thomas verwandelten sie sich in The Imposters) ist ein so umwerfender wie unterschätzter Schwanengesang. Zudem waren diese zwölf Songs das letzte Originalmaterial von Costello, das Warner veröffentlichte – zu einem Zeitpunkt, als sie in etwa so fähig in der Vermarktung ihres Künstlers waren wie ein Hund im Lesen von Verkehrsschildern. Dennoch ist ALL THIS USELESS BEAUTY ein Meisterwerk sowohl subtiler als auch eindringlicher Arrangements und glänzt mit Liedern, deren Bandbreite bemerkenswert ist.

NATIONAL RANSOM (2010)

Das vornehmlich akustische NATIONAL RANSOM, produziert von T Bone Burnett, sticht vor allem dadurch heraus, dass es Costellos erstes offen politisches Stück in über 15 Jahren enthält. „Sie laufen Amok, wie ein kindlicher Tobsuchtsanfall“, sang er über die Räuberbarone der Banken, die die Welt in die Rezession getrieben hatten. Dazu gab es mit ›Jimmy Standing In The Rain‹ ein Lied über einen Cowboy-Sänger, der in den 30er Jahren durch die Kohlestädte in Englands Norden zieht, um ein Publikum für seine angestaubte Musik zu finden. Man ahnte, was man von diesem rastlosesten aller Künstler zu erwarten hatten: das Unerwartete.

Sonderbar

GOODBYE CRUEL WORLD (1984)

„Herzlichen Glückwunsch“, schrieb Elvis Costello auf der Reissue seiner Neunten, „Sie haben soeben unser schlechtestes Album gekauft.“ Dennoch wäre es falsch, zu sagen, dass GOODBYE CRUEL WORLD vom Fundament bis zur Kaminspitze baufällig sei. Es enthält viele tolle Songs – etwa ›The Comedians‹ oder das wunderbar maßvolle politische Manifest ›Peace In Our Time‹ –, doch die Produktion und die Arrangements sorgen leider dafür, dass die feinsinnigeren Qualitäten nur schwer auszumachen sind. Außerdem ist es Costellos einzige Platte, die heute überholt klingt, und zwar so richtig.

Brian Johnson: Gastauftritt zu ›Back In Black‹ bei Muse-Gig

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brian johnson museBeim „Reading Festival“ holten Muse Brian Johnson auf die Bühne. Gemeinsam spielten sie den AC/DC-Klassiker ›Back In Black‹, wie ein Clip zeigt.

Es dürfte sich für Brian Johnson wie eine Reise in die Vergangenheit angefühlt haben: Am letzten Tag des britischen „Reading Festivals“ am 27. August sang er langjährige AC/DC-Vokalist mit ›Back In Black‹ einen der Signature-Songs seiner Ex-Band.

Möglich machten das Muse um Matt Bellamy, die Johnson bei ihrem Headliner-Gig zu sich auf die Bühne holten (wovon unten stehender Clip kündet). Es war eine von wenigen Performances des 69-Jährigen seit seinem Ausstieg bei AC/DC wegen gesundheitlicher Probleme.

Ärzte hatten Johnson im vergangenen Jahr dringend angeraten, nicht mehr regelmäßig aufzutreten, da es – angesichts bereits eingeschränkter Schädigung seines Gehörs – im schlimmsten Fall zu völligem Hörverlust hätte kommen können. Axl Rose stieg damals als Gastsänger bei den australischen Rockikonen ein.

Im Mai hatte Johnson zusammen mit Robert Plant und Paul Rodgers sein Live-Comeback gegeben.

Brian Johnson und Muse mit ›Back In Black‹:

Mötley Crüe – GIRLS GIRLS GIRLS 30TH ANNIVERSARY

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motley crueFleischgewordenes Spinal Tap zelebriert 30. Jubiläum der vierten Langrille.

Als hierzulande die ersten Promofotos einer US-Band namens Mötley Crüe kursierten, rieben sich nicht wenige verdutzt die Augen: Sänger Vince Neil, Gitarrist Mick Mars, Bassist Nikki Sixx und Schlagzeuger Tommy Lee staksten 1981 auf Pla­teausohlen umher wie einst die Glam-Rock-Veteranen Sweet und New York Dolls. Ein Glam-Revival im Me­­tal-Modus vom anderen Kontinent, eine Dekade verspätet? Das wird nie was, hallte es aus berufenen Mündern. Es wurde was. Und wie! In den USA boomten exakt jene Mechanismen, die zehn Jahre zuvor Europa euphorisiert hatten. Der Musikspartenkanal MTV tat sein Bestes, um dem Quartett aus Los Angeles zum Durchbruch zu verhelfen. Als 1987 das von Tom Werman produzierte vierte Studiowerk GIRLS, GIRLS, GIRLS erschien, befanden sich Mötley Crüe noch ein Album entfernt von ihrer einzigen US-Nummer-1. GIRLS, GIRLS, GIRLS drang immerhin bis auf Platz 2 der Billboard Charts vor, kassierte vierfaches US-Platin auch Mithilfe des ausgekoppelten Titelsongs, der sich nicht nur auf MTV-Dauerrotation befand, sondern auch als Soundtrack in unzähligen Stripper-Bars diente.

Verschnaufpausen zwischen verzerrten Riffs und ohrwurmigen Sing-a-long-Harmo­nien von ›Bad Boy Boogie‹, ›Dancing On Glass‹ und ›Five Years Dead‹ gab es auch: Etwa die streicherverzierte Power-Ballade ›Nona‹, eine Hommage an die just verstorbene Oma von Nikki Sixx, zwar nur knapp 1.30 Minuten lang, aber immerhin. Auch ›Sumthin‘ For Nuthin’‹, das den falschen Rechtschreibtick von Slade nachahmte, ging als balladesker Ausreißer durch. Zum Finale gab’s eine Live-Version von Elvis Presleys ›Jailhouse Rock‹ in Licht­geschwindigkeit. Einiges einfallen ließ sich das seit 2015 getrennte Team zum 30. Geburtstag von GIRLS GIRLS GIRLS: Mit der CD-Stan­dardversion kommen fünf Bonustracks, ein Digital Download sowie ein Sticker. In der Deluxe Edition liegen CD und DVD, eine Sammler-MC-Kassette und ein limitiertes T-Shirt bereit. Für die Super Deluxe Ausgabe ergänzen sich die Beigaben der Deluxe Edition noch um ein mit dem Original-Album-Artwork verziertes Drum Head und ein streng limitiertes Poster.

7/10

Mötley Crüe
GIRLS GIRLS GIRLS 30TH ANNIVERSARY
PLEDGEMUSIC

Flashback: Stevie Ray Vaughan kommt bei einem Helikopterabsturz ums Leben

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Heute blicken wir auf den großen Stevie Ray Vaughan zurück. Seht ihn hier mit ›Look At Little Sister‹ bei seinem ungeschlagen coolen „Austin City Limits“-Auftritt.

Am 27. August 1990 kam Stevie Ray Vaughan bei einem Hubschrauberabsturz nach einem Auftritt mit Robert Cray, Buddy Guy und Eric Clapton auf dem Weg von Wisconsin nach Chicago ums Leben. Nur kurz nach dem Start stürzte der Hubschauber in einen Berg. Alle Insassen, darunter Stevie Ray Vaughan und Mitglieder von Eric Claptons Crew, starben. Erst am nächsten Tag bemerkte man die Tragödie. Als Grund für den Absturz gab die amerikanische Verkehrsbehörde nach Untersuchungen den dichten Nebel an, der die Sicht des Piloten beeinträchtigt haben musste.

Vaughan wurde am 03.10.1954 in Dallas, Texas geboren. Inspiriert von seinem älteren Bruder Jimmie Vaughan, griff er früh zur Gitarre und brachte sich das Instrument autodidaktisch bei. Schon bald beschloss er, Musiker zu werden und konnte sich schließlich mit seiner Band Double Trouble langsam eine gewisse Bekanntheit in Texas erspielen. Berühmte Förderer und Bewunderer wie Mick Jagger oder David Bowie, für den Vaughan die Leadgitarre für das Album LET’S DANCE einspielte, halfen ihm weiter nach oben. 1983 erschien das Debütalbum TEXAS FLOOD, das in wenigen Tagen im Studio von Jackson Browne aufgenommen wurde und SRV und sein besonderes Gitarrenspiel wirklich bekannt machten.

Zu seinem Todestag wollen wir an sein musikalisches Genie erinnern, das er auch während seines 1989er Auftritts in der legendären US-TV-Reihe „Austin City Limits“ bewies. Wie cool SRV noch dazu war, zeigte er dort besonders während ›Look At Little Sister‹: Ab Minute 2:30 könnt ihr hier einen der wohl entspanntesten und eindrucksvollsten Gitarrenwechsel der Geschichte bestaunen!

Seht hier Stevie Ray Vaughan mit ›Look At Little Sister‹ live bei „Austin City Limits“:

Europe – THE FINAL COUNTDOWN 30TH ANNIVERSARY SHOW

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europe final countdownDie Band mit den zwei Gesichtern.

Seit dem Comebackalbum START FROM THE DARK (2004) scheiden sich an Europe die Geister der Fangemeinde, denn die einst als gefeierte Pop-Metal-Helden ge­­gangenen Schweden kehrten im erdigen Classic-Rock-Gewand mit teilweise sperrigem Material auf die Bildfläche zurück. Die Trademarks der Vergangenheit – sprich: die auf Hooklines und Mitsingrefrains basierenden Songs – erblickten nur noch auf Konzertbühnen das Schein­wer­ferlicht. THE FINAL COUNTDOWN 30TH ANNIVERSARY SHOW LIVE AT THE ROUND­HOUSE verdeutlicht diesen Split einmal mehr, denn das Rahmenprogramm der Jubiläumsshow besteht ausschließlich aus Material der Post-Reunionphase. Die dadurch eher verhaltenen Publikumsreaktionen ändern sich jedoch schlagartig zum Intro des übergroßen Titelsongs von THE FINAL COUNTDOWN (1986).

Zwar intonieren Joey Tempest & Co. die Tracks der einst enorm erfolgreichen Scheibe etwas bodenständiger, als man es von der polierten Studioversion kennt, jedoch steht das den zehn Krachern wirklich gut zu Gesicht und wirft die Frage auf, warum Europe heutzutage nicht genau in diesem Stil LPs veröffentlichen. Bildtechnisch ist THE FINAL COUNTDOWN 30TH ANNIVERSARY SHOW LIVE AT THE ROUNDHOUSE von Kultregisseur Patric Ullaeus fantastisch umgesetzt und katapultiert den Zuschauer mitten hinein ins Lon­doner Roundhouse.

Europe
THE FINAL COUNTDOWN 30TH ANNIVERSARY SHOW
ADA/WARNER

Ronnie Montrose: Postumes letztes Album „10×10“ im September

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montrose albumFünf Jahre nach seinem Tod erscheint mit „10 x 10“ das letzte Album von Gitarrist Ronnie Montrose. Mit dabei sind Gäste wie Joe Bonamassa, Sammy Hagar, Edgar Winter oder Glenn Hughes.

Im Jahr 2012 starb Ronnie Montrose, am 29. September kommt mit „10×10“ seine finale Studioplatte. Kurz vor seinem Tod hatte der Gitarrist zusammen mit Bassist Ricky Phillips und Drummer Eric Singer mit der Arbeit an dem Album begonnen.

Geplant war, ein Werk mit zehn Songs aufzunehmen, gesungen von zehn verschiedenen Sängern. Phillips hat das Projekt nun an Montroses Stelle vollendet, indem er Musiker-Freunde rekrutierte, um Gesang und Gitarrensoli beizusteuern.

Die letzten Songs von Montrose hätten „immer noch das Feuer und die Getriebenheit eines jungen Rebellen, aber es sind noch Weisheit und Vorausschau in seiner einzigartigen und ureigenen ‚Gitarren-Sprache‘ dazugekommen“, so Phillips. „Auf 10×10 hören wir Ronnie auf dem Gipfel seines Könnens, von der krachenden Gitarre, die ›Heavy Traffic‹ einleitet, bis zum Schluss-Song ›I’m Not Lying‹, mit dem Ronnie seinem Freund Robin Trower zunickt.“

Zu den Gastmusikern auf „10×10“ gehören Joe Bonamassa, Sammy Hagar, Edgar Winter, Glenn Hughes, Phil Collen und Steve Lukather. „Es ist wichtig, ’10×10′ als Ronnies letztes Werk zu sehen“, erklärt Hagar. „Es ist besser, als altes Zeug aus seiner Vergangenheit auszugraben. Für dieses Album hatte er wirklich eine Vision.“

Die Songs auf „10X10“:
1. Heavy Traffic“ Feat. Eric Martin & Dave Meniketti
2. „Love Is An Art“ Feat. Edgar Winter & Rick Derringer
3. „Color Blind“ Feat. Sammy Hagar & Steve Lukather
4. „Still Singin’ With The Band“ Feat. Glenn Hughes, Phil Collen & Jimmy “Z” Zavala
5. „Strong Enough“ Feat. Tommy Shaw
6. „Any Minute“ Feat. Mark Farner & Ricky Phillips
7. „The Kingdom’s Come Undone“ Feat. Ricky Phillips & Joe Bonamassa
8. „One Good Reason“ Feat. Bruce Turgon & Brad Whitford
9. „Head On Straight“ Feat. Davey Pattison & Marc Bonilla
10. „I’m Not Lying“ Feat. Gregg Rolie, Tom Gimbel & Lawrence Gowan

Neuerscheinungen: Ab heute im Plattenladen

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queens of the stone ageDie neuen Alben der Woche sind da. Diesmal mit den Queens Of The Stone Age, The War On Drugs, Eloy und The Cadillac Three.

Die Queens Of The Stone Age nehmen’s auf VILLAINS mit den Schurken dieser Welt auf. So klingt die Single ›The Evil Has Landed‹:

Hier findet ihr die Review zu VILLAINS…

Schickes Schwarzweiß-Video und mit ›Pain‹ ein großartiger Song dazu. Frontmann Adam Granduciel und The War On Drugs machen weiter schmerzhaft schöne Rockmusik:

Hier findet ihr die Review zu A DEEPER UNDERSTANDING..

Sänger Frank Bornemann stellt im Trailer-Video die neue Eloy-„Rock-Oper“ THE VISION, THE SWORD AND THE PYRE vor:

Hier findet ihr die Review zu THE VISION, THE SWORD AND THE PYRE…

Auch auf ihrem neuen Album LEGACY bringen The Cadillac Three Coolness und Country zusammen. Hier der Clip zu ›American Slang‹:

Hier findet ihr die Review zu LEGACY…

The War On Drugs – A DEEPER UNDERSTANDING

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war on drugsImmer das Gleiche – das aber sehr gut.

Das Schöne an Adam Granduciels Band The War On Drugs ist, dass er als Indie-Typ seine Fans mit allerhand Namen versöhnt, um die diese Szene früher einen so großen Bogen machte wie der Teufel um das Weihwasser. ELO und Dire Straits, Tom Petty und Phil Collins – alle schimmern sie durch diese Songs. Zwar bleiben Bob Dylan (die Stimme) und Bruce Springsteen (die Art des Vortrags) die zwei bestimmenden Einflüsse, doch bindet der Granduciel diesen Folk- und Rock-Elementen einen Sound ans Bein, den früher Besitzer von echten Hi-Fi-Anlagen zu schätzen wussten: Sanft und hallig klingt diese Musik, dadurch verträumt – aber eben nicht verhuscht. The War On Drugs hatten beim Vorgänger LOST IN THE DREAM einen irren Erfolg mit diesem Konzept, A DEEPER UNDERSTANDING ändert nichts an der Formel. Aber das ist auch gar nicht notwendig, denn der Sog dieser Songs und dieses Sounds ist stark genug. Schon erstaunlich, wie belanglos die ersten beiden Alben rückblickend wirken, auf denen die Band noch recht herkömmlich als Folkrockgruppe unterwegs war. Wer das anders sieht, wird mäkeln, dass auf A DEEPER UNDERSTANDING ein Song dem anderen gleicht, was sogar stimmt – das Tempo variiert zwar, die Instrumentierung ist etwas flexibler als auf dem Vorgänger, aber der Fluss der Songs wird nie unterbrochen, es geht immer und immer weiter. Keine Berg- und Talfahrt, eher das entspannte Abwandern eines Panoramas.

8/10

The War On Drugs
A DEEPER UNDERSTANDING
ATLANTIC/WARNER