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Queens Of The Stone Age – VILLAINS

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villainsHomme und der Partykönig – das klappt erstaunlich gut.

Eines macht Josh Homme direkt mal klar: VILLAINS sei kein politisches Album, es gehe nicht explizit um den Typen im Weißen Haus, sondern um die Art von Schurken, die jeder in sich trägt oder denen man im Alltag begegnet. Das kann der innere Schweinehund sein oder der Typ, der dich immer mobbt. Oder halt der Oberidiot in Washington, D.C. Gegen alles diese Schurken singen die Queens Of The Stone Age auf diesem Album an – und sie tun das wieder einmal in neuem Sound. Produziert hat Mark Ronson, ein verwöhntes Kerlchen der L.A.-Musikszene, das Amy Wine­house produzierte, mit Bruno Mars den großen Hit ›Uptown Funk‹ landete, zuletzt mit Lady Gaga und Adele zusammenarbeitete. Nun also Queens Of The Stone Age, seiner erklärten Lieblingsrockband: Wer vorab Böses ahnt, freut sich direkt über ›Feet Don‘t Fail‹, einen klassischen Rocksong mit guten Riffs. ›The Way You Used To Do‹ zeigt dann, wohin die Reise mit Ronson gehen kann: Boogie-Woogie-Glam-Rock, Josh Homme singt verdammt gut, die Gitarren klingen großartig – das Gespann Ronson/Homme hat schnell zueinander gefunden. ›Domestic Angels‹ dreht sich wie ein dreckiger Nagel ins Gehör, ein unbequemer Song, der zeigt, dass VILLAINS über weite Strecken weit von einem Wohlfühlalbum entfernt ist – was nicht zuletzt der sehr starke Abschluss-Song ›Villains Of Circumstance‹ zeigt. ›Fortress‹ belegt Hommes Sinn für Pop-Sensibilität, das Stück klingt wie ein Song aus Bowies Spät­phase. ›Head Like A Haunted House‹ dreht dann ab in Richtung Detroit, späte 70er: dreckiger, zappeliger Garagen-Punk, Geister­keyboards inklusive. Zwar bastelt sich der Hochglanzproduzent Mark Ronson solche Tracks wie aus einem Baukasten zusammen, der Kerl ist vom echten Punk so weit entfernt wie L.A. von Castrop-Rauxel. Doch das Al­­bum macht tatsächlich dann am meisten Spaß, wenn der Produzent seinen Lieb­lingsrockstar zur Party­laune zwingt.

7/10

Queens Of The Stone Age
VILLAINS
MATADOR/BEGGARS

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