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Gewinnspiel: Tickets für Supersonic Blues Machine feat. Billy Gibbons sichern!

Dieser Konzertsommer hält einen ganz besonderen Termin für uns bereit: Supersonic Blues Machine kommen nach Deutschland und CLASSIC ROCK verlost Tickets.

Was passt besser zur Sommerhitze als ein brandheißes Blueskonzert, das auch noch mit ordentlich texanischer Schärfe gewürzt ist? Am 11. Juli kommen Supersonic Blues Machine für ein exklusives Deutschlandkonzert nach Essen in das Casino Zollverein.

Mit von der Partie wird Texmex- und Gitarrengroßmeister Billy Gibbons von ZZ Top sein, der auf beiden Alben der Truppe mitwirkte.

CLASSIC ROCK verlost 2×2 Tickets für dieses Spektakel.

Wenn ihr gewinnen wollt, schreibt uns einfach eine Email mit dem Stichwort „Supersonic“ an verlosung@crmag.de. Einsendeschluss ist der 07. Juli 2018.

Paul McCartney: Hier kommt der Trailer zu seinem „Carpool Karaoke“-Auftritt

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Paul McCartney bei Carpool Karaoke„Baby, you can drive my car“: Paul McCartney setzt sich zu Comedian James Corden ins Auto, gemeinsam geht’s durch Liverpool.

Von Adele bis zu den Foo Fighters waren schon fast alle zu Gast in James Cordens „The Late Show“-Segment „Carpool Karaoke“, in dem Stars, wie es der Name schon sagt, im Auto zu fremden oder auch eigenen Songs singen.

Jetzt ist der Trailer zur Ausgabe mit Paul McCartney da. “Hey mate, I’m in Liverpool and I’m wondering if you can help. Yeah I need somebody, not just anybody. Can you please, please help me?”, scherzt Corden zu Beginn desselben am Telefon.

Darauf sitzt McCartney neben Corden am Steuer und die beiden singen zum Beatles-Hit ›Drive My Car‹. Die komplette Episode gibt’s ab nächster Woche.

Paul McCartney bei „Carpool Karaoke“:

Slash: Hier den Trailer zum neuen Album mit Myles Kennedy sehen

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Slash Myles Kennedy AlbumLIVING THE DREAM von Slash Featuring Myles Kennedy & The Conspirators kommt im September. Dazu geht’s auf US-Tour.

Jetzt ist es fix: LIVING THE DREAM, das neue Album von Slash zusammen mit Myles Kennedy & The Conspirators, erscheint am 21. September.

Die Platte mit 12 Songs ist der Nachfolger von WORLD ON FIRE aus dem Jahr 2014. Zur Album-Veröffentlichung pausiert die „Not In This Lifetime…“-Tour von Guns N‘ Roses, was Slash für eine eigene US-Tour von September bis Oktober nutzt.

„Ich arbeite jetzt seit ungefähr acht Jahren mit Myles, Brent Fitz und Todd Kerns. Es war eine aufregende Zeit, und wir werden als Band besser und besser“, hatte der Gunners-Gitarrist zuletzt erklärt.

Hier ist der Trailer zu LIVING THE DREAM:

Dorian Sorriaux: Gitarrist der Blues Pills veröffentlicht Solodebüt

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Dorian Sorriaux veröffentlicht demnächst seine erste Soloplatte. Und geht im Anschluss gleich mal ausgiebig auf Tour.

Wem der Name Dorian Sorriaux noch nichts sagt, bei dem klingelt’s vielleicht eher bei den Blues Pills. Selbige Kombo erfreut sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit, nicht zuletzt wegen Frontfrau Elin Larssons charismatischen Auftretens.

Der eher im Hintergrund waltende Gitarrenkönner der Truppe namens Dorian Sorriaux bringt nun am 29. Juni sein Solodebüt heraus.

HUNGRY GHOST heißt das gute Stück und vereint in Form einer EP eine handvoll brandneuer Songs, die eher einen melancholischen Folk-Anstrich haben, statt die psychedelische Blues Rock-Richtung seiner Hauptband einzuschlagen.

Dorian Sorriaux – ›Hungry Ghost‹:

Guns N’ Roses: Dizzy Reed im Interview

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Dizzy Reed von Guns N' Roses im InterviewDer Guns-N’-Roses-Keyboarder über sein Soloalbum, ein Leben für die Musik und seine Arbeit mit dem „Triumvirat der Hölle“.

Seit dem Ende des klassischen Line-ups der frühen 90er-Jahre waren Guns N’ Roses unsicheres Terrain. Sie spuckten so viele Mu­­siker aus, dass Slash einmal be­­hauptete: „Es gibt keinen Fucker in der Band, den ich überhaupt kenne.“ Umso be­­eindruckender ist es, dass Dizzy Reed seinen Platz an den Keyboards seit den 90ern innehat, damit ist er so lange dabei wie sonst nur Axl Rose. Zehn Jahre nach CHINESE DEMOCRACY und neben der „Not In This Lifetime Tour“, die aktuell bis Juni pausiert, hat Reed die Zeit für ein Soloalbum im Sleaze-Rock-Modus gefunden.

Was sollte man machen, während man sich deine neue Platte ROCK’N ROLL AIN’T EA­SY anhört?
Trinken, sich prügeln, Sex haben. Alles, was dir eine gute Zeit bringt. Man kann natürlich auch nachdenklich sein dazu.

Das Album ist sehr „sleazy“: Ist das ein Kompliment für dich?
Ja, das ist es tatsächlich. Das war die Richtung, in die wir gehen wollten. Das Coole war, dass ich produziert und fast alles selbst geschrieben habe. Ich stand in der Verantwortung, also konnte ich tun, was ich wollte. Und es ist verdammt gut gelaufen.

Worum geht’s in den Songs?
Was ›Dirty Bomb‹ betrifft, hab ich in der Zeitung eine Story über dieses russische Chick ge­­lesen, das nukleare Geheimnisse für Geld verkauft hatte. Ich dachte: „Wir leben in einer ka­­putten Welt.“ Ich zeigte es (Co-Autor) Del Ja­­mes und wir haben eine Figur entworfen und ein Setting irgendwo zwischen T.Rex und Du­­ran Duran. Mit ›This Don’t Look Like Vegas‹ sind Ricky Warwick und Del um die Ecke ge­­kommen, es geht um ihre verrückten Abenteuer in Vegas. ›Cheers 2 R Oblivion‹ ist der klassische Herzschmerz-Song, als wäre das Ende der Welt da, denn so habe ich mich selbst gefühlt. Als ich den Track geschrieben habe, war mir alles egal. Die Welt hätte untergehen können, was soll’s. Es war eine harte Zeit in einer meiner Beziehungen.

Wo wärst du heute, wenn es dir nicht möglich wäre, durch die Musik eine Art Katharsis zu erlangen?
Die Chancen stehen sehr gut, dass ich dann in der Psychiatrie wäre. Es besteht ohnehin die Chance, dass es dort endet mit mir. Oder ich würde irgendwo in einer Bar sitzen und sagen: „Gott, würde ich gern Musik machen.“

Was kannst du zum Titelsong ›Rock’N Roll Ain’t Easy‹ sagen?
Es lief gerade für mich. Ich hatte Erfolg, kam um die Welt, war Teil einiger großartiger Tourneen und Platten. Doch plötzlich hatte sich meine erste Ehe in Luft aufgelöst, die Hälfte meines Zeugs im Koffer, wohnte ich wieder in diesem dreckigen Appartement in North Hollywood. Und es regnete draußen, das volle Programm. Da fiel mir ein: „Ich lasse diese Situation für mich arbeiten.“ Ich nahm die Gitarre zur Hand und fertig war der Song. Der Silberstreif ist: Die Person, die in dem Appartement lebte, ist jetzt meine Frau, wir sind glücklich verheiratet. Aber der Rock’n’Roll ist keine leichte Sache, die meisten Leute denken, es geht nur um Sex, Drogen und Partys. Bei mir fing alles an, weil ich keinen normalen Job haben wollte. Die Ironie ist: Um in diesem Business zu bestehen, musst du härter arbeiten als die meisten anderen.

„Axl Rose ist eine großartige Person, einer der witzigsten Menschen, die ich kenne. Jeden Abend, bevor wir auf die Bühne gehen, hat er einen Joke auf Lager – und meist ist der auch noch gut.“

Als du zu Guns N’ Roses gegangen bist, warst du besorgt wegen ihrer Reputation?
Nah, ich passte da ganz gut rein. Der ganze Scheiß machte mir rein gar nichts aus. Ich war in einer Band, die The Wild hieß – und wir machten unserem Namen alle Ehre.

Wie wild waren die GN’R-Tourneen in den 90ern?
Daran kann ich mich nicht erinnern.

Sind Guns N’ Roses ohne die Drogen besser?
Jeder ist besser ohne Drogen.

Was ist dein Favorit aus dem GN’R-Repertoire?
Das ist wohl ›Civil War‹, denn das war der erste Song, den ich mit der Band spielte, und das erste Mal, dass ich mich im Radio hörte. Dabei saß das Triumvirat der Hölle im Kontrollraum – Slash, Duff und Axl – und alle auf einmal sagten mir, was ich zu tun hatte. Aber es hat ge­­klappt.

Wie würdest du deine Beziehung zu Axl Rose beschreiben?
Er ist eine großartige Person, einer der witzigsten Menschen, die ich kenne. Jeden Abend, bevor wir auf die Bühne gehen, hat er einen Joke auf Lager – und meist ist der auch noch gut. Und niemand arbeitet härter als dieser Kerl, in der Presse kommt das immer falsch rüber. Es ist irgendwie traurig, was einige Leute verbreiten, nur um ihre Sachen zu verkaufen.

So viele Musiker sind zu Guns N’ Roses ge­­kommen und wieder gegangen. Wie kommt es, dass du so lange durchhältst?
Axl und die Band haben mir eine Riesenchance gegeben, als sie ganz oben waren. Das will ich zurückgeben. Was immer sie von mir brauchen, das kriegen sie.

Hattest du je das Gefühl, du könntest rausgeschmissen werden?
Nein, keine Ahnung. Aber wenn ich’s je vermassle, wird man mich das wissen lassen.

Was war deine größte Geldverschwendung?
Scheiße, ich hatte nie genug Geld, um es zu verschwenden.

Zahlt es sich etwa nicht aus, bei Guns N’ Roses zu sein?
Es läuft ganz okay. Aber ich bin ganz gut dabei, wenn es ums Ausgeben geht, ich habe eine Ex-Frau und vier Kinder.

Kriegen Keyboarder den Respekt, den sie verdienen?
Absolut nicht. Nie, nie, nie. Dies ist die Welt der Sänger und Gitarristen. Wir leben nur darin.

Was für eine Art Schuljunge warst du?
Ich hielt mich immer sehr zurück, das Wichtigste war, es hinter mich zu bringen. Meine Band war meine Identität, Schule nur lästige Pflicht.

Tony Iommi: Black-Sabbath-Reunion wäre „großartig“

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Black Sabbath PressebildEtwas mehr als ein Jahr nach ihrem Abschied kann sich Toni Iommi vorstellen, wieder mit seinen alten Kollegen von Black Sabbath aufzutreten.

Und zwar hat der Gitarrist dabei ein ganz bestimmtes Ereignis im Blick: die Commonwealth Games 2022 in Birmingham, der Heimatstadt von Black Sabbath.

„Ich finde, es wäre eine großartige Sache, dabei zu helfen, Birmingham zu repräsentieren“, so Toni Iommi gegenüber „Birmingham Live“. „Ich bin dabei! Mal schauen, was passiert!“

Ähnlich offen für einen Auftritt der Metal-Ikonen bei den Commonwealth Games zeigte sich zuvor schon deren Frontmann Ozzy Osbourne. „Yeah, das wäre fantastisch. Ob mit Black Sabbath oder allein, ich würde es machen“, sagte er „ITV News“.

Weniger zuversichtlich in der Hinsicht ist Bassist Geezer Butler. Gefragt, ob Festival-Auftritte auch nach der Abschiedstour von Black Sabbath möglich seien, sagte er: „Das ist nicht sehr wahrscheinlich. Ozzy wird auf seine eigene Abschiedstour gehen, also wird er die nächsten zwei oder drei Jahre unterwegs sein.“

Es werde also kaum eine Chance geben, gemeinsam einzelne Konzerte zu geben, so Butler, womit er sich aber abfinden könne. „Wir sind auf einem Höhepunkt gegangen, es ist am besten, das jetzt nicht kaputt zu machen.“

Black Sabbath beim Abschiedskonzert in Birmingham:

„Bleib da, ich komme“: Ozzy Osbourne erinnert sich an sein letztes Telefonat mit Lemmy…

Michael Monroe: Der Anti-Glam-Rock-Held im Interview

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Michael MonroeMit seinen legendären Hanoi Rocks soll Michael Monroe zu Beginn der achtziger Jahre den Hair Metal erfunden haben. Im Interview mit CLASSIC ROCK erzählt der blond bemähnte Finne, warum er diesem Ruf so gar nicht zustimmen will, was er an Rockstar-Klischees lächerlich findet und wie sein neues Soloalbum HORNS AND HALOS klingt.

Dein neues Album hört auf den Namen HORNS AND HALOS. Wer regiert in Michael Monroe? Ist es das Engelchen oder das Teufelchen?
Natürlich der Engel! Der Teufel kommt nur selten zu Besuch, aber dieser Dämon ist unter Kontrolle. Da ist alles cool! Liebe wird den Hass immer besiegen (lacht).

Wie fühlst du dich, nun da ihr HORNS AND HALOS fertiggestellt habt?
Oh, es ist fantastisch. Die Gruppe fühlt sich jetzt viel mehr wie eine richtige Band an, als sie es jemals zuvor tat. Das zeigt, wie sehr wir im Laufe der letzten Jahre zusammengewachsen sind. Und seitdem Dregen (Der als Gitarrist der schwedischen Glam Punk-Gruppe Backyard Babies bekannt geworden ist. Anm. d. Red.) in die Band eingestiegen ist, herrscht eine viel stärkere Verbindung zwischen uns, und die Chemie bei uns ist noch kreativer geworden. Das hier ist ein echtes Bandalbum. Das macht mich schon sehr glücklich.

Wie wichtig ist Dregen, dein neuer Mann an der Gitarre, für die Band?
Seit dem ersten Tag spielt er eine sehr wichtige Rolle. Als wir vor einigen Jahren nach einem Gitarristen suchte, konnte ich mir niemanden sonst vorstellen, der so perfekt zu uns passt. Er bringt einfach das Komplettpaket mit. Auf dem neuen Album zeigt er das. Er hat den musikalischen Stil von HORNS AND HALOS stark beeinflusst. Durch seine Riffs sind die Songs deutlich punkiger und bluesiger geworden.

Woher kennt ihr euch eigentlich?
Ich traf Dregen zum ersten Mal 1994. Damals ging es gerade mit den Backyard Babies los und sie waren unsere Vorband. Später baten sie mich, einige Saxophon-Parts für sie einzuspielen und so begleitete ich sie zu einigen Shows in England und sogar nach Japan. Für eine Weile war ich so etwas wie ihr fünftes Bandmitglied (lacht).

Neben Dregen soll auch dein anderer Gitarrist, Steve Conte, eine sehr wichtige Figur für das Songwriting gewesen sein.
Oh ja! Er zeigte, dass er dieser Aufgabe vollends gewachsen ist. Er ist übrigens nicht nur ein guter Songwriter, er ist auch ein ebenso guter Sänger. Manchmal hatte ich einen Text geschrieben, doch Steve kam mit einer anderen Idee. Oft musste ich dann einsehen, dass sein Material echt besser war. Es ist das wichtigste für einen Frontmann, an solchen Stellen das eigene Ego zurückzustellen und das zu tun, was das Beste für den Song ist.

Ihr habt HORNS AND HALOS an allen möglichen Orten der Welt aufgenommen. Warum habt ihr euch für einen so aufwendigen Weg entschieden, um daran zu arbeiten?
Wir mussten es überall auf der Welt aufnehmen, weil die Band über den ganzen Globus verteilt lebt. Dregen und Karl leben in Stockholm, Sami lebt in Brooklyn, Steve wohnt seit einer Weile mit seiner Frau in Amsterdam und ich bin in Finnland. Bevor wir auf Tour gehen, reisen wir schon immer ein Paar Tage vor den Shows in das jeweilige Land und mieten uns dort einen Proberaum, um uns zusammenzufinden und an neuem Material zu arbeiten. So läuft das eben bei uns.

Würdest du sagen, dass deine jetzige Band die stärkste Besetzung hat, mit der du jemals zusammen gespielt hast?
Wir reden hier ja nicht über Hanoi Rocks, nicht wahr? Was meine Soloband angeht, ja! Das würde ich schon sagen. Ich könnte mir keinen besseren Haufen von Typen vorstellen. Ich bin wirklich sehr glücklich und dankbar!

Du warst ein großes Vorbild für zahlreiche spätere Superstars wie Guns N‘ Roses und Poison. Hattest du manchmal das Gefühl, dass du nicht die Anerkennung bekommen hast, die dir eigentlich zusteht?
Ach nein, besonders die letzten Jahre waren wirklich großartig. Ich durfte viel Respekt und Anerkennung von anderen Musikern wie Dave Grohl, Slash und Duff McKagan erfahren. Diese Jungs sind alle meine Freunde geworden und sie schätzen meine Arbeit sehr.

Eins muss ich aber mal loswerden. Du erwähntest Guns N‘ Roses: Sie waren cool, denn sie hatten ihr eigenes Ding. Was aber Poison betrifft: Mit ihnen möchte ich nicht in eine Schublade gesteckt werden. Eigentlich hatte ich zu dieser ganzen L.A.-Glam-Szene gar keinen Bezug, obwohl mir immer vorgeworfen wird, das Ganze erst ins Rollen gebracht zu haben. Manchmal werde ich gefragt, wie es sich anfühle der „König des Glam“ zu sein. Ich sage dann immer: „Gebt mir nicht die Schuld für diesen Scheiß! Ich mag keine Bands, die mit ihren Haarspraydosen besser umgehen können als mit ihren Instrumenten.“ Ich bin mehr als nur ein Poser.

Hast du dir schon einmal gedacht, dass du anstelle von Poison auf große Stadiontournee gehen solltest, weil du es mehr verdient hast?
Nein, ich war niemals scharf auf diesen ganzen Ruhm. Mir war der Respekt meiner Musikerkollegen immer sehr viel wichtiger. An erster Stelle stand für mich aber immer meine eigene Integrität. Es gibt nur sehr wenige Bands, die cool und gleichzeitig riesig werden. Da fallen mir momentan eigentlich nur die Foo Fighters ein. Ich finde es schön, dass sie so groß geworden sind. Auch für GN‘R habe ich mich damals gefreut. Slash hat die richtige Attitüde und sie alle sind fantastische Musiker. Wenn Bands aber nichts drauf haben und trotzdem berühmt werden, ist das für mich der Verfall des Rock‘n‘Roll. Groß bedeutet nicht immer gut. Ich sage euch, 10 Millionen Fans können sich sehr wohl irren (lacht)!

Im Unterschied zu vielen deiner Kollegen in den Achtzigern hast du dich weitestgehend von Drogen, Groupies und ähnlichem Unheil ferngehalten. Bist du dir für deine damalige Disziplin im Nachhinein dankbar?
Naja, sagen wir so: Auch ich war nicht gerade ein Engel. Natürlich musste ich alles einmal probieren, aber ich habe immer die Finger von harten Drogen wie Heroin gelassen. Das mit den Groupies war für mich immer eine unbegreifliche Sache. Mit einem fremden Menschen eine intime Nacht zu verbringen und ihn danach nie mehr zu sehen, konnte ich mir einfach nie vorstellen. Ich finde es beinahe schon peinlich zu glauben, dass all das zum Rockstar-Leben dazugehört. Und ja, ich bin sehr froh, dass ich mich fit gehalten habe, denn anders wäre das, was ich tue, sehr hart. Ich genieße mein Leben und bin für jeden Tag, den ich gesund auf der Erde verbringen darf dankbar.

Du scheinst sehr zufrieden. Was wünschst du dir für deine Band in Zukunft?
Derzeit arbeiten wir an den Plänen für eine ausgiebige Tour. Am liebsten wäre mir eine Support-Tour mit Slash oder den Foo Fighters! Zum einen wäre das ein perfektes musikalisches Paket. Zum anderen könnten wir auf diesem Weg so viele Leute erreichen, wie es diese Band eigentlich verdient hätte.

The Rolling Stones – STUDIO ALBUMS VINYL COLLECTION 1971–2016

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Rolling Stones Studio AlbumsEin ganz dickes Ding.

Ob das jetzt besser, schlechter oder überhaupt irgendwie anders klingt als die bisherigen Remasters respektive die Originalpressungen, muss am Ende jeder selbst entscheiden. Von zu vielen Faktoren hängt die Be­­wertung ab: Persönliche Vorlieben spielen eine Rolle, die technische Ausrüstung, das individuelle Gehör und noch einiges mehr. Zu marginal sind letztlich die klanglichen Unterschiede: Die Rolling Stones-Studioalben der Jahre 1971 bis 2016, hier erstmals komplett in einer Box gebündelt, wurden im Rahmen der Repertoirepflege überwiegend be­­reits in früheren Jahren klanglich aufgemöbelt und natürlich in unterschiedlichsten Formaten und Versionen wiederveröffentlicht.

Das Besondere sind nun vor allem zwei Dinge: Alle 15 enthaltenen Vinyl-Scheiben sind soweit wie möglich Eins-zu-eins-Replikationen der Originalauflagen. STICKY FING­ERS liegt also endlich wieder in der Variante mit Andy Warhols damaligem Reißverschluss-Design vor, EMOTIONAL RESCUE mit Wärmebildkamera­poster usw. Remastert – und das ist die zweite Be­­sonderheit – wurden die Alben auf Basis der Origi­nalbänder auf einer Neumann VMS-80-Schneide­maschine im Half-Speed-Mastering-Verfahren, sorgfältiger geht es nicht. STUDIO ALBUMS VINYL COLLECTION 1971 – 2016 ist insofern eine exzellent klingende, hochwertig verpackte Box auf höchstem Qualitätsniveau, aber so zwingend wie zuletzt die Mono-Box mit den Alben der frühen Jahre ist sie nicht. Das liegt zum einen an den wirklich nur für Feinschmecker interessanten klanglichen Minimal­unterschieden – zum anderen am Katalog selbst.

Die Stones gelten in der kanonisierten Kritikermeinung als eine Band, die aus einer brillanten Frühphase heraus nach dem zwischenzeitlichen Fehlgriff THEIR SATANIC MAJESTIES REQUEST zwischen 1968 und 1972 ihren Peak erreichte – und dann kontinuierlich immer belangloser wurde. Dass diese Dauerbe­hauptung zu kurz greift, beweist diese Box: Nach den Meisterwerken STICKY FINGERS und EXILE ON MAIN ST. waren die folgenden Alben zwar auf freilich hohem Niveau durchwachsen, aber ab 1978 gelang den Stones noch einmal eine bis 1983 an­­dauernde Hochphase: SOME GIRLS und TATTOO YOU gelten ohnehin als überaus gelungen, aber auch EMOTIONAL RESCUE und UNDERCOVER sind aus heutiger Sicht wesentlich besser als ihr Ruf.

All dies können nun jene, die den Stones-Katalog nicht bereits in zig Versionen zu Hause rumstehen haben, hier noch einmal nachvollziehen: dass DIRTY WORK wirklich verzichtbar ist, die Alben der 90er aber viele gute Momente hatten und A BIGGER BANG ebenfalls. Die Freude wird lediglich durch den Umstand getrübt, dass die Live-Alben ebenso wenig in die Box integriert wurden wie es auch sonst keinerlei zusätzliches Ma­­terial gibt. Die Raritäten und Off-Takes der Jahre 1971 bis heute bewahren sich die geschäftstüchtigen Stones vermutlich bis zur nächsten Box auf.

9/10

The Rolling Stones
STUDIO ALBUMS VINYL COLLECTION 1971–2016
POLYDOR/UNIVERSAL