0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Start Blog Seite 994

Chris Cornell: Erster Song von neuem Album veröffentlicht

0

Cornell und klitschko Videodreh Part of Me 08 - CMS SourceIm Lyric-Video stellt Chris Cornell mit ›Nearly Forgot My Broken Heart‹ das erste Stück seiner kommenden Platte vor. HIGHER TRUTH erscheint im September.

›Nearly Forgot My Broken Heart‹ startet mit Banjo-Intro und steigert sich dann zu einem kraftvollen, eingängigen Track mit psychedelischem Gitarrensolo. Stimmlich präsentiert sich Chris Cornell wie immer in guter Verfassung.

Der Song findet sich auf Cornells mittlerweile viertem Solowerk HIGHER TRUTH, das am 18. September rauskommen wird. Das Album ist der Nachfolger von SCREAM aus dem Jahr 2009. Als Produzent fungierte Brendan O’Brien, der schon mit Pearl Jam und Bruce Springsteen gearbeitet hat.

Erst kürzlich waren rare Live-Aufnahmen von Cornell mit Soundgarden aus den frühen 90ern aufgetaucht, die im Film „Singles“ zu sehen waren. Ende vergangenen Jahres hatte der Sänger nach längerer Pause wieder einen Auftritt mit Temple Of The Dog hingelegt.

Hier seht ihr den brandneuen Lyric-Clip zu ›Nearly Forgot My Broken Heart‹:

Die Tracklist von HIGHER TRUTH:
01. Nearly Forgot My Broken Heart
02. Dead Wishes
03. Worried Moon
04. Before We Disappear
05. Through The Window
06. Josephine
07. Murderer Of Blue Skies
08. Higher Truth
09. Let Your Eyes Wander
10. Only These Words
11. Circling
12. Our Time In The Universe

Bonus Tracks:
13. Bend In The Road
14. Wrong Side
15. Misery Chain
16. Our Time In The Universe (Remix)

Kickin Valentina: Seht den Clip zu ›Wrong Way‹

0

Im November erscheint das Debüt von Kickin Valentina. Die erste Single lässt ein hartes, kompromissloses Rockalbum erwarten.

„Hard Dirty Sleazy Grooving ROCK and ROLL!!“ wollen uns Kickin Valentina nach eigener Aussage vor den Latz knallen. Mit ihrem ersten Song vom Debütwerk SUPER ATOMIC fangen die Mannen aus Atlanta gleich mal an damit. ›Wrong Way‹ ist ein schnörkelloser Rocktrack. Die Single wird ab 11. September digital erhältlich sein, das Album kommt am 6. November.

Kickin Valentina wurden 2013 von Gitarrist Heber Pampillon und Drummer Jimmy Berdine gegründet, kurz darauf stießen Sänger Joe Edwards und Bassist Chris Taylor dazu. Im Oktober selben Jahres folgte mit einer nach der Band benannte EP das erste Lebenszeichen. Das Quintett spielte bereits mit Acts wie Buckcherry, Queensryche, Pop Evil oder Skid Row zusammen.

SUPER ATOMIC wurde in Atlanta aufgenommen. Das Album erscheint über das dänische Hardrock/Metal-Label Mighty Music, bei dem die Truppe kürzlich unterschrieben hat.

Hier seht ihr Kickin Valentina mit ihrer brandneuen Single ›Wrong Way‹:

Jackson Browne: München, Tollwood (30.06.)

Jackson Browne Photo by Nels IsraelsonGroßes Zelt, noch größere Emotionen

Es sind die kleinen Momente, die einen solchen Abend unvergesslich machen. Etwa der Blick dieses jungenhaften 66-Jährigen, als er sich, beide Hände flach auf die Brust gelegt, tief verbeugt. Fast glaubt man, einen Tränenschimmer in diesen Augen zu erkennen. Knapp drei Stunden hat Jackson Browne im stickigen Konzertzelt des Münchner Tollwood-Festivals auf der Bühne gestanden. Zwei Zugaben hat er mit seiner brillanten Band gegeben, zuletzt das legendäre ›The Load-Out/Stay‹ zelebriert. Und nun steht er da an der Bühnenkante mit diesem gerührten, etwas ungläubigen Blick und sieht in all die glücklichen Gesichter. Wobei die Standing Ovations hier andere sind als bei gewöhnlichen Stadionrockpartys. Stiller, introvertierter sind sie und auf ihre ganz eigene Art dennoch lauter. Dankbarkeit schwingt da mit, auch eine gewisse Fassungslosigkeit, und so mancher reibt sich verstohlen die Augen.
Wie kostbare Kleinode werden die knapp 2000 Zuschauer die Momente dieser Nacht davontragen. Etwa die grandiose Eruption von ›For Everyman‹, nach der dieser Klassiker friedlich wie eine auslaufende Welle in den Bühnenbrettern versickert. Der inbrünstige Gospel, zu dem sich ›The Pretender‹ im feierlichen Finale aufschwingt. Die kleine Unterbrechung, als Browne einen übereifrigen Ordner zurechtweist, der das Tanzen vor der Bühne verbieten will. Und immer wieder diese großartige, gänzlich unaufgeregte und so überaus präzise Band mit dem wunderbaren Greg Leisz (git, lap & pedal steel), dem Gitarristen Shane Fontayne, Bob Glaub (b), Mauricio Lewak (dr) und Jeff Young (org), dazu der stimmgewaltigen Alethea Mills.
Vom entspannten Folk-Groove von ›Barricades Of Heaven‹ über gelegentliche Ausflüge ins Country- und Rockfach (›Looking East‹) und die Byrds-Reminiszenz ›The Birds Of Saint Marks‹ bis hin zu Hits wie ›Running On Empty‹, ›Take It Easy‹ und ›Doctor My Eyes‹, die ihren Schöpfer zu einem der bedeutendsten Songwriter seiner Generation gemacht haben: München erlebte einen Sommernachtstraum und das emotionale Homecoming eines stillen Giganten.

Radio Birdman: Göteborg, Pustervik (27.06.)

0

radio birdman logoEnergie statt Alterserscheinung

Das Pustervik befindet sich unmittelbar neben der Haltestelle Järntorget in Göteborg. Mit zwei Bühnen, durchaus gemütlichem Interieur und der Möglichkeit, sein Getränk auch unter freiem Himmel genießen zu können, bildet das Event-Lokal am Olof-Plame-Platz den Hauptanlaufpunkt für die Alternativen und Musikbegeisterten der Stadt.
Heute sind es rund 350 von ihnen, die sich dicht an die Bühne drängen, als Radio Birdman, eine der Ur-Punkbands Australiens, den Abend mit ›Smith And Wesson Blues‹ eröffnen. Die Band, die für viele nachfolgende Musiker von so großem Einfluss war, fand in Form der drei Gründungsmitglieder Pip Hoyle, Rob Younger und Deniz Tek nach einer siebenjährigen Pause im letzten Jahr erneut zusammen. Nun tänzelt Sänger Younger wieder wie ein junger Iggy Pop über das Parkett und lässt dabei unermüdlich die Arme kreisen. Ausgedehnte Ansagen hat der 60-Jährige heute nicht gerade im Angebot, das muss er aber auch nicht. Stattdessen stürzt er sich Hals über Kopf in ›Do The Pop‹, ›Man With The Golden Helmet‹, ›Alone In The Endzone‹ und die Debütsingle ›Burn My Eye‹ von 1976.
Wenn Deniz Tek nicht gerade die Saiten seiner Gitarre bearbeitet, tritt er an den Rand der Bühne und genießt den aufrichtigen und verdienten Applaus seines schwedischen Publikums. Die Begeisterungsstürme finden ihren absoluten Höhepunkt, bevor sich Radio Birdman nach ihren Hits ›New Race‹ und ›More Fun‹ mit zufriedenen Gesichtern von ihrem Publikum verabschieden.

Eric Burdon: Stuttgart, Freilichtbühne Killesberg (27.06.15)

Eric_Burdon_Publicity_PhotoAltersloser Blueser

Etwas über ein Jahr nach seinem letzten Gastspiel dort verschlägt es Eric Burdon schon wieder nach Stuttgart. Diesmal in die schmucke Freilichtbühne im Höhenpark Killesberg, wie sich zeigen wird der perfekte Rahmen für ein Bluesrock-Konzert mit hippiesker Note. 2000 Menschen sind gekommen, um den Sänger der Animals live zu sehen, viele waren sicherlich auch das letzte Mal dabei. Der Herr ist 74, allzu viele Konzertreisen wird es gewiss nicht mehr geben. Andererseits: Wer so agil durch den Zuschauerraum auf die Bühne schreitet, wie immer sonnenbebrillt und grinsend, der hat noch lange nicht genug. Sieht man auch an der Setlist: Anstatt hübsch einfach das ewig gleiche Programm abzuspulen, gibt es auch an diesem lauen Sommerabend manche große Überraschung. Mit ›Don’t Bring Me Down‹ geht es zunächst nostalgisch los. Die Animals-Nummer von 1966 behält ihre fiebrige Orgel, bekommt aber einen modernen Groove eingeimpft. So macht Burdon das gern: Hier wird nichts so gespielt, wie es immer schon klang, hier wird überstreut, ergänzt, gepimpt und dekoriert, wie es dem ewigen Rebellen passt. ›Don’t Let Me Be Misunderstood‹ kommt noch eine Ecke reggaelastiger als zuletzt daher, da wiegen sich ganze Heerscharen vor der Bühne schon selig im Takt. Die Stimmung ist rekordverdächtig gut, allerorten wird gestrahlt, getanzt und mitgesungen. Das gefällt Burdon natürlich, täuscht über die hinteren lichten Reihen hinweg. Höhepunkt eines schnörkellosen, erdigen und tighten Konzerts ist dann übrigens nicht ›The House Of The Rising Sun‹, sondern die in die Jahre gekommene Folk­lore-Ballade ›Black Girl‹, die auch schon Nirvana im Repertoire hatten. Eric Burdon macht daraus eine finstere Southern-Gothic-Nummer, die noch lange nachhallt. Er kann es noch immer.

Fleetwood Mac: Köln, Lanxess Arena (04.06.)

Fleetwood_Mac_New_Press_Picture_2013Not Old – Just Older

Den einzigen Stopp der „On With The Show World Tour“ auf deutschem Boden umweht ein Hauch von Einzigartigkeit: Stevie Nicks, Lindsey Buckingham, John McVie, Mick Fleetwood plus die zurückgekehrte Christine McVie (die mit sage und schreibe 71 Lenzen auf dieser Konzertreise ihr Bühnencomeback zelebriert) stehen in exakt derselben Besetzung wie zu Zeiten von FLEETWOOD MAC (1975), dem über 40.000.000 mal verkauften RUMOURS (1977), TUSK (1979), MIRAGE (1982) und TANGO IN THE NIGHT (1987) auf den Brettern der ehemaligen Köln Arena – Gänsehaut pur! Dass dieses Konzert nicht einfach eine beliebige Show ist, wird bei einem Blick durch das ausverkaufte Hallenrund klar: Von geschätzt 15 Jahre alten Nachwuchsrockern bis zur Ü70-Fraktion, von Goths über Metalheads und Hippies bis Managern ist so ziemlich jegliche Couleur des geneigten Musikfans vertreten. Die Macs sind Kult und untermauern selbigen an diesem Abend eindrucksvoll. All-Time-Hits und vergessene Perlen wechseln sich mit in der Christine-McVie-losen Zeit nicht gehörten Meilensteinen wie etwa ›Little Lies‹ ab. Natürlich wären die großen Songs in einer Live-Umgebung nichts ohne eine tadellose Performance. Diese liefern Fleetwood Mac – allen voran Lindsey Buckingham – im Lehrstundenformat. Herausragend ist auch das immer noch vorhandene Stimmvolumen von Christine McVie und Stevie Nicks. Letztere hat leider mit (augenscheinlich) argen Rücken- und Hüftproblemen zu kämpfen, meistert den Auftritt aber dennoch hochprofessionell. Als nach gut zweieinhalb Stunden Spielzeit Mick Fleetwood sein Publikum mit einer Rede über positives Denken verabschiedet, merkt man schnell, dass der Kapitän des verrückten Haufens im Herzen immer noch der Schelm des FLEETWOOD MAC-Covers ist und kein Mann Ende 60.

Mark Knopfler: Stuttgart, SchleyerHalle (05.07.)

Mark KnopflerSultan ohne Allüren

Wenn es so etwas wie einen Bescheidenheitspreis für Rockstars gäbe, Mark Knopfler müsste zumindest jedes Mal dafür nominiert werden. Wo andere Sternchen aus ihren Shows bisweilen affige Spektakel mit mehr Kostümwechseln als Zugaben machen, wechselt der Dire-Straits-Gründer an diesem Abend in der Schleyerhalle nur seine Gitarren. Er weiß genau, welcher Song mit welchem seiner geliebten Instrumente gespielt werden muss, er weiß genau, dass die Menschen das an ihm lieben. Sein Können ist untrennbar mit seiner Fingerfertigkeit verwoben, er ist einer der besten Gitarristen der Welt. Das wird auch an diesem Abend überdeutlich: Leger mit Jeans und T-Shirt bekleidet, schmilzt für ihn die Welt umgehend auf die sechs magischen Saiten zusammen. 9000 Fans in der ausverkauften Schleyerhalle wollen sich das trotz der brütenden Hitze nicht entgehen lassen. Zunächst die neue Nummer ›Broken Bones‹, dann mit ›Corned Beef City‹ und ›Privateering‹ zwei folkige Nummern. Die Mischung ist gut, eigene Stücke folgen auf Dire-Straits-Material (›Romeo & Juliet‹), beim ikonischen ›Sultans Of Swing‹ gibt es Szenenapplaus. Niemand spielt die Gitarre so wie er, das kann man schon mal würdigen. Und auch wenn ein Mark-Knopfler-Konzert am Ende stets in ähnlichen Bahnen abläuft, wie es die meisten seiner Songs tun, ist es doch allein seine beeindruckende Klasse, die jedes Wiedersehen mit dem Schotten unvergesslich macht. Daran hat auch seine zurückhaltende, aber durchweg glänzende Band großen Anteil. Die spielt sich bei ›Telegraph Road‹ in einen wunderbaren Rausch, bevor ›So Far Away‹ und ›Piper To The End‹ ein großes Rockkonzert beschließen.

FAITH NO MORE: Berlin, Zitadelle (06.06.) und Hamburg, Sporthalle (24.06.)

FAITH NO MORESan Francisco - October 28, 2014Dustin Rabin Photography 2680Doppelt Einzigartig

Lange haben wir warten müssen, jetzt spielten Faith No More endlich auch in Deutschland wieder Headliner-Konzerte. Zuletzt taten sie das Ende der 1990er, seit ihrer Rückkehr 2009 waren sie hier – anders als in den USA und Südamerika – lediglich auf wenigen Festivals zu sehen. Dort aber und zuletzt im Vorprogramm von Black Sabbath in London waren Faith No More unglaublich gut. Und jetzt hatten sie auch noch ihr tolles neues Album SOL INVICTUS im Gepäck. Viel konnte nicht schief gehen, die Crossover-Legenden lieferten zweimal ordentlich ab.
Berlin hatte den Vorteil der deutlich schöneren Location, Hamburg glich das mit ein bisschen mehr Euphorie im Publikum und mehr Lärm von der Bühne aus. Beide Bühnen waren mit reichlich Blumen geschmückt, auch die Setlisten waren nahezu identisch. Das neue ›Motherfucker‹ eröffnete, das alte ›Be Aggressive‹ packte einen drauf, anschließend vereinten sich Klassiker wie ›Epic‹, ›We Care A Lot‹, ›Last Cup Of Sorrow‹ (nur Berlin) oder ›Digging The Grave‹ (nur Hamburg) mit SOL INVICTUS-Songs wie ›Black Friday‹ und ›Superhero‹. ›Midlife Crisis‹ mit seinem verspielten Mittelteil und dem singenden Publikum avancierte an beiden Abenden zum Highlight.
Neben der unfassbaren Coolness von Mike Patton natürlich. Denn auch wenn er nicht mehr den Elan von früher hat, in Sachen Leidenschaft und Lässigkeit macht ihm auch 2015 niemand etwas vor. Böse keifte er, verachtend lachte er, charmant-arrogant führte er ohne viele Worte durch den Abend. Es war eine Freude, ihn mal wieder auf der Bühne zu sehen. Leider in beiden Fällen keine wirklich lange, denn in Berlin und in Hamburg war nach rund 90 Minuten Schluss. Gleichzeitig waren es jeweils 90 großartige Minuten und vielleicht auch einzigartige. Denn ob Faith No More noch mal touren? Ob sie überhaupt weitermachen? Weiß niemand. Nicht mal die Band. Daumen drücken.