Dominierte auf den bisherigen beiden Platten des Songwriters, besonders auf seinem Debüt IN MEMORY OF LOSS, melancholischer Folk, gibt es nun eine geballte Ladung Soulpower von Nathaniel Rateliff. Mit Ecken und Kanten, vielen lauten, auch einigen ruhigeren Momenten. Die Songs überfallen einen regelrecht. Der Opener ›I Need Never Get Old‹ erinnert mit seinen Bläserfanfaren und seiner mitreißenden Energie an Feargal Sharkeys ›You Little Thief‹. ›Howling At Nothing‹ ist vollmundiger, tief empfundener Uptempo-Soul, ›S.O.B.‹ ein schmissiger Partykracher, mit Handclaps, Oooh-oh-Chören und schöner Schnell-langsam-Dynamik. Mit seiner sich überschlagenden Stimme ahmt Rateliff Vorbilder wie Otis Redding oder Sam & Dave nach – nicht umsonst veröffentlicht der Mittdreißiger auf deren legendärem Stax-Label. Ruhiger geht’s zu beim entspannt Klavier-klimpernden ›I’ve Been Failing‹, auf dem Rateliff in seiner vitalen Aufgekratztheit klingt wie der junge Van Morrison. Die Americana-Schönheit ›Wasting Time‹ lässt an The Band denken, ebenfalls ein Einfluss auf Rateliffs Sound. ›I’d Be Waiting‹ ist ein erschöpft sehnsuchtsvolles Liebeslied, ›Mellow Out‹ zum Abschluss ein hallendes Klangkunstwerk mit Dadada-Gesängen. Und die Texte? Handeln „von den Kämpfen meines Lebens – vom zu viel Trinken, dieser Art von Mist. Und eben von Beziehungen, wie wir sie alle führen“, erklärt Rateliff. Für Liebhaber von authentisch gemachtem Vintage-Soul eine echte Entdeckung.
Rock Am See: Jetzt Festival-Tickets gewinnen
CLASSIC ROCK verlost Tickets für „Rock Am See“ und Fan-Pakete der Kings Of Leon. Jetzt teilnehmen! Euch erwarten Frank Turner, Mando Diao, Kings Of Leon u.v.m.!
Nach einem Jahr Pause ist eines der bekanntesten Ein-Tages-Festivals Deutschlands zurück. Am Freitag, den 04. September, findet „Rock Am See!“ wieder in Konstanz am Bodensee statt. In diesem Jahr erwarten euch Schmutzki, Skinny Lister, Itchy Poopzkid, Frank Turner & The Sleeping Souls, Broilers, Mando Diao und die Superstars von Kings of Leon mit ihrem einzigen Deutschland-Konzert 2015!
Zu diesem Anlass verlost CLASSIC ROCK unter euch zwei Pakete mit je zwei Festival-Tickets für „Rock Am See“ und einer Kings Of Leon-Box(Limited Deluxe Edition) mit dem aktuellen Album MECHANICAL BULL und einem Shirt in Größe L.
Schreibt einfach eine Mail mit eurem Namen unter dem Betreff LEON an verlosung@crmag.de.
Teilnahmeschluss ist Montag, der 31. August.
Seht hier den Trailer zu „Rock Am See 2015“:
Alle weiteren Infos zum Festival findet ihr hier …
Wir wünschen viel Glück!
Benefizkonzert: Johnny Depp und Gene Simmons spielen für wohltätigen Zweck
Gemeinsam mit weiteren Musikern gaben der Schauspiel-Star an der Gitarre und der Bassist Hits von Kiss und Alice Cooper zum Besten.
Johnny Depp und Gene Simmons haben am Sonntag (16. August) überraschend einen Auftritt auf einem Wohltätigkeitskonzert hingelegt. Gemeinsam spielten sie die Kiss-Songs ›Deuce‹ und ›Rock And Roll All Nite‹. Unterstützt wurden sie dabei von Nuno Bettencourt (Extreme) und Gilby Clarke (ehemals Guns N‘ Roses). Depp hatte kurz zuvor schon Alice Coopers ›School’s Out‹ zusammen mit der Hausband gecovert.
Die Einnahmen der Show in Los Angeles gehen an die Benefiz-Einrichtung „Mending Kids“, die Operationen für bedürftige Kinder ermöglicht. Johnny Depp sagte in einem Statement: „Die Organisation verändert nicht nur das Leben dieser Kinder, sie sorgt für Fortschritt in Entwicklungsländern, die medizinische Versorgung benötigen.“
Am 9. September wird der Schauspieler mit den Hollywood Vampires ein nach der Band benanntes Tribute-Album vorlegen. Neben Depp sind Alice Cooper und Joe Perry feste Mitglieder der Supergroup. Als Gäste treten auf der Platte u. a. Paul McCartney, Joe Walsh und Slash auf.
Seht hier Johnny Depp und Gene Simmons mit ›Deuce‹ und ›Rock And Roll All Nite‹:
Motörhead: Lemmy wechselt von Whiskey-Cola zu Wodka-O
Der Gesundheit wegen: Motörheads Lemmy Kilmister wird seinem Stammgetränk untreu, versichert aber: „Ich bin immer noch unzerstörbar.“
Immer wieder hat Lemmy Kilmister mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Der 69-Jährige leidet an Diabetes und musste bereits eine Herzoperation über sich ergehen lassen. Wie der „Guardian“ berichtet, hat der Sänger deshalb seinem Leibgetränk Whiskey-Cola abgeschworen.
Seiner Assistentin zufolge habe Lemmy diesen Schritt aus gesundheitlichen Gründen unternommen. Ob seine neue Wahl in dieser Hinsicht allerdings so viel besser ist, dürfte zweifelhaft sein. Statt Whiskey-Cola hält sich der Motörhead-Chef nun an Wodka-O.
Lemmy selbst sind solche Abwägungen aber sowieso egal. „Ich mag Orangensaft einfach lieber“, verriet er. „Also verpiss dich, Coca Cola. Ich bin immer noch unzerstörbar.“ Ein kleines Zugeständnis an seine Gesundheit hat er allerding gemacht: Er raucht nur noch eine Schachtel Zigaretten die Woche.
Erste Anzeichen seines neuen Lebenswandels zeigte der unverwüstliche Bandleader schon im ausführlichen Interview mit CLASSIC ROCK aus dem letzten Jahr.
Mit Motörhead wird Lemmy demnächst das Album BAD MAGIC veröffentlichen, den Nachfolger von AFTERSHOCK aus dem vergangenen Jahr. Mitte Juni ließ die Band den neuen Song ›Thunder & Lightning‹ hören, Ende Juli folgte das Video zu ›Electricity‹.
Nightlife Defenders: Wir wollen unseren Rock’n’Roll
Rockmusiker rebellieren mit dem Song ›I Want My Rock On The Radio‹ gegen die Absetzung von Sendungen wie „Rockperlen“ oder „Kultabend“ auf Bayern 3.
Am 1. August hat Bayern 3 seine Nightlife-Reihe nach 21 Jahren abgesetzt. In Sendungen wie „Classic Rock“, „Rockperlen“, der „Newcomershow“ und dem „Kultabend“ hatte der Radiosender bis dahin jeweils ab 22 Uhr Rockklassiker gespielt und aufstrebende Talente gefördert. Ersetzt wurden diese Formate nun durch die Serie „Bayern 3 Puls“, die vor allem junge Popmusik im Programm hat.
Doch nun regt sich Widerstand in der Rockszene. 3 Dayz Whizkey-Gitarrist Tilo George Copperfield hat unter dem Motto „Nightlife Defenders“ eine Armada von rund dreißig bayerischen Rockern um sich geschart, darunter Musiker von Black Blitz, Lem Motlow, Stereostoned, Deadlock, der AC/DC Revival Band und Künstler wie Claudia Cane, Dan Lucas, Sarah Straub oder Yasi Hofer. Gemeinsam haben sie den Song ›I Want My Rock On The Radio‹ aufgenommen und eine Facebook-Seite zum Thema erstellt.
„Wir sind gegen den Einheitsbrei aus Wiederholungsschleifen und Comedy, ein öffentlich-rechtlicher Radiosender muss ein Angebot für alle Hörer schaffen und dementsprechend auch sein Programm anpassen“, so Copperfield. Er fordert „mehr Vielfalt und Förderung regionaler Rockmusiker, die sich im neuen Format Bayern 3 Puls nicht mehr finden werden“. Dieses sei auf ein Zielgruppe unter 20 Jahren zugeschnitten, die nur selten Radio höre.
Des Ende der Nightlife-Reihe “ ist ein Schlag ins Gesicht für alle Freunde gepflegter Rockmusik“, findet Copperfield. Sein Aufruf lautet: „Mit eurer Unterstützung lebt der Rock im Radio weiter. Liked unsere Facebook-Seite oder schreibt eine Email mit konstruktiver Kritik an den Sender.“
Seht hier den Clip zu ›I Want My Rock On The Radio‹ von den Nightlife Defenders:
AC/DC: 156 Drummer spielen ›You Shook Me All Night Long‹
Das Heer an Schlagzeugern versammelte sich in São Paulo und gab neben dem AC/DC-Klassiker auch Megadeths ›Symphony Of Destruction‹ zum Besten.
Mehr als 150 Drummer haben sich in São Paulo zu einem gemeinsamen Auftritt verabredet, um Hardrock und Metal-Klassiker zu covern. Gemeinsam stürzten sie sich in AC/DCs ›You Shook Me All Night Long‹ und ›Symphony Of Destruction‹ von Megadeth.
Auf einer Bühne gab eine Live-Band den Takt vor, der auch Ex-Sepultura-Trommler Jean Dolabella angehörte. Initiiert wurde die Performance von Dino Verdade. Sein Ziel war es, so viele Musiker wie möglich die Freude am gemeinsamen Spielen erfahren zu lassen.
So klingt der AC/DC-Hit ›You Shook Me All Night Long‹ mit 156 Drummern…
…und so Megadeths ›Symphony Of Destruction‹ aus dem Jahr 1992:
Was machen eigentlich Lillian Axe?
Was haben Fats Domino, Little Richard, Jerry Lee Lewis und Lillian Axe gemein? Musikalisch wenig, sind Lillian Axe doch eher im melodischen Metal als im traditionellen Rock’n’Roll zuhause, aber seit 2010 ist die Band aus New Orleans wie diese drei Legenden Mitglied in der der Louisiana Music Hall Of Fame.
Die Geschichte der Truppe um Gitarrist Steve Blaze, heute einzig verbliebenes Originalmitglied, beginnt in den 80ern im Dunstkreis der angesagten Glamster von Ratt. Nachdem Lillian Axe diese supportet hatten, unterschrieben sie einen Deal beim selben Management. Ratt-Gitarrist Robin Crosby produzierte das Debüt LILIAN AXE und mit ›Dream Of A Lifetime‹ den ersten kleinen Hit. Nach der 89er Scheibe LOVE & WAR schaffte die Band Anfang der 90er mit POETIC JUSTICE und dem Hit ›True Believer‹ ihren Durchbruch, ihre Videos fanden sich fortan auf MTV- und VH1-Rotation. Dem Nachfolger PSYCHOSCHIZOPHRENIA zwei Jahre später blieb der kommerzielle Erfolg indes verwehrt. 1995 löste sich die Band auf.
1999 tauchten Blaze & Co. mit der Compilation FIELDS OF YESTERDAY wieder aus der Versenkung auf und legten etwas später mit einem Live-Album nach. Seit 2004 Ron Taylor die Band verlassen hat, versucht der Ur-Gitarrist mit wechselnden Sängern mehr oder weniger erfolgreich sein Glück und veröffentlicht seit 2007 wieder regelmäßig neues Material. Live sind Lillian Axe konstant aktiv, spielen aber vorzugsweise auf Nostalgie-Festivals wie dem einmaligen „Rock The Bayou“ in Houston mit Hair-Kollegen wie Kix, Ratt und Bang Tango. Letztes Jahr starteten sie mit einem 13-CD Boxset und dem Akustik-Live-Release ONE NIGHT IN THE TEMPLE noch mal einen Großangriff. Gerade eben war die Band auf der „Monsters Of Rock Cruise“ und im Oktober wird mit Seelen- und Soundverwandten wie Faster Pussycat, Firehouse und Steelheart das „Rock N‘ Skull“- Festival in Illinois gerockt. Dann wird man sehen, wie es weitergeht und ob sie sogar wieder nach Deutschland kommen, wo sie seinerzeit noch mit Sänger Taylor in Clubs wie dem Circus in Gammesldorf unterwegs waren.
Chris Cornell: Erster Song von neuem Album veröffentlicht
Im Lyric-Video stellt Chris Cornell mit ›Nearly Forgot My Broken Heart‹ das erste Stück seiner kommenden Platte vor. HIGHER TRUTH erscheint im September.
›Nearly Forgot My Broken Heart‹ startet mit Banjo-Intro und steigert sich dann zu einem kraftvollen, eingängigen Track mit psychedelischem Gitarrensolo. Stimmlich präsentiert sich Chris Cornell wie immer in guter Verfassung.
Der Song findet sich auf Cornells mittlerweile viertem Solowerk HIGHER TRUTH, das am 18. September rauskommen wird. Das Album ist der Nachfolger von SCREAM aus dem Jahr 2009. Als Produzent fungierte Brendan O’Brien, der schon mit Pearl Jam und Bruce Springsteen gearbeitet hat.
Erst kürzlich waren rare Live-Aufnahmen von Cornell mit Soundgarden aus den frühen 90ern aufgetaucht, die im Film „Singles“ zu sehen waren. Ende vergangenen Jahres hatte der Sänger nach längerer Pause wieder einen Auftritt mit Temple Of The Dog hingelegt.
Hier seht ihr den brandneuen Lyric-Clip zu ›Nearly Forgot My Broken Heart‹:
Die Tracklist von HIGHER TRUTH:
01. Nearly Forgot My Broken Heart
02. Dead Wishes
03. Worried Moon
04. Before We Disappear
05. Through The Window
06. Josephine
07. Murderer Of Blue Skies
08. Higher Truth
09. Let Your Eyes Wander
10. Only These Words
11. Circling
12. Our Time In The Universe
Bonus Tracks:
13. Bend In The Road
14. Wrong Side
15. Misery Chain
16. Our Time In The Universe (Remix)



