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Sons Of Apollo – PSYCHOTIC SYMPHONY

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Sons Of Apollo Psychotic SymphonyGötter des Gefrickels.

Ja, ja, is ja gut, wir wissen es: Ihr beherrscht eure Instrumente perfekt – dieser Gedanke taucht beim Konsum von PSYCHOTIC SYM­PHO­NY immer wieder auf. Die Herren Mike Portnoy (The Winery Dogs, Trans­atlantic, Dream Theater), Derek Sherinian (Black Country Communion, Dream Theater), Ron Thal (Guns N‘Roses), Billy Sheehan (The Winery Dogs, Mr. Big) und Jeff Scott Soto (Trans-Siberian Or­­chestra, Journey) lassen es an jeder Ecke raushängen, welch geniale Musiker sie sind. Die neue Supergruppe hätte es also gern etwas bescheidener angehen lassen können, da so manche überlange Frickel-Passage die Geduld des Hörers dann doch auf die Probe stellt. Andererseits ist es – auch dank der transparenten Produktion – ein Ge­­nuss, diesen Herrschaften zuzuhören: Ihre Misch­ung aus Prog, traditionellem Hard Rock und mo­­dernem Groove-Metal zündet nach kurzer Zeit – trotz Songs über der Zehn-Minuten-Grenze (›God Of The Sun‹, ›Opus Maximus‹) und ausladenden Egotrips. Denn letztlich kommen die Beteiligten in den meisten Fällen auf einen gemeinsamen musikalischen Nenner, also homogene Songs. Und ne­­benbei handelt es sich auch noch um die erste Ko­­operation von Portnoy und Sherinian seit 20 Jahren, die zuletzt 1997 auf dem Dream-Theater-Werk INTO INFINITY gemeinsame Sache ge­­macht hatten.

7/10

Sons Of Apollo
PSYCHOTIC SYMPHONY
INSIDEOUTMUSIC/SONY

Lucinda Williams – THIS SWEET OLD WORLD (RE-RECORDING)

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Lucinda Williams This Sweet Old World

Feste sollte man feiern, wenn sie fallen. Das dachte man sich wohl auch im Hause Lucinda Williams und – ihrem Manager, Produzenten und Gatten – Tom Overby. Das Fest, das anstand war der 25. Jahrestag ihres großartigen Albums THIS SWEET OLD WORLD – und gefeiert wurde es in Form eines Re-Recor­dings. Gute Idee? Sehr gute Idee! Zum einen, weil die Stimme der blonden Country-Rock-Diva seitdem die süße, alte Welt noch um ein weiteres Viertel Jahrhundert gealtert ist, noch einiges an Tiefgang und Ausdruckskraft ge­­wonnen hat. Zum anderen, weil man so wieder mal einen guten Grund hat, dieses prächtige Werk dem CD-Player anzuvertrauen. Es ist exquisite Kost. Tracks wie ›Six Blocks Away‹ und ›Hot Blood‹ erinnern mit wuchtigen Rickenbacker-Gitarren an Tom Petty oder die Byrds, ›Memphis Pearl‹ changiert kunstvoll zwischen Folk, Rock und Country und bei ›Something About What Happens When We Talk‹ – was für ein Songtitel – und ›Side­walks Of The City‹ lässt Meister Neil Young grüßen. Mal mit ›Cortez The Killer‹, mal mit ›Helpless‹. In den vier Draufgabe-Tracks stimmt Madame Williams auch zünftigen Rock‘n‘Roll an – auch das macht sie großartig.

keine Wertung

Lucinda Williams
THIS SWEET OLD WORLD (RERECORDING)
HIGHWAY 20 RECORDS/ALIVE

Europe – WALK THE EARTH

Europe Walk The Earth

Fast schon zu konsequent.

Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu­letzt, aber mit WALK THE EARTH stirbt sie definitiv. Falls immer noch ein letzter Nostalgiker darauf gewartet hat, dass Europe mit ihrer neuen Veröffentlichung zum 80er-Jahre-Happy-Sound zurückkehren, für den kommt hier der Todesstoß. WALK THE EARTH ist zwar auch für Nostalgiker geeignet, aber mehr für die aus dem Jahrzehnt vor ›The Final Countdown‹. Die einstigen Hardrock-Posterboys verfolgen ihren schon länger eingeschlagenen 70er-Weg konsequent weiter. Gleich das eröffnende Titelstück kommt extrem wuchtig in bester Led-Zeppelin-Manier daher und so geht es auch weiter. Die Schweden legen ein eher gebremstes Tempo an den Tag, das nur von wenigen schnelleren Songs unterbrochen wird. Durch die Langsamkeit wird meist eine gewaltige Dramatik erzeugt. Natürlich tun die mächtigen Riffs von John Norum und die immer noch große Stimme von Joey Tempest ein Übriges. Stellenweise treiben Europe die Dramatik auf die Spitze und es wird beinahe schon doomig. Ein Stück wie ›Wolves‹ kommt ziemlich finster da­her und überwältigt mit schweren Chören. Das hat schon was von Black Sabbath. Während frühere Scheiben oft beim ersten Anhören ins Ohr gingen, braucht WALK THE EARTH länger, um zu wirken. Ob man nun wirklich dermaßen dunkle und depressiv anmutende Klänge von Europe hö­­ren will, lassen wir mal dahingestellt. Kraftvoll und kompromisslos sind sie auf alle Fälle.

6/10

Europe
WALK THE EARTH
HELL & BACK RECORDINGS/SILVER LINING MUSIC

Ten Years After – A STING IN THE TALE

Ten Years After A Sting In The Tale

Skepsis ist unbegründet: Gutes Spätwerk der Brit-Blues-Veteranen.

Ten Years Afters Dreh- und An­­gel­punkt war Alvin Lee, der mittlerweile bekanntlich verstorben ist. Auch Bassist Leo Lyons und Ersatzgitarrist Joe Gooch gehören nicht mehr zur britischen Blues-Rock-Le­gende, vom originalen Line-Up sind also nur noch Schlagzeuger Ric Lee und Organist Chick Churchill übrig. Was bei ergrauten Fans, die mit Großtaten wie UNDEAD, WATT und CRICKLE­WOOD GREEN aufgewachsen sind, zunächst eine Mischung aus Wehmut und Skepsis hervorruft, denn die Befürchtung, zwei noch wesentlich ergrautere Veteranen wollen einen eingeführten Namen bis zum bitteren Ende totreiten, ist ja nicht völlig aus der Luft gegriffen. Dass mit Bassist Colin Hodgkinson und „British Blues Award“-Preisträger Marcus Bonfanti zwei überaus fähige Musiker die aktuelle TYA-Inkarnation bereichern, lässt spontan hoffen. Dass ihr erstes gemeinsames Werk – zumindest streckenweise – derart inspiriert ausfällt, überrascht dann aber doch. In seinen besten Momenten ist A STING IN THE TALE nämlich in guter TYA-Tradition kei­ne bloße Sammlung virtuos gespielter Zwölf­takter, sondern wagt bei Stücken wie ›Iron Horse‹ und ›Miss Constable‹ melodisch und harmonisch einen Blick über den Blues-Teller­rand. ›Diamond Girl‹ erinnert vage an ›I‘d Love To Change The World‹ von A SPACE IN TIME, zitiert also Ten Years Afters Flirt mit dem Folk, ›Last Night Of The Bottle‹ ist ein rollender Shuffle mit starkem Riff. Sehr ordentlich also, was die älteren Herren da mit Bonfantis Unter­stützung auf die Beine gestellt haben.

7/10

Ten Years After
A STING IN THE TALE
BUTLER RECORDS/H‘ART

Bruce Springsteen: Unbekannter Song ›I’ll Stand By You Always‹ aufgetaucht

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springsteen liveDie Ballade ›I’ll Stand By You Always‹ hatte Bruce Springsteen wohl eigentlich für den ersten der Harry-Potter-Filme geschrieben.

Via YouTube gibt’s einen bisher nicht veröffentlichten Song von Bruce Springsteen zu hören. Das getragene, mit Keyboards hinterlegte ›I’ll Stand By You Always‹ ist um das Jahr 2000 entstanden.

Wie der „NME“ berichtet, ließ sich Springsteen vom ersten Harry-Potter-Roman „Harry Potter und der Stein der Weisen“ zum Track inspirieren, nachdem er das Buch seinem Sohn vorgelesen habe. Angeblich soll ›I’ll Stand By You Always‹ als musikalischer Beitrag zur Verfilmung von 2001 gedacht gewesen, von den Machern aber abgelehnt worden sein.

Aktuelle spielt Springsteen eine Konzertreihe am Broadway, dann möchte er sich seinem nächsten Studioalbum widmen, wie er kürzlich in einem Interview sagte.

Bruce Springsteen mit ›I’ll Stand By You Always‹:

Was macht eigentlich: The-Clash-Bassist Paul Simonon?

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The ClashAm 21. August wäre Joe Strummer 65 Jahre alt geworden. Klare Sache, dass ihm sein alter The-Clash-Kollege Paul Simonon via Facebook gratulierte. Dabei ist Simonon für den Erfolg und Ruf der legendären Punks ebenso wichtig wie Strummer.

Simonon spielte nicht nur den markanten Bass, schrieb und sang Songs wie den Klassiker ›Guns Of Brixton‹, er ist sogar für den Namen der Band verantwortlich. Zudem prägte er maßgeblich den visuellen Stil der Truppe. Un­­sterblich ist Simonon sowieso durch eines der legendärsten Plattencover aller Zeiten. LONDON CALLING und das Zerstören seines Fender-Basses während eines Konzertes 1979 in New York gehören untrennbar zusammen. Stücke des Instrumentes besitzt der Musiker laut einem neueren Interview immer noch.

Mit The Clash war der heute 61-Jährige von 1976 bis 1986 aktiv. Zu einer Reunion kam es aufgrund des unerwarteten Todes von Strummer im Jahr 2002 nicht mehr. Ein Jahr später wurden The Clash in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen.

Nach dem Aus der wegweisenden Truppe kollaborierte Paul Simonon Ende der 80er-Jahre kurzfristig mit Bob Dylan und gründete mit Havana 3A.M. eine eigene Band, die 1991 ein einziges Album veröffentlichte. Vorübergehend bediente er auch den Bass in der Post-The Clash-Formation Big Audio Dynamite, neben Gitarrist Mick Jones. 2010 kam es dann erneut zu einer musikalischen Zusammenarbeit der beiden ehemaligen Clasher, als sie Damon Albarn für PLASTIC BOMB der Gorillaz ins Boot holte.

Simonon war anschließend Live-Bassist der albumbegleitenden Tournee. Ob er auch heuer mit dabei sein wird, ist ungewiss aber denkbar, werden auf der Seite des deutschen Veranstalters doch „einige Überraschungsgäste aus der großen und wunderbaren Gorillaz-Familie an Künstlern aus der ganzen Welt“ angekündigt. 2005 war Simonon bereits bei Albarns Band The Good, The Band & The Queen mit dabei.

Neben seinen musikalischen Aktivitäten widmet sich der Allroundkünstler primär seiner Malereileidenschaft und hat schon zahlreiche Ausstellungen hinter sich, wie bespielsweise 2015 die Bilderreihe „Wot! No Bike?“ Mit Biker-Motiven. In seiner Eigenschaft als Designer wird das Multitalent auch immer wieder auf der Pariser Fashion Week gesichtet – zuletzt 2016.

Musikalische Kollaborationen stehen momentan wohl nicht an, auch wenn Albarn gerade an einem neuen Album für The Good, The Bad & The Queen arbeitet. Die Songs sind laut dem ehemaligen Blur- und aktuellen Gorillaz-Mastermind bereits fertig. Heute lebt und arbeitet Simonon in London und zeigt sich bevorzugt mit einer Kapitänsmütze. Punk ahoi!

Paul Simonon mit The Clash und ›London Calling‹:

Exklusive Song-Premiere: ›Hard Times‹ von Supersonic Blues Machine

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Supersonic Blues Machine bringen ihr neues Album CALIFORNISOUL raus.Am 20. Oktober erscheint das neue Album CALIFORNISOUL von Supersonic Blues Machine. Heute hat CLASSIC ROCK die exklusive Premiere der Single ›Hard Times‹ für euch.

In zwei Tagen kommt das zweite Studioalbum von Supersonic Blues Machine heraus. CALIFORNISOUL heißt das gute Stück und darauf scharen Fabrizio Grossi, Lance Lopez und Kenny Aronoff so manch berühmten Musiker um sich: Billy Gibbons von ZZ Top oder Blueslegende Walter Trout werden unter anderem zu hören sein.

Nach der Veröffentlichung von ›Elevates‹ im September, liefert euch CLASSIC ROCK heute als weiteren Vorgeschmack eine exklusive Track-Premiere zum Song ›Hard Times‹, bei dem Steve Lukather mitmusiziert.

Der Gitarrist von Toto sagte über die Kollaboration: „Fabrizio, Kenny und ich kennen uns schon lange und haben oft miteinander gespielt. Ich liebe und respektiere alle, die dabei waren und außerdem bin ich immer davon begeistert, ein bisschen Blues zu spielen. Deshalb musste ich gar nicht weiter darüber nachdenken. Es war mir eine Ehre, ein kleiner Teil dieser coolen Band sein zu dürfen.“

Hört hier die neue Single von Supersonic Blues Machine feat. Steve Lukather:

Black Sabbath: Die finale Live-Version von ›Paranoid‹ sehen

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Den Mitschnitt ihres letzten Konzerts bringen Black Sabbath im November auf DVD heraus. Das Video der Zugabe ›Paranoid‹ gibt es schon heute zu sehen.

Am 04. Februar 2017 spielten Black Sabbath die letzte Show ihrer „The End Tour“ in ihrer Heimatstadt Birmingham. Das Abschiedskonzert wurde gefilmt und bereits Ende September unter dem Titel „The End Of The End“ in den Kinos gezeigt, ab November wird es die Aufnahmen auch auf DVD geben.

Heute veröffentlichten die Herren Osbourne, Iommi und Butler den dazu gehörigen Mitschnitt der umjubelten Zugabe ihres Klassikers ›Paranoid‹ als kleinen Vorgeschmack.

Seht hier Black Sabbaths letzte Interpretation von ›Paranoid‹: