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Europe – WALK THE EARTH

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Europe Walk The Earth

Fast schon zu konsequent.

Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu­letzt, aber mit WALK THE EARTH stirbt sie definitiv. Falls immer noch ein letzter Nostalgiker darauf gewartet hat, dass Europe mit ihrer neuen Veröffentlichung zum 80er-Jahre-Happy-Sound zurückkehren, für den kommt hier der Todesstoß. WALK THE EARTH ist zwar auch für Nostalgiker geeignet, aber mehr für die aus dem Jahrzehnt vor ›The Final Countdown‹. Die einstigen Hardrock-Posterboys verfolgen ihren schon länger eingeschlagenen 70er-Weg konsequent weiter. Gleich das eröffnende Titelstück kommt extrem wuchtig in bester Led-Zeppelin-Manier daher und so geht es auch weiter. Die Schweden legen ein eher gebremstes Tempo an den Tag, das nur von wenigen schnelleren Songs unterbrochen wird. Durch die Langsamkeit wird meist eine gewaltige Dramatik erzeugt. Natürlich tun die mächtigen Riffs von John Norum und die immer noch große Stimme von Joey Tempest ein Übriges. Stellenweise treiben Europe die Dramatik auf die Spitze und es wird beinahe schon doomig. Ein Stück wie ›Wolves‹ kommt ziemlich finster da­her und überwältigt mit schweren Chören. Das hat schon was von Black Sabbath. Während frühere Scheiben oft beim ersten Anhören ins Ohr gingen, braucht WALK THE EARTH länger, um zu wirken. Ob man nun wirklich dermaßen dunkle und depressiv anmutende Klänge von Europe hö­­ren will, lassen wir mal dahingestellt. Kraftvoll und kompromisslos sind sie auf alle Fälle.

6/10

Europe
WALK THE EARTH
HELL & BACK RECORDINGS/SILVER LINING MUSIC

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