0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Start Blog Seite 676

Grammys 2018: Das sind die Gewinner

0

war on drugs 2017The War on Drugs haben den Grammy für das Rock-Album des Jahres gewonnen. Außerdem heimsten die Foo Fighters, Leonard Cohen und die Rolling Stones Preise ein.

Gestern Abend wurden im Madison Square Garden in New York zum 60. Mal die Grammy-Awards verliehen. Die wichtigste Auszeichnung im Rockbereich sicherten sich The War On Drugs. Die Band aus Philadelphia gewann mit A DEEPER UNDERSTANDING in der Kategorie „Best Rock Album“. Adam Granduciel und Kollegen waren zum ersten Mal überhaupt für einen Grammy nominiert.

Leonard Cohen wurde für ›You Want It Darker‹ postum der Preis für die „Best Rock Performance“ verliehen, die Foo Fighters lieferten mit ›Run‹ den „Best Rock Song“. Die Auszeichnung für „Best Metal Performance“ ging an Mastodon. Und auch die Rolling Stones durften sich freuen. BLUE & LONESOME überzeugte die Jury als „Best Traditional Blues Album“.

Die großen Gewinner des Abends waren Popstar Bruno Mars, der sechs Grammys mit nach Hause nehmen durfte, und Rapper Kendrick Lamar mit fünf Auszeichnungen.

The War On Drugs live in der Tonight Show:

Video der Woche: Judas Priest mit ›Victim Of Changes‹

Judas Priest live 1983Mit dem ‚Video der Woche‘ gedenken wir dem kürzlich verstorbenen Dave Holland. Er spielte in den 80er Jahren Schlagzeug bei Judas Priest.

Vor wenigen Tagen ist Dave Holland im Alter von 69 Jahren gestorben. Der Drummer war von 1980 bis 1988 bei Judas Priest tätig und somit während deren größter Blütephase Mitglied der Metal-Legenden.

Zu Ehren von Holland gibt es im ‚Video der Woche‘ die Live-Version von ›Victim Of Changes‹ zu sehen. Der Clip entstand 1983 während des legendären Auftritts von Judas Priest am US-Festival in Kalifornien. Am „Heavy Metal Day“ der Festivität spielten außerdem Mötley Crüe, Ozzy Osbourne, Van Halen und viele mehr.

Judas Priest mit ›Victim Of Changes‹:

Glosse: DIE REINE POLEMIK!

The Sound Of Smørebrød: über den richtigen Umgang mit Retro-Rock-Bands und warum beherzte Schläge auf den Kopf letztlich auch keine Lösung sind.

Was das Schöne an der Rock-Kultur ist? Dass man den gleichen Witz immer wieder erzählen kann, weil ständig Leute nachwachsen, die ihn noch nicht kennen. Wir erinnern uns etwa an die 90er-Jahre, als eine Generation, die Steve Marriott wahrscheinlich für einen Hotelketten-Besitzer hielt und im Namen The Kinks einen Rechtschreibfehler vermutete, komplett aus dem Häuschen geriet, weil englische Musiker mit Ringo-Starr-Moptop, halbakustischer Gitarre und Bundeswehr-Parka den ganz heißen Scheiß namens Britpop erfanden.

Ein paar Jahre später waren es dann vornehmlich amerikanische The-Bands, die so taten, als sei Andy Warhols Factory nie geschlossen worden, kurz darauf folgten artig frisierte Legionen spröder Schmerzensmänner, die offenkundig nicht gewillt waren, das Ende von Joy Division zu akzeptieren.

Und heute?

Sind wir ungefähr in jener Ära angekommen, als regenbogengestreifte Olympia-Waldis, gelbe Synthetik-Schlaghosen und Männermatten bis zum Bauchnabel Ausdruck eines progressiven Lebensgefühls waren. Damit hier keine Missverständnisse auftauchen: Wenn eine junge bärtige Band aus dem mittelnordschwedischen Smørebrød oder sonst woher in Papis Plattensammlung Black-Sabbath-Scheiben entdeckt, spontan super findet und beschließt, künftig auch „sowas zu machen“, ist das einerseits völlig legitim und andererseits sogar durchaus erfreulich, denn es gibt in der Tat bedenklichere Inspirationsquellen.

Wenn dann aber gefühlte 547 Stoner-Doom-Psychedelic-Metal-Retro-Rocker rund um den Globus auf die gleiche brillante Idee kommen, kann’s auch mal etwas eintönig werden.

Zum stilechten Retro-Rock gehören natürlich Retro-Outfit und Retro-Equipment. Retro-Frise nicht zu vergessen, weshalb mich von manchen brandneuen Bandfotos mein Ian-Anderson-mähniger, Karl-Marx-bärtiger Mathe/Physik-Lehrer von 1979 anzustarren scheint – mit einer Einschränkung: Er war vermutlich nicht tätowiert. Glaube ich jedenfalls, beschwören kann ich’s nicht. Ansonsten: Freaky Styley! Aber halten wir uns nicht mit Äußerlichkeiten auf, denn daran reiben sich ohnehin bloß die Doofen.

Viel wichtiger ist der richtige Sound, und da lautet das Gebot der Stunde: analog!

Wie lustig: Als die Mehrheit der zeitgenössischen Retro-Rocker das Licht der Welt erblickte, wurde die Produktions-Software „Pro Tools“ gerade als geilstes Gadget seit Erfindung des Binärcodes gepriesen, aufgenommen wurde auf Harddisk. Der Fortschritt war unaufhaltsam!

Wer sich künftig noch immer mit zweifellos empfindsamen Bandgeräten abmühte (unbedingt beachten: hin und wieder den Azimut am Tonkopfspalt kontrollieren!), galt als kauziger Schrat, der vermutlich auch ein Trichtergrammophon besaß und Farbfernsehen für überbewertet hielt, zumal es der schwarzweiße „Graetz Markgraf“ doch noch tadellos tat. Das waren die Zeiten, als man bei eBay einstmals sündhaft teure Studio-Tonbandgeräte fast zum Elektroschrott-Tarif schießen konnte.

Leider vorbei! Wer heute was auf sich hält, nimmt auf Zweizoll-Tape auf, die 762m-Spule für schlappe 400 Euro. Und die ist, bedarfsgerecht eingesetzt, nach einer guten halben Stunde voll. Toll!

Vorbilder, Attitüde und Sound stimmen also meist, wenn Retro-Rocker zur Tat schreiten. Nur mit der Musik ist das manchmal so eine Sache. Nicht jede bärtige Band aus dem mittelnordschwedischen Smørebrød oder sonst woher schreibt Songs, die den Aufwand wirklich rechtfertigen. Von derlei postmodernem Mittelmaß gelangweilt verspürt man plötzlich den dringlichen Wunsch, doch wieder den alten Kram auf den Teller zu legen.

Das Ende aller Entdeckerfreuden! Oder auch: das öde Verharren im ewig Gleichen.

Was also tun?
Option 1: das Unternehmen „Löschkopf“. Man bittet den Türsteher-Hulk seines Vertrauens, einem so oft auf die Birne zu hauen, bis man alle Sabbath-Songs komplett vergessen hat und folglich völlig neu entdecken kann. Falls Hulk wider Erwarten eine pazifistische Grundgesinnung offenbaren sollte, helfen erfahrungsgemäß anzügliche Bemerkung über seine Mutti, um ans Ziel zu kommen. Erst einmal erreicht, ist man auf einen Schlag – oder zwei oder drei – nicht mehr auf die Rock-Recycler angewiesen, kann erstaunlich gut gelaunt und zum ersten Mal der originalen Klangkunst von 1971 lauschen, sollte sich aber beizeiten über die di­­versen Pflegestufen informieren.

Option 2: Unternehmen „Qualitätskontrolle“. Man meidet all jene Retro-Kapellen, die einen mit mehrfach gebrauchten, zu Neun-Minuten-Songs ausgewalzten Sabbath-Riffs anöden und auch noch erschreckend uninspirierte Soli darüber gniedeln.

Option 3: Unternehmen „Metamorphose“. Man wechselt das Gen­re, fühlt sich von den Flippers, Amigos und Semino Rossi emotional tief bewegt, substantiell angesprochen und intellektuell vollkommen erfüllt. Kann passieren, wenn beim Unternehmen „Löschkopf“ was schief gelaufen ist. Bedauerlicher Kollateralschaden, unter Umständen leider irreparabel. Wir tendieren also aus Si­­cherheitsgründen zu Option 2.

Lynyrd Skynyrd: Nach nächster Tour ist Schluss

0

Lynyrd Skynyrd live 2015Lynyrd Skynyrd hören auf. Zu ihrer letzten Tour haben sie Gäste wie Bad Company, Blackberry Smoke und Kid Rock eingeladen.

Am 4. Mai startet in West Palm Beach die Abschiedstournee von Lynyrd Skynyrd. 45 Jahre nach ihrem Debütalbum „Pronounced ‘Lĕh-‘nérd ‘Skin-‘nérd“ beenden die Southern-Rock-Ikonen also ihre Karriere.

Dabei wird die Band bei ihren Shows in Nordamerika bis Anfang September von zahlreichen Kollegen wie Bad Company, Blackberry Smoke, Kid Rock, Hank Williams Jr, der Charlie Daniels Band und der Marshall Tucker Band begleitet werden.

Gegründet wurden Lynyrd Skynyrd 1964 in Jacksonville unter anderem von Gary Rossington und Sänger Ronnie Van Zant. Letzterer starb bei einem Flugzeugabsturz 1977, bei dem auch Gitarrist Steve Gaines, Sängerin Cassie Gaines und weitere Bandmitglieder ums Leben kamen.

Rossington ist heute das einzige verbliebene Urmitglied. Frontmann Van Zant wird seit der Neugründung der Gruppe 1987 von seinem Bruder Johnny vertreten.

„Es ist unglaublich, dass die Band, die Ronnie Van Zant, Allen Collins und ich vor so vielen Jahren ins Leben gerufen haben, so lange bestehen und so viele Generationen ansprechen konnte“, so Rossington in einem Statement.

Sänger Johnny Van Zant: „Wir sind gesegnet mit diesen großartigen Songs und den Botschaften, die sie zu unseren Fans senden. Es war eine große Ehre, über die letzten 31 Jahre in die Fußstapfen meines Bruders zu treten und seine Musik und seinen Spirit am Leben zu halten.“

Lynyrd Skynyrd 2015 live mit ›Simple Man‹…

…und 1977 in Originalbesetzung mit ›Sweet Home Alabama‹:

Deadheads – THIS ONE GOES TO ELEVEN

Deadheads This One Goes Out To 11

Hochenergetisches Schweden-Rock-Souvenir.

Dank Spinal Tap wissen wir, dass man Verstärker im Notfall auch mal auf elf stellen kann – wenn uns zum Beispiel mal wieder so richtig die Hose wegfliegen soll vor lauter Rock’n’Roll. Das tut sie ja besonders gern bei schwedischen Bands wie Hella­copters oder Gluecifer, die in ihrer unverblümt räudigen und lauten Herangehensweise an den Garagen-Rock durchaus auch Eindruck auf die Deadheads gemacht haben. Jene gehen zwar auf dem bezeichnend mit THIS ONE GOES TO ELEVEN betitelten Album (auf dem sich rein zufällig auch elf Songs befinden) durchaus breitgefächerter zu Werke und wildern auch mal bei Classic Rock oder in psychedelischen Gefilden; doch wer sich nach dem Grateful-Dead-Fanclub benennt, hat schließlich eine gewisse Verpflichtung. Ansonsten drücken die Schweden auch 2018 sehr gern aufs Gas und konzentrieren sich auf das Wesentliche zwischen Rock, Garage, Punk und heftig durchgerüttelter Eskalation. Melodisch, wild, tanzbar, mit einem ganz eigenen Gespür für hymnische Momente – und perfekt geeignet für das eine oder andere kühle Bier, nachdem man eigentlich längst nach Hause gehen wollte.

7/10

Deadheads
THIS ONE GOES TO ELEVEN
HIGH ROLLER/SOULFOOD

Rick Springfield – THE SNAKE KING

0

Ein mehr als überraschendes Spätwerk.

Dass einer seiner größten Hits ›Celebrate Youth‹ hieß, scheint sich auf Rick Springfield nachhaltig ausgewirkt zu haben. Wer aktuelle Fotos von ihm sieht, würde wohl niemals vermuten, dass der Australo-Amerikaner mittlerweile stramm auf die 70 zugeht. Viel wichtiger ist aber, dass man sein fortgeschrittenes Alter auch seiner Musik keineswegs anhört. Dabei ließ die Ankündigung, er werde auf seinem neuen Album seine bluesige Seite zeigen, eine jener gemütlichen bis nachdenklich-deprimierenden „Rockopa blickt dem Ende entgegen“-Schnarchereien befürchten. Doch weit gefehlt. Blues im klassischen Sinne ist hier sehr wohl zu hören, doch in der beschwingten, schweißtriefenden, unterhaltsamen Variante. Größtenteils aber glänzt Springfield hier mit zwar sehr gut abgehangenem, aber absolut vitalem, drangvollem und wunderbar melodischem Radiorock (was hier nicht als Kritik gemeint ist!), der einmal mehr seine Talente als Songwriter-Veteran unterstreicht, ohne in satte Belanglosigkeit zu verfallen. Ob der Mainstream diesen Mann noch einmal entdecken wird, ist natürlich fraglich. Verdient hätte er es aber ohne jeden Zweifel.

7/10

Rick Springfield
THE SNAKE KING
FRONTIERS/SOULFOOD

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

0

Dass die vierte Regiearbeit von Martin McDonagh – die dritte nach seinem Durch­bruch in Form der melancholischen Gang­sterballade „Brügge sehen … und sterben?“, die zweite nach dem tonal schwierigen „7 Psychos“ – ein gesetzter Oscar-Kandidat ist, wird bereits nach wenigen Szenen deutlich. Dort, wo andere Filme die Malaise der USA mit angebrachter Entrüstung und Dringlichkeit thematisierien, setzt McDonagh auf feinere Stiche. Eingebettet in den Mikrokosmos einer typisch erscheinenden fly-over-state-Kleinstadt, brodeln hier so unterschiedliche Themen wie Rassismus, sexuelle Gewalt und verfehlte US-Außenpolitik an die Oberfläche, um die tiefe, beinahe schizophrene Spaltung entlang verschiedener ge­­sellschaftlicher Bruchlinien zu verdeutlichen. Mit spitzer Feder veranschaulicht McDonagh dies in seinen Figuren: So sind unsere Sympathien zu Beginn noch voll auf Seite der resoluten Mildred Hayes (Oscargarantie für Frances McDormand), die zunächst die drei titelgebenden Werbetafeln anmietet, um darauf Polizeichef Willoughby (Woody Harrelson) für die mangelnden Ermittlungsfortschritte im Fall ihrer ermordeten Tochter anzuprangern. Wenige Szenen später sind wir uns be­­reits nicht mehr sicher, ob die verbitterte Dame als Heldin taugt, wenn sie das Friedensangebot des schwer krebskranken Willoughby schroff zurückweist oder den vermittelnd tätigen Priester für seine Bemühungen auf eine Stufe mit Gangmitgliedern stellt. Eine Methode der Charakterisierung, die hervorragend wirkt, wenn McDonagh in der eskalierenden Kette der von den Werbetafeln ausgelösten Ereignisse Sheriff Willoughby, der tumbe Polizist Dixon (Sam Rockwell) oder Werbemann Red (Caleb Landry Jones) immer neue, überraschende, teils herrlich widersprüchliche Facetten ihrer widerborstigen Charaktere offenbaren, während McDonagh selbst seine pechschwarze Komödie als kathartische Urschreitherapie gegen den Zeitgeist stilisiert.

9/10

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri
Fox
Start: 25.01.

Logan Lucky

0

Nach dem Blick auf die Besetzungs­liste sowie die Skizze der Handlung – eine Gruppe Underdogs plant eine Nascar-Rennstrecke um einige Mil­lionen zu erleichtern – liegt zunächst nahe, dass Regisseur Steven Soder­bergh hier lediglich seine „Ocean’s“-Heist-Reihe im Redneck-Umfeld neu auflegt. Was im Grunde genommen auch stimmt, dem Filmvergnügen je­­doch keinen Abbruch tut, wenn hier Channing Tatum und Adam Driver als simpel gestricktes Brüderpaar eine eingeschworene Gruppe von Komplizen um sich schart, die beim ausgeklügelten Überfall zur Seite stehen. Doch erstaunlicherweise ist es weniger der Raubzug selbst samt seiner Planung und Durchführung, der wie im Sub­genre üblich im Rampenlicht steht, es sind die teils klischeereich, jedoch nicht minder unterhalt­sam ausgearbeiteten Figuren aus der Unter­schicht. Allen voran Daniel Craig als wasserstoffblonder Safeknacker Joe Bang, der zwischen jovialer Bedrohlichkeit und Bad-Boy-Charme jede Szene stiehlt, in der er zu sehen ist. Als Film, der nie vorgibt etwas zu sein, das er nicht ist, ein kurzweiliges Vergnügen.

7/10

Logan Lucky
Studiocanal