Review: Deadheads – THIS ONE GOES TO ELEVEN

Deadheads This One Goes Out To 11

Hochenergetisches Schweden-Rock-Souvenir.

Dank Spinal Tap wissen wir, dass man Verstärker im Notfall auch mal auf elf stellen kann – wenn uns zum Beispiel mal wieder so richtig die Hose wegfliegen soll vor lauter Rock’n’Roll. Das tut sie ja besonders gern bei schwedischen Bands wie Hella­copters oder Gluecifer, die in ihrer unverblümt räudigen und lauten Herangehensweise an den Garagen-Rock durchaus auch Eindruck auf die Deadheads gemacht haben. Jene gehen zwar auf dem bezeichnend mit THIS ONE GOES TO ELEVEN betitelten Album (auf dem sich rein zufällig auch elf Songs befinden) durchaus breitgefächerter zu Werke und wildern auch mal bei Classic Rock oder in psychedelischen Gefilden; doch wer sich nach dem Grateful-Dead-Fanclub benennt, hat schließlich eine gewisse Verpflichtung. Ansonsten drücken die Schweden auch 2018 sehr gern aufs Gas und konzentrieren sich auf das Wesentliche zwischen Rock, Garage, Punk und heftig durchgerüttelter Eskalation. Melodisch, wild, tanzbar, mit einem ganz eigenen Gespür für hymnische Momente – und perfekt geeignet für das eine oder andere kühle Bier, nachdem man eigentlich längst nach Hause gehen wollte.

7/10

Deadheads
THIS ONE GOES TO ELEVEN
HIGH ROLLER/SOULFOOD