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Bert Jansch – A MAN I’D RATHER BE (PART I)

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Bert Jansch A Man I'd Rather Be Part 1

Das hörenswerte Frühwerk des Folk-Virtuosen als Boxset.

Nachdem sich der begabte Song­schreiber in der Folkszene von Edin­burgh einen Namen gemacht hatte, siedelte er Mitte der 60er-Jahre nach London über und spielte dort sein Debütalbum ein – auf einer ge­­borgten Gitarre im Schlafzimmer eines Kumpels, der zugleich der Aufnahmeleiter war. Heraus kamen melancholische, nie überzuckerte Liebeslieder ebenso wie das tragische ›Needle Of Death‹, das vom Drogentod eines engen Freundes handelt.

Bert Jansch nahm vier Platten in zwei Jahren auf und inspirierte damit keine Unbekannten. Neil Young nannte ihn „den Jimi Hendrix der Akustikgitarre“, Jimmy Page war laut eigener Aussage „ab­solut besessen“ von seiner Musik und Johnny Marr war besonders von Janschs zweiter Platte IT DON’T BOTHER ME beeindruckt, auf der sich mit ›Anti Apartheid‹ eines seiner wenigen politischen Stücke befindet. Die frühen Alben des Briten sind jetzt versammelt in dem schmucken, wahlweise mit CDs oder LPs bestückten Set A MAN I’D RATHER BE (PART I) – samt raren Fotos und einem neuen Essay über Janschs Ankunft in England. In den späten 60er- und frühen 70er-Jahren weitete der Brite seinen Sound auf den Studiowerken NICOLA, BIRTHDAY BLUES, ROSEMARY LANE und MOON­SHINE, et­­was reichhaltiger instrumentiert, teils in Richtung Pop und Blues aus. Diese Werke gibt’s auf dem zeitgleich erscheinenden A MAN I’D RATHER BE (PART II) zu hören.

9/10

Bert Jansch
A MAN I’D RATHER BE (PART I)
Earth/Cargo

Video der Woche: Alice Cooper live bei ‚Rock In Rio‘ 2017

Alice Cooper - Live at Rock In RioHappy Birthday, Alice Cooper! Zur Feier des Tages zeigt das ‚Video der Woche‘ seinen Auftritt bei ‚Rock In Rio‘ von 2017.

Vincent Damon Furnier alias Alice Cooper feiert einen runden Geburtstag: Ganze 70 Jahre wird der Großmeister heute alt. Anlass genug, um dem Urvater des Schockrock das ‚Video der Woche‘ zu widmen.

Der Clip zeigt Cooper mitsamt seiner berüchtigten Live-Crew beim ‚Rock In Rio‘-Open Air bei einer einstündigen Horrorshow. Zu sehen und zu hören gibt es einige seiner größten Hits wie das legendäre ›School’s Out‹ von 1972 inklusive Überraschungsästen wie beispielsweise Joe Perry von Aerosmith.

Das Video beweist: Auch mit 70 Jahren auf dem Buckel ist der Künstler rüstig wie nie zuvor und immer noch einer der größten Entertainer im Rock’n’Roll-Business.

Hier Alice Cooper live im Sommer 2017 sehen:

Metallica – …AND JUSTICE FOR ALL

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Metallica And Justice For All

Das Album nach Cliff Burton.

Es ist das erste Werk nach dem Un­­falltod von Bassist Cliff Burton und logischerweise das erste mit seinem Nachfolger Jason Newsted (ehemals Flotsam & Jetsam). Es ist aber auch das letzte Album mit Flemming Rasmussen, der die Band seit RIDE THE LIGHT­NING sicher begleitet hat und wiederum das erste Metallica-Album, dass die Top 10 erreichen sollte (und auf Rang 6 seinen Peak fand, mit in­­zwischen über acht Millionen verkauften Ein­hei­ten in den USA). Dazu gesellen sich zwei Gram­my-Nominierungen und ein Gewinn (für die Best Metal Performance 1988).

…AND JUSTICE FOR ALL ist Metallicas progressivste Platte mit irren Tempowechseln, unzähligen Riffs innerhalb seiner zumeist (überlangen) Songs und multiplen Parts. Zu seinen Stärken zählen die beiden ul­­traschnellen ›Blackened‹ und ›Dyers Eve‹, der fast zehnminütige Titeltrack, das noch längere (Fast)-Instrumental ›To Live Is To Die‹ (Burtons letzter Songwriting-Credit) und natürlich ›One‹. Das Album hat aber auch seine Schwächen: ›Harvester Of Sorrow‹ und ›The Frayed Ends Of Sanity‹ gehören ebenso dazu wie Lars Ulrichs ärgerlich dünner Drumsound, der fast nicht vorhandene Bass von Neuzugang Newsted, der entsprechend frustriert gewesen sein dürfte sowie die mechanistisch tönenden Gitarren.

…AND JUSTICE FOR ALL ist leider weder ein gleichwertiger Thronfolger für RIDE THE LIGHTNING noch ein MASTER OF PUPPETS geworden, macht die Band nach seinem Release und der US-Mons­ters Of Rock-Tour (mit den Headlinern Van Halen, den Scorpions sowie Dokken, Kingdom Come) aber dennoch zu Superstars, obgleich das Album zum Zeitpunkt der Tour noch nicht mal draußen ist und Hetfield und Ulrich am Abend der jeweiligen Shows ein Studio entern, um am Mix zu feilen. Es wird endlich Zeit, dass die Band mal einen Remix des Werkes an den Start bringt, denn das ist mit diesem erneuten Re-Release auf Vinyl wieder nicht geschehen.

7/10

Metallica
…AND JUSTICE FOR ALL
BLACKENED/UNIVERSAL

Led Zeppelin: Großer Bildband zum 50-jährigen Bestehen

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led zeppelin 1975 promoVor 50 Jahren gründeten sich Led Zeppelin. Das feiert die Band mit einem offiziellen Buch samt „ungesehenen Fotografien“.

Im September erscheint mit „Led Zeppelin by Led Zeppelin“ ein Bildband über die Geschichte der britischen (Hard-)Rockikonen. Das mehr als 300-seitige Werk wurde „in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Band produziert“, wie es von Verlagsseite heißt.

Zu sehen seien „Fotografien von Jimmy Page, Robert Plant, John Paul Jones und John Bonham auf und hinter der Bühne, in unvoreingenommenen Momenten und im Tonstudio“.

Das Buch enthalte „ungesehene Fotografien und Kunstwerke aus dem Led-Zeppelin-Archiv und Beiträge von Fotografen aus aller Welt“.

Led Zeppelin hatten sich 1968 gegründet, des Ende kam 1980 mit dem Tod von Schlagzeuger John Bonham. Es folgten mehrere Reunions, Spekulationen über eine weitere Wiedervereinigung gibt es bis heute eigentlich ständig.

Led Zeppelin by Led Zeppelin

Judas Priest: Hier den neuen Track ›Firepower‹ hören

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Judas Priest liveIm März bringen Judas Priest ihr neues Album FIREPOWER raus. Schon heute gibt es den gleichnamigen Titeltrack zu hören.

Am 09. März ist es so weit: Judas Priest veröffentlichen ihre neue Platte FIREPOWER. Der feurige Neuling ist das 18. Studioalbum der Urväter der NWoBHM.

Schon vor einem Monat gab es einen ersten und von Metal-Fans gefeierten Song namens ›Lightning Strike‹ zu hören, jetzt legen die Briten mit dem Titeltrack ›Firepower‹ nochmal nach.

Hier ›Firepower‹ hören:

Neuerscheinungen: Ab heute im Plattenladen

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Endlich Freitag! Heute gibt es wieder brandheiße Musik auf die Ohren, denn die Urgesteine von Saxon, die Schotten von den Simple Minds, Kyle Craft und John Oates bringen ihre neuen Platten auf den Markt.

Die Simple Minds besinnen sich auf WALK BETWEEN WORLDS wieder etwas mehr auf ihre starken Anfangszeiten:

Hier geht’s zur Review…

Alle Jahre wieder: Saxon lassen sich bezüglich ihrer musikalischen Beständigkeit nicht beirren und hauen mit THUNDERBOLT eine weitere klassische Heavy Metal-Platte raus:

Hier geht’s zur Review…

FULL CIRCLE NIGHTMARE ist der Debütnachfolger des vielversprechenden Newcomers Kyle Craft und glänzt durch vielschichtige Singer-Songwriter-Atmosphäre:

Hier geht’s zur Review…

John Oates taucht auf seiner vierten Soloplatte ARKANSAS überraschenderweise tief in die Welt des Americana ein:

Hier geht’s zur Review…

John Oates – ARKANSAS

John Oates Arkansas

Rückkehr in den Americana-Schoß.

Wer bei Daryl Hall & John Oates an Hitsingles wie ›Maneater‹ denkt, beweist zwar, dass er gut aufgepasst hat, als es bei Chartskunde um die Geschichte des US-Duos im Grenzgebiet zwischen Rock, Soul und Pop ging. Dennoch dürfte viele das erst vierte Studiosolo­album von John Oates unvorbereitet treffen – es sei denn, man kennt die Roots-lastigen BLUES­VILLE SESSIONS von 2012. Denn der 69-Jährige hat nun eine lupenreine Americana-Platte aufgenommen: sparsam arrangiert, mit vielen prächtigen Akustikgitarren, die virtuos von Country-Picking zu Bluegrass-Läufen wechseln können und einem kehligen Gesang, der wehmütig und hoffnungsvoll zugleich klingen kann. Was einst als Tribute-Projekt für Mississippi John Hurt begann, entwickelte sich zu einer eklektizistisch angelegten Reise durch das alte Amerika, in dem auch der Blues seinen festen Platz hat. Das Faszinierende an den nur zehn Songs ist, wie glaubwürdig und mit beinahe schmerzhafter Intensität Oates die selbst verfassten Songs vorträgt. Man spürt, das ist die Musik seiner Kindheit, der er nun ein an­­ge­messenes Denkmal setzen will. Das ist zweifellos gelungen, wenn auch das Songwriting nicht immer der Qualität der Performance ebenbürtig ist.

6/10

John Oates
ARKANSAS
THIRTY TIGERS/ALIVE

Kyle Craft – FULL CIRCLE NIGHTMARE

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Kyle Craft Full Circle Nightmare

Eine Enzyklopädie des Rock mit eigener Handschrift.

Hier blüht die Kreativität auf wie im Frühling ein Blumenbeet: Honky-Tonk-Piano meets New York Dolls, das Me­­lodienwerk von Tom Petty als glamouröse Achterbahnfahrt und dann haut Kyle Craft von Song zu Song die Asse auf den Tisch wie bei einem Skatturnier: David Bowie, Creedence Clear­water Revival, Aerosmith, Bob Dylan, T-Rex und die Beatles übernehmen hier die Rolle der Pik-Flöte. Aber nie schüchtern, verkrampft oder zu sehr an den großen Vorbildern orientiert. Nein, Kyle horcht tief rein in seine Seele und kramt dabei ein ansprechendes Sammel­surium aus wahnsinnig schönen Songs, offenen Ar­­rangements und hymnenhaften Melodien hervor. An seiner Seite sitzen ebenfalls echte Macher: Chris Funk (The Decemberists) hat dieses Album produziert und Trevor Spencer (Father John Misty) hat es abgemischt. Wenn sich jetzt nicht Bruder Alkohol und Schwester Partydroge zu sehr ins Leben von Kyle herein drängen, kann dieser Rock-Connaisseur wirklich eine ganz große Nummer werden – aber warten wir einfach mal ab.

8/10

Kyle Craft
FULLCIRCLE NIGHTMARES
SUB POP/CARGO