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Aktuelle Ausgabe: Das erwartet euch im neuen CLASSIC ROCK MAGAZIN

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Classic Rock Magazin Ausgabe 68

Jimi Hendrix: Die Legende lebt

Der Gitarrist aus Seattle war zeitlebens ein Phänomen – und bleibt es auch darüber hinaus. Denn seine stilprägenden, mitunter geradezu revolutionären Klänge werden von nachfolgenden Generationen immer wieder neu entdeckt. Sein Status als wohl innovativster Künstler an der elektrischen Gitarre, ohne den heute vieles anders wäre, ist noch immer ungebrochen.

BOTH SIDES OF THE SKY heißt das aktuelle Album mit 13 Studioaufnahmen, die zum überwiegenden Teil erstmals zu hören sind. Wir sprachen darüber mit einem, der damals dabei war, als Hendrix neues Terrain erforschte – und der nun auch die Produktion von BOTH SIDES OF THE SKY begleitete: Tontechniker Eddie Kramer.

Das neue Heft ist ab dem 15. Februar im Handel erhältlich. Hier könnt ihr euch schon jetzt die neue Ausgabe online und versandkostenfrei bestellen …

Judas Priest live

Judas Priest: Feuerzauber ohne Ende

Feuer frei!!! Judas Priest präsentieren ihr 18. Studioalbum FIREPOWER. Wir sprachen exklusiv mit „Metal God“ Rob Halford (66) über die neuen Songs, sein turbulentes Leben und den Stand der Dinge bei der ultimativen Heavy-Metal-Band, mit der er bald wieder auf Tour geht.

She Rocks! – Die großen Frauen der Rockmusik
Teil 1 der Serie: Die Gründermütter des Rock’n’Roll

Der Rock’n’Roll war einst eine absolute Männerdomäne, doch damit ist es vorbei. In den nächsten Ausgaben werden wir in einer Serie einen Blick auf die Pionierinnen, Provokateurinnen, Persönlichkeiten und die Politik werfen, die dazu führten, dass Frauen endlich ihren verdienten Platz im Rock einnehmen: als gleichberechtigt neben den Männern!

Yardbirds (nur für Artikel in CR 68 verwenden!)

The Yardbirds: Der Rock‘n‘Roll wird flügge

Sie hatten Eric Clapton. Sie hatten Jeff Beck. Sie hatten Jimmy Page. Ende der 60er-Jahre konnte ihnen niemand das Wasser reichen. Und ohne die Yardbirds hätte es Led Zeppelin nie gegeben. Wir blicken zurück auf die einmalige Geschichte einer legendären Band.

Außerdem im Heft: Michael Schenker, Brian Fallon, W.A.S.P., Simple Minds, Myles Kennedy, Ten Years After, The Temperance Movement, Beth Hart u.v.m.

Wie immer inklusive CD im Heft, u.a. mit Songs von Marco Mendoza, Turbowolf, Beth Hart & Joe Bonamassa, Michael Schenker Fest, Pop Evil u.v.m.

Das neue Heft ist ab dem 15. Februar im Handel erhältlich. Hier könnt ihr euch schon jetzt die neue Ausgabe online und versandkostenfrei bestellen …

Wind River

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Nach zwei brillanten Drehbuchvor­lagen, die zu zwei jeweils auf ihre Art bemerkenswerten Thrillern führten – namentlich Denis Villeneuves „Sicario“ und David MacKenzies „Hell Or High Water“ – legt Taylor Sheridan nun selbst Hand an und debütiert als Regisseur. Im er­­barmungslos eisigen Winter Wyomings wird die Leiche einer jungen Frau entdeckt, FBI-Neuling Banner (Elizabeth Olsen) soll sich des Falles annehmen. Der hat jedoch zusätzliche Brisanz, da sich der Todesfall offenkundig auf dem Boden eines Indianer­reservats ereignete und die Todesursache nicht eindeutig auf Mord hindeutet. Gemeinsam mit dem ortsansässigen Cory (Jeremy Renner), der für die Jagd- und Fischereibehörde arbeitet, macht sich Banner daran die Verstrickungen aus alten Feind­schaften und alltäglicher Gewalt aufzudröseln. Als zutiefst menschlicher Kriminalthriller, dessen Kälte selbst im wohlig warmen Kinosessel in die Knochen fährt, überzeugt „Wind River“ als erstklassig besetzter und exzellent geschriebener Noir-Western, der darauf hoffen lässt, dass Sheridan nach seinem ge­­lungenen Erstling noch mit höheren Aufgaben be­­traut werden wird.

7/10

Wind River
Wild Bunch
Start: 08.02.

CLASSIC ROCK präsentiert: Phil Campbell & The Bastard Sons

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Mit seinem ersten Studioalbum im Gepäck rockt das Familienunternehmen um Gitarrist Phil Campbell durch Europa.

Phil Campbell, bekannt als ehemaliger Gitarrist von Motörhead, geht mit seinem neuen Projekt ausgiebig auf Tour. Zusammen mit seinen Söhnen und Adoptivzögling/Sänger Neil Starr formt er die Truppe Phil Campbell & The Bastard Sons.

Auf ihrem gerade erst erschienenen Debütalbum THE AGE OF ABSURDITY präsentiert der Familienclan geradlinigen Rock’n’Roll mit eindeutigem Motörhead-Einschlag und wird mit dieser Mischung auch live so manche Konzerthalle zum Beben bringen.

Tourtermine von Phil Campbell & The Bastard Sons:

05.03. Hamburg, Logo
06.03. Berlin, Bi Nuu
07.03. Frankfurt, Das Bett
08.03. Siegburg, Kubana
09.03. Mannheim, 7er Club
10.03. München, Strom

Album-Premiere: Wedge mit KILLING TONGUE

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Wedge-promo-2018„High Energy Fuzz‘n‘Roll“: Am 9. Februar kommt die zweite Platte von Wedge. CLASSIC ROCK präsentiert das Album vorab.

2014 in Berlin gegründet, orientieren sich Wedge soundtechnisch an Hardrock-Ikonen wie Led Zeppelin, Deep Purple oder Black Sabbath – versetzt mit Experimental-Rock und Psychedelic-Einflüssen. „High Energy Fuzz‘n‘Roll“ nennt die Band das Ganze auf ihrer Facebook-Seite.

Vor gut drei Jahren ist das Debütwerk des Trios erschienen, am 9. Februar kommt der Nachfolger KILLING TONGUE. Das Album wurde in den LowSwing Studios in Berlin aufgenommen – und ist ab sofort hier bei uns zu hören. Ach ja: Auf Tour sind Wedge auch gerade.

Wedge live 2018:

07.02. Köln, Sonic Ballroom
08.02. Oldenburg, Polyester Klub
09.02. Husum, Speicher
10.02. Berlin, Zukunft am Ostkreuz
14.02. Leipzig, Black Label
15.02. München, Import/Export
17.02. Ravensburg, Haus am See
21.02. Göttingen, Dots
22.02. Bielefeld, Forum
23.02. Düsseldorf, R25 Kulturschlachthof
24.02. Münster, Rare Guitar

Paul Simon: Songwriter-Legende geht auf Abschiedstournee

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Paul Simon AbschiedstourneeJetzt steht’s fest: Paul Simon geht im Sommer auf große Amerika- und Europa-Tour. Danach ist Schluss.

Als Songschreiber steht kaum jemand über ihm: Mit Simon & Garfunkel war er für Klassiker wie ›Sound Of Silence‹ oder ›Bridge Over Troubled Water‹ verantwortlich, solo verkaufte er um die 100 Millionen Platten und schuf Meisterwerke wie THERE GOES RHYMIN`SIMON oder HEARTS AND BONES.

Nachdem bereits vergangene Woche bekannt wurde, dass Paul Simon am 15. Juli im Londoner Hyde Park seine „Farewell Performance“ spielen würde, bestätigte der 76-Jährige, dass er ab Mai auf Abschiedstour sein werde.

Geplant sind zunächst Shows in Kanada und den USA. Dann geht’s nach Europa, wo unter anderem Konzerte in Dänemark, den Niederlanden und Großbritannien angesetzt sind. Deutschland geht leider leer aus. Alle Termine finden sich auf Simons offizieller Homepage.

In einem Statement kündigte der Sänger seinen Tour-Abschied an. Er fühle sich zugleich „unbehaglich, ein wenig aufgekratzt und doch auch erleichtert“. Als Gründe für seine Entscheidung nennt Simon die Trauer über den Tod seines Gitarristen Vincent N’guini im vergangenen Jahr, vor allem aber wolle er mehr Zeit für seine Familie haben.

Das letzte Wort: Duff McKagan

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Er ist der Bassist der größten und gefährlichsten Band der Welt. Gemeinsam mit Guns N’ Roses stieg er zum Weltstar auf, bis es zum Absturz kam, der ihn beinahe das Leben kostete. Heute ist Duff McKagan stolzer zweifacher Vater, spielte lange zum reinen Spaß in unterschiedlichen Bands wie den Walking Papers, ist seit ein paar Jahren wieder bei den wiedervereinten Gunners und oben drein dankbar für seine Vergangenheit. Unser CLASSIC-ROCK-Interview aus dem Jahr 2014.

Stört es dich nicht, dass der Ruhm früherer Tage größtenteils vergangen ist und bei deinen neuen Bands einige Leute im Publikum gar nicht mehr wissen, wen sie da vor sich haben?
Ich finde das eigentlich ganz angenehm. Manchmal kann ich es ihnen in ihren Gesichtern ansehen, wie sie überlegen: „Ist das der Typ von Guns N’ Roses?“ Außerdem erlebe ich immer wieder beide Extreme. Mal bin ich ganz anonym, mal ist es wie damals. Slash, Gilby, Matt und ich flogen vor einiger Zeit mit den Kings Of Chaos nach Paraguay. Am Flughafen belagerten uns 1000 Fans. Die sind vollkommen ausgeflippt. In der einen Woche ist also noch „Beatlemania“ angesagt und einige Tage später habe ich wieder diese pure Sache mit den Walking Papers. Ich mag beides, denn ich liebe es einfach, Musik zu machen – egal ob nun mit den Walking Papers, Velvet Revolver oder Loaded. Mein Glück ist nicht davon abhängig, dass ich „dieser Kerl von jener Band“ bin.

Duff_McKagan_2012

Du bist also froh, dass die Zeiten des Megaruhms vorbei sind?
Mitte der 90er Jahre habe ich ganz harte Zeiten durchgemacht. Damals lernte ich – wie jeder Mensch irgendwann –, mit dem eigenen Versagen umzugehen. Was aber mindestens genauso schwierig zu bewältigen war, war der irrsinnige Erfolg zuvor. Du weißt in so einer Situation gar nichts. Du weißt nicht, wer dich wirklich als Mensch mag. Du weißt nicht, ob du jetzt einfach in den nächsten Supermarkt gehen kannst. All diese alltäglichen Dinge werden dir genommen und plötzlich findest du dich als Fisch in einem Aquarium wieder. Dafür gibt es einfach keine Anleitung. Als das mit GN’R vorbei war, zog ich zurück nach Seattle. Nachdem ich meinen Entzug beendet hatte, schnitt ich mir die Haare ab und trug andere Kleidung, nur damit ich wieder raus gehen konnte. Bin ich jetzt also froh? Ja!

Deine Vergangenheit scheint ein schwieriges Thema für dich zu sein.
Nun, ich habe sehr lange nicht zurückgeblickt. Erst als ich anfing, mein Buch zu schreiben, setzte ich mich damit auseinander. Da waren einige Sachen dabei, die nicht gerade leicht zu verdauen waren. Doch wenn du so da sitzt und schreibst, bist du vollkommen allein. Und wenn du da lügst, belügst du nur dich selbst. Manchmal tat ich das auch. Ich schrieb irgendeinen Scheiß, las es und dachte nur: „Dude, komm schon! Wen verarschst du hier?“

Für dich sind diese frühen Kapitel nun endgültig abgeschlossen. Kannst du verstehen, warum die Leute nicht aufhören, euch nach einer Guns N’ Roses-Reunion zu fragen?
Die Sache ist durch. Aber ich kann es verstehen. Ich bin selbst ein großer Fan von Guns N’ Roses. Oder der Band, die wir damals waren. Wir produzierten eine Riesenmenge Musik in sehr kurzer Zeit. Deshalb sehe ich dieses Glas auch als halb voll, nicht halb leer. Es war ein Wunder, dass wir es so weit gebracht und so lange ausgehalten haben. Bei der ersten Platte meinten alle, das kann nichts werden: „Das ist zu viel Punkrock, zu viele ‚Fucks‘! Warum will Geffen die überhaupt signen?“ Doch: Wir haben damit die Welt erobert.

Seit dieser Zeit hat sich viel bei dir geändert. Du bist ein Familienmensch geworden, tourst aber noch immer über den Globus. Fällt dir das manchmal schwer?
Gott, ich hasse es! Das einzige, was es leichter macht, ist der Auftritt am Abend. Mit den Kings Of Chaos kann ich es mir erlauben, meine Familie mitzunehmen. Bei den Walking Papers ist das anders. Ganz selten besucht mich meine Frau. Meine größere Tochter ist mittlerweile 16 Jahre alt und hat jetzt selbst eine Rockband gegründet. Neulich hatte sie sogar einen Gastauftritt bei den Kings Of Chaos, bei dem sie die Background Vocals zu ›Knockin’ On Heaven’s Door‹ gesungen hat. Sie war so überwältigt. Danach musste sie weinen. Sie versteht also mittlerweile, was und warum ich das tue. Sie findet, dass ich das Richtige tue und unterstützt mich. Trotzdem fliege ich immer sofort zurück. Es kam auch schon vor, dass ich für einen Tag von Europa nach Hause geflogen bin. Ich bin ein sehr fürsorglicher Vater und Ehemann.

AC/DC: Neues Album mit Axl Rose geplant?

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ac dc guns n rosesAngus Young will ein neues AC/DC-Album aufnehmen und anschließend auf Tour gehen. Singen soll Axl Rose, das zumindest behauptet ein AC/DC-Insider…

Last man standing.
Zuerst war Phil Rudd in einen Drogen-/Auftragsmordskandal verwickelt, dann musste sich Brian Johnson aufgrund schwerwiegender Hörprobleme zurückziehen, Cliff Williams hatte irgendwann keine Lust mehr und Malcolm Young erlag im November letzten Jahres seiner seit 2014 bekannten Demenzerkrankung.

Nach dem tragischen Wegfallen aller seiner Bandkollegen in nur kurzer Zeit, ist Angus Young heute als letztes Orignalmitglied von AC/DC übrig.

Seit Beendigung der vergangenen ‚Rock Or Bust‘-Welttournee, bei der Axl Rose bereits als Ersatzsänger für den gehörgeschädigten Brian Johnson einsprang, ist unklar, wie es mit einer der größten Rockbands dieser Erde weitergehen sollte.

AC/DC waren schließlich noch nie bekannt für ihre Mitteilungsfreude, bis heute gibt es keine eindeutigen Aussagen zur Zukunft der Band. Doch jetzt äußerte sich Murray Engleheart, Verfasser der Bandbiographie AC/DC – MAXIMUM ROCK’N’ROLL“, auf Facebook zu diesem Thema und brachte die Gerüchteküche ordentlich zum Brodeln:

Murray Engleheart Facebookpost über ACDC

In einem Post meinte der Acca/Dacca-Experte: „Spekuliert ruhig weiter, aber ich habe es bereits gesagt und ich sage es nochmal: AC/DC werden mit Axl als Sänger weitermachen – mit neuem Album, einer Tour, dem Gesamtpaket. Angus hat alles auf einer Karte gesetzt und am Ende nur gewonnen. Das war zukunftsweisend.“

Inwiefern Murrays Aussage auf fundiertem Wissen oder Beweisen basiert und ob der Autor Kontakt zu Angus Young hatte, ist leider unklar.

Titelstory: Alice Cooper – Jenseits der Guillotine

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alice cooper 2017 Seit fünf Jahrzehnten verzaubert Vincent Damon Furniers Alter Ego Alice Cooper sein Publikum mit erstklassigen Rocksongs und ebenso atemberaubenden Live-Shows. Im Sommer 2017 legte der „Godfather Of Shock Rock“ mit PARANORMAL eines seiner vielleicht wichtigsten Werke auf die Plattenteller seiner treuen Gefolgschaft. CLASSIC ROCK sprach mit der lebenden Legende über den Entstehungsprozess des neuen Opus, die besondere Beziehung zu Starproduzent Bob Ezrin, die Reunion mit der originalen Alice Cooper Band und den Sieg über die Alkoholsucht.

Alice, in deinen vergangenen Interviews mit CLASSIC ROCK sprachst du über Alice Cooper immer in der dritten Person – warum trennst du so strikt zwischen Cooper und deiner wahren Identität Vincent Da­­mon Furnier?
Die beiden sind schlichtweg grundverschieden! Ich spreche, denke oder laufe nicht wie Alice. Er ist ein Charakter, der nur auf der Bühne lebt und nicht mit seinem Publikum kommuniziert. Diese Konversation könnte ihn zu greifbar für den Zuschauer erscheinen lassen. In ihm steckt viel Humor und generell viel Emotion – jedoch auf eine nicht gerade menschliche Art.

Ende Juli erscheint dein 27. Studioalbum PARANORMAL. Wie hast du das Projekt so lange geheim halten können?
Wir waren so damit beschäftigt, an der Scheibe zu arbeiten, dass wir vergaßen, darüber mit irgendjemandem zu sprechen. Gerade befinden sich meine Band und ich in den Tourvorbereitungen, die Scheibe wird gemixt, der Veröffentlichungstag steht und Alice gibt Interviews dazu.

Es ist schon sehr erleichternd, dass das Album vor seiner Vollendung steht, denn ohne zu übertreiben kann ich versprechen, dass es ein verdammt gutes Alice-Cooper-Album geworden ist! Bob Ezrin und ich setzten uns in der PreProduktion zusammen und arbeiteten diesen Plan aus, eine Serie von Songs zu schreiben, die uns total vom Hocker reißen sollten! Es geht dieses Mal nicht um eine Storyline oder dergleichen. PARANORMAL bedeutet in erster Linie, dass eine Sache ein Stück neben der Normalität angesiedelt ist. Der Name passt einfach super zum Ge­­samtsound und dem Vibe der Stücke. Wir stellten keinerlei Prämissen oder Limitierungen für die Songs auf und die Idee wuchs, mit verschiedenen Schlagzeugern wie etwa U2s Larry Mullen Jr. und Neil Smith von der originalen Alice Cooper Band zu arbeiten und noch dazu allerlei tolle Gäste einzuladen.

Darunter befinden sich so großartige Kollegen wie Deep Purples Roger Glover, Billy Gibbons von ZZ Top und natürlich Gitarrist Michael Bruce und Bassist Dennis Dunaway, die mit Neil und mir das historische Alice-Cooper-Lineup auf ein paar Liedern komplettieren. Alleine wenn man sich diese Aufzählung vor Augen führt, fällt auf, dass wir auf musikalischer Ebene nahezu alle Subgenres des Rock auf PARANORMAL miteinander verschmelzen.

ES GEHT NICHT UMS GELD

PARANORMAL ist dein erstes Album seit sechs Jahren – warum hast du dir eine derart lange Studio-Auszeit gegönnt?
Tja, heutzutage ist es leider nicht mehr so wie in den 70ern, wenn du eine Scheibe aufnimmst. Damals kamen wir auf knapp zwei Platten pro Jahr und spielten zwischendurch ausschweifende Tourneen. In den 70ern kauften die Leute allerdings auch noch Alben. Das tun sie heute leider nur noch bedingt. Es war in den guten alten Tagen eigentlich ein super System. Du schriebst deine Songs, dann landeten sie nach der Studioproduktion auf Vinyl und anschließend promotete man das fertige Werk auf den Konzertbühnen dieser Welt.

Im Hier und Jetzt halten Acts wie Aerosmith, Alice Cooper oder Ozzy Osbourne nur noch am Albumkonzept fest, weil ihr Publikum, das die Shows auch nach all der Zeit noch immer ausverkauft, an diesem Medium interessiert ist. Wir lieben es Musik zu kreieren und deswegen hören meine Kollegen und ich auch nicht damit auf. PARANORMAL ist kurzum ein Geschenk an meine Fans und mich selbst, denn wir empfinden dabei alle großen Spaß – sie beim Hören und ich bei der Aufnahme.

Wie hat sich für dich das Musikbusiness in den fünf Dekaden deiner Karriere geändert?
Einige Leute denken, dass der technologische Fortschritt dem Rock‘n‘­Roll dabei half, die nächste Stufe zu erklimmen. Für mich ist es rückblickend das größte Desaster, das unserer Musik passieren konnte. Es hat –wie schon angesprochen – das Album an sich obsolet werden lassen.

Die Mehrheit der Musikkonsumenten ist nur noch auf Singles aus, die sie dann streamen oder als Download kaufen. Die Idee, eine Platte persönlich in einem Laden zu erstehen, sie komplett zu hören oder gar die Storyline zu verstehen, interessiert die neue Ge­­­neration nicht mehr. Dieses da­­mals so heilige Ritual ist in Vergessenheit geraten. Du klappst das Coverartwork auf, dann hast du diesen Geruch in der Nase, liest die Texte und Liner-Notes und legst das Vinyl auf deinen Plattenteller.

Für Künstler ist der Ist-Zustand nahezu tödlich, denn man wird auf einen Bruchteil seines Schaffens reduziert und kann sich fast gar nicht mehr adäquat ausdrücken. Deswegen halte ich so an der mir vertrauten Art und Weise fest. Ich bin zu alt, um jetzt noch anzufangen beziehungsweise zu versuchen, in dieses neue Schema hineinzupassen. Alice Cooper glaubt daran, dass es da draußen noch ein paar Menschen gibt, die ein Album hören wollen!