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Shakey Graves – CAN’T WAKE UP

Shakey Graves Can't Wake Up

Graves erweitert sein Spektrum um Indie- und Psychedelic-Rock-Elemente: großer Wurf!

Hinter Shakey Graves steht der 1987 in Austin geborene Alejandro Rose-Garcia. Ein aufgeweckter Kerl, der auf seinen bisherigen Al­­ben genauso lässig wie kreativ Elemente aus Blues, Folk und Rock zu einem ei­­genwilligen Sound-Gebräu verrührte. Das gilt auch für sein neues Werk CAN’T WAKE UP. Für den von seiner wachsenden Fangemeinde sehnsüchtig erwarteten Nachfolger von NOBODY’S FOOL (2015) erweitert Graves sein Klangspek­trum um weitere Zutaten wie Indie- und Psy­che­delic-Rock-Einflüsse. Bestes Beispiel dafür bietet der Track ›Counting Sheep‹, ein traumhaft-schönes Schlaflied mit federweichen Harmonien und, das Unterbewusstsein imitierend, verzerrten Vo­­cals und Sounds. Ein packender Song – als Ein­­schlafhilfe völlig ungeeignet. Doch auch bei den anderen Titeln spitzt man gerne die Ohren. Zum Beispiel bei der köstlichen Hymne an die Jugend: ›Kids These Days‹. Mit Zeilen wie „I’m too young too die, gonna live forever. I just want to talk tough, look mean. Life is good at seventeen“ er­­weist sich Graves als grandioser Beobachter.

8/10

Shakey Graves
CAN’T WAKE UP
DUALTONE RECORDS/SPV

Guns N‘ Roses: Lyricvideo zu ›Shadow Of Your Love‹

Von Guns N‘ Roses gibt es heute ein neues Video zum bisher unveröffentlichten Song ›Shadow Of Your Love‹, der ursprünglich 1986 aufgenommen wurde.

Seit gestern ist die Katze aus dem Sack: Von Guns N‘ Roses gibt es anlässlich des Jubiläums von APPETITE FOR DESTRUCTION neben einer „normalen“ remasterten Version ihres Debüts für 8 € demnächst ein großes Deluxe-Box-Set namens APPETITE FOR DESTRUCTION: LOCKED N‘ LOADED EDITION für stattliche 975 €.

Das Set beinhaltet auch bisher unveröffentlichte Songs, wie Aufnahmen von ›Move To The City‹ und ›Shadow Of Your Love‹. Der Track wurde 1986 einen Monat vor den Aufnahmen von APPETITE FOR DESTRUCTION als Testlauf eingespielt.

Hier ›Shadow Of Your Love‹ hören:

The Rolling Stones: Vorband für Deutschland-Konzerte steht fest

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rolling stonesIm Sommer kommen die Rolling Stones nach Stuttgart und Berlin. Jetzt ist bekannt, wer das Warm-Up für Mick Jagger und Co. übernehmen wird. Außerdem gibt’s zusätzliche Tickets.

Auf ihrer UK-Tour haben die Rolling Stones u.a. Liam Gallagher, Richard Ashcroft und Florence + The Machine als Support-Acts dabei. Die Vorband in Deutschland fällt etwas weniger spektakulär aus, dafür handelt es sich um alte Bekannte: The Kooks.

Das britische Indierock-Quartett war bereits bei der „A Bigger Bang“-Tour 2006 dabei – und hat damals offensichtlich einen positiven Eindruck bei Mick Jagger, Keith Richards und Kollegen hinterlassen.

Die Stones werden auf ihrer „No Filter“-Tour 2018 am 22. Juni in Berlin spielen und am 30. Juni in Stuttgart. Für beide Konzerte gibt es ab sofort wieder Tickets.

Laut Veranstalter FKP Scorpio handelt es sich um Sitzplätze in den Preiskategorien 148 und 183 Euro (Stuttgart) bzw. 147 und 181 Euro (Berlin). Dazu kommen in Berlin Stehplätze für 112 Euro.

Ebenfalls im Juni bringen die Rolling Stones ein Boxset heraus, das alle 15 Studioalben der Band zwischen 1971 und 2016 enthalten wird. Dazu schreibt Mick Jagger aktuell an neuen Stones-Songs.

Myles Kennedy: Neues Slash-Album ist „fertig“

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slash solo„Wir haben gerade eine Platte fertiggestellt“: Es dürfte also nicht mehr allzu lange dauern, bis es das nächste Slash-Werk zu hören gibt.

Jüngst verkündeten Guns N‘ Roses ein umfangreiches Reissue-Boxset zu APPETITE FOR DESTRUCTION. Doch es gibt noch mehr Grund zur Freude für Gunners-Fans.

Wie Myles Kennedy in einem Interview mit dem US-Radiosender WRIF 101.1 FM sagte, sind die Arbeiten am nächsten Album von Slash featuring Myles Kennedy & The Conspirators abgeschlossen.

„Wir haben gerade eine Platte fertiggestellt“, so Kennedy. „Genauer gesagt, habe ich letzte Woche meine Vocals fertiggestellt.“ Der Nachfolger von WORLD ON FIRE (2014) werde „später in diesem Jahr“ erscheinen.

Slash sagte bereits im März: „Ich freue mich über die neuen Sachen, die wir für dieses Album aufgenommen haben. Es sind coole Songs mit einem großartigen Live-Feeling.“

Neuerscheinungen: Ab heute im Plattenladen

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An diesem Freitag warten wieder schöne Neuerscheinungen auf begierige Musikliebhaber. DeWolff, The Lazys, Fuck Yeah und Frank Turner haben heute ihre neuen Platten am Start.

Das holländische Powertrio DeWolff liefert auf THRUST ordentlich Schubkraft und verzaubert mit einer genuinen Mischung aus oldschool Rock’n’Roll und Eigenständigkeit:

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Aussierock meets Hochglanz-Punk. Auf ihrem Debütnachfolger TROPICAL HAZARDS präsentieren sich The Lazys feierfreudig und eingängig:

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Wie versprochen, hat Frank Turner sich auf seinem neuen Werk einem kleinen Stilwechsel unterzogen und mischt nun auch elektronische und Indie-Elemente in seinen Sound:

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Nuanciert, abwechslungsreich und ohne Machogehabe geht es auf dem Debütnachfolger FUNNY FARM der Münchener von Fuck Yeah zu:

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Frank Turner – BE MORE KIND

Frank Turner Be More Kind

Moderne Zeiten.

Auf seinem letzten Longplayer, der Ende vergangenen Jahres veröffentlichten SONGBOOK-Retrospektive, kündigte Frank Turner mit großer Geste einen Stilwechsel an, den er nun ansagegemäß vollzieht: 2018 hat der britische Singer/Songwriter seinen bestens bewährten Mix aus knackigem Folk, einer sympathischen Punk-At­ti­tüde und erfrischend sarkastischen Texten um einige Elemente erweitert, die man in dieser Form vielleicht nicht von dem 36-jährigen Musiker er­­wartet hätte. Zur Umsetzung seiner Ideen hat sich Mr. Turner tatkräftige Produzenten-Unterstützung bei Austin Jenkins und Joshua Block (Texans White Denim) und Charlie Hugall (Halsey, Florence And The Machine) geholt, die seinem ehemals reduzier­ten Klangbild ein modernes Sound-Make-Over ir­­gendwo zwischen Rock, Electropop und Indietronic verpasst haben. Klingt auf dem Papier erst einmal seltsam, auf Platte dafür um so besser! Und auch thematisch hat ein frischer Wind Einzug gehalten: Ganz dem Albumtitel entsprechend geht es auf Songs wie dem ›21st Century Survival Blues‹, ›Ma­ke America Great Again‹ oder ›The Lifeboat‹ um die drängenden Probleme unserer Zeit. Fehlende Empathie, gegenseitiges Verständnis und Respekt füreinander – wir erleben Frank Turners ganz persönliche Sozialkundenachhilfe, und zwar ohne er­­hobenen Zeigefinger.

8/10

Frank Turner
BE MORE KIND
XTRA MILE RECORDINGS/UNIVERSAL

The Lazys – TROPICAL HAZARDS

The Lazys Tropical Hazards

Talentierte Faulpelze.

Der zweite Langspieler der australischen Wahlkanadier (das selbstbetitelte Debütwerk erschien 2014) wurde von Ian D’Sa produziert, seines Zeichens Gitarrist und Frisuren­könig bei Billy Talent und – laut Promo-Waschzettel – sechstes Bandmitglied der Lazys. Vermitteln die ersten Takte des Openers ›Nothing But Trouble‹ noch den trügerischen Eindruck AC/DC-lastigen Pub-Rocks, offenbart schon das erste Riff von Rhythmusgitarrist Liam Shearer eine klare Billy-Talent-Schlagseite, die sich sowohl in Stil und Phra­sierung von Sänger Leon Harrison, als auch im Songwriting fortsetzt. Und höre da: Die Kom­bi­nation aus Aussie-Rotz und talentiertem Hoch­glanz-Punk läuft erstaunlich gut rein, wenn auch insgesamt etwas mehr eigene Kante wünschenswert wäre. Das tut aber Fegern wie ›Little Miss Crazy‹ mit seinen Rose-Tattoo-Gedenk-Slides, schneidigen Mitgrölern der Marke ›Louder Than Youth‹ oder dem anzüglichen ›Half Mast Blues‹ keinen Abbruch. Das rockt alles sehr anständig konstant um den Siedepunkt und bringt ganz be­­stimmt jede Party auf Touren. Zwischendrin werden besinnliche (›Young Modern Lightning‹) oder politische (›Somebody’s Daughter‹) Themen be­­sungen, was den verschwitzten Reigen etwas auflockert. Ein rundes und glaubwürdiges Ding, dem man allerdings attestieren muss, dass es am besten, wenn am wenigsten nach Billy Talent klingt. Deren Einfluss hilft bestimmt auf der Karriereleiter, geht aber auf Kosten der Eigenständigkeit.

8/10

Text: Holger Jahnel

The Lazys
TROPICAL HAZARDS
GOLDEN ROBOT RECORDS/SOULFOOD

Fuck Yeah – FUNNY FARM

Fuck Yeah Funny Farm

Die Wucht der Wechsel.

„Week by week I’m shrinking, week by week I’m thinking: Is this what I wanted?“, fragt Markus Naegele immer wieder insistierend. Er muss es raus lassen, macht den Mund auf und legt den Hebel um. Energie und Impetus sind vorhanden, aber es erschlägt den Hörer nicht. In ›Hippo‹ steckt erst Punk-Druck, dann wird es verträumter, geht es um den Ausflug eines Nilpferds zum Polarkreis. Fuck Yeah nehmen sich auf ihrem zweiten Album die Freiheit, über so etwas nachzudenken. Sie reißen nie einen Stil herunter, achten dafür auf Schattierungen. In ›Bad Seeds‹ wird es akustisch, spartanisch, intim. ›Remember‹ ist ruppiger, es kommen einige Grundeinflüsse der Band (Replacements, Dinosaur jr.) zum Vorschein. Für ›No Fuck-Up‹ setzen die Münchner auf an Johnny Marr angelehnte, perlende Gitarrenak­korde. ›How I Learned To Love (The Dead)‹ klingt keineswegs morbide. Es geht vielmehr um die Beziehung zu The Grateful Dead, dazu gesellt sich das Raffinement von sanften Disco-An­spielungen. Fuck Yeah sind vor drei Jahren recht spontan auf der Szene erschienen. Nun verstärken sie den Eindruck, reizen sie mehr Mittel aus und sorgen dafür, dass nicht gleich wieder alles verpufft. Und zwar auf fucking packende Art und Weise.

8/10

Fuck Yeah
FUNNY FARM
MY REDEMPTION RECORDS/CARGO