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Start Blog Seite 627

Vinnie Paul: So reagiert die Rockwelt auf seinen Tod

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Vinnie Paul von Pantera im Video zu WalkVincent Paul Abbott, besser bekannt als Vinnie Paul, verstarb am 22. Juni 2018. So reagiert die Rockwelt auf den Tod des ehemaligen Schlagzeugers von Pantera.

Vor allem das treibende und bisweilen komplizierte Schlagzeugspiel von Vinnie Paul war es, das den Sound von Pantera so nachhaltig prägte. Am vergangenen Freitag starb der Drummer und Bruder des ermordeten Pantera-Gitarristen „Dimebag“ Darrell. Bisher ist die Todesursache des 54-Jährigen nicht bekannt gegeben.

Die Musikwelt, darunter seine ehemaligen Bandkollegen Phil Anselmo und Rex Brown, reagiert mit tiefer Trauer und Bestürzung auf den Tod des Musikers:

„Die letzten Tage waren sehr schwierig und schmerzhaft. Gerade brauche ich mehr Zeit, um mit meinen Gefühlen klarzukommen. Danke für all die Liebe, die ihr schickt. Ein offizielles Statement wird bald veröffentlicht. Ruhe in Frieden, Bruder Vinnie!“ (Rex Brown)

Poison widmeten eines ihrer letzten Konzerte dem Schlagzeuger und bezeichneten ihn als „großartigen Menschen.“

Beim Graspop Metal Meeting widmeten Volbeat Vinnie Paul ihren Song ›Goodbye Forever‹ und zeigten ein Foto des Musikers auf den Leinwänden:

Beim Sweetwater Gearfest zollten „Hurricane“ Nita Strauss und Mitmusiker Vinnie Paul Tribut und coverten Panteras Überhit ›Walk‹ live:

„Ich bin bestürzt über den Tod von Vinnie Paul. Ich liebte die gemeinsamen Shows mit Pantera und sogar Jahre später war Vinnie immer noch ganz vorne dabei bei unseren Kiss-Konzerten. Ruhe in Frieden und herzlichstes Beileid an seine Familie.“ (Paul Stanley, KISS)

Phil Anselmo postete ein andächtiges Foto ohne Kommentar auf seinen Social-Media-Kanälen:

Video der Woche: Jeff Beck live mit ›Hi Ho Silver Lining‹

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jeff beck live Jeff Beck wird heute stolze 74 Jahre alt. Grund genug, dem Virtuosen das ‚Video der Woche‘ zu widmen.

Was für ein Line-Up, das es 1983 beim ARMS Charity Concert in der Royal Albert Hall zu bestaunen gab. Steve Winwood, Jimmy Page, Eric Clapton und natürlich Jeff Beck traten an jenem Abend auf, um Spenden für die Forschung über Multiple Sklerose zu sammeln.

Bei seinem Slot gab Beck vier Nummern zum Besten, darunter ›Hi Ho Silver Lining‹, seinen ersten großen Hit, bei dem er zusätzlich zur Gitarre sogar noch selbst sang.

Zum heutigen Geburtstag des Virtuosen gibt es einen Ausschnitt des Konzerts zu sehen.

Jeff Beck – ›Hi Ho Silver Lining‹:

CLASSIC ROCK präsentiert: Tourdaten von The Hooters, Brian Wilson u.v.m.!

In nächster Zeit ist einiges geboten im Konzertkalender. Musikliebhaber sollten sich ein paar der folgenden Shows unbedingt rot im Terminplaner markieren.

TOUR DES MONATS : THE HOOTERS
assconcerts.com
Die Hooters gehen auf große „Give The Music Back“-Tour und werden nicht mit Hits wie ›All You Zombies‹ oder ›Johnny B‹ geizen.

07.07. Bensheim, Musiktheater Rex
08.07. Ritterhude, Forum Ritterhude
16.07. Köln, Kantine
17.07. Bochum, Zeche
18.07. Berlin, Columbia Theater
19.07. Nürnberg, Hirsch
21.07. Büren, Almeauen Park (Open Air)
23.07. Aschaffenburg, Colos Saal
24.07. Aschaffenburg, Colos Saal
26.07. Freiburg, ZMF
27.07. Braunschweig, Wolters Hof (Open Air)
28.07. Neuler, Gruabarock
29.07. Seebronn, Rock Of Ages
01.08. Augsburg, Spectrum

ALLMAN & BETTS
eat-music.net
Devon Allman und Duane Betts sind die Söhne der berühmten Allman Brothers und gehen mit den Songs ihrer Väter auf große Welttournee.

27.08. Hamburg, Downtown Bluesclub
28.08. Berlin, Privatclub
29.08. Köln, Yard Club
30.08. München, Backstage Club
31.08. Nürnberg, Hirsch

BIG COUNTRY
bigcountry.co.uk
Die schottischen New-Wave-und-Folk-Rocker von Big Country touren auch 2018 beharrlich weiter durch die Welt.

30.08. Dortmund, Musiktheater Piano
31.08. Hartenholm, Werner – Das Rennen
01.09. Flensburg, Roxy
02.09.- 05.09. Metal Full Cruise VII

BLACKBERRY SMOKE
wizpro.com
Mit ihrem neuen Album FIND A LIGHT bekräftigen Blackberry Smoke abermals ihre Ansprüche auf den Thron des Southern Rock. Im Oktober kommen die US-Amerikaner nach Deutschland.

12.10. Frankfurt, Batschkapp
17.10. München, Tonhalle
20.10. Berlin, Huxley’s
21.10. Hannover, Capitol

BLUE POETS
thebluepoets.com
Klassischen Bluesrock mit der richtigen Menge an Virtuosität und einem Quäntchen heavy 70er-Jahre-Feeling liefern diese Musiker aus Hamburg.

14. 07. München, Andechser Zelt/Tollwood
21.07. Balge, Rock das Ding
05.10. Zülpich, Live Proberaum
13.10. Esslingen, Dieselstrasse

WADE BOWEN
wizpro.com
Der texanische Musiker und Songschreiber Wade Bowen hat mit SOLID GROUND ein neues Album im Gepäck. Für Country-Fans ein Muss!

25.06. Hamburg, Nochtwache
26.06. Köln, Blue Shell
27.06. Berlin, Quasimodo

THE BRANDOS
oktoberpromotion.com
Bei den Brandos treffen CCR auf The Who, Classic Rock auf lateinamerikanische Einflüsse, Folk auf Feuer!

22.09. Isernhagen, Blues Garage
24.09. Metzingen-Glems, Hirsch
25.09. Augsburg, Spectrum
02.10. Aschaffenburg, Colos-Saal
03.10. Winterbach, Strandbar 51
04.10. Bensheim, Musiktheater Rex
05.10. Dortmund, Blue Notez
08.10. Nürnberg, Hirsch
09.10. Bremen, Meisenfrei
11.10. Hamburg, Knust
12.10. Weimar, Zwiebelmarkt
13.10. Weimar, Zwiebelmarkt
16.10. Köln, Yard Club
18.10. Heilbronn, Waldhaus
19.10. Erfurt, Museumskeller
20.10. Reitwein, Live in Reitwein
21.10. Karlsruhe, Jubez

TYLER BRYANT & THE SHAKEDOWN
wizpro.com
Die vielversprechenden Rock’n’Roll-Newcomer aus Nashville haben die Bühne bereits mit Größen wie AC/DC oder B.B. King geteilt und werden auf ihrer Headliner-Tour so manche Location zum Kochen bringen.

05.07. Köln, Blue Shell
16.07. München, Backstage Club
17.07. Hannover, Lux

THE CADILLAC THREE
wizpro.com
The Cadillac Three sind die wilden Rocker im großen Country-Zirkus von Nashville und erfrischen das Genre mit einer ordentlichen musikalischen Verjüngungskur!

12.07. Nürnberg, Hirsch
13.07. Aschaffenburg, Colos-Saal

PHIL CAMPBELL AND THE BASTARD SONS
rodeostar.com
Zusammen mit seinen Söhnen Todd, Dane und Tyla und Sänger Neil Starr präsentiert der ehemalige Motörhead-Gitarrist handfesten Rock’n’Roll, seine schmissigen und unverkennbaren Riffs natürlich inklusive.

27.11. Köln, Luxor
28.11. Bochum, Rockpalast
29.11. Leipzig, Hellraiser
30.11. Annaberg-Buchholz, Alte Brauerei
01.12. Stuttgart, Club CANN
03.12. Nürnberg, Hirsch
04.12. Aschaffenburg, Colos-Saal
05.12. Ausgburg, Spectrum
07.12. Dresden, Beatpol
08.12. Weinheim, Café Central

ERIK COHEN
starkult.de
Als „New Wave Of German Rockmusic“ bezeichnet der Kieler Solokünstler Daniel Geiger alias Erik Cohen seine dunklen Klänge. Der hat gerade ein neues Album im Gepäck und kann an folgenden Terminen live ausgecheckt werden:

25.10. Osnabrück, Kleine Freiheit
26.10. Leipzig, Naumanns
27.10. Nürnberg, Z-Bau
02.11. Dortmund, FZW
03.11. Köln, Gebäude 9
01.12. Flensburg, Volksbad

LUKE COMBS
wizpro.com
Singer/Songwriter und Country-Musiker Luke Combs kommt für eine exklusive Show nach Deutschland.

11.10. Berlin, Columbia

CHARLES ESTEN
wizpro.com
Der amerikanische TV-Star aus der Serie „Nashville“ kann auch musizieren, was er live mit seinem Country-Programm beweisen wird.

13.06. Berlin, Heimathafen
14.06. Hamburg, Gruenspan
15.06. Köln, Gloria

FISH
assconcerts.com
Fish, bekannt als ehemaliger Sänger der Rockband Marillion, wird bald sein im September erscheinendes Album WELTSCHMERZ live vorstellen.

28.09. Köln, Kantine
29.09. Hannover-Isernhagen, Blues Garage
11.10. Hamburg, Fabrik
12.10. Oldenburg, Kulturetage
14.10. Berlin, Kesselhaus
30.10. Bochum, Zeche
31.10. Osnabrück, Rosenhof
01.11. Aschaffenburg, Colos Saal
03.11. Erfurt, Stadtgarten
04.11. Augsburg, Spectrum
08.11. Bensheim, Musiktheater Rex
09.11. Karlsruhe, Substage
11.11. München, Backstage
12.11. Nürnberg, Hirsch
14.11. Saarbrücken, Garage

THE GLORIOUS SONS LEIDER ABGESAGT!
fkpscorpio.com
In ihrer Heimat Kanada sind The Glorious Sons bereits eine richtig große Nummer, nun sollen auch Europa und der Rest der Welt im Sturm erobert werden.

19.08. Frankfurt. Zoom
20.08. Leipzig, Naumanns

SHAKEY GRAVES
schoneberg.de
Der „Gentleman aus Texas“ liefert eine feine Mischung aus Blues, Folk und Rock’n’Roll und bringt diese galant unter die Leute.

30.10. Köln, Kulturkirche
04.11. Berlin, Heimathafen
05.11. Hamburg, Gruenspan
08.11. München, Freiheiz

GRETA VAN FLEET
scorpio.com
Der hellste Stern am Himmel des Rock’n’Roll-Nachwuchs? Fans von Led Zeppelin und Co. sollten das bei ihrer Live-Show in Hamburg herausfinden:

30.10. Hamburg, Mehr! Theater

GLENN HUGHES
shooter.de
Auf seiner bevorstehenden Tour mit dem Titel „Glenn Hughes Classic Deep Purple Live 2018“ wird Tausendsassa Hughes – Überraschung! – die größten Hits von Deep Purple zum Besten geben.

17.10. Berlin, Admiralspalast
18.10. Hamburg, Fabrik
20.10. Worpswede, Music Hall
21.10. Leipzig, Gewandhaus
24.10. Bochum, Zeche
25.10. Bensheim, Rex
27.10. Winterbach, Lehenbachhalle

LAURENCE JONES
assconcerts.com
Mit neuem Album im Gepäck kommt der britische Bluesrock-Gitarrist für vier Shows nach Deutschland.

20.09. Köln, Yard Club (Kantine)
21.09. Erfurt, Museumskeller
22.09. Dortmund, Musiktheater Piano
24.09. Berlin, Quasimodo

KADAVAR with special guest MONOLORD
kingstar-music.com
Gute Zeiten, harte Zeiten erwarten euch auf der kommenden Konzertreise von Kadavar. Auf ihrer Headliner-Tour werden die Berliner Neu-Giganten des Rock von Monolord begleitet werden.

25.10. Dresden, Beatpol
26.10. Magdeburg, Factory
27.10. Berlin, Festsaal Kreuzberg
28.10. Rostock, Peter Weiss Haus
03.11. Weissenhäuser Strand, Metal Hammer Paradise
20.11. Bielefeld, Forum
22.11. Karlsruhe, Substage
23.11. Leipzig, Conne Island
24.11. Schweinfurt, Alter Stattbahnhof
25.11. Neukirchen, Sägewerk
27.11. Cham, La Cham
28.11. Munich, Backstage
29.11. Bochum, Zeche
30.11. Saarbrücken, Garage
01.12. Freiburg, Jazzhaus

LITTLE STEVEN & THE DISCIPLES OF SOUL
pa-co.eu
Mal ohne „The Boss“ Bruce Springsteen, dafür aber mit ganz viel Soulrock, Funk und Nostalgie präsentiert sich Alleskönner Stevie Van Zandt auf seiner „Soulfire Teachrock Tour 2018“.

04.07. Köln, E-Werk
23.07. Hamburg, Große Freiheit 36
25.07. Karlsruhe, Tollhaus (Zeltival)

MARILLION
mfpconcerts.com
Die britischen Neo-Prog-Legenden machen sich mit ihrer großen „Theatre Tour“ nochmal auf den Weg über die verschiedenen Bühnen dieser Welt.

23.11. Frankfurt, Jahrhunderthalle
25.11. Essen, Colosseum
28.11. Berlin, Admiralspalast
29.11. Erfurt, Alte Oper
01.12. Bremen, Musical Theater
02.12. Hamburg, Mehr Theater
04.12. Stuttgart, Hegel Saal
05.12. Wien, Gasometer

Aubrey Powell – Vinyl . Album . Cover . Art

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Vinyl Album Cover Art

Die Geburt des modernen Albumcovers.

Ein Motel am Sunset Strip in L.A., wie in Zeitungen schwarze Balken vor den Gesichtern derer, die ihre „seltsamen“ Neigungen nicht der Öffentlichkeit preisgeben wollen: AC/DCs DIRTY DEEDS DONE DIRT CHEAP ist nur eine der vielen Platten, de­­ren Cover von der britischen Design-Agentur Hipgnosis gestaltet wurden und die alle, versehen mit kleinen Anekdoten zum Entste­hungsprozess, in diesem Buch zu bestaunen sind. Band sowie Bandname mussten nicht mehr zwingend auf dem Titelbild zu sehen sein. Stattdessen sollte der Käufer um die Ecke denken, um den Sinn hinter der Plattenfront zu verstehen: Das moderne Cover war entstanden.

Obwohl es ein Bildband ist, hätte Aubrey Powells Intro ruhig länger ausfallen können. Er erzählt dort in Warhol-„Popism“-Manier von der Londoner Firmenarbeitswohnung, wo sich Musikgrößen die Klinke in die Hand gaben, von Streitereien mit Storm Thorgerson, neben Powell Gründer der Firma, und auch wie diese zu ihrem mystischen Namen kam: Der zwischen Genie und Wahnsinn schwankende Syd Barrett, der damals kein Mitglied Pink Floyds mehr war, schrieb „Hipgnosis“ an die Woh­nungstür.

Für Leute, die mit den Platten aufgewachsen sind, ist der Bildband zweifelsohne eine „emotionale Achterbahnfahrt“, wie Harry Pearce von Pentagram (sich sicher eine Träne verkneifend) im Outro meint. Ist man jünger, macht das Durchblättern trotzdem Spaß – auch wenn mehr Geschichten, etwas mehr Klatsch und Tratsch aus dem London der 70er Jahre zwischen den Bildern schön wären.

8/10

Vinyl . Album . Cover . Art
VON AUBREY POWELL
Edel Books

Text: Vincent Numberger

Danzig: 50 Shades Of Black

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danzigIn puncto Arbeitsethos bleibt Glenn Danzig sich und seiner Punk-Attitüde von einst treu: Die Taktung, mit der seine Alben erscheinen, bestimmt immer noch er selbst allein. Sieben Jahre nach dem gefeierten DETH RED SABAOTH fügt der Fürst der Finsternis nun mit BLACK LADEN CROWN seinen Insignien ein machtvolles Zeichen seines uneingeschränkten Herrschaftsanspruchs hinzu.

Still ist es in den vergangenen Jahren nie geworden um den „Evil Elvis“, den Pionier des Horrorpunk, der bereits mit einer Proto-Version von Corpsepaint auf die Bühne trat, als Skandinavien noch weit davon entfernt war, die Worte „Black Metal“ überhaupt buchstabieren zu können. Auf das exzentrische Cover-Album SKELETONS vom Herbst 2015 folgte 2016 das, was er und Ex-Kollege Jerry Only vorab mit dem leicht süffisanten Claim „They said it would never happen“ ankündigten: Zwei Reunion-Shows der Misfits im Original Line-up, die die Fiend-Ge­meinschaften weltweit aus dem Häuschen geraten ließen.

Eine mögliche Erklärung dafür, warum dieses Punk-Jahrtausendereignis keine Fortsetzung in einer Welttournee fand, könnte darin liegen, dass für Glenn bereits feststand: 2017 steht ganz im Zeichen der eigenen Band. Denn ein Album wie BLACK LADEN CROWN braucht Platz. Raum, um atmen zu können, Termine wie das Blackest Of The Black Festival, das Danzig headlinen, um die Herzen der treuen Gefolgschaft mit wohltuender Schwärze zu füllen.

Apropos Raum: Mit dem wird auf dem Album sehr sorgsam umgegangen. Langzeit-Partner Tommy Victor darf davon viel einnehmen und all sein Können unter Beweis stellen. Prominent in Szene gesetzt ist natürlich auch der dunkel strahlende Gesang des Meisters selbst: Selten hat man Glenn Danzig derart erhaben die volle Bandbreite seiner stimmlichen Möglichkeiten so effizient ausschöpfen erlebt wie auf diesem Werk.

Im direkten Vergleich zum klanglich sehr dicht und satt wirkenden Vorgänger DETH RED SABAOTH, der nicht mit Melodie und mehrstimmigen Refrains geizte, lässt BLACK LADEN CROWN seinen Akteuren viel Raum, sich zu entfalten. Insbesondere die Gitarrenarbeit von Tommy Victor sticht hervor.
Das stimmt, wenngleich ich beim Songwriting nie mit derartigen Konzepten arbeite. Ich habe ihm viel Raum gegeben und ihn ermutigt, sich voll und ganz fallen zu lassen, seine Persönlichkeit zur Geltung zu bringen. Tommy ist einer der unterbewerteten Gitarristen. Ich kann es nicht leugnen: Für mich ist er einfach ein begnadeter Musiker. Glaub mir, ich kann das beurteilen. Uns verbindet eine lange Geschichte (lacht). Die Chemie zwischen uns beiden stimmt einfach, das hat auch die Zusammenarbeit am Album DANZIG SINGS ELVIS wieder einmal gezeigt.

Apropos: Gibt es da schon einen Releasetermin?
2018. Es ist fertig. Eigentlich war es ja nur als EP geplant, doch immer, wenn Tommy und ich bei der Arbeit an BLACK LADEN CROWN im Studio eine Downtime hatten, habe ich ihn gefragt: „Wollen wir noch ein paar Elvis-Tracks machen?“ Er dann: „Na klar!“ Nach und nach sind dann so viele zusammengekommen, dass wir jetzt ein ganzes Album haben. Darüber bin ich sehr froh, denn nun sind auch Titel drauf, die ich eigentlich schon immer machen wollte, nur im Laufe der Zeit einfach vergessen hatte.

Ein Song auf dem neuen Album, der ob deiner stimmlichen Leistung ein wenig an den King erinnert, ist der Closing Title ›Pull The Sun‹.
Der war wirklich schwer aufzunehmen, die Bandbreite ist enorm. Tatsächlich ist das Ergebnis besser ausgefallen, als ich es mir zu Beginn erhofft hatte. Ich hätte ihn mir – zumindest in den Staaten – als Radiosingle gut vorstellen können. Letztlich hat sich aber ›Last Ride‹ durchgesetzt.

Keine schlechte Wahl, die Nummer ist mit den Claps und dem mehrstimmigen Chorus eine echte Hymne …
Ursprünglich hatte ich ›Last Ride‹ für einen „The Walking Dead“-Soundtrack geschrieben, der aber bis heute nicht erschienen ist. Ich hatte beschlossen, sollte die Entscheidung über die Veröffentlichung nicht vor meinem Release gefallen sein, dann packe ich ihn aufs Danzig-Album.

›Devil On Hwy 9‹ hast du schon vor dem Album ins Rennen geschickt. Der Teufel zeigt sich on the road ja in vielerlei Gestalt, oft vor, aber auch hinter dem Lenkrad. Zu welchem Typus zählst du: aggressiv oder geduldig?
Wie alle hasse auch ich das Autofahren in der Großstadt. Ich komme aus der New-York-Area, da ist es völlig normal, dass man flucht und die Leute anschreit. Lieber fahre ich natürlich auf dem Highway, und dort dann richtig schnell. Worum ich euch Deutsche beneide: the Autobahn. In der Form haben wir so etwas nicht (lacht). Hier haben wir sehr rigide Gesetze, die es nur gibt, um an uns Fahrern mit Verwarnungen ordentlich Geld zu verdienen. ›Devil On Hwy 9‹ ist ein Song für die Straße.

Simon Bisley hat das Cover zu BLACK LADEN CROWN gestaltet. Gibt es schon ein Veröffentlichungsdatum für den zweiten Teil der von ihm illustrierten Danzig-Texte?
Ja! Wenn er mit den Bildern fertig ist (lacht laut)! Das ist so etwas wie ein running gag zwischen uns. Nun, er ist mit der Hälfte durch. Wenn wir Glück haben, können wir 2018 veröffentlichen. Vorher werden wir bei Verotik aber noch einen neuen Charakter einführen: Muertana. Watch out! Ich kann kaum glauben, dass Simon und ich schon seit 25 Jahren zusammenarbeiten. Er hat übrigens auch das Backcover zu BLACK LADEN CROWN gemalt: mich mit irrem Blick und der Hälfte meines Gesichts in Flammen.

Noch eine Nerd-Fan-Frage: Was ist aus der geplanten Vinylveröffentlichung von BLACK HELL und der Reissue von WHO KILLED MARILYN? geworden?
Tatsächlich habe ich erst letzte Woche die Unstimmigkeiten, die es mit dem Label gab, ausräumen können. Dem steht also nichts mehr im Wege.

Ein neues Album, die letztjährige Misfits-Reunion: Deine europäischen Fans sind heiß darauf, Danzig mal wieder live zu erleben. Tourpläne?
Wir spielen ein Festival in Schweden. Ich muss die Gelegenheit nutzen, um an dieser Stelle mit einem alten Vorurteil aufzuräumen: Viele glauben, wir würden absichtlich nicht in Deutschland spielen. Das stimmt nicht. Wir bekommen nur einfach keine Angebote.

Carpool Karaoke: Paul McCartney bringt James Corden zum Weinen

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Paul McCartney bei Carpool KaraokeIn einer Highlight-Ausgabe von „Carpool Karaoke“ entlockt Paul McCartney nicht nur dem Moderator Tränen. Der Beatle singt viele seiner großen Hits und reist ganz weit in die Vergangenheit zurück.

James Corden hatte schon die Foo Fighters oder Adele in seiner „Carpool Karaoke“-Show zu Gast. Doch die jüngste Ausgabe in Liverpool sei „die beste jemals“ gewesen, findet der Moderator.

Und dem kann man zustimmen: In 23 Minuten intoniert Paul McCartney nicht nur seinen allerersten Song – ›I Lost My Little Girl‹ – den er mit 14 geschrieben habe, er singt auch zahlreiche seiner Hits wie ›Penny Lane‹, ›Let It Be‹ oder ›Blackbird‹.

Dazu besucht der Beatle das Haus seiner Kindheit, wo er munter Anekdoten erzählt, ans Songschreiben mit John Lennon zurückdenkt und am Piano den SGT. PEPPER-Song ›When I’m Sixty-Four‹ anstimmt.

Am Ende der so nostalgischen wie emotionalen Episode gibt’s einen Überraschungsauftritt McCartneys in einem Liverpooler Pub – mit ›Hey Jude‹ als krönendem Abschluss.

Paul McCartney bei Carpool Karaoke:

Neuheiten: Ab heute im Plattenladen

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The Sea WithinEndlich wieder Freitag, endlich wieder Zeit, das Plattenregal mit den Neuheiten aus der Rockmusikwelt zu bestücken. Diese kommen heute aus den unterschiedlichsten Ecken des Genres von The Sea Within, Yukon Blonde, Khemmis und The Record Company.

The Sea Within: Eine neue Supergroup und der Vorsatz, Art- und Progrock mit vielschichtigen Jazzelementen zu verweben:

Hier geht’s zur Review…

Irgendwo zwischen CCR und Dr. Feelgood ist der Rootsrock von The Record Company einzuordnen und erhält auf ALL OF THIS LIFE durch leichte Indie-Anleihen einen modernen Anstrich:

Hier geht’s zur Review…

Yukon Blonde aus Kanada wenden sich auf ihrer neuen Platte CRITICAL HIT verstärkt in Richtung Popmusik:

Hier geht’s zur Review…

Ist das überhaupt noch Doom? Diese Frage kann man sich bei Khemmis gut und gerne stellen, deren drittes Album sprengt nämlich gerne mal die Grenzen des Genres:

Hier geht’s zur Review…

Yukon Blonde – CRITICAL HIT

Yukon Blonde Critical Hit

Kanadische Indierocker entdecken die Pop-Weirdness für sich.

In der Vergangenheit haben sich Yukon Blonde einen Ruf als Kanadas Antwort auf The Flaming Lips ge­­macht. Mit ihren vor Spielfreude schäumenden, gerne auch mal et­­was spleenigen Songs setzten sie mit bisher drei Platten gleichermaßen auf kantigen Indierock, Classic Rock mit 70s-Vibe und wuchtigen Power-Pop und begeisterten auch hierzulande als mitreißende Live-Band – zuletzt vor wenigen Monaten als Special Guests ihrer seelenverwandten Landsleute Rural Alberta Advantage. Doch offenbar ist dem Quintett die Indie-Welt inzwischen zu klein geworden, denn mit CRITICAL HIT setzen sie die Segel Richtung Pop und werfen textlich einen scharfsinnigen, oft sarkastischen Blick auf die Online-Dating-Welt. Doch während andere Künstler in ähnlicher Lage Electronica und sonstiges Pop-Handwerkszeug betont dezent einsetzen, um vorwärts zu kommen, gehen Yukon Blonde hier bisweilen so selbstbewusst und ungeniert zu Werke, als gälte es den Franzosen Phoenix Konkurrenz zu machen. Auch wenn man den runderneuerten Sound vielleicht im ersten Moment nicht mögen will – es ist ziemlich leicht, es am Ende doch zu tun.

7/10

Yukon Blonde
CRITICAL HIT
DINE ALONE RECORDS/CAROLINE/UNIVERSAL