Review: Yukon Blonde – CRITICAL HIT

Yukon Blonde Critical Hit

Kanadische Indierocker entdecken die Pop-Weirdness für sich.

In der Vergangenheit haben sich Yukon Blonde einen Ruf als Kanadas Antwort auf The Flaming Lips ge­­macht. Mit ihren vor Spielfreude schäumenden, gerne auch mal et­­was spleenigen Songs setzten sie mit bisher drei Platten gleichermaßen auf kantigen Indierock, Classic Rock mit 70s-Vibe und wuchtigen Power-Pop und begeisterten auch hierzulande als mitreißende Live-Band – zuletzt vor wenigen Monaten als Special Guests ihrer seelenverwandten Landsleute Rural Alberta Advantage. Doch offenbar ist dem Quintett die Indie-Welt inzwischen zu klein geworden, denn mit CRITICAL HIT setzen sie die Segel Richtung Pop und werfen textlich einen scharfsinnigen, oft sarkastischen Blick auf die Online-Dating-Welt. Doch während andere Künstler in ähnlicher Lage Electronica und sonstiges Pop-Handwerkszeug betont dezent einsetzen, um vorwärts zu kommen, gehen Yukon Blonde hier bisweilen so selbstbewusst und ungeniert zu Werke, als gälte es den Franzosen Phoenix Konkurrenz zu machen. Auch wenn man den runderneuerten Sound vielleicht im ersten Moment nicht mögen will – es ist ziemlich leicht, es am Ende doch zu tun.

7/10

Yukon Blonde
CRITICAL HIT
DINE ALONE RECORDS/CAROLINE/UNIVERSAL

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