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SIXX:A.M.: Neues Video zu ›Pray For Me‹

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Das Nebenprojekt von Mötley-Crüe-Bassist Nikki Sixx veröffentlicht ein neues Lyric-Video als Vorgeschmack auf das kommende Album.

Während die Stadiontour von Mötley Crüe auf 2022 verschoben werden musste, war Nikki Sixx nicht untätig: Neben seinem Buch „The First 21: How I Became Nikki Sixx“ erscheint im Oktober auch das neue SIXX:A.M.-Album HITS.

Das Best-Of-Album erscheint am 22. Oktober und enthält neben 14 bekannten Songs auch sechs neue Bonustracks, darunter eine Piano-Version und einen Radiomix.

Sonny Vincent – SNAKE PIT THERAPY

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15 rasante Punk’n’Roll-Oden im London-77-Sound

Im dichten Rock-Underground von New York blieben nicht wenige Musikeroriginale bis heute unentdeckt,
zu einem gewissen Bekanntheitsgrad brachte es jedoch Sonny Vincent (Jahrgang 1952). Um 1971/72 gehörte er zum Umfeld des 1973 kollabierten Mercer Arts Center (u. a. Suicide, New York Dolls). Mit seiner eigenen Band Testors zählte er zu den festen Szenegrößen um CBGB’s und Max’s Kansas City. Später streunte Sonny umher, verweilte in Minneapolis und in Europa, hing in den Niederlanden fest. In der Band von Ex-Velvet-Underground-Pionierin Maureen „Moe“ Tucker spielte er Gitarre, zeitweise im Gespann mit einem weiteren Ex-Velvet, Sterling Morrison. Seiner kürzlich erschienenen Biografie „Snake Pit Therapy“ mit zahllosen Sex-Drugs-Rock’n’Roll-&-More-Anekdoten lässt Sonny Vincent, dessen Physiognomie verblüffend der von Rock-Kult-Hero Vince Taylor ähnelt, ein gleichnamiges Album folgen. 15 schnelle wie ebenso kurze Punk’n’Roll-Oden im London-77-Sound von etwas mehr als halbstündiger Spielzeit mit bestechend trefflichen Titeln wie ›Stick‹, ›Get Out‹, ›Can’t Absorb‹, ›Never Tired‹ und ›Messed Up In Blue‹.

Um das Epizentrum Sonny Vincent an der messerscharfen E-Gitarre und am Mikrofon gruppieren sich Paul Blaccard (Schlagzeug), Jack DeAngelo (Bass) sowie die Studiogäste Alex Schwers (Schlagzeug), Tim Shapland (Bass, Gitarre), Bobby Bretton (Schlagzeug) und Jamie Garner (Bass, Gitarre). Beim zwar kaum zweiminütigen, aber dennoch hinreißenden ›Japan Mofo‹ – man lausche hier Sonnys passioniertem Gesang – assistierten Vincents Bandkollegen von The Limit, Jimmy Recca (Bass) und Joao Pedro (Drums). Ein harscher Adrenalin-Testosteron-Schock für Jung und Alt.

9 von 10 Punkten

Sonny Vincent, SNAKE PIT THERAPY, SVART RECORDS

Pablo Infernal – MOUNT ANGELES

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Wuchtig und facettenreich: Rock-Power aus den Schweizer Bergen

Früher blühte der High-Energy-Rock vor allem an Orten am Rande der Gesellschaft auf, in denen sich Wut und Aggressionen in einem herrlich ungefilterten Sound entluden, der seine Umgebung perfekt widerspiegelte. Das beschauliche Örtchen Engelberg in den Schweizer Alpen dagegen war bislang nur bedingt als Rock’n’Roll-Mekka bekannt, doch dank Pablo Infernal könnte sich das nun ändern. Die explosiven Shootingstars aus Zürich haben dort ihr drittes Album ohne große Studiotechnik live im heimelig-rustikalen Ambiente des Gasthauses Grünenwald eingespielt, und plötzlich wird der Weg von der Beschaulichkeit des „Mount Angeles“ zum schillernden Rock-Olymp ganz kurz. Kompromisslos und fantasievoll zeigt das junge Quartett mit schweizerischen, albanischen, brasilianischen und italienischen Wurzeln, wie man sich von der Vergangenheit inspirieren lassen kann, ohne deswegen von gestern zu sein. Ungebremste Powernummern mit Gossencharme, epische Stücke mit proggigem Spleen und von fünf Jahrzehnten britischer Pophistorie geküsste Rock-Hymnen – MOUNT ANGELES hat all das und klingt am Ende doch wie aus einem Guss.

7 von 10 Punkten

Pablo Infernal, MOUNT ANGELES, TAXI GAUCHE RECORDS/CARGO

Neuheiten: Ab heute im Plattenladen

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Egal, ob vielleicht ein neuer „The Munsters“-Soundtrack von Sloper rausspringt oder Melissa Etheridge Songs aus der Schublade kramt, die es lange Zeit nicht zur Vollendung geschafft haben, diesen Freitag ist die Mischung bunt gefächert.

Sloper: PULVERISE

„Gleich zu Beginn überrascht die Band auf ›Hang ’Em High‹ mit einer „The Munsters“-artigen Melodie und allerlei spooky Sounds. Vielleicht sollte sich Rob Zombie das für den Soundtrack seiner Neuverfilmung der Kultserie „The Munsters“ sichern, er hat ja auch einen gewissen Hang zum Skurrilen.“

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Thrice: HORIZONS/EAST

„Thrice machen auf ihrem mittlerweile elften Album alles richtig. Nur drei Jahre nach PLANS gehen sie den nächsten Schritt, bedienen viele Lager, ob Post-Hardcore, Alternative- oder Experimental Rock.“

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Lindsey Buckingham: LINDSEY BUCKINGHAM

„Gleich mehrfach findet man Fleetwood-Mac-Ansätze in Tracks wie in ›On The Wrong Side‹, ›Blue Light‹, ›Santa Rosa‹, dem Opener ›Scream‹ oder ›I Don’t Mind‹, die sich allesamt auch auf den Alben seiner ehemaligen Stammband wohlgefühlt hätten.“

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Melissa Etheridge: ONLY WAY OUT

„Das einzige Manko dieser fulminanten Wiedergeburt ist die kurze Spielzeit von nur etwas mehr als 30 Minuten.“

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Saint City Orchestra – UNIFIED

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Irish-Folk-Punk mit Herz und Seele

Wer Irish-Folk-Punk mit Herz und Seele hören möchte, muss nicht unbedingt auf die grüne Insel reisen oder US-Stars wie die Dropkick Murphys oder Flogging Molly auflegen. Er kann auch in der Ostschweiz in St. Gallen fündig werden. Die hiesigen Saint City Orchestra sind bekannt für ihre energiegeladenen Liveshows. Nach ihrem Debütalbum CHAOS (2018) kommt dieser Tage der Nachfolger UNIFIED auf den Markt. Der aktuelle, wesentlich härter geratene Longplayer weckt die lebenslustigen Geister des Irish Folk.

Der Opener ›To Your Honour‹ ist eine Hommage an die Alltagshelden der Corona-Pandemie, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen. Das Motto des Albums ist offensichtlich: Lasst euch trotz der aktuellen Krise nicht die Freude am Leben vermiesen. Die Musik des Saint City Orchestra hilft dabei. Ein Song wie ›Small World‹ verbindet harten Rock mit einer schönen Violinen-Melodie. ›Chaos In My Brain‹ ist eine amtliche Saufhymne, wie sie auf keinem keltischen Rockalbum fehlen darf. Und ›Saint City My Pride 2.0‹ erinnert stark an den Dropkick-Murphys-Megahit ›I’m Shipping Up To Boston‹. Auf UNIFIED geht es aber nicht nur schnell, wild und fröhlich zu. Ein Stück wie ›Fragile And Pure‹ betont die langsame, nachdenkliche Seite der Band. Das Album überzeugt durch sein solides, abwechslungsreiches Songwriting. Für einen druckvollen Sound sorgt der für seine Arbeit mit Heavy-Metal-Bands bekannte Produzent Sascha Paeth.

7 von 10 Punkten

Saint City Orchestra, UNIFIED, 36ZWEI ENTERTAINMENT/CARGO

Text: Matthias Bossaller

Rage – RESURRECTION DAY

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Rage in Reinkultur

Es scheint, als würde die seit Sommer 2020 aktive neue Besetzung Rage zu Höchstleistungen anspornen. Kaum ein Jahr nach WINGS OF RAGE legen Sänger/Bassist Peavy und seine Mitstreiter die nächste hochklassige Scheibe vor, die nicht nur angenehm fett und modern produziert ist, sondern alle Rage-Trademarks auf den Punkt bringt. Ob klassischer Melodic Power Metal, thrashige Sounds oder orchestrale Momente, RESURRECTION DAY ist Rage in Reinkultur.

In ›Arrogance And Ignorance‹ lässt sich Peavy sogar zu Black-Metal-Screams hinreißen, das cineastische ›Travelling Through Time‹ dagegen hat einen Folk/Fantasy-Touch und mit ›Black Room‹ gibt es eine episch-orchestrale Ballade, die gut und gerne auf dem LINGUA-MORTIS-Album hätte stehen können. Am meisten machen Rage aber Spaß, wenn sie das Gaspedal durchdrücken – und das tun sie zuhauf, denn über weite Strecken ist RESURRECTION DAY ein druckvolles Album mit Hummeln im Hintern. Die Hooklines sitzen, die Riffs fetzen und dank der Vielseitigkeit vergehen diese 50 Minuten wie im Flug.

7 von 10 Punkten

Rage, RESURRECTION DAY, STEAMHAMMER/SPV

Melissa Etheridge: ONE WAY OUT

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Blick zurück nach vorn

Lockdown. Langeweile. Lust auf Musik. Ganz so einfach hat es sich Melissa Etheridge nicht gemacht. Schon 2013 versuchte sie sich an Songfragmenten ihrer Anfangszeit Ende der 80er/Anfang der 90er für ein Boxset. Doch das Projekt platzte aufgrund eines Label-Wechsels, jetzt sind die Ideen aber endlich vollendet worden. „Endlich“ deshalb, weil man den insge-samt neun Stücken anmerkt, aus welcher Phase sie stammen: Sie haben deutlich mehr Punch und Druck. Originalgitarrist John Shanks, mittlerweile ein gefragter Produzent, kommt wie in alten Zeiten zur Geltung, Etheridge überrascht etwas mehr als auf den letzten Alben, auf denen eher balladeske Töne vorherrschten.

Schon das Titelstück rockt, ›Cool As You Try‹ macht seinem Namen alle Ehre. ›I’m No Angel Myself‹ und ›Wild Wild Wild‹ neh-men den Fuß ein wenig vom Pedal, dafür hätten die tollen 2002er-Live-Versionen von ›You Have No Idea‹ und ›Life Goes On‹ genauso wie die zweite Single ›For The Last Time‹ mit seinen großartigen Vocals gut aufs Debüt gepasst. Das einzige Manko dieser fulminanten Wiedergeburt ist die kurze Spielzeit von nur etwas mehr als 30 Minuten

8 von 10 Punkten

Melissa Etheridge, ONE WAY OUT, BMG/WARNE

Thrice – HORIZONS/EAST

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Endlose Weiten

Thrice machen auf ihrem mittlerweile elften Album alles richtig. Nur drei Jahre nach PLANS gehen sie den nächsten Schritt, bedienen viele Lager, ob Post-Hardcore, Alternative- oder Experimental Rock. Harmonien und Eingängigkeit stehen unisono mit ruppigen Elementen, das vorab ausgekoppelte ›Scavengers‹ vereint eine wundervolle Großbildleinwand-Melodie mit düsteren, komplizierten Gitarren und Drum-Grooves („Nevermind who held you last night, come and take my hand, come and take my hand“).

Dagegen stehen Screamo-Parts in ›Summer Set Fire To The Rain‹. Die vierköpfige Formation, nach wie vor bestehend aus Frontmann Dustin Kensrue, Gitarrist Teppei Teranishi, Bassist Eddie Breckenridge und Schlagzeuger Riley Breckenridge, wurde 1998 in Orange County gegründet und gilt als eine der innovativsten Rockbands der jüngeren Vergangenheit, mit HORIZONS/EAST beweist sie abermals eindrucksvoll, warum das so ist. Die komplexen Songs sind ausgestattet mit vielen Details, jeder Menge Melancholie und vielen Emotionen. ›Color Of The Sky‹ ist ebendies, ein bunter Strauß an musikalischen Farben. Zugänglich präsentiert sich ›Northern Lights‹ mit feinsten Piano-Parts. Nach und nach, mit jedem neuen Hördurchgang, wird HORIZONS/EAST intensiver, abwechslungsreicher, die Faszination für die Tiefe der zehn Tracks größer, was in ›Dandelion Wine‹ gipfelt. Ohne Zweifel eines der besten Alben des Jahres.

9 von 10 Punkten

Thrice, HORIZONS/EAST, EPITAPH/INDIGO