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Melissa Etheridge: ONE WAY OUT

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Blick zurück nach vorn

Lockdown. Langeweile. Lust auf Musik. Ganz so einfach hat es sich Melissa Etheridge nicht gemacht. Schon 2013 versuchte sie sich an Songfragmenten ihrer Anfangszeit Ende der 80er/Anfang der 90er für ein Boxset. Doch das Projekt platzte aufgrund eines Label-Wechsels, jetzt sind die Ideen aber endlich vollendet worden. „Endlich“ deshalb, weil man den insge-samt neun Stücken anmerkt, aus welcher Phase sie stammen: Sie haben deutlich mehr Punch und Druck. Originalgitarrist John Shanks, mittlerweile ein gefragter Produzent, kommt wie in alten Zeiten zur Geltung, Etheridge überrascht etwas mehr als auf den letzten Alben, auf denen eher balladeske Töne vorherrschten.

Schon das Titelstück rockt, ›Cool As You Try‹ macht seinem Namen alle Ehre. ›I’m No Angel Myself‹ und ›Wild Wild Wild‹ neh-men den Fuß ein wenig vom Pedal, dafür hätten die tollen 2002er-Live-Versionen von ›You Have No Idea‹ und ›Life Goes On‹ genauso wie die zweite Single ›For The Last Time‹ mit seinen großartigen Vocals gut aufs Debüt gepasst. Das einzige Manko dieser fulminanten Wiedergeburt ist die kurze Spielzeit von nur etwas mehr als 30 Minuten

8 von 10 Punkten

Melissa Etheridge, ONE WAY OUT, BMG/WARNE

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