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Start Blog Seite 1189

Queen – DAYS OF OUR LIVES

QueenDefinitive Queen-History mit rarem Zusatzmaterial.

Reichlich mit Bild- und Tonmaterial gesegnet, präsentiert sich dank MTV und des unermüdlichen Wiener Produzententeams Dole-zal/Rossacher die zweite Hälfte der Weltkarriere von Queen. Rar hingegen blieben bislang Dokumente aus der Gründerphase der Band. DAYS OF OUR LIVES, eine im Auftrag der Queen-Mitglieder gefertigte, zweiteilige BBC-Dokumentation von Rhys Thomas, Si-mon Lupton und Matt Casey, schafft da nun dankenwerterweise Abhilfe: Zwischen Gitarrist Brian Mays und Schlagzeuger Roger Taylors – Bassist John Deacon fehlt einmal mehr – oft erstaunlichen Erinnerungen tummeln sich rare Clips, die das Herz eines jeden Fans hö-her schlagen lassen: ›Seven Seas Of Rhye‹ beispielsweise kommt als Zusammenschnitt sämtlicher vier Auftritte bei „Top Of The Pops“ und eines Konzerts im Londoner Rainbow von 1974. Aus zwei weiteren TOTP-Darbietungen geklöppelt wurde das famose ›Killer Queen‹. In ähnlicher Form überarbeitet und optimiert wurde das Video zu ›Somebody To Love‹ aus vier am Drehtag entstanden Takes.

Im Bonus-Segment finden sich zahllose für die TV-Doku gekappte Szenen: Details zur Gründungsgeschichte, zu Freddie Mercurys denkwürdiger Kompositionstechnik bei ›Spread Your Wings‹/ ›We Will Rock You‹ in Rogers Taylors Garten – oder aber zu der kollektiven Leidenschaft der Band für das Brettspiel „Scrabble“.

Scorpions – GET YOUR STING AND BLACKOUT LIVE IN 3D

ScorpionsJe nach technologischem Stand des Heimkinos: ein netter Live-Film oder ein echtes Erlebnis.

„Wenn die Scorpions eine Idee haben, dann muss sie so schnell wie möglich umgesetzt werden“, er-zählt ein Techniker im informativen 30-minütigen Making-of-Teil der vorliegenden Blu-Ray. Die Idee für ein Live-Dokument unter Einbeziehung der noch in den Kinderschuhen steckenden 3D-Technologie keimte in Gitarrist Rudolf Schenker während eines Besuches der Paramount-Filmstudios auf. Der Aufwand mit elf Kameras war beträchtlich, die Musiker mussten Bewegungsabläufe erarbeiten, um die 3D-Effekte überhaupt lebendig werden zu lassen. So entstand am 15.April 2011 in der Saarlandhalle zu Saarbrücken unter der Leitung von Gerd F. Schultze (der seine Erfahrungen unter anderem aus Produktionen für Michael Jackson, Bryan Adams, Joe Cocker, Carlos Santana und Peter Maffay einbringen konnte) ein äußerst ambitioniertes Projekt.

Um die 3D-Innovation optimal in sein Wohnzimmer transportieren zu können, muss der Käufer natürlich über die entsprechenden Geräte verfügen, aber keine Angst: GET YOUR STING AND BLACKOUT kann auch in 2D gefallen. Der Sound drückt gewaltig, erscheint authentisch roh belassen, und die Bildqualität ist, von einigen unauffälligen, verrauschten Rucklern mal abgesehen, fein abgestimmt.

Wer die immer noch laufende Farewell-Tournee bereits be-sucht hat, weiß über die Setlist natürlich längst Bescheid. Dies-bezüglich können also keine Überraschungen mehr geboten werden. Die Scorpions fegen äußerst ambitioniert und voller Spielfreude über die Bühnen-bretter und haben sichtlichen Spaß zusammen – was sich auch nahtlos auf die Zuschauer überträgt. Aber Achtung: GET YOUR STING AND BLACKOUT ist nicht als DVD erhältlich, sondern ausschließlich als Blu-Ray.

PROMISED LAND OF HEAVY METAL

Promised LandDas Land, in dem harter Metal Mainstream ist: auf den Spuren der finnischen Rockszene.

Finnland ist anders – und die Finnen nicht minder. Denn dieses – zugegeben kleine – Völkchen geht nicht nur verdammt gerne in die Sauna, sondern hört auch in großem Stil Rock und Metal. Nicht umsonst ist Finnland das wohl einzige Land auf der Welt, in dem Metal – durchaus auch die harten Gangarten – schon seit Jahren zum Mainstream zählen und die Charts beherrschen.

Das war jedoch nicht immer so. Am Anfang der Achtziger hatte man es als Rockband vergleichsweise schwer, im eigenen Land Fuß zu fassen. Das musste auch Kimmo Kuusniemi erfahren, als er damals mit seiner Hard Rock-Band Sacrofa-gus scheiterte. Nach ein paar Jahren gaben die Musiker resig-niert auf. Kuusniemi ging nach Großbritannien und verdingte sich dort als Regisseur und Musiker. Doch in den letzten De- kaden änderte sich einiges in der musikalischen Einstellung der Finnen. Spätestens als die finnische Hard Rock-Band Lordi 2006 den Eurovision Song Con-test gewann, wurde härtere Rockmusik in Finnland salonfähig.

Diesem Phänomen möchte Kimmo Kuusniemi mit seiner filmischen Dokumentation PROMISED LAND OF HEAVY METAL auf den Grund gehen. Dazu schnappte er sich ein Kamerateam und reiste zurück in die Heimat, um sie wirklich radikal verändert vorzufinden. Er schlenderte durch die Stra-ßen Helsinkis und erblickte fast nur schwarz gekleidete Ge- stalten. Selbst in die finnische Kirche hat der einst ungeliebte Metal Einzug erhalten: Dort finden nämlich regelmäßig sogenannte „Metal Masses“ statt. Neben diversen Festivals, die im Sommer in jeder größeren finnischen Stadt über die Bühne gehen, gibt es dort auch die größte Metal-Expo der Welt, bei der sich jedes Jahr Tausende Künstler, Label, Promoagen-turen und Fans ein Stelldichein geben.

Kuusniemi spricht nicht nur mit vielen bekannten Musikern, wie beispielsweise Ville Valo von Him, sondern auch mit Pressevertretern, die der Ent-wicklung des Phänomens beigewohnt haben. Selbst ein Psy-chologe kommt zu Wort, der den Metal als wichtigen Ent-wicklungsschritt beim Erwach-senwerden ansieht – eine Aus-sage, die hier in Deutschland wohl nahezu undenkbar wäre. Kuusniemi nähert sich der Thematik sehr strukturiert, er wirft Fragen auf, um sie dann auch gleich überzeugend zu beantworten. Wer also wissen will, was es mit den Finnen und dem Metal auf sich, der muss zu dieser DVD greifen. Es lohnt sich!

The Kinks – KINKS KOLLEKTED 1964-1983

KinksLängst verschollen geglaubte TV- und Clip-Raritäten in 1A-Qualität.

Seit nun schon zwei Jahrzehnten macht sich die niederländische Company BR Music um verschollene TV-Raritäten von Pop-Ikonen längst vergangener Zeiten verdient. KINKS KOLLEKTED 1964 – 1983 nimmt jene britische Formation unter die Lupe, die sich zumindest bis Ende der sechziger Jahre dank ironischer Sozialchroniken von Sänger und Rhythmus-Gitarrist Ray Davies stets als Dritte im Bunde gleich hinter den Beatles und Rolling Stones platzierte.
Mit einer echten Entdeckung geht der Kinks-Reigen los: ›You Really Got Me‹ aus dem Jahre 1964 stammt aus der verges-senen BBC-Fernsehshow „Beat Room“. Lange Zeit ebenfalls unentdeckt geblieben war ›Sunny Afternoon‹, 1966 dargeboten in der belgischen Reihe „Vibrato“. Nicht fehlen darf natürlich die nach Jahrzehnten abrupt ein-gestellte wöchentliche Briten-Chart-Hitliste „Top Of The Pops“: ›Autumn Almanac‹, ›Wonder Boy‹ und ›Lola‹ präsentieren die Kinks unter den schnell veränderlichen Vorzeichen der Swin-ging Sixties als kontinuierlich hochwertige Lieferanten von Ausnahme-Pop. In die gleiche Phase passt auch ein Playback-Auftritt von ›Days‹. Originale Promoclips gibt es von ›Dead End Street‹, ›Starstruck‹ und dem herrlich überdreht inszenierten ›Apeman‹. Rays Bruder Dave debütierte als Solist mit ›Death Of A Clown‹ im Bremer „Beat Club“, aus dem auch die Nachfolge-Single ›Susannah’s Still Alive‹ stammt. Weitere Ausschnitte aus deutschen Archiven folgen mit „Beat Beat Beat“ des Hessischen Rundfunks.

Dass The Kinks ihren Zauber Anfang der achtziger Jahre zwar merklich eingebüßt, aber noch nicht gänzlich verloren hatten, unterstreichen ›Come Dancing‹ und ›Don’t Forget To Dance‹.

The Doors – MR. MOJO RISIN’: THE STORY OF L.A. WOMAN

Doors, ThePerfekter Abgang: die Hintergründe von Mr. Mojos letztem Album mit den Doors.

Es war eine verdammt schwierige Phase für die Band: Jim Morrison drohte nach seiner „unsittlichen Entblößung“ auf der Bühne in Miami eine Haftstrafe, die Konzertveranstalter fürchteten Randale und Polizeieinsätze und sagten sicherheitshalber lieber alle Shows ab. Die Band tat das Beste, was sie in dieser Situa-tion tun konnte: Sie ging ins Studio, diesmal verstärkt um den Rhythmus-Gitarristen Marc Ben-no und Elvis Presleys Bassisten Jerry Scheff.

Die neuen Songs waren einerseits eine Rückkehr zu den Wur-zeln aller Popmusik – bluesig und erdverbunden –, andererseits auch ein latent düsterer Abgesang auf die Experimente der späten sechziger Jahre: Der Song ›The Changeling‹ steht wohl exemplarisch für das, was 1970 in und mit den Doors vor sich ging. 103 Minuten lang er-zählt MR. MOJO RISIN’: THE STORY OF L.A. WOMAN die Genesis des finalen Doors-Al-bums in Originalbesetzung, er-gänzt um bislang unveröffentlichte Interviews und den Song ›She Smells So Nice‹. Informativ ist das alles – und weckt zudem den Wunsch, L.A. WOMAN mal wieder auf den Plattenteller zu legen…

UFO – PHENOMENON / FORCE IT / NO HEAVY PETTING / LIGHTS OUT / OBSESSION

UFOUFO in Bestform: fünf Klassiker als Doppelalben mit reichlich Bonus-Tracks.

Ein halbgarer Start mit Space Rock, drei passable Alben für Decca sowie das unerquickliche Gitarristenkarussell mit Mick Bolton, Larry Wallis und Bernie Marsden lagen 1973 schon hinter dem Londoner Quartett – andere hätten da wohl längst das Handtuch geworfen. Doch während eines Deutschlandbesuchs lief UFO die Zukunft in Person eines blutjungen Virtuosen über den Weg: Michael Schenker. Der talentierte Bruder von Rudolf spielte noch nicht lange für die Scorpions, als das Schicksal zuschlug. Flugs war der Teenager auf dem Weg ins Rock-Mekka London, wo Ten-Years-After-Bassist Leo Lyons den Kontakt zum Label Chrysalis herstellte und den Neustart PHENOMENON produzierte. Schenker hinterließ seine eindrucksvolle Gitarristen- und Komponistenhandschrift auf neun von zehn Tracks – darunter auch die Klassiker ›Doctor Doctor‹ und ›Rock Bottom‹. Ebenso tadellos gelang ein Jahr später FORCE IT mit knackigem Rock à la ›Let It Roll‹ und ›Shoot Shoot‹. Eine Spur härter geriet NO HEAVY PETTING: ›Natural Thing‹, ›Reasons Love‹ und ›On With The Action‹ funktionieren als Metal-Hymnen noch heute. Auf LIGHTS OUT wirkte Ex-Savoy-Brown-Keyboarder Paul Raymond mit, während Produzent Ron Nevison UFO auf den lukrativen US-Markt einstellte: ›Too Hot To Handle‹, ›Electric Phase‹, ›Love To Love‹ und das famose Love-Cover ›Alone Again Or‹ präsentierten das Quintett in Top-Form. Der nach gleichem Muster gestrickte Nachfolger OBSESSION konnte weniger überzeugen: ›Only You Can Rock Me‹ und ›Lookin Out For No.1‹ waren die Keytracks auf Schenkers vorerst letztem UFO-Album.

PHENOMENON: 9
FORCE IT: 8
NO HEAVY PETTING: 9
LIGHTS OUT: 10
OBSESSION: 6

The Monkees – HEAD

MonkeesEiner flog übers Affenhaus: Teenie-Stars werden erwachsen.

Als die TV-Serie „The Monkees“ nach zweijähriger Turbo-Karriere, 58 Episoden und fünf Alben im Frühjahr 1968 vom Sender abgesetzt wurde, war für Amerikas Antwort auf die Beatles guter Rat teuer. Doch Bob Ra-felson und Bert Schneider, die Macher des Quartetts und Produzenten der Serie, kamen im Gespann mit Schauspieler und Drehbuchautor Jack Nicholson rasch auf die ideale Lösung: Ein Kinofilm musste her. Da man auch nicht mehr auf das kindliche TV-Publikum achten musste, tobte sich das Trio beim Skript von HEAD gnadenlos aus: „Einer flog übers Affenhaus“ hätte der mit Gästen wie Frank Zappa, Sonny Liston, Annette Funi-cello, Victor Mature und Toni Basil inszenierte Underground-Streifen heißen können. In seiner Machart erinnerte der Film jedenfalls erstaunlich an Roger Cormans halluzinogenes Drogen-Spektakel „The Trip“, bei dem Nicholson ebenfalls als Skripteditor mitgewirkt hatte.

Dem Zahn der Zeit erstaunlich gut widerstanden hat auch der Soundtrack im silbrigen Metallic-Cover – immerhin durften Michael Nesmith, Peter Tork, Micky Dolenz und Davy Jones im Studio erstmals tun und lassen, was sie wollten. Den künstlerischen Freibrief nutzte das Quartett weidlich aus: Mit Arrangeur Ken Thorne schufen die erstmals als Produzenten fungierenden Monkees eine abgedrehte Pop-Suite, die zu den Psychedelikatessen jener Zeit zählt. Kongeniale Zusammenfassung ist wohl der vorletzte Track: ›Do I Have To Do This All Over Again?‹ fragt sich die Band nervös. Dabei gelingt ihnen zwischen bekifften Humoresken wie ›War Chant‹ und ›Dandruff?‹ auch noch eine wahre Psychedelik-Perle: die von Gerry Goffin produzierte LSD-Zeitlupenhymne ›Porpoise Song‹, die hier allerdings nur in der kürzeren Dreiminuten-Version zu hören ist.

Simple Minds – X5

SimpleMindsX5Vom Wave-Underground in den Pop-Mainstream…

Wer vor allem den Stadion-Pop der Simple Minds nach 1984 schätzt, der dürfte an der Minibox mit den ersten fünf Alben eher wenig Freude haben: Mit LIFE IN A DAY startete das Quintett 1978 am Übergang von Punk zu New Wave und klang verdächtig nach Roxy Music, Lou Reed und David Bowie. ›Chelsea Girls‹ und der Titelsong rotierten in einschlägigen Diskotheken, Platz 30 in England war immerhin drin. Eine stilistische Überraschung lieferte der Nachfolger REEL TO REAL CACOPHONY: Bei ›Changeling‹ und ›Premonition‹ experimentierten die „schlichten Gemüter“ mit Minimal-Electro und Brit-Pop-Bewusstsein. EMPIRES AND DANCE empfahl sich dann 1980 als Tour-Reisebericht: Zwischen kühlem New Wave-Schick und raffinierten Disco-Zitaten à la Giorgio Moroder definierten die Schotten erstmals ihren ureigenen Stil, nachzuhören auf griffigen Tracks wie der On-The-Road-Hymne ›I Travel‹, dem auf Berlin anspielenden Instrumental ›Kant-Kino‹ und dem Discotheken-Knaller ›Thirty Frames A Second‹.

Der Durchbruch in Großbritannien erfolgte ein Jahr später: SONS AND FASCINATI-ON und das einen Hauch experimentellere SISTER FEELINGS CALL wurden vom Gong-Musiker Steve Hillage produziert, waren als Doppelalbum angelegt und erschienen – gegen den Willen der Band – simultan als Einzel-LPs. Jeden-falls mutierte die Band damit vom Insider-Tipp zum Darling der Stunde mit Jim Kerr als Pop-Beau.

Noch erfolgreicher geriet NEW GOLD DREAM (81-82-83-84): Stilvoll elegant, romantisch verbrämt, voll großer Gefühle und glamouröser Gesten klangen die Single-Hits ›Promised You A Mirac-le‹, ›Someone Somewhere In Summertime‹ und ›Glittering Prize‹ letztlich aber auch wesentlich angepasster – der Stadionkarriere der Simple Minds stand nun nichts mehr im Wege.