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Start Blog Seite 1188

MARIO KART 7

2_3DS_Mario Kart 7_PackshotBewährtes Prinzip, neuer Pfiff.

Seit 19 Jahren rasen Nintendo-Charaktere wie Klempner Mario, sein Bruder Luigi, Drache Yoshi oder Gorilla Donkey Kong auf bunten Parcours um die Wette. Langeweile kommt nicht auf, denn: Zum einen macht es nach wie vor Spaß, Abkürzungen zu entdecken, gegnerische Fahrer per Turboboost am eigenen Auspuff riechen zu lassen und mit Bananenschalen, Bomben oder Blitzen von der Bahn zu drängen. Zum anderen erweitern die Entwickler das Arcade-Rennspiel stets um neue Motivationen.

So auch das alleine oder – idealerweise – off-/online mit bis zu acht Teilnehmern spielbare MA- RIO KART 7: Auf 16 bekannten und 16 neuen (teils erheblich längeren) Strecken dürfen 32 Protagonisten ihre Karosserien durch Zusammenstellungen von Reifen, Rahmen und Gimmicks individualisieren, Unterwasserabschnitte befahren oder kurzzeitig durch die Lüfte gleiten. Darüber hinaus erschweren Fahrer ihren Widersachern mit frischen Waffen wie Feuerblumen oder Superblättern das Leben und intensivieren das Erlebnis, indem sie optional zu Egoperspektive und Bewegungssteuerung wechseln.

Mit der Mischung aus einem oft kopierten, doch nie erreichten Spielprinzip und stimmigen Neuerungen verteidigt das erste 3D- MARIO KART einmal mehr die Führung auf der Arcade-Piste.

LYRIX – LIES MEIN LIED: 33 1/3 WAHRHEITEN ÜBER DEUTSCHSPRACHIGE SONGTEXTE

WaechtlerDas literarisch-musikalische Vermächtnis von Deutschpunk bis Hamburger Schule.

Deutsche Liedtexte werden in der anglophil geprägten Popkultur oft belächelt oder einfach komplett ignoriert. Um diesem Trend entgegenzuwirken, baten die beiden Herausgeber Erik Waechtler und Simon Bunke Journalisten, Wissenschaftler und Musiker, die Texte deutschsprachiger Popmusik unter die Lupe zu nehmen. Das Resultat sind 33 Aufsätze – sowie ein Interview mit Schorsch Kamerun von den Goldenen Zitronen –, die sich mal sachlich-trocken, mal clever und witzig mit deutschen Texten auseinandersetzen. Analysiert werden die Stücke von so unterschiedlichen Mu- sikern wie Ton Steine Scherben, Kraftwerk, Tocotronic und Nina Hagen. „Dabei erlauben sich die Autorinnen und Autoren alle Freiheiten – nur eine nicht: die, uns zu langweilen“, verspricht der Klappentext. Stimmt leider nicht ganz. Einige Essays sind durchaus lesenswert, etwa der Vergleich zwischen Mozart und Falco, die in ihrer Heimat zu Beginn ihrer Karrieren beide nicht ernst genommen wurden. Eine metrisch-numerische Analyse von Sidos Reimen in ›Mein Block‹ taugt aber mehr als Lehrstoff für um Coolness bemühte Deutschlehrer als zur Freizeit-Lektüre. Ein spannender Ansatz, dem leider nicht alle Beteiligten gerecht werden.

STATUS QUO: DIE AUTOBIOGRAFIE

Rossi + ParfittSympathische Karriere-Aufarbeitung.

Sieben Jahre nach Veröffentlichung des englischen Originals erzählen Francis Rossi und Rick Parfitt ihre Geschichte endlich auch in einer überarbeiteten deutschen Version. Wer die bodenständigen Status-Quo-Köpfe kennt, der ahnt, dass sich in dem fast 400-seitigen Buch keine knochentrockene Faktenhuberei versteckt. Mit einer Offenheit, die auch in private Gemächer blinzeln lässt, rekapitulieren die Briten die Höhe- und Tiefpunkte ihres gemeinsamen Lebenswegs: Angefangen bei Status Quos Gründung und den frühen Erfolgen in den Sechzigern über den internationalen Durchbruch in den Siebzigern, Krisen, Umstrukturierungen und Drogenprobleme in den Achtzigern bis hin zu Rick Parfitts Herzinfarkt in den Neunzigern und die Rückbesinnung mit HEAVY TRAFFIC (2002) lassen Rossi und Parfitt keine Station aus. Da sie die Erzählerrolle kapitelweise wechseln und die Geschichte mit Fotos sowie einem wohldosierten Verhältnis aus amüsanten Anekdoten, nachdenklichen Kommentaren und Selbstkritik würzen, vergeht die Lesezeit wie im Flug. Statt die Ereignisse nach Erscheinen der englischen Version nur in Kurzform aufzulisten, wären neue Kapitel für die Jahre 2004 bis 2011 aber wünschenswert gewesen.

Ulver – THE NORWEGIAN NATIONAL OPERA

ulver_norweigian_lp_frontNew Age-Happening mit hypnotischen Soundtrack.

Ulver sind anders. Nicht im Sinne von schrägen Outfits oder exzentrischen sexuellen Vorlieben – so-weit bekannt –, sondern so richtig, grundlegend anders. Welche Band lässt schon 16 Jahre zwischen Konzerten vergehen, ohne sich in dieser Zeit aufgelöst zu haben? Ulver hingegen veröffentlichten fleißig Musik, schritten von folklastigem Black Metal zu sphärischen Eso-Klängen und zementierten ihren Ruf als heiß geliebtes Insider-Juwel.
Seit 2009 schließlich treten sie regelmäßig live auf, was in ihrer norwegischen Heimat als so signifikante Entwicklung ge-wertet wurde, dass sie 2010 in der Staatsoper von Oslo gastieren durften. Eine Ehre, die sie mit einem Auftritt würdigten, der kaum als herkömmliches Konzert bezeichnet werden kann. Viel ausuferndes Ambient-Gewaber, eindringliche Leinwandprojektionen von Leni Riefen-stahl bis Softporno sowie ein stimmlich bestens aufgelegter Frontmann verdichten sich zu einer Mischung aus entrücktem New Age-Happening und multimedialer Installationskunst, getragen von einem prak-tisch nie abreißenden Klang-strom, der alle Phasen der Band zu einem hypnotischen Soundtrackteppich webt. Sicher nicht jedermanns Sache, aber ziemlich einzigartig und – klar – einfach anders.

U2 – FROM THE SKY DOWN

U2Leider eine vertane Chance.

THE JOSHUA TREE (1987) hatte U2 Flügel verliehen, der zwiespältige Tourfilm RATTLE AND HUM (1988) die Band wieder auf den Boden geholt. Aus der Sinnkrise gab es 1991 nur ein Entkommen: eine radikale Neuerfindung namens ACHTUNG BABY. Welche Hürden die Iren auf dem Weg zu diesem Album in den Berliner Hansa Studios und in Dublin überwinden mussten, versucht Davis Guggenheim in einer 90-minütigen DVD-/Blu-ray-Dokumentation nachzuzeichnen. Dazu wühlte sich der Regisseur durch unveröffentlichte Videoaufnahmen, begleitete die Gruppe 2011 während ihrer 360°-Tour in Südamerika und bei Festival-Proben in Winnipeg. Als Krönung führte er die Musiker in die Hansa Studios zurück, wo sie sich erneut an ACHTUNG BABY-Liedern versuchten und Interviews gaben.
Allzu viel neue Fakten sollte man indes nicht erwarten, denn Guggenheim opfert zu viel Zeit für die Aufbereitung der Bandhistorie. Erst in der zweiten Hälfte gewähren alte, von den U2-Aushängeschildern Bono und The Edge kommentierte DAT-Aufnahmen tiefere Ein-blicke in die Geburt mancher ACHTUNG BABY-Songs, wobei ›One‹ erwartungsgemäß die meiste Zuwendung erfährt und andere Stücke unverständlicherweise völlig ausgeklammert werden.

The Richard Thompson Band – LIVE AT CELTIC CONNECTIONS

Final 2 Choices_Layout 1Musikalität auf hohem Niveau.

Richard Thompson, Mitglied von Fairport Convention, zählt zu den bedeutendsten Gitarristen, Song-Schreibern und Studiomusikern Englands. Seit den Siebzigern ist der Folk Rocker auch mit seinem Solo-Projekt auf den Bühnen der Welt unterwegs. Die nun erscheinende DVD und Blu-Ray zeigt die außergewöhnlichen Live-Qualitäten vom Mann mit der Stratocaster im perfekten Zusammenspiel mit seiner vierköpfigen Band. Zu sehen ist seine 20 Songs umfassende 2011er-Show in der Glasgower Royal Concert Hall, die im Rahmen des Celtic Connections Festival stattfand. Wie aus einem Guss reihen sich mystische Folk-Nummern mit Flö-ten- und Geigen-Begleitung (›Among The Gorse, Among The Grey‹) an rasante Blues Rock-Songs (›Can’t Win‹). Auf große Show-Effekte wird bei dem 145-minütigen Mitschnitt verzichtet. Besonders sympathisch sind Thompsons britisch charmante Unterhaltungen mit dem Publikum. Das Bonus-Material umfasst zwei Tracks vom letztjährigen Cambridge Folk Festival, die Thompson solo mit Akustik-Gitarre performt.

Styx – THE GRAND ILLUSION / PIECES OF EIGHT LIVE

StyxZwei klassische Alben, live aus Memphis.

Während sich der Progressive Rock in Europa Ende der Siebziger auf dem absteigenden Ast befand, rollte in den USA eine Welle mit Bands wie Boston, Styx, Survivor und Journey heran, die progressive Musik mit Bombast und kommerziellen, fast poppigen Melodien mixten. Deren Stil wurde je nach Lust und Laune als Pomp-Rock, Stadion-Rock oder AOR definiert. Styx aus Chicago, die in ihrer Karriere mehr als 30 Millionen Scheiben verkauften, schafften ihren endgültigen Durchbruch mit den Multiplatin-Alben THE GRAND ILLU-SION und PIECES OF EIGHT, die nun am 9.November 2010 im altehrwürdigen Orpheus Theater in Memphis erstmals am Stück aufgeführt und in Bild und Ton festgehalten wurden. Styx waren bekanntlich schon immer ausgefuchste Perfektionisten, weshalb sich der geneigte Fan wahlweise über eine DVD oder Blu-Ray freuen kann, die sowohl visuell als auch klanglich keinerlei Schwächen aufweist.

Im Mittelpunkt der 100-minütigen Show stehen der für die sanften Töne zuständige Gitarrist und Sänger Tommy Shaw und der mit einer tierischen Rockröhre ausgestattete und hart riffende James Young. Doch auch Lawrence Gowan sorgt in ruhigen Momenten für Gänsehaut. Das Sextett prä-sentiert sich vor riesigen Videoprojektionen wie eine traumwandlerisch eingespielte Einheit, agiert sympathisch und befindet sich trotz der komplexen Instrumentierung und ihres respektablen Alters permanent in Bewegung.

Obwohl PIECES OF EIGHT das wesentlich erfolgreichere Album war, offenbart THE GRAND ILLUSION in seiner Gesamtheit mehr Tiefe und Atmosphäre. Ein klasse Teil, das durch eine halbstündige Dokumentation über die Organisation des Konzertes so- wie ein wenig Gitarrenkunde nur noch aufgewertet wird.

Santana – GREATEST HITS LIVE IN MONTREUX 2011

Santana Montreux 11 cover (hr)Der Meister in Höchstform. Genuss pur!

Als sich Carlos Santana im Juli 2011 beim legendären Mon-treux Jazz Festival mit zehn Mann Verstärkung auf die Bühne stellte und lustvoll zwischen Rock, Salsa, Latin, Soul und Funk variierte, konnte dabei nur große Kunst herauskommen. Zumal der gebürtige Mexikaner beim Auftritt am Genfer See den Bogen seiner Setlist über seine gesamte Karriere ausdehnte. Die Klassiker seiner Frühphase (›Soul Sacrifice‹, ›Oye Como Va‹, ›Jingo‹, ›Black Magic Woman‹) fanden ebenso Berücksichtigung wie die poppigeren Songs der späten siebziger Jah-re (›Open Invitation‹, ›Make Somebody Happy‹) und die weltweiten Radiohits ›Smooth‹ und ›Maria Maria‹ aus dem Überraschungserfolg SUPERNATURAL (1999).

Auch wenn immer wieder Bläsersätze für tolle Momente sorgen und sich die Instrumentalisten gekonnt in Sze-ne setzen: Letztendlich bleibt es der einzigartige Gitarrenton des 64-Jährigen, der für die besondere Note sorgt. Dass ihm alle Anwesenden bei ›Samba Pa Ti‹ besonders genau auf die Finger schauen durften, gehört zu den Höhepunkten dieser DVD.