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Start Blog Seite 1187

The Undertones: Waldbühne, Berlin

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Undertonesbarcelona2007Alle Wiederkehr ist schwer…

Einen schwierigeren Einstieg hätten sich The Undertones fast nicht aussuchen können. Nachdem sie jahrelang nicht mehr auf einer deutschen Bühne standen, treten sie an diesem Augusttag als Vorgruppe der Ärzte auf – und das auch in Berlin, das bekanntermaßen das Mekka der Ärtze ist, deren Fans mehr als treu ergeben sind. Aber scheinbar war das auch gar nicht die Idee der nordirischen Punkband aus Derry, sondern der ausdrückliche Wunsch von Farin Urlaub, Bela B und Rod selbst, da sie große Fans des Quartetts sind und angeblich niemals da wären, wo sie jetzt sind, wenn es diese Band nicht gegeben hätte. Nun gut, warum sollte nicht auch die beste Band der Welt als Fans dahinschmelzen dürfen?

Doch leider haben die Doktoren da wohl mehr Spaß gehabt als die vielen Besucher, die in die Waldbühne strömen. Vielleicht wollen sich diese ihre Energie auch für die Hauptband aufheben, man weiß es nicht. Auf jeden Fall ist die Stimmung ziemlich verhalten, als die Undertones auf die Bühne kommen. Während das Konzert langsam fortschreitet, werden die Besucher zwar immer lockerer, der richtige Funke will allerdings nicht wirklich überspringen. Am lautesten wird der Applaus, als Bela und Farin selbst mit auf die Bühne treten, um ihre Idole bei ihrem ersten großen Hit ›Teenage Kicks‹ gesanglich zu unterstützen. Die drei geben sich alle Mühe, das Publikum noch ein wenig mehr anzuheizen, aber so richtig in die Puschen kommen die Zuhörer immer noch nicht. Es ist jedoch mehr als schön, die zwei Ärzte wie kleine Schuljungen feiern zu sehen. Die Undertones selbst haben aber sichtlich Spaß und freuen sich, bei diesem Event dabei zu sein. Und eins muss man auch noch sagen: Das Konzert war trotzdem klasse.

 

Rival Sons – München, Backstage

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Jay_BuchananKommen hier die neuen Led Zeppelin? – Womöglich…

Sie gelten als eine der hoffnungsvollsten Rock’n’Roll Bands, die wir zur Zeit haben. Die Rival Sons wurden mit zahlreichen Awards ausgezeichnet und nicht selten werden die vier Blues Rocker aus L.A. in der Presse als die neuen Led Zeppelin gefeiert. Auf ihrer ersten Headliner-Tour durch Europa waren die meisten Shows ausverkauft. Dementsprechend gut gefüllt ist auch das Münchner Backstage. Und wie die großen Zeppelin lassen sich die vier Herren aus dann auch Zeit, bis sie ihren Arbeitsplatz betreten. In bester Rockstar-Manier wird das Publikum nicht zu viel aber auch nicht zu wenig auf die Folter gespannt, bis die Rival Sons mit dem bluesig rockenden ›Sleepwalker‹ eine 70s Rock-Orgie anzetteln. Jay Buchanans Stimmgewalt entspricht live einer Mischung aus Robert Plant und Janis Joplin. Der wankende Frontmann in den weißen Lederstiefeln scheint, jedoch nur während der Zeit auf der Bühne, auch ähnlich wie diese beiden Legenden medikamentiert zu sein. Vervollständigt wird die Rock’n’Roll-Show von Scott Holiday, der mit seinem Zwirbelbart an einen Rock’n’Roll-D’Artagnan erinnert, von einem in sich ruhenden und groovenden Robin Everhart am Bass und Michael Miley an den Drums, der das wohl unverschämteste und beim weiblichen Geschlecht best funktionierende Augenzwinkern unter den Trommlern dieser Tage besitzen dürfte. Aber nicht nur optisch auch rhythmisch zeigen sie über das gesamte Konzert ein nahezu perfektes Zusammenspiel. Gemeinsam brechen sie durch ein Set von insgesamt elf Songs, das dank zahlreicher Jam-Passagen gute 90 Minuten dauert. Zu den Highlights zählen das walzende ›Burn Down Los Angeles‹, das treibende ›Pressure And Time‹ und das Zugaben-Potpourri bestehend aus ›I Want More‹ und ›Save Me‹. Besonders sympathisch zeigen sich die Rival Sons auch nach ihrer Show. Für jeden Interessenten wird sich Zeit für Autogramme, Gespräche und – siehe Michael Miley – Flirts genommen.

Coldplay: Frankfurt, Festhalle

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Coldplay_Music_MidtownGenauso wie im IKEA-Kinderparadies.

Warum nicht einmal das Pferd von hinten aufzäumen, dachten sich Coldplay anlässlich ihrer Welttournee. So dreht sich sonst gewohnte Dramaturgie beim mit 13.800 Besuchern seit Monaten ausverkauften Gastspiel in der Frankfurter Festhalle einfach um: Anstatt wie üblich zum Finale hin ausgelassen Konfetti und Luftschlangen zu verschießen, verballert das Londoner Quartett seine kollektiven Fröhlichmacher schon innerhalb der ersten vier Songs.

Während der in Manier einer dramatischen Ouvertüre arrangierte Titelsong des aktuellen Studiowerks Mylo Xyloto ertönt, erstrahlt die Bühne im dämmrigen UV-Licht in neofarbener Graffiti wie ein Kinderspielplatz. Per Funk gesteuerte verschieden farbige Armbänder blinken an den Handgelenken der Zuschauer bei ›Hurts Like Heaven‹ auf. Für ›Yellow‹ kommen zahllose Riesenluftballons zum Einsatz, gefolgt von ›In My Place‹ mit Unmengen Konfettischwaden aus gleich mehreren Kanonen. Da drängt sich die Frage auf, ob man bei Coldplay oder bei einem fröhlichen Kindergeburtstag gelandet ist. Zumal das Publikum mit Dauerhopsen wie im Kinderparadies bei Ikea agiert. Barrieren zwischen Künstler und Zuhörer sind ohnehin unerwünscht. Chris Martin, Sänger, Rhythmusgitarrist und Pianist, den es mit schlaksiger Körpergröße immer wieder auf den illuminierten Catwalk drängt, gibt den besorgten Papa, wenn er sich zwischen ›Major Minus‹ und dem balladeskem Solo ›The Scientist‹ mit deutsch gesprochenen Worten nach dem Wohl der Fans erkundigt. In knapp 90 Minuten schütteln Coldplay gewohnt rasant einen Querschnitt aus fünf Alben aus dem Ärmel. Perfekt im kristallklaren Klangbild, auch wenn die Lautstärke oft zu sehr dominiert, folgt Hymnisches auf Pathetisches der Marke Stadionrock. Wie virtuos sich die mit Sologitarrist Jonny Buckland, Bassist Guy Berryman und Schlagzeuger Will Champion komplettierten Coldplay tatsächlich entwickelt haben, unterstreicht das Akustik-Set auf der Zunge des Catwalks klar. Da bleibt es Einerlei, ob sie mitunter wie „Poor Man’s U2“ tönen. Schließlich drängt sich der Vergleich nicht erst auf, seit Studioklangzauberer Brian Eno auch die letzten beiden Werke von Coldplay co-produzierte. Mit viel Poesie im Text von ›Every Teardrop Is A Waterfall‹ klingt der Reigen für die zum Teil weit angereisten Fans dann doch ein wenig zu abrupt aus.

Kenny Wayne Shepherd: London, Koko

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Kenny_wayne_shepherd_jfEr ist könnte der ‘neue Bonamassa’ sein.

Wenn Steve Ray Vaughan, Gary Moore und Albert King ein Kind der Liebe miteinander gezeugt hätten (zugegeben, das ist ein sehr verstörendes Bild, aber bitte nicht abschrecken lassen und weiterlesen), dann würde es mit höchstmöglicher Wahrscheinlichkeit genau wie Kenny Wayne Shepherd klingen.

Hier sehen wir einen Gitarristen, der so viel Blues in sich aufgesaugt hat, dass er ihm praktisch aus jeder Pore strömt. Doch er und seine Band – unter ihnen Steve Ray Vaughans Schlgazeuger Chris Layton – sind bei Leibe keine Trittbrettfahrer. Ihre klassichen Einflüsse und ihr bluesiger Rock’n’Roll bescheren den Zuschauern eine tolle Nacht.

Der Großteil des Sets ist Rock’n’Roll der Marke HOW I GO. Und ›Never Lookin’ Back‹ zeigt ihre tighte, freudige, aber dennoch disziplinierte Spielweise. Es gibt auch viele alte Stücke, wodurch sich der fortschreitende Abend immer mehr in Richtung old-school Blues bewegt. Es folgen ›Deja Voodoo‹ aus seinem Debütalbum LEDBETTER HEIGHTS. Außerdem zeigen Kenny Wayne Shepherd, sein Sänger Noah Hunt und sein Bassist Tony ‘Fretless Monster’ Franklin alle Fassetten ihres musikalischen Könnens. Den größten Jubel gibt es am Ende des Abend, nämlich bei ihrer Zugabe ›Voodoo Chile‹. Manchmal bekommt man wirklich das Gefühl, Kenny hätte ein bisschen an Steves späteren Kompositionen genippt. Letztendlich aber überzeugt Kenny Wayne Shepherd heute nicht so sehr durch seine bemerkenswerte Songstrukturen, sondern durch seine unverkennbare und mitreßende Freude, einfach rockenden Blues zu spielen.

The Darkness: London, Hammersmith Apollo

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The_Darkness_at_930_ClubSie kämpfen bis zum bitteren Ende.

Als The Darkness ihre Zugabe mit dem Riff von Queens ›Tie Your Mother Down‹ anstimmen, entdeckt die Menge einen weiteren Gitarristen. Und das ist niemand anderes als Brian May, dem es sichtlich Spaß macht, laut und dreckig zu rocken. Er spielt noch bei ›Another Thing Called Love‹ mit, bevor er kurz vor seinem Abgang noch kurz ans Mikro tritt: „Ist es nicht toll, dass The Darkness wieder da sind?“ Justin Hawkins fügt noch hinzu: „Und vergesset nicht, euren Freunden zu sagen, dass die verdammten The Darkness wieder zurück sind!“ Danach endet die Show mit einem großen Feuerwerk und einer Version des Songs ›Love In The Rocks With No Ice‹. Keine Frage: The Darkness sind zurück. Zurück aus dem Absturz, den Entzugskliniken und von der eher törichten Teilnahme des Sängers beim Eurovision Song Contest 2007. Es müsste zwar ein Wunder geschehen, damit die Band ihren Erfolg von 2004 und die Vielzahl an Auszeichnungen erreicht. Doch dieses Comeback zeigt Potential dafür. Sie haben ein paar Zugeständnisse an die Realität gemacht und alles etwas schlichter gestaltet. Doch mit seiner Shakespeare-Frisur, seinem Tweed-Anzug, seinem Catsuit und den Haifischflossen aus Plastik hat sich Hawkins nicht gerade schlichter gekleidet. Immer noch lustig und voller elektrisierender Energie schmettern sie ihre alten Hits von PERMISSION TO LAND, neue Stücke, eine Cover-Version von Radioheads ›Street Spirit‹ und ihr sensationelles ›Christmas Time (Don’t Let The Bells End)‹. Schlimme Fehler? Sie haben einige gemacht. Aber sie sind darüber hinweggekommen.

Manic Street Preachers: London, O2 Arena

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Processed by: Helicon Filter;Eine triumphale, ihre gesamte Karriere umfassende Feier der walisischen Legenden.

Eigentlich war ihre Flamme dazu bestimmt, kurz aber umso heftiger zu brennen. Und doch sind die Manic Street Preachers bei zehn Alben angelangt und ein unverzichtbarer britischer Schatz. Heute nacht belohnen sie diejenigen unter uns, die dieser einzigartigen, unverwechselbaren und intelligenten Band über all die Jahre hinweg stets treu geblieben sind. Aus diesem Grund geben sie alle 38 Singles ihrer Karriere zum Besten. Dennoch vergeht die Zeit wie im Flug.

Sie erobern die Menge von der ersten Sekunde an im Sturm. Nicky Wire stolziert in seiner schlaksigen Gestalt von Anfang an lauernd über die Bühne, bis zu dem Moment, in dem er seinen Lieblingsbass beim großen Konfetti-Finale beim letzten Song ›A Design For Life‹ auf den Dielen zertrümmert. Währendessen versprüht Dean Bradfield zwischen den Songs seinen unverwechselbaren Scharm und zeigt, das er mit Recht ein wahres Gitarrengenie ist. Seine kraftvolle Stimme schafft es, auch wirklich jeden Einzelnen in der tosenden und jubelnden Menge zu erreichen.

Viele Freunde geben sich an diesem Abend die Ehre. Gruff Rhys von den Super Fury Animals verleiht ›Let Robeson Sing‹ ein völlig neues Leben, während Nina Persson von den Cardigans ›Your Love Is Not Enough‹ etwas von ihrer unverwechselbaren Süße gibt. Doch alle vermissen denjenigen, der heute nicht da sein kann. Der Geist von Richey Evans, dem 1995 verstorbenen Texter, Mastermind und Gitarristen der Band, erfüllt den gesamten Raum.

Videoleinwände zeigen durch Einspielungen, wie unerschrocken und bewundernswert er gewesen ist. Die nostalgische Gänsehautstimmung erreicht ihren Höhepunkt, als The Manic Street Preachers sein Meisterwerk ›Faster‹ anstimmen. Dieses besitzt immer noch seine unglaublich herrliche und schmerzhaft ehliche Wut, die dich schon beim ersten Heulen der Gitarre gefangen nimmt, itreißt und davonträgt. Eins ist mehr als klar: Niemand erreicht die Genialität der Manics von 1991, als MOTOWN JUNK erschien und die Musikwelt im Sturm eroberte.

Die heutige Nacht ist viel zu schnell vorbei. Der Zauber der vergangenen Stunden liegt immer noch in der Luft. Dieser ganz besondere Abend war eine großartige Erinnerung daran, wie glücklich wir uns schätzen können, dass die Manic Street Preachers immer noch da sind.

RAYMAN ORIGINS

Rayman_Origins_PS3_pack_2D _USKZweidimensionale Jump’n’Run-Stammbaumkunde.

RAYMAN ORIGINS muss wörtlich genommen werden. Erstens, weil das Spiel die Vorgeschichte des Ubisoft-Maskottchens Rayman erzählt. Zweitens, weil es als 2D-Jump’n’Run zu den 1995er-Serienwurzeln zurückführt. Dies jedoch in Kombination mit gestochen scharfer HD-Grafik, komfortabler Steuerung, situationsangepassten Klanguntermalungen und einer Multiplayer-Option. Dank Letzterer können jederzeit bis zu drei Teilnehmer in das Abenteuer einsteigen und dem Hauptspieler unter die Arme greifen. Demzufolge tritt der arm-/beinlose Titelheld alleine, mit Frosch Globox oder zwei winzigen Magiern an, um die von den Darktoons unterdrückte Lichtung der Träume zu retten.
Ob man auf eigene Faust, zu zweit, dritt oder viert durch die zwölf bunten, mit über 100 Charakteren, amüsanten Videospielklassiker-Anspielungen und unzähligen Abkürzungen gepflasterten Comic-Landschaften fliegt, schwimmt oder taucht: Der 2D- Sidescroller verbindet zwischen Balanceübungen, dem Bekämpfen so kauziger wie gewiefter (End-)Gegner, dem Einsammeln von Objekten, (Physik-)Rätseln, dem Entdecken geheimer Gebiete und neuer Fähigkeiten in über 60 Levels sämtliche Jump ’n’Run-Pflichten mit Bravour.

NEED FOR SPEED: THE RUN

NFSTR2Dps3gerSolide Bleifußflucht durch die USA.

Obwohl Pierce Brosnan im ‘95er-Film GOLDENEYE James Bond spielte, schlüpft in der jüngsten Versoftung Daniel Craig in den Anzug des unkaputtbaren Martini-Schlürfers. In Bürogebäuden, Dschungelgebieten und tiefstem Eis nimmt 007 einen Schergen nach dem anderen aufs Korn. Dank des Verzichts auf starr vorgegebene Lösungswege bleibt es dem Spieler überlassen, die Welt in Craig-typischer Haudrauf-Manier oder mittels schallgedämpfter Lautlos-Ermittlungen zu retten. Ihr wahres Potential er-reicht die Geheimdienstler-Ballerkost dabei in verschiedenen Mehrspieler-Varianten: Via Split Screen treffen an einer Konsole bis zu vier Hobby-Bonds aufeinander, in Online-Gefechten geht es mit legendären Charakteren wie dem „Beißer“ oder „Oddjob“ zur Sache.

Die mit dem Zusatz RELOA-DED und verbesserter, allerdings nicht überwältigender HD-Grafik versehenen PlayStation 3-/Xbox 360-Portierungen des einst Wii-exklusiven GOLDENEYE 007 (dt. Version) entschädigen mit einigen Boni für die lange Wartezeit. Dazu gehören neue, in vier Gattungen unterteilte „MI6 Ops“-Arcade-Missionen, von acht auf 16 Teilnehmer aufgestockte Online-Gefechte mit zusätzlichen Karten, Waffen, Charakteren und Modi sowie – auf Sonys Konsole – optionale Move-/Sharpshoo-ter-Bewegungssteuerung.