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Backyard Babies: München, Backstage Halle (08.11.15)

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backyard babies 2015„All those wasted years“ sind vorüber.

Fünf Jahre lang machten die Backyard Babies als Band Pause. Nun, nachdem sich Frontmann Nicke Borg mit akustischen Eigenergüssen und Wildfang Dregen mit seinem selbstbetitelten Soloprojekt und einem kurzen Einsatz als Michael Monroes Gitarrist genug ausgetobt haben, sind sie zurück. Zunächst erschien in diesem Jahr das von Fans zwiespältig aufgenommene neue Backyard Babies-Album FOUR BY FOUR, mit dem die wichtigsten Sleaze-/Punk-Rock’n’Roller Schwedens jetzt auf ihrer „Tour By Tour“ Gassi gehen.Nach einer so langen Zeit mag man meinen, dass es auf ein, zwei Stunden Warten auch nicht mehr ankommen sollte und zwei Vorbands doch eigentlich eine nette Ideen sein könnten. Doch an diesem Sonntag werden die grobmotorischen Junkstars und die an sich ja ganz ansprechenden Mädels von Heavy Tiger eher zu einer Nervenprobe werden, die die meisten BYB-Fans am liebsten überspringen würden. Als dann das Live-Comeback endlich geschieht, wird die Rückkehr auf beiden Seiten ausgiebig gefeiert. Mit dem neuen Album-Opener › Th1rte3n or Nothing‹ in ausgezeichnetem Sound und leider mit etwas Backing-Track-Unterstützung präschen die Backyard Babies auf und das Publikum an die Bühne. Dregen beherrscht noch immer jede seiner Posen bei denen es scheint, als führe er einen aggressiven Tanz mit seiner Gitarre auf. Außer ›Bloody Tears‹ und ›Wasted Years‹ folgen mit Songs wie ›Highlights‹, ›UFO Romeo‹ und ›The Clash‹ zahlreiche Stücke aus früheren Tagen, die an die noch nicht so ausgiebig hoch ausproduzierten Zeiten der Babies erinnern. Insgesamt bekommen die Münchner eine furiose, spielfreudige Show aus 17 Stücken inklusive der Zugaben ›Abandon‹, ›Minus Celsius‹ und ›Look At You‹ als Wiedersehensgeschenk, das sie gerne annehmen und sich danach auch über eine etwas rohere nächste Platte mit der Live-Energie dieses Abends freuen würden.

Foo Fighters: Berlin, Mercedes-Benz-Arena (08.11.15)

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Foo Fighters st cecilia ep 2015Auf dem Rock-Thron.

D ave Grohl ist ein zäher Hund. Der Sänger und Gitarrist der Foo Fighters hatte sich mitten in der SONIC-HIGHWAY-Tour das Bein ge­­brochen. Doch anstatt die Konzertreise für beendet zu erklären, ließ er sich von seiner Crew einen fahrbaren Sitz bauen und bestritt mit diesem den Rest der Tour – so auch den Berlin-Gig An­­fang November.
Brav sitzen zu bleiben fiel dem agilen Frontmann je­­doch schwer – zu sehr rissen ihn offenbar die eigenen Songs sprich­­wörtlich vom Hocker. Die Fans standen dicht an dicht in der gigantischen Mercedes-Benz-Arena und feierten ab dem Moment, als bei ›Everlong‹ der Vorhang fiel, jede Note frenetisch ab. Die spielfreudige Band schritt jedoch auch mit gutem Beispiel voran, denn die sechs Musiker ergingen sich immer wieder in epische Improvisationen und dehnten das 23-Song-Set so auf etwa drei Stunden aus. Grohl agierte dabei von seinem imposanten Thron (O-Ton: „I don’t usually sit on this fuckingly amazing throne“) aus als aufsässiger Rock-Animateur, der die Menge mit Schreien, Grimassen und Gesten in einen dionysischen Rauschzustand (ver)führte.
Zu den Highlights des Abends gehörte das mit Bob Mould (Hüsker Dü) performte ›Dear Rosemary‹ und das Kiss-Cover ›Detroit Rock City‹, der Vorstellungsteil mit Song-Fragmenten von Van Halen, Mötley Crüe und Queen, das Pink-Floyd-Cover ›In The Flesh‹ sowie natürlich die eigenen Stücke, von denen ›The Pretender‹, ›Times Like These‹, ›All My Life‹ und ›These Days‹ besonders intensiv wirkten. Als Überraschung für das deutsche Publikum gab es dann spontan die Ballade ›Wheels‹, die laut Grohl einzig hierzulande gefordert werde. So musste er sich zu­­nächst bei seinen Mitmusikern nach den Akkorden erkundigen, um sie anstimmen zu können. Zugaben gab es nach alter Foo-Fighters-Tradition nicht, da die Band es unangemessen findet, von der Bühne zu gehen, um danach doch wieder zurück zu kommen. Recht so! Sound, Licht und Videoshow waren ebenfalls phänomenal, sodass der Saal nach dem großen Finale ›Best Of You‹ förmlich kochte. Bleibt nur zu hoffen, dass die Amis ihr Versprechen, beim nächsten Mal wieder in die Hauptstadt zu kommen, alsbald wahrmachen!

Kadavar live in München: Seht hier die besten Bilder

IMG_0770_KadavarSo rockten am vergangenen Samstag Kadavar aus Berlin mit ihrem doomigen Rock’n’Roll das Backstage Werk.

Klickt euch hier durch die besten Bilder des Abends:[slideshow_deploy id=’35890′]
Fotos: Markus Werner

Video der Woche: Iggy Pop – ›Lust For Life‹

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iggy popSeht in unserem „Video der Woche“ Iggy Pop mit einer manischen Performance von ›Lust For Life‹ aus dem Jahr 1977.

Gestern wurden neben Iron Maiden weitere Acts der beiden Festivals Rockavaria und Rock Im Revier bekannt gegeben. Unter den neuen Namen befinden sich Bands wie Anthrax, Ghost, Slayer, Mando Diao, Nightwish und Tremonti. Außerdem wird der legendäre Iggy Pop auf dem Rockavaria in München sein einziges Deutschland-Konzert 2016 spielen.

Aus diesem freudigen Anlass zeigen wir euch in unserem „Video der Woche“ heute Iggy mit einer irren Version von ›Lust For Life‹, die er 1977 im Apollo in Manchester auf die Bühne legte.

Seht hier Iggy Pop live mit ›Lust For Life‹:

Hier findet ihr alle Infos zu den neu veröffentlichten Line Ups von Rockavaria und Rock Im Revier …

Black Star Riders: Video zu ›Soldierstown‹ veröffentlicht

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black star riders video still 2015Die Black Star Riders zeigen uns ihren neuen Lyric-Clip zu ›Soldierstown‹. Der Song stammt von THE KILLER INSTINCT, dem jüngsten Album der Band.

„›Soldierstown‹ ist ein Song mit einem düsteren, ergreifenden Text und einem wuchtigen keltischen Gitarrenriff“, erklärt Black Star Riders-Frontmann Ricky Warwick. „Manchmal ist es nicht damit getan, sich die Bettdecke über den Kopf zu ziehen.“

THE KILLER INSTINCT ist zu Beginn dieses Jahres erschienen. Bisher haben die Black Star Riders die Clips zum Titeltrack und zu ›Finest Hour‹ gezeigt.

Hier seht ihr das Lyric-Video zu ›Soldierstown‹ von den Black Star Riders:

Neuerscheinungen: Ab heute im Plattenladen

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KSCOPE341 DA1X22XX.inddAuch diese Woche stehen natürlich wieder einige Neuerscheinungen in den Plattenläden. Hier sind die Alben der Woche.

›Beast Of A Northern Light‹ ist die erste Single des neuen The Gloria Story-Albums GREETINGS FROM ELECTRIC WASTELAND:

Hier findet ihr die Review zu GREETINGS FROM ELECTRIC WASTELAND…

Voodoo Circle zeigen uns einen spektakulären Live-Clip zu ›Trapped in Paradise‹:

Hier findet ihr die Review zu WHISKY FINGERS…

Hier seht ihr den offiziellen Trailer zu Bruce Soords neuestem Werk:

Hier findet ihr die Review zu BRUCE SOORD…

Voodoo Circle – WHISKY FINGERS

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voodoo circleDeutschlands Whitesnake.

Auch auf ihrem vierten Album liefern Voodoo Circle wieder grundsoliden Hard Rock, der seine Nähe zu Whitesnake nicht verleugnen kann. Warum auch? Denn das, was Gitar­rist Alex Beyrodt und seine talentierten Mitstreiter bieten, ist alles andere als der Versuch, Coverdale und Co. zu kopieren. Es ist eher so, dass die drei Hauptakteure, also Beyrodt, Sinner und Readman, jene musikalische Leidenschaft ausleben, die in ihren Hauptbands konzeptbedingt nicht ganz so gravierend zum Tragen kommt. Und das ist gut so, denn Whitesnake-Fans werden auch mit diesem Voodoo-Circle-Album Spaß haben, was man von den letzten Ergüssen aus dem Hause Coverdale leider nur bedingt behaupten kann. Hard-Rock-Nummern wie ›Trapped In Paradise‹ und ›Heartbreaking Woman‹ passen wunderbar zu einem bluesigen Song wie ›Heart Of Stone‹, der dann doch sehr markante Parallelen zu Whitesnake aufweist, ohne sich dafür schämen zu müssen. Readmans Gesang gefällt mir hier deutlich besser als bei seinem Hauptarbeitgeber Pink Cream 69, wo er teils zu gezwungen klingt. WHISKY FINGERS überzeugt schon wie Voodoo Circles Vorgängerwerke mit unverfälschtem Hard Rock, der durch sein leidenschaftliches Spiel eine ungeheure Intensität er­­reicht.

Voodoo Circle
WHISKY FINGERS
AFM/SOULFOOD
7/10

Bruce Soord – BRUCE SOORD

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KSCOPE341 DA1X22XX.inddMit seiner Band The Pineapple Thief gehört Soord zu jenen englischen Prog-Insti­tu­tion­en, die der Szene immer wieder wichtige Impulse geben. Als Solo­künstler zeigt sich der Sänger als introvertierter Geschichtenerzähler, der sein Handwerk auf überwiegend akustische Instrumente begrenzt und somit seiner Stimme noch mehr Freiraum gewährt. Sein Debüt nennt sich kurz und bündig BRUCE SOORD und signalisiert damit, dass es ihm um eigene Inhalte geht, weniger um globale Themen. Soord lässt seine Vergangenheit Revue passieren, die – nimmt man das generelle Flair der Stücke – vor allem von Melancholie geprägt zu sein scheint. Dennoch (oder gerade deswegen) wirklich hörenswert.

Bruce Soord
BRUCE SOORD
KSCOPE/EDEL