Review: The Gloria Story – GREETINGS FROM ELECTRIC WASTELAND

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Review: The Gloria Story – GREETINGS FROM ELECTRIC WASTELAND

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gloria storyMal wieder Retro-Rock. Und natürlich aus Schweden. Dann aber doch mit einem etwas anderen Schwerpunkt als sonst.

Was ist denn hier los? Nur ein Langhaariger, keine Schlaghosen und auch keine Rauschebärte, Koteletten oder Fu-Manchu-Schnäuzer? Wie die typischen Retro-Rocker aus Skan­dinavien sehen die Jungs aus der südschwedischen Provinzstadt Skövde nicht gerade aus. Eher wie aus den 90ern oder 00ern übrig gebliebene Fun-Punks. Den Spaß an ihrer Arbeit vermitteln The Gloria Story dem Hörer dann auch problemlos mit sympathisch unbekümmerter Rotzigkeit. Auch wenn sie sich musikalisch zum Glück doch eher an älteren Kollegen orientieren. Stilistisch gehen knackige Party-Nummern wie ›Bang Bang (Pull The Trigger)‹ und ›Crusty Pie‹ oder auch das vergleichsweise nachdenkliche ›Look Left, Walk Right‹ klar in Richtung Thin Lizzy, Cheap Trick und ähnlicher Acts vom Ende der 70er. Klänge also aus der Phase kurz bevor zunächst die „New Wave Of British Heavy Metal“ und dann Haarspray- und Stretch-Hosen-Kommandos à la Mötley Crüe, Poison und Ratt das Rock-Ruder übernahmen. Der Sound des Albums ist für diese Musik sehr authentisch. Was bedeutet, dass GREETINGS FROM ELECTRIC WASTELAND leicht knarzig, schlingernd und auch etwas scheppernd, dabei doch angenehm rund sowie ohne übertriebenen Bombast daher kommt.

The Gloria Story
GREETINGS FROM ELECTRIC WASTELAND
WILD KINGDOM/ROUGH TRADE
6/10

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