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Sturgill Simpson: Video zu ›Brace for Impact (Live A Little)‹ veröffentlicht

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sturgill simpsonDer Alternative-Country-Sänger Sturgill Simpson hat das finstere Video zu seiner neuen Single ›Brace for Impact (Live A Little)‹ veröffentlicht. Seht hier den Clip, der auch Tim Burton gut gefallen dürfte!

›Brace for Impact (Live A Little)‹ stammt von Simpsons kommenden Album A SAILOR’S GUIDE TO EARTH, das am 15. April erscheinen wird. Die Single und auch das nun veröffentlichte, dazugehörige Video, bei dem Matt Mahurin Regie führte, behandeln das Thema eines sinnvoll genutzten Lebens angesichts des irgendwann einmal drohenden Todes.

Seht hier den Clip zu ›Brace for Impact (Live A Little)‹:

Iggy Pop – POST POP DEPRESSION

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iggy popDer wilde Mann und sein bestes Werk seit vielen Jahren.

Das Internet mag Iggy nicht so gerne: Am Ende von ›Paraguay‹, dem letzten Titel von POST POP DEPRESSION, ergeht er sich in einer nicht enden wollenden Tirade gegen „fucking laptops“ und den Dummsprech der dauereuphorischen Netzgemeinde: „There’s nothing awesome here, there’s nothing wow“. Doch keine Angst. Den Wüterich gibt Jim Osterberg auf diesem Album nur in kleinen Dosen. Und wenn er das tut, dann pointiert, spitzfindig, selbstironisch. Eine gute Entscheidung: Seine frühere Paraderolle als dauerwütendes Rumpelstilzchen ist längst zur Pose geronnen. Stattdessen macht sich Iggy genau diesen Umstand zunutze: POST POP DEPRESSION ist eine Meditation über das Altern im Pop. Darüber, was bleibt, wenn das Meiste vorbei ist, oder, um mit Iggy zu sprechen: „I’ve nothing but my name.“ (›American Valhalla‹). So gelingt Iggy Pop mit Unterstützung von Josh Homme, Matt Helders (Arctic Monkeys) und dem QOTSA-Gitarristen Dean Fertida ein großartiges Alterswerk. ›German Days‹ und ›Gardenia‹ sind durchweht vom Geist jener Alben, die Pop einst mit David Bowie produzierte, THE IDIOT und LUST FOR LIFE. Hinzu kommt der Trademark-Sound von Josh Homme, der sich ansonsten zurückhält. In den 70ern hätte man auf die Wette, dass Iggy Pop Lou Reed und Bowie überlebt, eher eine mittelgute Quote bekommen. Nun ist das Unwahrscheinliche geschehen, doch nicht nur deshalb ist der Albumtitel konsequent gewählt: Iggy hat zuletzt außerdem die Asheton-Brüder und den Stooges-Saxofonisten Steve Mackay verloren, da kann man schon mal depressiv werden. Nun bäumt sich Iggy Pop, der große wilde Mann der amerikanischen Rockmusik, ein letztes Mal auf. POST POP DEPRESSION ist sein bestes Album seit NEW VALUES von 1979. Gott sei Dank!

Iggy Pop
POST POP DEPRESSION
CAROLINE/UNIVERSAL
9/10

Ritchie Blackmore: Bandfoto der neuen Rainbow-Besetzung veröffentlicht

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blackmore bandfoto 2016 pressIn dieser Besetzung werden Ritchie Blackmore’s Rainbow ihre Auftritte bei „Monsters Of Rock“ bestreiten – neben Thin Lizzy und Manfred Mann’s Earth Band.

Drei Monate vor ihrem Comeback beim „Monsters Of Rock“-Festival zeigen uns Ritchie Blackmore’s Rainbow ein neues Gruppenfoto, auf dem das endgültige Line-up zu sehen ist. Neben Blackmore sind das (auf dem Foto v.l.n.r.) Jens Johansson (Keyboard), Ronnie Romero (Gesang), Bob Nouveau (Bass) und David Keith (Schlagzeug).

Bei den beiden „Monsters Of Rock“-Shows auf der Loreley und in Bietigheim-Bissingen wird die als Headliner angekündigte Formation Songs von Rainbow und Deep Purple spielen. Für Blackmore ist es nach dem Engagement bei seiner weiterhin bestehenden Mittelalterband Blackmore’s Night die Rückkehr zur Rockmusik.

Neben Ritchie Blackmore’s Rainbow werden zwei weitere Rockikonen auf der Bühne stehen. 33 Jahre nach ihrem „Monsters Of Rock“-Gastspiel in Deutschland – damals noch mit Phil Lynott – treten Thin Lizzy erneut auf dem legendären Festival auf. Außerdem dürfen wir uns auf Manfred Mann’s Earth Band freuen. Weitere Infos zu „Monsters Of Rock“ findet ihr auf der offiziellen Festivalhomepage.

Die „Monsters Of Rock“-Termine:
17.06. Loreley, Freilichtbühne
18.06. Bietigheim-Bissingen, Festplatz am Viadukt

Neuerscheinungen: Ab heute im Plattenladen

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phillips grant leeEs ist wieder soweit, die Plattenregale sind voll mit frischen Alben. Hier sind die Neuerscheinungen der Woche:

Eingängig, nachdenklich, schwelgerisch – auf THE NARROWS präsentiert sich Songwriter Grant-Lee Phillips in guter Form. Hier ist das Lyricvideo zu ›Smoke And Sparks‹:

Hier findet ihr die Review zu THE NARROWS…

Hodja gelingt auf HALOS ein roher Mix aus Blues und Gospel. Hier ist der Clip zu ›Gazelles‹:

Hier findet ihr die Review zu HALOS…

Wer Songs mit Punch und mächtigen Riffs mag, der fährt mit GENERATION ME, Album Nummer drei der britischen Hardrocker The Treatment, aber so was von richtig:

Hier findet ihr die Review zu GENERATION ME…

Hardrock mit Stoner-Anleihen – die Spiritual Beggars bleiben ihrem Erfolgsrezept treu:

Hier findet ihr die Review zu SUNRISE TO SUNDOWN…

Grant-Lee Phillips – THE NARROWS

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phillips grant leeSchwelgerisch schöne Lieder vom nachdenklichen Songwriter.

Vier Jahre sind seit dem letzten Solowerk von Grant-Lee Phillips vergangen. Seitdem hat sich eine zentrale Koordinate im Leben des Songwriters verschoben, nach mehr als 30 Jahren in Kalifornien ist er nach Tennessee übergesiedelt. Dort, in Nashville, hat er THE NARROWS aufgenommen. Und das hört man. Der neue Phillips klingt anders als mit seiner früheren Band Grant Lee Buffalo – das sowieso –, aber auch anders als zuletzt. THE NARROWS ist kraftvoller, griffiger, rockiger als der akustische Vorgänger WALKING IN THE GREEN CORN. Die eingängigen Stücke changieren zwischen organischem Country, Folk und Rock, mit gelegentlichem Einsatz von Steelgitarre, Banjo, Keyboard und Geige. Dazu singt Phillips nachdenkliche Texte über Tod, Verlust, Liebe und Vergänglichkeit. Verzagt wirkt er dabei selten, vielmehr altersweise und, ja: hoffnungsvoll. Ob beim saftigen Countryrock von ›Rolling Pin‹, dem schwelgerischen ›Just Another River Town‹ oder dem feierlichen ›Yellow Weeds‹. „I’m lost, but I keep on walking/Sometimes it’s all a man can do“, heißt es abschließend in ›Find My Way‹. „It’s dark, but I keep on singing/Tryin’ to find my way back home to you.“ Aufgeben gilt nicht.

Grant-Lee Phillips
THE NARROWS
YEP ROC/H’ART
7/10

The Treatment – GENERATION ME

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treatmentAuf dem Weg nach oben.

Nach zwei vielversprechenden Alben und lehrreichen Tourneen im Vorprogramm von Kiss, Alice Cooper, Mötley Crüe, Status Quo und Slash gehen The Treatment mit ihrem dritten Studiowerk an den Start. Zunächst scheint sich nicht sonderlich viel verändert zu haben. Das Quintett wandelt weiterhin unbeirrt auf dem Weg, den es mit THIS MIGHT HURT (2011) und RUNNING WITH THE DOGS (2014) eingeschlagen hat. Als Fundament dienen größtenteils traditionelle Riffs der Marke AC/DC und Airbourne. Erst bei näherer Betrachtung wird klar: Hier hat sich doch etwas getan. Die Briten haben ihr Songwriting gewaltig komprimiert, geschliffen und unmissverständlich auf den Punkt gebracht. Statt jugendlicher Kraftprotzerei steht jetzt die Einprägsamkeit im Vordergrund. So ist es nicht zuletzt den packenden Hooks von ›Backseat Heartbeat‹ und ›Generation Me‹ oder dem extrem radiotauglichen ›Light The Sun‹ zu verdanken, dass The Treatment mit ihrem dritten Album eine deutlich größere Bühne betreten. Weiter so!

The Treatment
GENERATION ME
Frontiers/Soulfood
7/10

Spiritual Beggars – SUNRISE TO SUNDOWN

spiritual beggarsBesser als die aktuellen Rainbow?

Nichts Neues aus dem hohen Norden, möchte man meinen. Aber zumindest in gewohnt ausgezeichneter Qualität. Bereits zum neunten Mal servieren Gitarrist Michael Amott (auch noch bei Arch Enemy beschäftigt) und seine 1993 gegründeten Spiritual Beggars mit SUNRISE TO SUNDOWN traditionellen Hard Rock gepaart mit Stoner-Anleihen. Und zum dritten Mal in Folge mit gefestigtem Line-Up (Apollo Papathanasio am Gesang, Sharlee D’Angelo am Bass, Per Wiberg an den Tasten sowie Ludwig Witt am Schlagzeug), das seit RETURN TO ZERO von 2010 Bestand hat. Am Auffälligsten an SUNRISE TO SUNDOWN: Keyboarder Per Wiberg wird immer wichtiger für das Quintett und bringt immens mehr Songideen an den Start, seine dominante Orgel ist der Zuckerguss auf dem Kuchen. Gleich zu Beginn, im Titeltrack, glänzt er mit einem feinen Solo. Das nachfolgende ›Diamond Under Pressure‹ kommt sehr Purple-esque daher, mit gekonntem ›Knockin At Your Back Door‹-Break. ›What Doesn’t Kill You‹, eine flotte Uptempo-Nummer, hätte auch auf Rainbows DOWN TO EARTH eine prima Figur abgegeben (inklusive tollem Orgelsolo). ›No Man’s Land‹ ist schleppend und heavy, ›Lonely Freedom‹ verfügt über interessante und sphärische Gitarrenläufe sowie eine psychedelische Stimmung, und bei ›I Turn To Stone‹ ist das Schlagzeug der Star. ›Southern Star‹ markiert friedlich und gelassen einen top Rausschmeißer. Leider finden sich mit ›Hard Road‹, ›Still Hunter‹ und ›You’ve Been Fooled‹ auch ein paar Durchhänger im Repertoire, aber dennoch versprüht SUNRISE TO SUNDOWN ein angenehmes Spät-Seventies-Flair.

Spiritual Beggars
SUNRISE TO SUNDOWN
INSIDE OUT/SONY
7/10

Hodja – HALOS

hodjaNoch mehr Mississippi-Delta-Voodoo-Gospel-Blues aus Kopenhagens Freistaat Christiana.

Nachdem Hodja, das Parallelprojekt der dänisch-amerikanischen Combo Reverend Shine Snake Oil Co., auf dem letztjährigen Debüt in schöner Rock’n’Roll-Tradition passioniert den Leibhaftigen beschworen, wendet sich das Triumvirat nun Heiligerem zu: HALOS, Glorienschein, behält auf elf Tracks die stilistische Ausrichtung bei, drosselt aber das Tempo um die Hälfte. Auch ohne Luzifer funktioniert der manische Mississippi-Delta-Voodoo-Gospel-Blues von Sänger Claudius Abesodo Gamiel Winston King Pratt, Schlagzeuger Matthias Arbo Klein sowie Multiinstrumentalist, Produzent und Komponist Boi Holm wie geschmiert. Der in verschleppte Blues-Noten getauchte Titelsong steigert sich von der Ballade zur Kakophonie, bevor er als andächtige Liturgie endet. ›Gazelles‹ ruft in semiakustischer Americana-Geschmeidigkeit Erinnerungen an den frühen Gun Club wach. Ordentlich Gas geben eigentlich nur die vital verzerrte Gitarre und der wuchtige John-Bonham-Bumms in ›Cheap Wine‹, wobei Pratt seine Stimmbänder bis zur Laryngitis malträtiert. Erneut auf strapaziöse Fährtensuche im Blues-Dickicht begibt sich ›Never Gonna Be Mine‹, ›Other Lovers‹ gefällt sich indes im von George Clinton, Sly Stone und James Brown infizierten Funk-Wahn. Wie ein Beschwörungsmantra mutet ›Before The Rain‹ an, ›Communication‹ taumelt im Sog einer psychotischen Wah-Wah-Gitarre. ›Broken Engine‹ schnurrt zärtlich im zeitlupenhaften Slide-Gitarren-Modus, während sich im langsamen Blues-Schwall ›No Tomorrow‹ die Hoffnungslosigkeit breit macht. Allmähliche Transzendenz erfolgt im nebulösen ›Every Time You Hang Your Coat‹, zum Finale tuckern Hodja entlang endloser nächtlicher Highways und fordern: ›Turn Down The Noise‹.

Hodja
HALOS
NOISOLUTION
8/10