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Start Blog Seite 802

Krokus – BIG ROCKS

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Ein Spaß für alle. So sollen Cover-Alben sein.

Klassischer AC/DC-Sound mit einem Spritzer Blues- und einer etwas größeren Portion Glam-Rock. Die Herr­schaften um Sänger Marc Storace und Bassist/Mastermind Chris von Rohr sind seit Ende der 70er dabei und diesem Stil treu geblieben. Von kleinen, dann auch eher misslungenen Aus­reißern einmal abgesehen. So avancierten sie zum bis heute global erfolgreichsten Rock-Act aus der Schweiz. Dass man mit dieser Art von klanglichem Set-Up auch als Coverband eine gute Figur machen kann, hatten die Musiker schon zu Beginn ihrer Karriere begriffen, bevor sie eigene Stücke schrieben. Da ist es eigentlich verwunderlich, dass sie so lange brauchten, ein Album mit einem guten Dutzend eigener Interpretationen der liebsten Genre-Evergreens zu veröffentlichen. Die (aller)meisten davon – etwa Queens ›Tie Your Mother Down‹, ›Summertime Blues‹, im Original von Eddie Cochran, ›My Generation‹ (The Who), The Troggs‘ ›Wild Thing‹ oder Led Zeps ›Whole Lotta Love‹ – kommen, dem was Krokus sonst so fabrizieren, schon von Haus aus weit entgegen. Aufgrund einer solchen Songauswahl bleiben echte Überraschungsmomente auf BIG ROCKS natürlich aus. Was aber gar nicht schlimm ist. Denn der Spaß, den die Protagonisten an ihrer Arbeit hatten, überträgt sich umgehend auf den Konsumenten. Das gilt übrigens ebenso für den Bonus-Track in Form einer Neuauflage ihres eigenen Klassikers ›Back-Seat Rock’n’Roll‹ vom 1980er-Durchbruchs-Werk METAL RENDEZ-VOUS.

7/10

John Garcia – THE COYOTE WHO SPOKE IN TONGUES

john garciaDer Stoner-Messias am Lagerfeuer.

All der Fuzz, der Rauch und die Ver­zerrung machen es mitunter schwer, die stilistische Nähe von Stoner Rock und Blues zu offenbaren. Da braucht es schon jemanden wie John Garcia, um mal wieder Klarheit in die Sache zu bringen. Der hatte nach seinen Vista-Chino-Nebelbänken und dem wunderbar schleppenden, räudig dröhnenden Soloalbum JOHN GARCIA offensichtlich mal eine Verschnaufpause nötig. Weg vom Fuzz, weg vom Bass, weg von den Drums und weg vom Riff-Ge­polter: Auf THE COYOTE WHO SPOKE IN TONGUES lenkt der Wüstensohn den Blick ins Innere und setzt sich, bewaffnet nur mit einer Lagerfeuergitarre, mit seinem eigenen Wirken auseinander. Akustischer Stoner Rock also. Ob das funktioniert? Besser als zunächst geglaubt. Blues, Country und Americana schwingen frei durch den Raum, wenn der 46-Jährige als Solitär am Feuer Platz nimmt und seine Lieder singt. Ohne Netz, ohne doppelten Boden. Aus dem saftigen Kyuss-Groover ›Green Machine‹ wird ein introspektives Kleinod mit sachten Streichern, das ohnehin schon verspult-psychedelische ›Space Cadet‹ behält auch in reduzierter Form seine rauschhafte Wirkung bei. Und ›Gardenia‹… nun, das einst kolossal verzerrte ›Gardenia‹ wird zu einer akustischen Elegie mit entspannter Steel-Guitar-Lässig­keit. Ein wirklich ungewöhnlicher, aber zu jeder Zeit inniger Blick auf einige der größten Stoner-Rock-Momente überhaupt.

7/10

John Garcia
THE COYOTE WHO SPOKE IN TONGUES
NAPALM/UNIVERSAL

Deaf Havana – ALL THESE COUNTLESS NIGHTS

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deaf havanaBriten mit großem Herz für amerikanischen Alternative-Rock.

Vor gut zwei Jahren wurden Deaf Havanna von ihrem Label BMG/Chrysalis gedroppt. Das war ein harter Schlag für die Band, die sich bereits seit einigen Jahren die Hoffnung gemacht hatte, mit ihrem Gitarrenrock zwischen Emo und Alternative irgendwann einmal ganz groß rauszukommen. Stattdessen steckte sie in einer Sackgasse: Support-Slots von Muse und anderen Hochkarätern, Festivalgigs am späten Nachmittag – alles okay, aber es ging eben nicht wirklich voran. Sänger James Veck-Gilodi betäubte das lähmende Gefühl des Dauerstillstands mit Drinks, der Rest der Band musizierte routiniert weiter – ein Rock‘n‘Roll-Leben im Hamsterrad. ALL THESE COUNTLESS NIGHTS erscheint auf dem ambitionierten Indielabel So Recordings, wo gleichgesinnte Gruppen wie Broken Hands und The Apache Relay veröffentlichen. Es ist ein gutes Zuhause für diese Band – und Deaf Havana nutzen sogleich ihre neuen Freiheiten, um sich erst einmal wieder selbst zu finden. Die interne Kommunikation habe zuletzt gelitten, hieß es, aber nun laufe der Laden wieder. Und das hört man den besten Stücken der Platte auch an. ›Ashes To Ashes‹ lässt zum Auftakt an die US-Band Live zu ihrer besten Zeit rund um THROWING COPPER denken, ›L.O.V.E.‹ besitzt einen enorm wuchtigen Refrain, der Deaf Hanava ins Radio führen sollte. Es folgt die Ballade ›Happiness‹, die so sehr nach Amerika klingt, dass kein Mensch mehr die britische Heimat der Band erraten würde. Die richtige Fährte legt der an satten 80s-Rock erinnernde Track ›England‹, der die ganze Ambivalenz zur Heimat offenlegt: Man will dauernd weg – und freut sich doch immer, wenn man wieder zurückkehrt.

6/10

Deaf Havana
ALL THESE COUNTLESS NIGHTS
SO RECORDINGS/ROUGH TRADE

Leopold And His Fiction – DARLING DESTROYER

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leopold and his fictionKeine Schnörkel, sondern pure Energie. Leopold And His Fiction schaffen es, ihre Live-Energie auf Platte zu bannen.

Keine Frage, Leopold And His Fiction sind zweifelsohne wahre Musik-Enthusiasten. Diese Haltung spiegelt sich im Ideenreichtum der Songs ge­­nauso wie in der stets konstant ge­­haltenen Energie ihrer vierten Platte wider. Der am Anfang der (Live)-Karriere gern bemühte Vergleich, dass Sänger Daniel Leopold lediglich das Werk von Jack White weiterführe und noch dazu dessen Stimme imitiere, ist nach Hören dieser Platte nicht zu halten. Denn wo White den Bluesrock seziert und das Feedback pfeifen lässt, ist Leopold ein Soulman, der sich nicht staubtrocken, sondern melodiebeseelt dem weiten Feld des Rock nähert. Was beide eint: Die unbändige Energie, die Verkörperung von Authentizität und die Liebe zur Musik an sich – ohne Anbiederung und ökonomisches Kalkül. Mit neuen Hits wie ›Cowboy‹ und ›I‘m Caving In‹ sowie einem geschmackssicheren Slow-Burner wie ›Ride‹ darf man sich bereits auf die nächste Konzertreise der wilden Kerle freuen.

8/10

Leopold And His Fiction
DARLING DESTROYER
ILA/NATIVE FICTION/ROUGH TRADE

Kreator – GODS OF VIOLENCE

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kreatorEssener Wertarbeit.

Es war in den 90ern, als die Thrash-Metal-Ikonen Kreator mit Alben wie RENEWAL, OUTCAST und ENDO­RAMA eine eher experimentelle Phase durchlebten. Und wenngleich diese Scheiben künstlerisch sehr wertvoll waren, fühlten sich viele Die-Hard-Fans vor den Kopf gestoßen. Seit dem 2001er-Werk VIOLENT REVOLUTION sind die Essener wieder auf Kurs und liefern feinsten Thrash Metal, der technisch anspruchsvoll, überaus melodisch und modern produziert ist. GODS OF VIOLENCE ist das fünfte Album seit dieser Rückbesinnung auf alte Werte und steht ganz klar in der Tradition seiner vier Vor­gänger. Schon die ersten Takte des Openers ›World War Now‹ klingen typisch nach Kreator. Das nachfolgende ›Satan Is Real‹ provoziert allenfalls mit seinem Titel – der jedoch keinen satanischen, sondern einen politischen Hintergrund hat –, nicht jedoch musikalisch, denn die Nummer ist ein grooviger Midtempo-Ham­mer, der sofort ins Ohr geht. Überhaupt legen Kreator wieder ein enormes Gespür für Hits an den Tag, denn fast jeder Song hat geile Hooklines und gut erinnerbare Riffs. Und so typisch GODS OF VIOLENCE auch scheint, unter der Haube verbergen sich dann doch ein paar spannende Experimente, z.B. der Harfeneinsatz im Titelsong, Rammstein-Riffing, Gedichtrezitation und deutsche Textfragmente in ›Fallen Brother‹ oder der von Boris Pfeifer (In Extremo) gespielte Dudelsack in ›Hail To The Hordes‹. Auch die Produktion von Jens Bogren verdient das Prädikat amtlich und macht GODS OF VIOLENCE zu einem Album, das definitiv keinen Kreator-Fan enttäuscht zurücklassen wird!

8/10

Kreator
GODS OF VIOLENCE
NUCLEAR BLAST/WARNER

Suburra

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suburra
Paolo Sorrentino widmete der Ewigen Stadt Rom mit „La Grande Bellezza“ eine melancholische Ode, die zwischen Schönheit und dem dahinter lauernden Verfall ein zeitgemäßes Update bekannter Klassiker lieferte: Um Selbstgefälligkeit, intellektuelle Eitelkeit, verloren gegangene Eleganz und verblassten Zauber ging es dort. Eine ähnliche Perspektive, wenn auch eine sehr viel grimmigere, nimmt Regisseur Stefano Solima ein, wenn er seinen erstaunlich nah an tatsächlichen Ereignissen gebauten Mafia-Thriller zum ernüchternden Blick auf Roms Schattenseiten umfunktioniert. Ein großes Bauprojekt, in das Politik, Vatikan und selbstverständlich auch verschiedene Mafia-Clans verstrickt sind, ist dabei der Ausgangspunkt eines düsteren Reigens aus In­­trigen, Verrat und Mord. Von Solima – der zuletzt am Serienhit „Gomorrha“ mitwirkte – in mal rauschhafte, mal quasi-dokumentarisch nüchterne Bilder gefasst, ist „Suburra“ ein beklemmend brutaler, höchst intensiver und durch sämtliche gesellschaftliche Sphären oszillierender Neo-Noir- Thriller, dessen Bildgewalt nach großer Kino­leinwand schreit.

8/10

Suburra
Koch Media
Start: 26.01.

CLASSIC ROCK empfiehlt: Jetzt Tickets für Neil Diamond und Enter Shikari sichern!

Unterschiedlicher und zugleich besser könnten diese beiden Konzerterlebnisse wohl kaum sein: Verpasst nicht Neil Diamond, verpasst nicht Enter Shikari live in Deutschland!

Neil Diamond

Eine Musik-Legende kommt mit ihrer “50 Year Anniversary World Tour” für drei Konzerte nach Deutschland. In Mannheim, München und Hamburg heißt es im September ›Cracklin’ Rosi‹, ›I’ve Been This Way Before‹, ›America‹, ›Song Sung Blue‹, ›I’m A Believer‹ und natürlich ›Sweet Caroline‹!

Neil Diamond live 2017:
16.09. Mannheim, SAP-Arena
21.09. München, Olympiahalle
26.09. Hamburg, Barclaycard Arena
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Enter Shikari

Von Metal bis elektronische Musik, die „Trance-Core“-Pioniere aus England werden im Mai auch in Deutschland ihre gesamte Bandbreite auf die Bühne bringen!


 

Enter Shikari Live 2017:
08.05. Düsseldorf, Zakk
09.05. Münster, Skaters Palace
10.05. Aschaffenburg, Colos-Saal
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Sting: Bowie-Tribute mit Cover-Versionen von ›Blackstar‹ und ›Lazarus‹

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stingBei einem Konzert zu Ehren von David Bowie sang Sting zwei Songs vom letzten Album des verstorbenen Popstars.

Am 24. Januar standen in Los Angeles im Rahmen der „Celebrating Bowie“-Tour zahlreiche Musiker auf der Bühne und gaben Songs von David Bowie zum Besten. Einer von ihnen war Sting.

Der Brite nahm sich – unterstützt von ehemaligen Begleitmusikern Bowies – die Tracks ›Blackstar‹ und ›Lazarus‹ vor, beide von Bowies letzter Platte. Dabei hielt er sich relativ nah an die Originalversionen.

BLACKSTAR ist am 8. Januar 2016 erschienen, zwei Tage vor Bowies Tod. Wie gestern bekannt wurde, sollen am 14. März Gedenkbriefmarken zu Ehren des wandelbaren Musikern erscheinen.

Hier covert Sting David Bowies späte Songs ›Blackstar‹ und ›Lazarus‹: