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    Review: Deaf Havana – ALL THESE COUNTLESS NIGHTS

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    Review: Deaf Havana – ALL THESE COUNTLESS NIGHTS

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    deaf havanaBriten mit großem Herz für amerikanischen Alternative-Rock.

    Vor gut zwei Jahren wurden Deaf Havanna von ihrem Label BMG/Chrysalis gedroppt. Das war ein harter Schlag für die Band, die sich bereits seit einigen Jahren die Hoffnung gemacht hatte, mit ihrem Gitarrenrock zwischen Emo und Alternative irgendwann einmal ganz groß rauszukommen. Stattdessen steckte sie in einer Sackgasse: Support-Slots von Muse und anderen Hochkarätern, Festivalgigs am späten Nachmittag – alles okay, aber es ging eben nicht wirklich voran. Sänger James Veck-Gilodi betäubte das lähmende Gefühl des Dauerstillstands mit Drinks, der Rest der Band musizierte routiniert weiter – ein Rock‘n‘Roll-Leben im Hamsterrad. ALL THESE COUNTLESS NIGHTS erscheint auf dem ambitionierten Indielabel So Recordings, wo gleichgesinnte Gruppen wie Broken Hands und The Apache Relay veröffentlichen. Es ist ein gutes Zuhause für diese Band – und Deaf Havana nutzen sogleich ihre neuen Freiheiten, um sich erst einmal wieder selbst zu finden. Die interne Kommunikation habe zuletzt gelitten, hieß es, aber nun laufe der Laden wieder. Und das hört man den besten Stücken der Platte auch an. ›Ashes To Ashes‹ lässt zum Auftakt an die US-Band Live zu ihrer besten Zeit rund um THROWING COPPER denken, ›L.O.V.E.‹ besitzt einen enorm wuchtigen Refrain, der Deaf Hanava ins Radio führen sollte. Es folgt die Ballade ›Happiness‹, die so sehr nach Amerika klingt, dass kein Mensch mehr die britische Heimat der Band erraten würde. Die richtige Fährte legt der an satten 80s-Rock erinnernde Track ›England‹, der die ganze Ambivalenz zur Heimat offenlegt: Man will dauernd weg – und freut sich doch immer, wenn man wieder zurückkehrt.

    6/10

    Deaf Havana
    ALL THESE COUNTLESS NIGHTS
    SO RECORDINGS/ROUGH TRADE

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