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Kreator – GODS OF VIOLENCE

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kreatorEssener Wertarbeit.

Es war in den 90ern, als die Thrash-Metal-Ikonen Kreator mit Alben wie RENEWAL, OUTCAST und ENDO­RAMA eine eher experimentelle Phase durchlebten. Und wenngleich diese Scheiben künstlerisch sehr wertvoll waren, fühlten sich viele Die-Hard-Fans vor den Kopf gestoßen. Seit dem 2001er-Werk VIOLENT REVOLUTION sind die Essener wieder auf Kurs und liefern feinsten Thrash Metal, der technisch anspruchsvoll, überaus melodisch und modern produziert ist. GODS OF VIOLENCE ist das fünfte Album seit dieser Rückbesinnung auf alte Werte und steht ganz klar in der Tradition seiner vier Vor­gänger. Schon die ersten Takte des Openers ›World War Now‹ klingen typisch nach Kreator. Das nachfolgende ›Satan Is Real‹ provoziert allenfalls mit seinem Titel – der jedoch keinen satanischen, sondern einen politischen Hintergrund hat –, nicht jedoch musikalisch, denn die Nummer ist ein grooviger Midtempo-Ham­mer, der sofort ins Ohr geht. Überhaupt legen Kreator wieder ein enormes Gespür für Hits an den Tag, denn fast jeder Song hat geile Hooklines und gut erinnerbare Riffs. Und so typisch GODS OF VIOLENCE auch scheint, unter der Haube verbergen sich dann doch ein paar spannende Experimente, z.B. der Harfeneinsatz im Titelsong, Rammstein-Riffing, Gedichtrezitation und deutsche Textfragmente in ›Fallen Brother‹ oder der von Boris Pfeifer (In Extremo) gespielte Dudelsack in ›Hail To The Hordes‹. Auch die Produktion von Jens Bogren verdient das Prädikat amtlich und macht GODS OF VIOLENCE zu einem Album, das definitiv keinen Kreator-Fan enttäuscht zurücklassen wird!

8/10

Kreator
GODS OF VIOLENCE
NUCLEAR BLAST/WARNER

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