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Prince: Legendäre Musikvideos jetzt offiziell verfügbar

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when doves cryBisher war es schwer, Videos von Prince online zu finden. Über einen offiziellen YouTube-Account kann man sich jetzt die Clips zu Songs wie ›Lets Go Crazy‹ oder ›When Doves Cry‹ anschauen.

Prince und das Internet, das war eine komplizierte Beziehung. Es war Zeit seines Lebens schwer, sein Songs zu streamen oder sich die Videos dazu anzuschauen.

Als Gründe für Prince´ Verweigerungshaltung gelten sowohl ungünstige Konditionen für die Musiker, die ihre Musik zur Verfügung stellen, als auch sein Beharren auf absoluter künstlerischer Kontrolle.

Etwas mehr als ein Jahr nach seinem Tod und im Zuge der Wiederveröffentlichung von PURPLE RAIN gibt es nun einen offiziellen YouTube-Kanal, auf den bisher sechs Clips von Prince hochgeladen wurden – darunter ›Lets Go Crazy‹, ›When Doves Cry‹ oder ›I Would Die 4You‹.

Eine kleine Auswahl:

Pink Floyd – Their Mortal Remains

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pink floyd buchDas opulente Buch zur Pink-Floyd-Ausstellung in London.

Einen hohen Kunstanspruch besaßen Pink Floyd schon immer, zum 50. Jahrestag der Gründung wird die Band endgültig museal: Im Londoner Victoria & Albert-Museum, das auch schon eine Schau über David Bowie zeigte, eröffnete nun eine Ausstellung zu Pink Floyd unter dem Titel „Their Mortal Remains“. Das Buch zur Museumstour liegt jetzt auch in deutscher Sprache vor. Es ist das erste offizielle Druckerzeugnis der Band, was schon ein wenig überrascht, denn das visuelle Element war Pink Floyd von Beginn an sehr wichtig – in diesem Be­­reich waren sie nicht minder Pioniere wie bei der Musik.

Mehr als 300 Seiten hat das Werk, das war zu erwarten, der Minimalismus lag der Gruppe noch nie im Blut. Neben Drummer Nick Mason, aktivster Kurator des Banderbes (Betonung auf: Band) waren auch Roger Waters und David Gilmour an der Zusammenstellung beteiligt. Wie intensiv die Zusammenarbeit der beiden war, ist nicht überliefert, schnell gab es aber Gerüchte über ein mögliches Konzert beim Glastonbury-Festival, Floyd-Fans sind eigentlich immer guter Hoffnung, dass sich die Geschichte der Gruppe doch noch einmal wenden möge. Bis dahin ist „Their Mortal Remains“ ein wunderbares Werk, um sich an die Story der Band und ihre visuellen Wegmarken zu erinnern: die psychedelischen Jahre mit Syd Barrett, das stetig wachsende Monster Pink Floyd, schließlich das zerfranste Ende mit dem bisherigen Schlusspunkt THE ENDLESS RIVER und seinem scheußlichen Cover.

Es gibt viel zu lesen, viel zu schauen – vor allem der Essay von Jon Savage über die ersten Jahre der Band fasziniert, darin ein Zitat von Roger Waters, das das Wesen der Band perfekt zusammenfasst: „Wir spielen das, was uns gefällt, und was wir spielen ist neu.“

8/10

Pink Floyd: Their Mortal Remains
Von Pink Floyd
Edel

Video der Woche: AC/DC – ›Bad Boy Boogie‹

Zum Geburtstag von Bon Scott seht ihr in unserem „Video der Woche“ AC/DC mit ›Bad Boy Boogie‹ live aus dem Jahr 1978!

Man kann es sich kaum vorstellen, doch wäre Bon Scott damals am 19. Februar 1980 nicht auf so tragische Weise ums Leben gekommen, würde er heute seinen 71. Geburtstag feiern. Vergessen werden wir den wahren „Bad Boy“ von AC/DC natürlich nie. Deshalb: Happy Birthday, Bon!

Und was wäre zu diesem Anlass passender für unser „Video der Woche“ als AC/DC mit ›Bad Boy Boogie‹ live aus dem Apollo Theatre in Glasgow im April 1978?!

Viel Spaß!

ZZ Top – CINCO: THE FIRST FIVE LPS

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zz top cincoZZ Tops fünf erste Alben als Boxset.

Wenn ZZ Top wollten, könnten sie. Doch bei der Vinyl-Auswertung gehen die seit 1969 unzertrennlichen Billy Gibbons, Dusty Hill und Frank Beard nicht den gleichen Weg, den 2013 die CD-Box THE STUDIO ALBUMS 1970–1990 nahm. CINCO: THE FIRST FIVE LPS packt, wie der Titel schon sagt, auf jeweils 180-Gramm-Vinyl gepresst und in originale Artworks verpackt, die ersten fünf Studioalben von 1971 bis 1976 für das Label London Records zusammen.

Als handwerklich patent erwies sich das von Bill Ham produzierte ZZ TOP‘S FIRST ALBUM mit erdigem Texas Blues, rasantem Boogie Rock und einem Klangbild, das zumindest stellenweise gehörig an Peter Greens Fleetwood Mac erinnerte. RIO GRANDE MUD operierte 1972 in gleichem Terrain mit flottem Liebesgeständnis an ›Francine‹, bluespuristischem ›Mushmouth Shoutin‘‹ und der Ballade ›Sure Got Cold After The Rain Fell‹. TRES HOMBRES drang 1973 erstmals in die US-Top-Ten vor, heimste Gold ein: Vom infektiösen ›Waitin‘ For The Bus‹ mit Überblendung in ›Jesus Just Left Chicago‹ über den FM-Favoriten ›Beer Drinkers & Hell Raisers‹ bis hin zur Hurenhaus-Ode ›La Grange‹ passten sämtliche Zutaten. Abermals Gold erwirtschafte zwei Jahre später FAN­DANGO!, Konzertmitschnitt und Studioproduktion in einem.

Wuchtig auf den Punkt lieferte vor allem das Studiomaterial mit den Geschossen ›Nasty Dogs And Funky Kings‹, ›Heard It On The X‹, ›Tush‹ sowie die er­­neut an Peter Greens Adresse gerichtete Trauerode ›Blue Jean Blues‹ eine satte Salve ab. Zumal nun auch Cowboyhüte, Vollbärte und Anzüge von Rodeo-Schnei­der Nudie‘s Einzug hielten. Mit grundsolidem TEJAS schlug 1976 das finale Stündlein von London Re­­cords. Wacker schlugen sich die 45er ›It‘s Only Love‹, ›Arrested For Driving While Blind‹ und ›Enjoy And Get It On‹.

ZZ TOP‘S FIRST ALBUM: 8/10
RIO GRANDE MUD: 8/10
TRES HOMBRES: 9/10
FANDANGO!: 8/10
TEJAS: 8/10

Little Steven & The Disciples Of Soul: Obertraubling, Airport ( 02.07.2017)

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soulfireGralshüter des Soulrock.

Wenn dieser Mann kein Original ist, wer dann: Nicht nur hat Steven Van Zandt aka Little Steven ein ganz eigenes Genre geprägt, den Jersey-Shore-Sound, eine mitreißende Mischung aus zupackendem Rock’n’Roll, Funk und Soul – er hat sich auch seinen ganz eigenen, unverwechselbaren Style zugelegt. Den zelebriert er als Gitarrist in Bruce Springsteens E Street Band ebenso wie als Solokünstler, als der er seit MEN WITHOUT WOMEN von 1982 fünf Soloalben veröffentlicht hat. Hauptingredienzien sind das nicht wegzudenkende Kopftuch, heute Abend im Leopardenmuster, der lange schwarze Mantel und die Gitarre vor dem nicht mehr ganz flachen Bauch. Solchermaßen in Arbeitskleidung also entert der 66-Jährige die Bühne, zusammen mit nicht weniger als 14 (!) Mitstreitern, darunter eine Bläsersektion mit Saxofon, Trompeten und allem Drum und Dran, ein Percussionist, ein Keyboarder, ein Pianist und drei Sängerinnen, die tanzen, als ginge es um ihr Leben. Los geht’s mit ›Soulfire‹, dem funkig-funkensprühenden Titeltrack der aktuellen Soloplatte.

Ab da jagt ein wuchtiger Soulrock-Kracher den nächsten, viele vom neuen Album, dazu Reggae-inspirierte Klassiker wie ›Solidarity‹ oder ›I’m A Patriot‹. Van Zandt zieht Schnuten, schiebt die Unterlippe auf charakteristische Weise nach vorne, hält kleine, vergnügte Ansprachen und hat auch sonst alles unter Kontrolle. Als nach ›Forever‹ erstmal Schluss ist, weiß der eingeweihte Fan: freilich, da kommt noch was – zunächst das programmatische ›I Don’t Want To Go Home‹, das Van Zandt in den 70ern für das gleichnamige Debütalbum von Southside Johnny & The Asbury Jukes geschrieben hat, und der VOICE OF AMERICA-Hit ›Out Of The Darkness‹ von 1984. Dann gehen die Lichter an. Souverän abgeliefert!

SETLIST
1. Soulfire/ 2. Coming Back/ 3. Among The Believers/
4. The Blues Is My Business/ 5. Love On The Wrong Side Of Town/
6. Until The Good Is Gone/ 7. Angel Eyes/ 8. Saint Valentine’s Day/
9. Standing In The Line Of Fire/ 10. I Saw The Light/ 11. Salvation/
12. The City Weeps Tonight/ 13. Down And Out In New York City/
14. Princess Of Little Italy/ 15. Solidarity/ 16. Leonard Peltier/
17. I Am A Patriot/ 18. Groovin‘ Is Easy/ 19. Ride The Night Away/
20. Bitter Fruit / 21. Forever

Zugabe: 22. I Don’t Want To Go Home/ 23. Out Of The Darkness

Ringo Starr: Allstar-Album GIVE MORE LOVE angekündigt

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paul ringoSein Beatles-Kollege Paul McCartney ist nur einer der prominenten Gäste, die sich Ringo Starr für sein 19. Soloalbum eingeladen hat.

Pünktlich zu seinem 77. Geburtstag hat Ringo Starr angekündigt, am 15. September ein neues Studiowerk zu veröffentlichen. GIVE MORE LOVE kommt mit zehn Songs daher – dazu gibt’s als Bonustracks: Neuaufnahmen des Beatles-Stücks ›Don’t Pass Me Buy‹ sowie den Starr-Songs ›Back Off Boogaloo‹, ›You Can’t Fight Lighting‹ und ›Photograph‹.

Auf mehreren der neuen Lieder soll Paul McCartney zu hören sein. Daneben treten unter anderen Joe Walsh, Peter Frampton, Glen Ballard, Edgar Winter, Dave Stewart und Don Was auf. GIVE MORE LOVE ist der Nachfolger zu POSTCARDS FROM PARADISE von 2015.

Die GIVE MORE LOVE-Titelliste:
1 We’re On The Road Again
2 Laughable
3 Show Me The Way
4 Speed of Sound
5 Standing Still
6 King Of The Kingdom
7 Electricity
8 So Wrong For So Long
9 Shake It Up
10 Give More Love
Bonus:
11 Back Off Boogaloo (Re-do)
12 Don’t Pass Me Buy (Re-do)
13 You Can’t Fight Lighting (Re-do)
14 Photograph

give more love

The Rolling Stones: Spekulationen um neues Album

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rolling stonesAm 8. September erscheint das Rolling-Stones-Buch „On Air In The Sixties“, begleitend soll es auch eine LP geben. Außerdem gibt es Gerüchte um ein neues Studioalbum im nächsten Jahr.

Das Buch „On Air In The Sixties“ wird laut Ankündigung des Penguin-Verlags „bisher ungesehene Faksimile-Dokumente der BBC, Material aus TV- und Radio-Archiven und viele erstaunliche, unbekannte Bilder“ enthalten. Begleitend sind eine LP und eine BBC-Dokumentation gleichen Namens geplant, wie der „NME“ berichtet.

Die Veröffentlichungen sollen „neue Einsichten und frische Perspektiven auf die Geschichte der größten Rock’n’Roll-Band der Welt“ bieten. Weitere Informationen, auch hinsichtlich der Songs auf der LP, gibt es bisher nicht.

Das Online-Portal „The List“ spekuliert derweil – unter Berufung auf die „Daily Mail“ – über ein neues Studioalbum der Rolling Stones im nächsten Jahr. Eine „Quelle“ habe verraten: „Mick und Keith würden lieber in einem Sarg von der Bühne getragen werden, als ihre große Liebe aufzugeben: Musik zu machen.“

So soll die Band „ungefähr 15 Tracks“ haben, aus denen sie eine neue Platte geformt habe. Denn: „Alter steht brillanter Musik nicht im Weg, und es besteht kein Zweifel, dass das neue Zeug sich verkaufen wird.“

Was von diesem Vorausblick zu halten ist, wird sich zeigen. Fest steht: Die Rolling Stones sind voll da – zumal sie ab September auf Europatournee unterwegs sein werden. Mit mehreren Auftritten im deutschsprachigen Raum.

Die Rolling Stones live 2017:
09.09. Hamburg, Stadtpark
12.09. München, Olympiastadion
16.09. (AT) Spielberg, Austria Spielberg
20.09. (CH) Zürich, Letzigrund Stadion
09.10. Düsseldorf, Esprit Arena

Danny & The Champions Of The World – BRILLIANT LIGHT

danny and the championsAmericana meets Soul.

Als Magnum Opus wird das Album in der Presseinfo angekündigt. Das stimmt insofern, als Danny Wilson und seine Champions Of The World all das machen, was sie gut können, nur über einen längeren Zeitraum als auf ihren bisherigen fünf Platten. Ganze 18 Songs haben die Londoner auf BRILLIANT LIGHT gepackt, allesamt tief verwurzelt in uramerikanischer Musik. Der klassische Soulrock von ›Never In The Moment‹ steht neben dem Heartland Rock von ›Consider Me‹, dem Alternative Country von ›The Circus Made The Town‹ und der Folk-Miniatur ›Don’t Walk With Me‹. Wobei: Nebeneinander stehen ist falsch gesagt. In den meisten Songs vermischen sich diese Stile zu erdiger, einnehmender Roots-Music, die einen schwelgerisch auf seine Seite zu ziehen und zu umarmen sucht. Man lässt sich das auch gern gefallen, es sind nostalgische Liebhaberstücke, die die Band geschaffen hat, in den soulrockigen Momenten an Southside Johnny erinnernd, an anderer Stelle klingen Folk-Revivalisten wie die Lumineers an. Und auch wenn er kein Texter wie Springsteen ist: In seiner romantischen Emphase ist Danny in manchen Momenten auch mit dem Star aus New Jersey vergleichbar. Je­­denfalls: Wer melodischen Americana-Rock, prägnante Gitarrensoli, vollmundige Bläserarrangements und Steelgitarre mag, der liegt hier richtig.

7/10

Danny & The Champions Of The World
BRILLIANT LIGHT
LOOSE/ROUGH TRADE