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V.A. – LIVE AT WACKEN 2016 – 27 YEARS FASTER: HARDER: LOUDER

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Das Metal-Mekka kommt ins Wohnzimmer.

Jedes Jahr pilgern etwa 75.000 Menschen ins kleine Örtchen Wacken in Schleswig-Holstein und verwandeln dieses in ein Mekka für Metal-Heads. Für die nachträgliche Auffrischung der Festival-Erinnerungen erscheint seit geraumer Zeit jährlich eine umfangreiche DVD/CD-Collection mit Live-Impressionen der Bands. In diesem Jahr kommt das Ganze als Doppel-DVD/Doppel-CD-Package mit 54 Video-Clips, wovon 36 auch als Audio-Tracks auf den CDs zu hören sind. Auch wenn die großen Head­liner wie Iron Maiden, Whitesnake, Twisted Sister, Foreigner und Blind Guardian fehlen, liest sich die Auswahl doch hochkarätig und vor allem vielfältig. Für CLASSIC-ROCK-Leser sind insbesondere Bands wie Saxon, Therapy?, Michael Monroe, The Vintage Cara­van, Axel Rudi Pell, Girlschool und Steel Panther interessant sowie die Dio-Tribute-Shows unter dem Namen Dio Disciples – sowie ein Lemmy-Gedenkkonzert, das via Leinwand gezeigt wurde, während auf der Bühne Stille herrschte. Auch Newcomerbands und stilistische Ausreißer wie Torfrock sind zu sehen. Das Ganze kommt im schmucken zehnseitigen Digipak und ist eine prima Untermalung für bierselige Abende, um in Er­­innerungen zu schwelgen oder Neues zu entdecken. Auch Bild- und Tonqualität lassen keine Wünsche offen, weshalb Wacken-Jünger nichts falsch machen können.

keine Wertung

V.A.
LIVE AT WACKEN 2016 – 27 YEARS FASTER: HARDER: LOUDER
SILVER LINING/WACKEN RECORDS

Queen: Besetzung für Biopic „Bohemian Rhapsody“ steht

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Gwilym Lee, Ben Hardy und Joe Mazzello werden im Queen-Spielfilm „Bohemian Rhapsody“ die Bandkollegen von Freddie Mercury spielen.

Bisher war bekannt, dass Rami Malek („Mr. Robot“) für „Bohemian Rhapsody“ zu Freddie Mercury werden wird, jetzt sind auch die Rollen von Mercurys früheren Queen-Kollegen besetzt.

So wird der britische (Serien-)Darsteller und Musiker Gwilym Lee Queen-Gitarrist Brian May geben, Drummer Roger Taylor wird von Ben Hardy („X-Men: Apocalypse“) gespielt werden und Bassist John Deacon von Joe Mazzello („Jurassic Park“, „The Social Network“).

Die Dreharbeiten zum Film würden „sehr, sehr bald“ beginnen, wie Queen über ihre offizielle Homepage verraten haben.

Über Freddie-Mercury-Darsteller Rami Malek sagten Brian May und Roger Taylor zuletzt: „Rami hat eine großartige Präsenz und das Projekt liegt ihm sehr am Herzen. Er lebt und atmet Freddie schon jetzt vollkommen, es ist wunderbar.“

Charles Bukowski – Über das Schreiben

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„Geht mir weg mit Literaten!“

Nutten plus Pferdewetten plus Al­­kohol plus Schreiben ist gleich Char­les Bukowski. Romane und Vita des amerikanischen Autors verleiten zu dieser Formel. Die in diesem Buch zusammengetragenen Briefe Bukows­kis an Freunde, Verleger und Kollegen zeigen, dass sie zwar durchaus nachvollziehbar ist, aber erweitert werden muss. In seiner Korrespondenz be­­kennt sich der Schriftsteller nämlich als Liebhaber klassischer Musik und als Kritiker der amerikanischen Literatur. Letztere sei zu wenig risikofreudig, den Autoren seiner Zeit fehle der Mut. Selbst sein eigenes Schreiben begründet Bukowski mit der Kritik an seinen Kollegen. Denn er schreibe nicht, weil er so gut sei, sondern weil die anderen so schlecht seien.

Allgemein hält sich Bukowski von der Kunstszene fern, redet lieber mit Müll­­männern und Prostituierten über das Leben. Neben seinen Ansichten zur Literatur erfährt man viel über den Werdegang des Schriftstellers. Bis zu seinem 40. Lebensjahr bewegt er sich ganz unten auf der sozialen Leiter und schafft es nur durch einen Job bei der Post, sich über Wasser zu halten. Mit 40 gelingt ihm dann ein kleiner schreiberischer Durchbruch, seine Post-Anstellung kann er aber erst zehn Jahre später aufgeben, als sein erster Roman erscheint.

Die versammelten Briefe erzählen so, wie aus einem jungen Mann, der um einen Redakteursjob betteln und seine Tex­­te aus Geldnot auf die weißen Ränder von Zeitungen schreiben muss, die in seiner Wohnung als Boden dienen, einer der bekanntesten Schrift­steller Amerikas wird – dem sich kurz vor seinem Tod noch ein Lebenstraum erfüllt: Drei seiner Ge­­dichte werden doch tatsächlich im renommierten Poetry Magazine veröffentlicht.

8/10

Text: Vincent Numberger

Über das Schreiben
VON CHARLES BUKOWSKI
Kiepenheuer und Witsch

Battle Of The Bands: Für Lightscape geht’s zur European Bike Week

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lightscapeLightscape spielen am 8. September auf der Main Stage der 20. Harley-Davidson® European Bike Week. Die Briten setzten sich im Bandcontest gegen The Variety Show und Reverend Backflash durch.

Drei Finalisten lieferten sich im Battle of the Bands ein Rennen um einen Bühnenplatz auf der Harley-Davidson® European Bike Week (5.-10- September) am Faaker See in Österreich, jetzt steht der Sieger des von Harley Davidson und CLASSIC ROCK veranstalteten Wettbewerbs fest.

Lightscape werden am 8. September mit ihrer Mischung aus Rock, Electronica, Post Hardcore, Metal und Indie auf der Bühne der Main Stage stehen – und es damit Black Stone Cherry oder Danko Jones gleichtun.

Status Quo – THE LAST NIGHT OF THE ELECTRICS

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last night of the electricsElektrifizierter Abschiedsgruß.

Aufgenommen knapp zwei Wochen vor Rick Parfitts Tod im Dezember letzten Jahres, war beim Konzert in der Londoner O2-Arena bereits sein Nachfolger Richie Malone zugange. Ein kompetenter Ersatzmann, keine Frage, auch der Rest der Band inklusive Frontmann Francis Rossi liefert gewohnt solides Handwerk, was man nach Jahrzehnten im Business allerdings auch erwarten darf. Womit wir beim Kernpunkt angekommen sind: Das, was Status hier präsentieren, ist gut gemeint, zumal es eben noch immer jede Menge enthusiastische Fans gibt, die ›Down Down‹, ›Caroline‹, ›Roll Over Lay Down‹ und andere Crowd-Pleaser live von der Bühne hören wollen. Es ist, wie bereits angedeutet, auch gut gemacht, denn Herr Rossi und seine Mitstreiter wissen selbst­­verständlich, wie‘s geht. Es ist, wenn man ganz ehrlich ist, aber auch so überraschungsarm wie ein Sieg von Real Madrid in Bestbesetzung gegen irgendeine Kreisligamannschaft – man ahnt be­­reits bei Spielbeginn, was passieren wird.

Und genau das passiert dann auch. Was es nicht unbedingt einfacher macht, ein gerechtes Urteil zu fällen, weshalb wir uns diplomatisch aus der Affäre ziehen: Für Freunde der Boogie-Maschine, die beim eintausendzweihundertsechsundachtzigsten Anhören von ›Rockin‘ All Over The World‹ noch immer so begeistert sind wie beim ersten Mal, sind die 20 Stücke plus Audio-Mitschnitt aus Amsterdam vermutlich ein Fest. Wer der zweifellos verdienstvollen Band lediglich wohlwollend gegenübersteht, kann allerdings Abstand wahren.

6/10

Status Quo
THE LAST NIGHT OF THE ELECTRICS
EARMUSIC

Video der Woche: The Rolling Stones – ›Angie‹ 1973

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rolling stonesDie Veröffentlichung der vermutlich meistgespielten Ballade der Rolling Stones jährt sich. Wie die Stones damals ihre Single ›Angie‹ bewarben, seht ihr in unserem „Video der Woche“.

Am 20. August 1973, gut eine Woche vor Erscheinen des Albums, veröffentlichten die Rolling Stones ›Angie‹ als Vorboten für GOATS HEAD SOUP. Die Single, die auf ihrer B-Seite ›Silver Train‹ hatte, sollte bald ein internationaler Hit werden.

Ob man das Stück nun liebt oder es einfach nicht mehr hören kann, es schrieb Musikgeschichte und lieferte uns ein entzückendes „Video der Woche“. Seht darin einen von zwei damals produzierten Promo-Clips – und Mick Jagger im Dandy-Outfit!

Seht hier The Rolling Stones 1973 in ihrem Promo-Clip zu ›Angie‹:

Wem Jagger etwas sportiver besser gefällt, kann sich diese neun Jahre spätere Live-Version von ›Angie‹ ansehen:

Judy Dyble & Andy Lewis – SUMMER DANCING

Gelungener Space-Folk-Pop einer Künstlerin, mit der fast niemand mehr rechnete.

Was für eine erstaunliche Bio­grafie: Judy Dyble war die erste Sängerin von Fairport Convention, nahm mit Giles, Giles & Fripp einige Songs auf, bevor sie zu King Crimson mutierten und veröffentlichte ein Album mit der kurzlebigen Band Trader Horne. Doch bereits 1973 kehrte sie dem Musikbusiness den Rücken, arbeitete fortan als Bibliothekarin. Alles deutete demnach auf eine Kurzzeitkarriere hin, bestenfalls ausgeschmückt durch einen Le­­gendenstatus der Sorte Vashti Bunyan oder Sixto Rodriguez. 2004, im zarten Alter von 55 Jahren, wollte sie es allerdings nochmal wissen, seitdem entstanden diverse Alben – zunächst mit überschaubarer Resonanz, doch TALKING WITH STRANGERS, 2009 aufgenommen mit Kollegen wie Robert Fripp, Simon Nicol und Pat Mastelotto, servierte feinen Folk-Prog. Mit Andy Lewis, Produzent und ehemals Bassist bei Paul Weller, fand sie nun einen Bruder im Geiste und lädt zum SUMMER DANCING: 14 Stücke, erneut oszillierend zwischen Folk-Pop, Psy­che­delic und Prog der zugänglichen Sorte. Das großartige ›A Message‹ fügt dem Ganzen noch einen deutlichen Trip-Hop-Aspekt hinzu, bei ›Night Of A Thousand Hours‹ flirrt und wabert es bewusstseinserweiternd, bevor ein elegantes Jazz-Piano nächtliche Bar-Atmosphäre verströmt. Ebenfalls sehr gelungen ist ›Such Fragile Things‹, das – natürlich abgesehen vom Gesang – wie ein verschollener Track von Pink Floyds A SAUCERFUL OF SECRETS klingt. SUMMER DANCING ist ein sanftes Werk, bisweilen ro­­mantisch, erfreulicherweise nur sehr selten ein bisschen zu süß, aber dafür stets auch ein wenig mysteriös. Judy Dybles Songs und ihre Stimme überzeugen, Andy Lewis‘ spacige Pro­duktion, tief verwurzelt in britischer Psychedelic gegen Ende der 60er-Jahre, sorgt für das nötige Ambiente.
7/10
Uwe Schleifenbaum

Judy Dyble & Andy Lewis
SUMMER DANCING
ACID JAZZ/PIAS

Steven Wilson – TO THE BONE

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Der Prog-Meister als Fan.

Steven Wilson macht keinen Hehl daraus, dass er auch als Musiker und Produzent immer noch Fan anderer großer Künstler geblieben ist. Mit seinem neuen Album TO THE BONE forscht er erklärtermaßen auf den Spuren wichtiger (Prog/Pop-)Werke wie SO von Peter Gabriel, HOUNDS OF LOVE von Kate Bush, COLOUR OF SPRING von TALK TALK und SEEDS OF LOVE von Tears For Fears. So unterschiedlich diese Scheiben auch sein mögen, sie alle eint ein besonderes Phänomen: grandiose Kompositionen, die lange schon zu Klassikern der Musikgeschichte geworden sind. Ein ähnliches Schicksal „droht“ nun auch TO THE BONE, Wilsons fünfter und bis dato bester Soloscheibe. Denn seinem eigenen Anspruch folgend zeichnen sich die Songs der Scheibe durch schier süchtig machende Melodiebögen aus, die sich an kein Genre klammern, sondern jede Grundidee ihre eigene stilistische Nische suchen lassen. Ist dies nun Pop? Prog? Rock? Irgend­wie alles zusammen und doch auch wieder nicht. Es ist schlicht und ergreifend das neue Album von Steven Wilson, dem Meister aller Klassen!
9/10
Matthias Mineur

Steven Wilson
TO THE BONE
CAROLINE