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David Gilmour – LIVE AT POMPEII

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david gilmour pompeiiDie Rückkehr des Pink-Floyd-Gitarristen an einen sagenumwobenen Schauplatz.

Es war das zweite Mal, dass sich David Gilmour im altehrwürdigen römischen Amphitheater von Pompeij verewigt hat. 1971 lieferte er mit Pink Floyd eine legendäre Perfor­man­ce ab – begleitet nur von einer Film- und Ton-Crew, die das Er­­eignis für die Nachwelt festhielt. Diesmal, stattliche 45 Jahre später, gastierte Gilmour in der un­­tergegangenen Stadt mit seinem aktuellen Studioalbum RATTLE THAT LOCK vor großem Pub­likum.

Weniger magisch waren die Nächte am 7. und 8. Juli 2016 dennoch nicht, denn mittlerweile sind Konzerte des Grandseigneurs der britischen Rockmusik vergleichsweise selten, dafür aber umso unvergesslicher. Weiterer Berührungspunkt dieser so gänzlich unterschiedlichen Shows: Gilmour spielte auch diesmal wieder ›One Of These Days‹, einen der Songs, mit denen die 1971er-Aufführung zur Legende wurde. An­­sonsten präsentierte er das reguläre Programm der 2016er-Welt­tournee, brillant gespielt, auch optisch eindrucksvoll in Szene gesetzt (die DVD/Blu-ray-Version ist für jeden Fan ein absolutes Muss!!) und auf üppige zwei CDs ausgedehnt.

Gilmour mag 1971 experimentierfreudiger und auch innovativer gewesen sein, der Gilmour des Jahres 2016 kann dieser jugendlichen Frische allerdings eine wirklich beeindruckende künstlerische Reife entgegensetzen. Beide Welten sind gleichermaßen faszinierend.

8/10

David Gilmour
LIVE AT POMPEII
Columbia/Sony

The Rolling Stones – FROM THE VAULT: STICKY FINGERS LIVE AT THE FONDA THEATRE 2015

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from the vault sticky fingers„We love to play the blues.“

So heißt es in ›Monkey Man‹ von LET IT BLEED, einem zentralen Album im Schaffen der Rolling Stones. Eine programmatische Zeile auch für den vorliegenden Konzert­film, in dem das Nachfolge-Album STICKY FINGERS die Hauptrolle spielt und der den Auftritt der Veteranen am 20. Mai 2015 im Fonda Theatre, Los Angeles, angereichert mit einigen Inter­viewsequenzen, dokumentiert. Anlass für dieses bislang einzige Mal, dass die Band ein ganzes Album live auf die Bühne brachte, war die damals veröffentlichte Neu-Edition von STICKY FINGERS.

Nach ›Start Me Up‹ zum Aufwärmen gibt‘s also das komplette STICKY-FINGERS-Programm, mit verändertem Tracklisting. Los geht‘s mit einem unaufgeregten ›Sway‹, gefolgt von ›Dead Flowers‹ und ›Wild Horses‹. Die Band spielt souverän, erlaubt sich nur wenige interpretatorische Freiheiten beziehungsweise altersbedingte Manierismen. So weit, so gut. Aber auch: so unerheblich. Die Stones des Jahres 2015 sind nun mal nicht mehr die Band von 1971. Insofern ist das Ganze eine hübsche Übung in Nostalgie. Mit ein paar unvermeidlichen Einschränkungen: So geht Gitarrist Ron Wood der betörend flüssige Ton seines Vorgängers Mick Taylor ab, und der hat STICKY FINGERS seinerzeit veredelt; Wood macht das Beste daraus und zelebriert die eher ruppige Bluesseite des Albums.

Dennoch bleibt das Ganze irgendwie blass, die düstere Magie des Originals fehlt – wohl weil die brillante Produktion des Albums damals auch den Geist der Zeit mit einfing. Was das dann alles soll? Antwort: „We love to play the blues.“ Noch immer.

6/10

The Rolling Stones
FROM THE VAULT: STICKY FINGERS LIVE AT THE FONDA THEATRE 2015
Eagle Rock Entertainment

Gewinnspiel: Hier das Airbourne-Boxset DIAMOND CUTS sichern

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airbourne diamond cutsUm das zehnjährige Jubiläum ihres Debüts RUNNIN‘ WILD zu feiern, veröffentlichen Airbourne das Vinyl/DVD-Set DIAMOND CUTS. CLASSIC ROCK verlost ein Exemplar davon.

DIAMOND CUTS enthält die ersten drei Alben von Airbourne, neben RUNNIN‘ WILD sind das NO GUTS. NO GLORY. und BLACK DOG BARKING. Außerdem gibt’s die Songsammlung DIAMOND CUTS – THE B-SIDES dazu.

Abgerundet wird das Set von der DVD „It’s All For Rock’n’Roll“ mit einer bis dato unveröffentlichten Dokumentation über die australischen Hardrocker.

Hier am Gewinnspiel teilnehmen:
[contact-form-7 id=“64762″ title=“airbourne_diamond_cuts“](Teilnahmeschluss: 15.10.2017)

 

David Bowie – A NEW CAREER IN A NEW TOWN

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david bowie new careerDavid Bowies fabelhafte finale RCA-Jahre.

Nach dem Ausflug in die surreale Welt des US-Showbiz, bei dem sich David Bowie eine handfeste Kokainsucht und noch einige weitere Untugenden zulegte, zog er in luzider Weitsicht Ende 1976 die Notbremse. Mit Personal Assistant Coco Schwab, Intimfreund Iggy Pop sowie Chauffeur und Bodyguard Tony Mascia im Schlepptau, ließ er sich in Europa nieder: Im Schweizer Steuerparadies Clos des Mé­­sanges und in der Subkultur der Mauerstadt Ber­lin. Hier fand der zeitweilig monetär klamme Bowie, unterstützt von Produzent Tony Visconti und Oblique-Strategies-Kartenzieher Brian Eno, zu einer neuen künstlerischen Sprache.

Ob die oft als Berlin-Trilogie apostrophierten Alben LOW, HEROES und LODGER mit ihrer Überblendung aus Krautrock (Can, Faust, NEU!), Elektronik (Kraftwerk, Tangerine Dream), World Music und New Wave tatsächlich eine Trilogie sind, bleibt einmal dahingestellt. Lebte Bowie samt Entourage in jener Ära doch keineswegs pausenlos in Schö­nebergs Hauptstraße. Zweifellos verdienen die beiden ersten Werke im Kontext mit den parallel von Bowie produzierten Iggy-Pop-Alben THE IDIOT und LUST FOR LIFE das Gütesiegel Mei­lensteine.

Für das 11-CD-Set bzw. die 13-LP-Box A NEW CAREER IN A NEW TOWN (1977 – 1982) mitsamt 128-seitigem Hardcoverbuch kam so ei­­niges zusammen: Zusätzlich zu den remasterten Versionen von LOW, HEROES, LODGER, SCARY MONSTERS (AND SUPER CREEPS) und dem Li­­vemitschnitt STAGE (2 CDs), liegen LODGER und STAGE jeweils auch noch im 2017-Mix von Tony Visconti bei. Für die HEROES-EP ließen sich aus Archivtiefen ›Heroes/Helden (German Album Version)‹ und ›Helden (German Single Version)‹ sowie die beiden französischen Pendants heben. Auf der Raritätenkollektion RE:CALL 3 finden sich u.a. die australische Single ›Breaking Glass‹, die US-Promo und spanische 12-Inch von ›Beauty And The Beast‹, ›Peace On Earth/Little Drummer Boy‹ im Duett mit Bing Crosby, die Soundtrack-Version von ›Cat People (Putting Out Fire)‹, die Queen-Kollaboration ›Under Pressure‹, die Ja­­pan-Single ›Crystal Japan‹, die 79er Neu­auf­nahme von ›Space Oddity‹ sowie deren Non-Album-B-Seite ›Alabama Song‹.

Last but not least sind auch jene fünf finalen Songs von David Bowie für das Label RCA enthalten, die lange Zeit vergriffen waren: die EP BAAL von 1982, der Soundtrack zur gleichnamigen britischen TV-­Filmproduktion.

10/10

David Bowie
A NEW CAREER IN A NEW TOWN (1977-1982)
PARLOPHONE/WARNER

Gewinnspiel: Jetzt mitmachen und The Analogues live sehen

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the analoguesDie Analogues haben es sich zur Aufgabe gemacht, experimentelle Beatles-Alben wie SGT. PEPPER’S live auf die Bühne zu bringen. Es ist etwas, das die Fab Four in den 60ern nie getan haben. Wer sich dieses einmalige Klangerlebnis nicht entgehen lassen will: CLASSIC ROCK verlost je 2×2 Tickets für die Auftritte der Beatles-Nachfahren in Berlin und Köln.

The Analogues live:
02.10.2017 Berlin, Huxley´s
04.10.2017 Köln, Theater am Tanzbrunnen
02.05.2018 Essen, Colosseum
03.05.2018 Hannover, Theater am Aegie
05.05.2018 Offenbach, Capitol
06.05.2018 Stuttgart, Theaterhaus T2
09.05.2018 Halle, Händel Halle
11.05.2018 Leipzig, Haus Auensee
15.05.2018 Hamburg, Mehr! Theater

Hier teilnehmen:
[contact-form-7 id=“64752″ title=“analogues_tickets“](Teilnahmeschluss: 01.10.2017)

 

So verblüffend klingt es, wenn die Analogues legendäre Songs der Beatles spielen:

Neuerscheinungen: Ab heute im Plattenladen

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Davis CrosbyFolkrock-Ikone David Crosby haut mit SKY TRAILS ihr drittes Album in vier Jahren raus. Die weiteren Neuheiten zum Wochenende kommen von Kadavar, den Grave Pleasures und Airbourne.

CSN-Gründer David Crosby ist produktiv wie selten zuvor. In der „Tonight Show“ stellte er seine neue Single ›She’s Got to Be Somewhere‹ vor:

Hier findet ihr die Review zu SKY TRAILS…

Muskelspiel und Zärtlichkeit – Kadavar bringen das auf ROUGH TIMES locker zusammen. Hier kommt das Video zum Song ›Into The Wormhole‹:

Hier findet ihr die Review zu ROUGH TIMES…

Auf MOTHERBLOOD loten Grave Pleasure die Grenzen zwischen Euphorie und Schmerz, zwischen Party und Tod aus. Wie das klingt? So:

Hier findet ihr die Review zu MOTHERBLOOD…

Zum zehnjährigen Jubiläum ihres Debütalbums versammeln Airbourne ihr bisheriges Schaffen im 4CD-Boxset DIAMOND CUTS:

Hier findet ihr die Review zu DIAMOND CUTS…

David Crosby – SKY TRAILS

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sky trailsRastlose Fortsetzung eines bemerkenswerten Comebacks.

20 Jahre lang schien es so, als sei Folk-Rock-Legende David Crosbys kreative Ader für immer versiegt – angesichts seiner allseits bekannten Drogeneskapaden eigentlich kein Wunder. Umso erstaunlicher, dass der alte Zausel mit Mitte 70 nun die wohl fruchtbarste Zeit seiner sechs Dekaden umfassenden Laufbahn erlebt: SKY TRAILS ist bereits sein drittes Werk als Solist innerhalb von vier Jahren. Nur zehn Monate nach der in Kollaboration mit Snarky-Puppy-Mastermind Michael League entstandenen LP LIGHTHOUSE, die betont sparsam instrumentiert war, knüpft das neue Album eher beim umjubelten Comeback CROZ von 2014 an – auch, weil dieses Mal wieder mit kompletter Band gearbeitet wurde und Crosbys Sohn James Raymond der wichtigste Partner war. So punktet auch SKY TRAILS mit einer bisweilen verblüffend zeitgemäßen Variante des Soft-Rock-Sounds, den der frühere The-Byrds-Mitstreiter schon in den 70ern als Teil von Crosby, Stills & Nash perfektioniert hatte, wagt sich mit jazzigen Versatzstücken aber gleichzeitig ein Stück weiter vor. Bei ›She‘s Got To Be Somewhere‹ ist Crosby klanglich Steely Dan ganz nah, bei ›Curved Air‹ trifft Singer/Songwriter-Kunst auf Flamenco und ›Before Tomorrow Falls On Love‹ entpuppt sich als lupenreine Crooner-Kla­vierballade, während Crosby textlich wie gewohnt kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es um den Lauf der Welt und seine Sicht der Dinge geht. SKY TRAILS mag etwas weniger kompakt daherkommen als die Vorgänger, ein beeindruckendes Zeugnis der ungebrochenen Rastlosigkeit Crosbys ist das Album aber allemal.

7/10

David Crosby
SKY TRAILS
BMG/WARNER

Kadavar – ROUGH TIMES

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rough times„Erfolg ist kein Glück/Sondern nur das Ergebnis von Blut, Schweiß und Tränen“ …

– was in Wahrheit aus einem Track des Berliner Rappers Kontra K stammt, könnte ebenso gut als Cre­do einer ebenfalls in der Hauptstadt beheimateten Band herhalten: Ka­­davar. Mit Ausdauer und Willen haben sich Chris­toph „Lupus“ Lindemann, Christoph „Tiger“ Bartelt und Simon „Dragon“ Bouteloup vom Insidertipp zu einer echten Institution hochgearbeitet. Und das ist weder Glück noch Zufall, denn Kadavar haben et­­was, das man einfach nicht erlernen kann: Charisma. Nach dem Sensationserfolg seines dritten Albums BERLIN, dem energetische Konzerte durch große Hallen folgten, setzt das Trio mit dem Nachfolger erneut ein Zeichen für die Kraft eines kompromisslos ausgelebten Musikverständnisses: keine Wie­derholungen! Wie auf keinem Albem zuvor gelingt es den Dreien, mit Ideenreichtun und unerwarteten Wendungen zu überraschen. Ob die einen infernalischen Gitarrenteppich konterkarierenden, an eine Flöte erinnernden Hochtöner im Eröffnungstrack, die alles zermalmende Wucht eines ›Into The Worm­hole‹, das manisch-entschlossene ›Skeleton Blues‹ oder die in Nostalgie badenden Psychedelic-Crooner ›The Lost Child‹ und ›You Found The Best In Me‹: Kadavar zeigen auf ROUGH TIMES, wie sehr Muskelspiel und Zärtlichkeit doch Seiten der gleichen Medaille sind. Unverzichtbar!

9/10

Kadavar
ROUGH TIMES
Nuclear Blast/Warner