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Rock And Roll Hall Of Fame: Die Liste der Nominierten für 2018 ist da

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Die Nominierten für die Aufnahme in die Rock And Roll Hall Of Fame für 2018 stehen fest. Unter den Anwärtern befinden sich Bon Jovi, Judas Priest, Depeche Mode und Radio Head.

Seit 1986 werden jedes Jahr im Rahmen eines feierlichen Initiationsritus neue Künstler in den legendären Club der Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen. Voraussetzung hierfür ist, dass das Erscheinungsdatum des Debüts der jeweiligen Musiker mindestens 25 Jahre zurückliegt. Vor diesem Hintergrund wählt ein Komitee die Nominierten aus.

Für das Jahr 2018 ergab sich eine Liste von 19 Künstlern, die nächstes Jahr darauf hoffen können, ein Ehrenplätzchen in den famosen Hallen zu ergattern. Zum allerersten Mal nominiert wurden Judas Priest, Radiohead, Rage Against The Machine, die Eurythmics, Nina Simone, Sister Rosetta Tharpe, Kate Bush, die Dire Straits und The Moody Blues.

Seit sechs Jahren kann nicht mehr nur ein begrenzter Kreis aus 600 „Rock-Experten“ über die Aufnahme entscheiden, auch Fans haben bis zum 5. Dezember 2017 die Chance, für ihre Lieblingskandidaten abzustimmen. Diese Ergebnisse werden in das offizielle Wahlprozedere integriert – und bereits kurz nach Abstimmungsende die endgültigen Sieger im Dezember bekannt gegeben. Am 14. April 2018 findet dann die offizielle Zeremonie statt.

Anfang 2017 wurden Yes, Tupac Shakur, Pearl Jam, ELO, Nile Rogers und Joan Baez in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen.

Die gesamte Liste der Nominierten für 2018 lautet:
Bon Jovi
Kate Bush
The Cars
Depeche Mode
Dire Straits
Eurythmics
J. Geils Band
Judas Priest
LL Cool J
MC5
The Meters
The Moody Blues
Radiohead
Rage Against The Machine
Rufus Featuring Chaka Khan
Nina Simone
Sister Rosetta Tharpe
Link Wray
The Zombies

Meilensteine: Die Beatles spielen sich mit ›Love Me Do‹ ins Rampenlicht

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beatles5. Oktober 1962: Das Single-Debüt ›Love Me Do‹ erscheint.

Im Herbst 1962 errang das Single-Debüt der Beatles auf Anhieb Rang 17 in den britischen Verkaufscharts. Es war die erste un­­zähliger Studiokooperationen von Hausproduzent George Martin mit den frisch für das EMI-Unterlabel Parlophone unter Vertrag genommenen vier Liverpoolern. Komponiert hatten das Stück Paul McCartney und John Lennon schon vor der Beat­les-Gründung – vermutlich 1958.

„Paul schrieb den Löwenanteil, ich trug lediglich zum Mittelteil etwas bei“, erinnerte sich John Lennon an den Entstehungsprozess. Ganz anders hingegen McCartneys Rückschau: „Das war eine 50-zu-50-Arbeit in noch jungen Jahren. Einer der wenigen Songs, an dem wir bis heute zu 100 Prozent die Rechte innehaben.“

Vom Stück mit Lennons signifikanter Mundharmonika, dessen Duogesang an die Everly Brothers erinnert, entstanden 1962 drei Versionen, eingespielt in den EMI Studios in der Abbey Road: 1. Eine Testversion entstand am 6. Juni 1962 mit Ur-Schlagzeuger Pete Best (zu finden auf ANTHOLOGY 1). 2. Am 4. September 1962 folgte eine zweite Fassung mit Neumitglied Ringo Starr. 3. Auf einer weiteren Aufnahme vom 11. September trommelt Session-Musiker Andy White, mit Starr am Tamburin. Version 2 fand sich auf der 45er-Erstauflage vom 5. Oktober mit der B-Seite ›P.S. I Love You‹ (Parlophone R4949).

Whites Getrommel kann man auf dem UK-LP-Debüt PLEASE PLEASE ME und der EP THE BEATLES‘ HITS lauschen. Übrigens: Hierzulande veröffentlichte EMI Electrola ›Love Me Do‹ (Odeon 22 396) mit einer anderen Rückseite: ›Please Please Me‹, der A-Seite der zweiten UK-Single. Im Zuge des Kinofilms „Let It Be“ spielten die Beat­les am 28. Januar 1969 mit Billy Preston an der Orgel eine weitere Version ein.

Gewinnspiel: Tickets und Meet & Greet mit Brian Downey sichern

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brian downeyEr ist eines der Gründungsmitglieder von Thin Lizzy und eine echte Legende am Schlagzeug. Im Oktober kommt Brian Downey mit Brian Downey´s Alive & Dangerous für mehrere Auftritte nach Deutschland. CLASSIC ROCK verlost je 1×2 Tickets für jedes Konzert – plus Meet & Greet mit dem Künstler.

Brian Downey´s Alive & Dangerous live:
17.10. Frankfurt/Main, Nachtleben
20.10. Dortmund – Piano
22.10. Bruchsal, Fabrik
24.10. Hamburg, Knust
26.10. Dresden, Tante Ju
28.10. Nürnberg, Cult
29.10. München, Garage deluxe

Hier teilnehmen:
[contact-form-7 id=“64858″ title=“brian_downey_tickets“](Teilnahmeschluss: 15.10.2017)

 

Hier ist der Trailer zur kommenden Tour von Brian Downey´s Alive & Dangerous…

…und hier gibt’s ein Grußwort von Brian Downey höchstselbst:

Bruce Springsteen: Neues Album in den Startlöchern

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springsteenIn einem aktuellen Interview spricht Bruce Springsteen über seine kommende Platte – und erklärt, warum es darauf keine Anti-Trump-Songs geben wird.

Bruce Springsteen bereitet die Veröffentlichung seines nächsten Albums vor. Das sagte er jetzt gegenüber „Variety“. Es wird sich dabei voraussichtlich eher um ein Soloprojekt handeln, verglichen mit den jüngsten Springsteen-Platten zusammen mit der E Street Band.

Das bisher unbetitelte Werk sei auch weniger auf aktuelle politische Ereignisse fokussiert als etwa einige Vorgänger, erzählt Springsteen. „Ich habe wirklich viel von dem, was ich in diese Richtung sagen wollte, auf WRECKING BALL getan. Es treibt mich nicht dazu, Anti-Trump-Material zu schreiben.“ Der Grund sei, dass das Thema sowieso überall auftauche. „Es fühlt sich deshalb gerade etwas redundant an für mich.“

Musikalisch sei das neue Album vom Southern-California-Pop der 70er beeinflusst. „Jimmy Webb, Burt Bacharach, solche Platten. Ich weiß nicht, ob man diese Einflüsse heraushören wird, aber das war es, was ich im Kopf hatte… Daneben ist es auch ein Singer/Songwriter-Album.“

Bruce Springsteen mit ›We Take Care Of Our Own‹ vom Album WRECKING BALL:

Gewinnspiel: CLASSIC ROCK verlost David Crosbys Album SKY TRAILS

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sky trailsEs läuft beim CSN(Y)-Gründer und Folkrock-Meister: Mit SKY TRAILS hat David Crosby gerade sein drittes Soloalbum in vier Jahren veröffentlicht – so viel wie davor in gut vier Jahrzehnten zusammen. CLASSIC ROCK verlost drei Exemplare.

Hier teilnehmen:
[contact-form-7 id=“64817″ title=“david_crosby_sky_trails“](Teilnahmeschluss: 15.10.2017)

 

David Crosby mit ›She’s Got To Be Somewhere‹ live im US-Fernsehen:

Tom Petty: Rocklegende stirbt mit 66 Jahren

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Tom Petty ist tot. Der Songschreiber erlitt US-Medien zufolge einen Herzstillstand und wurde leblos in seinem Haus in Malibu aufgefunden.

Tom Petty ist im Alter von 66 Jahren gestorben, das berichten US-Medien unter Bezug auf „TMZ“ und „CBS“. Der Sänger und Chef seiner Band The Heartbreakers sei am Sonntagabend leblos in seinem Zuhause in Malibu aufgefunden worden.

Petty hatte offenbar einen Herzstillstand erlitten. Im Krankenhaus konnten keine Gehirnaktivitäten mehr festgestellt werden, weshalb die bereits eingeleiteten lebenserhaltenden Maßnahmen am Montag eingestellt wurden.

„Es sind schockierende, erschütternde Neuigkeiten“, sagte Bob Dylan, Pettys Bandkollege bei den Traveling Wilburys, dem US-Rolling-Stone. „Ich habe so viel von Tom gehalten. Er war ein großartiger Performer, er strahlte so viel Licht aus, er war ein Freund und ich werde ihn nie vergessen.“

Tom Petty mit „I Won’t Back Down“, einem seiner größten Hits:

Route 91 Harvest: Mehr als 50 Tote bei Country-Festival in Las Vegas

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Beim Route 91 Harvest Festival in Las Vegas fielen am Sonntagabend mehrere Schüsse. Nach aktuellen Erkenntnissen wurden mindestens 50 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt.

Am Wochenende fand in Las Vegas eines der beliebtesten Country-Festivals Amerikas statt, das Route 91 Harvest. Statt eines entspannten Festival-Ausklanges ereignete sich gestern Abend während des Abschlusskonzertes von Jason Aldean eine Tragödie: Mit einem Maschinengewehr schoss ein Mann aus dem 32. Stockwerk des Mandalay Bay Hotels in die wehrlose Menge. Ungefähr 30.000 Besucher sollen sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Konzertgelände befunden haben.

Dieses Twitter-Video zeigt fliehende Menschen auf dem Festivalgelände:

Den aktuellsten Berichterstattungen zufolge sind mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen und bis zu 200 Weitere verletzt worden. Der Täter wurde von der Polizei in Las Vegas in seinem Hotelzimmer überwältigt und tötete sich selbst: Es handelte sich um einen Mann namens Stephen Paddock. Das Motiv für die Tat ist bisher noch nicht bekannt, die zuständigen Ermittler schließen jedoch einen extremistischen Hintergrund aus.

Country-Star Jason Aldean äußerte sich auf Instagram zu den tragischen Vorfällen:


„Der heutige Abend war mehr als entsetzlich. Ich weiß immer noch nicht, was ich sagen soll, aber ich wollte jeden wissen lassen, dass ich und meine Crew in Sicherheit sind. Meine Gedanken und Gebete sind bei jedem, der von den Ereignissen heute Abend betroffen ist. Es bricht mir das Herz, dass so etwas Menschen passiert ist, die einfach nur eine schöne Nacht genießen wollten.“

Sting: Die Lehre vom „besseren“ Musikhören

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sting 2016Nach zahlreichen Alben, auf denen Sting das Epische auslotete und sich dafür allerlei archaischer Musiken bediente, findet er mit 65 Jahren noch einmal zurück zur Rockmusik. „57TH & 9TH“ ist allerdings keine Rückkehr zum kantigen, druckvollen Rock von THE Police, sondern eher ein Eintauchen in homöopathisch dosierten US-Rock, der in vielen Fällen mit einer Message verbunden wird.

Man hatte sich jetzt seit bald eineinhalb Jahrzehnten daran gewöhnt, dass Gordon Matthew Sumner, wenn er denn noch mal auf die Rockmusik kam, dies nur im Rahmen von Konzerten tat, wo er mal nur ein paar und manchmal auch eine überraschende Vielzahl an alten Police-Hits in neuem Gewand aufkochte. Seine Studioalben hingegen tauchten tief ab in musikhistorische Zusammenhänge jenseits von Rock- oder gar Pop-Musik, verhandelten, wie auf SONGS FROM THE LABYRINTH, mal die Lau­­tenmusik des mittelalterlichen Komponisten John Dowland, oder dienten, wie auf seinem bislang letzten Album THE LAST SHIP, als Vorlage für ein Broadway-Musical. Rockmusik hingegen schien für Sting ein zu kleiner Schuh geworden zu sein; in älteren Interviews äußerte er sich zumindest dergestalt, dass ihm das Korsett des Rock mittlerweile keine neuen Impulse mehr zu geben versprach.

Angesichts dieser Vorgeschichte ist sein neues, zwölftes Solowerk 57TH & 9TH tatsächlich eine angenehme Überraschung, denn ein Großteil der neuen Songs bewegt sich nun doch wieder im rockmusikalischen Rahmen. Zugleich bietet diese Platte eine Chance, Stings Songwriting noch einmal neu zu entdecken, denn die Art von Rock, die er darauf formuliert, ist durch und durch amerikanisch und obendrein traditionell geprägt. Was man bereits am Titel sieht, der sich auf eine Straßenkreuzung in New York bezieht, an der Sting, wie die Linernotes zum Album verraten, schon häufig stand und über amerikanische Musiktraditionen und ihre Entwicklung nachdachte – manifestiert im Imagewandel dieser Straßenecke, die einstmals den nördlichen Rand des hochgefährlichen Viertels „Hell’s Kitchen“ markierte und mittlerweile eine der hipsten und teuersten Gegenden Manhattans ist.

Gerade für die neue, in New York aufgenommene Platte kam Sting jeden Morgen an dieser Straßenecke vorbei, denn „ich mag es, zu Fuß zur Arbeit zu gehen. Und der Weg zu den wenigen Aufnahmestudios, die es noch in Manhattan gibt, führen alle quasi unmittelbar an dieser Straßenecke vorbei“. Und da er, wie er berichtet, einen Großteil seines Nachdenkens beim Laufen erledigt, seit er denken kann und mit seinem Vater, einem Milchmann, gemeinsam die morgendlichen Runden durch seine Heimatstadt Newcastle upon Tyne erledigte, lag es nahe, 57TH & 9TH auch nach dieser für dieses Album so be­­­deutenden Straßenecke zu benennen.

Wollte man nach einem thematischen roten Faden fahnden, so landet man bei der Suche als dem großen Oberthema: Der Suche nach Wahrheit, und dies in zahllosen Zusammenhängen. Mal geht es um die Wahrheit zwischen zwei Menschen, deren Beziehung in die Brüche ging, dann wieder um die Frage, wie viel Wahrheit in der Auffassung steckt, der Klimawandel sei nur ein Schreckgespenst ökologisch Radikaler, die Angst schüren wollen. Es gibt einen Song, der den Hörer mitnimmt auf die Wahrheitssuche des jungen Gordon, der mit seinem Vater die Milch austrägt, und einen anderen – ›Inshallah‹, der mit seinen arabischen Klängen weit aus dem klanglichen Rahmen des Albums fällt – der sich mit der Wahrheitssuche hinter den Flüchtlingsströmen beschäftigt. Sting liefert dabei bewusst keine Antworten – er formuliert stattdessen lieber offene Fragen oder verdichtet persönliche Eindrücke, um dem Hörer Gedankenimpulse an die Hand zu geben, mit denen er seine eigenen Gedanken zu diesen Themen voran treiben kann. Das ist didaktisch klug und auch nicht allzu überraschend, wenn man sich erinnert, dass Sumner ursprünglich Lehrer werden wollte.

Dabei agiert Sting je­­doch nicht als zeigefingerschwingender Oberlehrer, sondern eher als virtueller Diskussionsleiter für Inhalte, die ihn beschäftigen und dem Hörer angeboten werden als dringliche Themen, über die einmal ausführlicher nachzudenken sich lohnt. Prinzipiell ist Sting – insbesondere verglichen mit früheren Phasen, wo er beispielsweise fast schon manisch um den Erhalt des südamerikanischen Regenwaldes warb – in der Gegenwart ein aufgeräumter Kerl, der sich gern einer gewissen Leichtigkeit hingibt. Was man etwa unmittelbar spürt, als wir die Interview-Suite in einem Hamburger Lux­ushotel betreten.

Um ihn herum springen zig Menschen, die sich ihrer Wichtigkeit mehr als bewusst sind und ihn in jeder freien Se­­kunde auf die am Ab­­end anstehende Verleihung des deutschen Radiopreises einstimmen; während er selbst vollkommen gelassen in einem Sessel fläzt und den alten Dean-Martin-Hit ›Volare‹ vor sich hin trällert. „Das war mal ein wirklich starker Song“, sagt er zum Ende seines Vortrags, während wir das Aufnahmegerät aufbauen. „Solche Songs gibt es heutzutage kaum noch, die auch nach Jahrzehnten noch immer eine große Bedeutung haben.“ Da liegt die Einstiegsfrage auf der Hand.

Ist es auch deine wichtigste Intention als Komponist, solche Songs zu kreieren, die die Zeit überdauern und in ihrer Be­­deutung nichts einbüßen?
Nein, ich denke, so etwas kann man sich nicht vornehmen. Wenn es passiert – und ich glaube, mit einigen Songs ist mir das durchaus gelungen – dann geschieht es durch den Zufall, den besten Song zu einer optimalen Zeit geschrieben zu haben. Letztlich wurde ich Songwriter, weil ich Lieder schreiben möchte und nicht, um etwas von bleibendem Wert zu kreieren. Doch dann er­­fährt man, dass die eigenen Songs bei Hochzeiten oder Beerdigungen anderer Menschen gespielt werden, dass sie einen starken Einfluss auf das Leben dieser Menschen haben. Das ist wunderbar, aber nicht steuerbar. Und für mich sind diese Songs, die anderen offenbar so viel bedeuten, letztlich nicht bedeutender als jene, die ich für meine Katze zu Hause schrieb und die nie jemand anders als sie zu hören bekommt. Bitte richtig verstehen: Natürlich freut es mich zu hören, dass einer meiner Songs einem wildfremden Menschen so viel bedeutet, dass er ihm als Soundtrack zu einem der wichtigsten Mo­­mente seines Lebens dient. Aber da ich so etwas beim Komponieren nicht intendiert habe, fällt es mir schwer, dafür die Verantwortung oder die Credits zu übernehmen.

Auf deinem neuen Album formulierst du viele Fragen nach der Wahrheit in Dingen. Wahrheiten, die teils ernüchternd sind, teils hoffnungsvoll. Gibt es Hoffnung für die Welt?
Nun prinzipiell bin ich ein Mensch, der zu hemmungslosem Optimismus neigt. Schon als Kind verfolgte ich stets die Sichtweise, dass das Leben immer nur besser werden kann. Als junger Mann wiederum war ich be­­flügelt von dem Gedanken, dass ich ir­­gendwann Erfolg haben werde, sowohl als Musiker als auch als ein Mensch, der einen Partner fürs Leben findet. Nachdem ich ge­­heiratet und Kinder bekommen habe, verlegte sich mein Optimismus darauf, dass die Welt zu einem besseren Ort werden kann. Bis auf diese letzte Hoffnung haben sich alle meine optimistischen Träume nach und nach erfüllt. Und das lässt mich eben auch hof­­fen, dass dieser letzte, sicherlich größte Traum ebenfalls irgendwann Wirklichkeit und die Welt zu einem besseren Ort werden kann. Ich denke, Optimismus ist also eine gesunde Le­­bensstrategie, aber ich verfalle dabei nicht in Illusionen. Und daher muss ich sagen: Was die Welt betrifft, so wird es immer schwerer, sich Op­­­timismus zu bewahren, denn manchmal wird die Welt schon sehr düster und hoffnungslos. Und trotzdem bleibe ich dabei, dass es ohne Optimismus nicht geht. Wir dürfen einfach nicht aufgeben.