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Video der Woche: Bon Jovi – ›You Give Love A Bad Name‹

In ihrem Video ›You Give Love a Bad Name‹ von 1986 sind Richie Sambora und Jon Bon Jovi noch glücklich vereint.Ob es 2018 nochmal so schön werden könnte? In unserem Video der Woche springen wir über 30 Jahre zurück und zeigen Bon Jovi glücklich vereint und am Höhepunkt ihrer Karriere.

Letzte Woche wurden Bon Jovi für die Aufnahme in die Hall Of Fame für nächstes Jahr nominiert. Nur kurz später meldete sich das ehemalige Mitglied Richie Sambora zu Wort und bekundete sein Interesse an einer Reunion-Show im Falle eines Sieges.

Die Idee ist nur nachvollziehbar, schließlich sei – Sambora zufolge – der bittere Trennungsschmerz inzwischen Schnee von gestern und er an den meisten Hits von Bon Jovi maßgeblich beteiligt gewesen.

In unserem Video der Woche blicken wir deshalb drei Dekaden zurück, als die Frisuren wild geföhnt, die Outfits schillernd und Jon und Richie am Zenith ihrer Karriere noch dicke Freunde waren.

Versetzt euch zurück in die haarigen 80er mit ›You Give Love A Bad Name‹. Schmunzeln erlaubt:

Bon Jovi haben sich bisher nicht zu Samboras Ansinnen geäußert. In unserem Interview von März 2017 hörte sich Sänger Jon jedoch nicht so an, als würde er eine Reunion in Betracht ziehen.
Lest hier unser Interview mit Jon Bon Jovi…

Brian May – “Queen In 3-D”

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Brian May Queen in 3-DAus einem anderen Blickwinkel.

Als Queen-Fan ist man in den letzten Jahren nicht allzu oft verwöhnt worden, bis auf LIVE AT THE RAINBOW ’74 und das 75er NIGHT AT THE ODEON gab es nur weitere an sich unnötige Compilations. Was sollte auch noch kommen? Aber dieses Buch-Projekt von Brian May ist etwas anderes; da scheint jemand wirklich überrascht von der Vielfalt und Tiefe seines eigenen Ar­­chivs gewesen zu sein. Auch wenn auf den ersten 26 Seiten die technischen Details überwiegen – der Rest ist eine Zeitreise in den inneren Queen-Kosmos, ähnlich wie es Stewart Cope­land 2006 mit seinem EVERYONE STARES-Film über The Police gelungen ist. Laut May sind 95 Prozent der Fotos unveröffentlicht, diese auch nur mit einer speziellen, beigelegten Brille zu sehen. Der komplette Innentext stammt von ihm; wer den Gitarristen kennt, weiß, dass so­­gar jeder Radiopromoter, der sich in den An­­fangszeiten für Queen den Arsch aufgerissen hat, seine Erwähnung bekommt. May ist damit eine Art Hightech-Urlaubs-Bildband einer Rockband gelungen, mit teils ungestellten Aufnahmen (Queen in Ostberlin!), die liebevoll kommentiert und garantiert nicht mit PhotoShop bearbeitet wurden.

7/10

Queen In 3-D
VON BRIAN MAY
earBOOKS

Gewinnspiel: Lukas Nelson live sehen – samt Meet & Greet!

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Lukas Nelson Promise Of The RealAm 20. Oktober spielen Lukas Nelson & Promise Of The Real in Berlin (Musik & Frieden). CLASSIC ROCK verlost zweimal je 1×2 Tickets für die Show inklusive Meet & Greet mit Sänger und Willie-Nelson-Sohn Lukas. Dazu gibt’s das neue Album der Band auf CD.

Hier teilnehmen:

[contact-form-7 id=“65487″ title=“lukas_nelson_tickets_berlin“](Teilnahmeschluss: 18.10.2017)

 

Lukas Nelson & Promise Of The Real mit ihrem neuen Song ›Find Yourself‹:

Heat – NIGHT TROUBLE

Heat Night Trouble

Zweischneidiges Rock-Schwert.

Die Vorbilder sind mehr als offensichtlich – und das ist auch okay. Das größte Problem am dritten Heat-Vorstoß NIGHT TROUBLE ist allerdings, dass die Klasse der Originale zumindest in der ersten Albumhälfte nicht mal ansatzweise erreicht wird. In der klingt man wie eine Coverband von Thin Lizzy oder den frühen Scorpions. Eine gute Coverband zwar, die wirklich was von ihrem Handwerk versteht, aber eben immer noch eine Coverband. Vor allem Sänger Patrick hinkt Fi­­guren wie Phil Lynott oder Klaus Meine hinterher, was auch gute musikalische Momente wie im leidenschaftlichen ›Sullen Eyes‹ ein wenig abschwächt und bei ›Granny Notes‹ zu einem bemühten, aber vergeblichen Blues-Versuch führt.

Doch siehe da: Mit ›Where Love Grows‹ wendet sich das Blatt. Dezente Iron-Maiden-Momente mischen sich in den geradlinigen Hard Rock, urplötzlich ist instrumental eine ganze Menge mehr geboten, die Songs werden länger, eigenständiger. Kritikpunkt bleibt hier zwar auch der Gesang, dafür gibt es auf der B-Seite einen gelungenen und deutlich abwechslungsreicheren Ritt durch die Schnittmenge aus Classic Rock, Proto-Metal und Hard Rock. Mehr Stücke wie das sehnsüchtige Rock-Epos ›The Kraken‹ (das textlich dennoch ein extrem abgelutschtes Gedicht bedient) wäre auch in der ersten Hälfte wünschenswert gewesen.

6/10

Heat
NIGHT TROUBLE
THIS CHARMING MAN/CARGO

Neuerscheinungen: Ab heute im Plattenladen

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Ehemaliger Led Zeppelin-Frontmann Robert Plant bringt heute sein neues Album CARRY FIRE auf den Markt.Led Zeppelin-Legende Robert Plant bringt heute sein neues Album CARRY FIRE heraus. Außerdem gibt es brandheißes Material von The White Buffalo, William Patrick Corgan und Terry Hoax.

Wieder mal blickt Robert Plant mit seinen Sensational Space Shifters über den Tellerrand der Rockmusik hinaus und zeigt, wie gut man diese mit vielfältigen Einflüssen vermengen kann. So auch in ›The May Queen‹ vom neuen Album CARRY FIRE:
Hier geht’s zur Review von CARRY FIRE…

Smashing-Pumpkins-Mann William (Billy) Patrick Corgan zeigt sich auf OGILALA von seiner sanften Seite und lässt Stimme und Piano den klanglichen Vortritt:

Hier geht’s zur Review von OGILALA…

Die Hannoveraner von Terry Hoax liefern ihr siebtes Studioalbum ab und bleiben auch darauf der straighten Rockmusik treu. So wie hier in ›Inbetween‹ von ihrer neuen Platte THRILL!:

Hier geht’s zur Review von THRILL!…

Etwas druckvoller und rockiger als gewohnt präsentieren sich The White Buffalo auf DARKEST DARKS, LIGHTEST LIGHTS:

Hier geht’s zur Review von DARKEST DARKS, LIGHTEST LIGHTS…

William Patrick Corgan – OGILALA

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William Patrick Corgan OgilalaSanfte Töne vom Ex-Smashing-Pumpkin.

Bei manchen Künstlern fällt es be­­kanntlich schwer, ihr Werk ge­­trennt von ihrer Persönlichkeit zu betrachten. Billy, pardon: William Patrick Corgan ist ein solcher. So sehr er in den 90er-Jahren als verwundeter, aber unbeugsamer Held der Unverstandenen zu Ruhm und Platinverkäufen kam, hat er mit seiner brüsken Art, einigen verqueren Ansichten und einem offensichtlich nicht unbedingt unterdimensionierten Ego doch viele Sympathien verspielt und bleibt für viele eine Reizfigur. Zumindest auf seinem zweiten Solowerk vermeidet er aber jeglichen Konfrontationskurs und serviert stattdessen elf getragene, pianolastige, teils fast schon nackte Stücke, in denen man Gitarren mit der Lu­pe suchen muss. Unter der guruhaften Ägide von Rick Rubin werden daraus ein paar zurückhal­tende, aber doch emotionsstarke Perlen von un­­leugbarer Schönheit, während an anderer Stelle keine griffige Substanz zu erkennen ist. Wie immer dominiert Corgans markante Stimme aber das Geschehen so sehr, dass man die ganze Cho­se fast auf eine Frage reduzieren kann: Mag man sie? Dann wird man hier auch Zugang finden. Wenn nicht, hilft auch die schönste Melodie wenig. Gewartet hat wohl niemand auf diese Platte, lieben werden sie wohl nur die Wenigsten, aber hörenswert ist sie durchaus. Trotzdem: wenn Corgan, dann bitte mit krachigen Riffs.

6/10

William Patrick Corgan
OGILALA
BMG RIGHTS/WARNER

The White Buffalo – DARKEST DARKS, LIGHTEST LIGHTS

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White Buffalo Darkest Darks Lightest LightsLeidenschaftlich wuchtiger Roots-Rock für stürmische Zeiten.

In Zeiten, in denen Platten immer weniger Gewinn generieren und die meisten Künstler ihre Brötchen auf der Bühne verdienen, ist es natürlich klug, auch mit den Studiowerken die Energie und die Hingabe der Konzerte einfangen zu wollen. Auch The-White-Buffalo-Mastermind Jake Smith geht mit seiner inzwischen sechsten Platte diesen Weg und lässt dabei seine Vergangenheit ein Stück weit hinter sich. Statt auf klassisches Außen­seiter-Singer/Songwritertum im Geiste von Townes Van Zandt oder Steve Earle, das ihm in der Vergan­genheit mit Soundtrackbeiträgen zu „Sons Of Anar­chy“ oder „Californication“ Ruhm und Ehre eingebracht hatte, setzt er nun mit ordentlich Wumms und einem unvermindert kratzbürstigen Sound auf mehr Bandfeeling, mit dem er das gesamte Ameri­cana- und Roots-Rock-Spektrum abbildet, wenngleich er damit bisweilen alte Stärken etwas aus den Augen verliert. Denn seine neue Herangehensweise drängt die zuvor stets zentralen Storytelling-Texte etwas in den Hintergrund. Hörenswert ist es aber dennoch, wenn der Kalifornier mit dem rauen Bariton vom Auf und Ab und den emotionalen Extremen in stürmischen Zeiten singt und damit die titelgebenden DARKEST DARKS, LIGHTEST LIGHTS einfängt.

7/10

The White Buffalo
DARKEST DARKS, LIGHTEST LIGHTS
EARACHE/ADA-WARNER

Terry Hoax – THRILL!

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Terry Hoax ThrillStramm und schnörkellos.

Fragt man die Mitglieder von Terry Hoax, welche Art von Musik sie spielen, dürfte ihnen die Antwort leicht fallen. Während manch andere Bands immer absonderlichere Stilbezeichnungen für das eigene Schaffen kreieren, können die Hannoveraner stolz von sich behaupten, einfach nur Rockmusik zu spielen – stramm und schnörkellos und ohne künstliche Zusätze. Und so klingt das siebte Album der Band dann auch. THRILL bietet zwölf überwiegend geradeaus rockende Tracks mit feurigen Gitarren, knackigen Drums, eingängigen Hooklines und einem guten Sänger (Oliver Perau), der Melodie, Power, Seele und ein charmantes Timbre in seiner Stimme transportiert. Das Spektrum umfasst eher hardrockige Nummern (›The Best Is Yet To Come‹) ebenso wie alternativ angehauchte Stücke (›Inbetween‹, ›Thrill‹) und balladeske Momente (›Ghost‹). Dank eines erfolgreichen Crowdfundings, das die dreifache Summe einbrachte, konnten sich Terry Hoax mit Produzent Arne Neurand (Guano Apes, Revolverheld, Subway To Sally) in die renommierten Hannoveraner Horus Sound Studios einmieten und THRILL dort einen organischen, transparenten und druckvollen Sound maßschneidern, der die Songs exzellent zur Geltung bringt. Alles in allem ist THRILL ein rund klingendes Album ohne schwache Songs und mit viel Energie, das zwar das Rad nicht neu erfindet, aber gerade diese Reduktion auf das Wesentliche kann man als Stärke der Band sehen.

7/10
Sascha Blach

Terry Hoax
THRILL
CRESTWOOD/LOUD MEDIA/WARNER