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Stereophonics – SCREAM ABOVE THE SOUNDS

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Stereophonics Scream Above The SoundsJetzt neu, jetzt mit mehr Vielfalt.

Schon tausendmal wegen musikalischer Einfallslosigkeit von mir abgeschrieben, heimsten die Waliser um den früher immer stark nach Rod Stewart klingenden Sänger und Bandvorstand Kelly Jones auf der Insel grundsätzlich die Nummer 1 in den Charts ein. Jones sagte einmal, der schönste Moment sei aber 1996 ein Auftritt vor The Who gewesen, als ihnen Roger Dal­trey „viel Glück“ wünschte, „damals waren wir noch Kinder“. Der Erfolg der Band als UK-Topseller war für mich zehn Jahre lang aufgrund ihres ewig gleichförmigen Sounds so unerklärlich wie die britischen Essgewohnheiten á la Fritten mit Essig oder Plum­pudding mit Nierenfett. Erst KEEP CALM AND CARRY ON versöhnte mich durch mehr Ab­­wechslung und Finesse. Und heute? Bin ich zwar nicht geschüttelt, aber gerührt. Gerade die beiden ersten Singles sprühen geradezu vor Fröhlichkeit, während die enorm emotionale Pianoballade ›Be­­fore Anyone Knew Our Name‹ – eine Ode an den mittlerweile verstorbenen Schlagzeuger Stuart Cable – beweist, dass Kelly mit seiner Stimme mindestens 50 Prozent des Erfolges der Band ausmacht. Bei ›All In One Night‹ ist sie dann wieder da! Die Melancholie, die Sehnsucht, denn es ist ein typischer Soundtrack für irgendwelche schwermütigen Nachhausewege. Zusätzlich gibt‘s einen Gos­pel-Singalong-Ohrwurm und richtige Rockertracks. Alles in allem also ein Album ohne Ausschussware, in dem jede Menge Herzblut steckt und das jedem Mainstream-Fan viel Freude bereiten wird. Ab­­schließend urteilen sollte man aber erst nach zehn Durchläufen.

7/10

Stereophonics
SCREAM ABOVE THE SOUNDS
parlophone/Warner

Bob Seger: Neue Platte I KNEW YOU WHEN im November

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Bob SegerIm November veröffentlicht Bob Seger sein Album I KNEW YOU WHEN. Drauf würdigt er Lou Reed, Leonard Cohen und Glenn Frey.

Bob Seger ist zurück: Drei Jahre nach RIDE OUT gibt’s wieder eine neue Platte des US-Songwriters. Sie heißt I KNEW YOU WHEN und erscheint am 17. November.

Darauf covert Seger Songs seiner verstorbenen Musikerkollegen Lou Reed (›Busload Of Faith‹) und Leonard Cohen (›Democracy‹). Der ›Glenn Song‹ zu Ehren von Eagles-Mann Glenn Frey findet sich auf der Deluxe-Ausgabe des Albums.

Frey wuchs wie Seger selbst in Detroit auf und sang die Backround-Vocals zum Hit ›Ramblin‘ Gamblin‘ Man‹ von 1968. Seger schrieb dafür am Eagles-Song ›Heartache Tonight‹ mit.

Bob Seger mit einer Coverfassung von Lou Reeds ›Busload Of Faith‹:

Foo Fighters: ›The Pretender‹ live in antikem Ambiente

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De Foo Fighters live in der historischen Akropolis in Athen.Im Juli spielten die Foo Fighters in der antiken Akropolis von Athen. Die Aufnahmen der Show werden am 10. November ausgestrahlt, schon jetzt gibt es einen ersten Vorgeschmack mit dem Live-Mitschnitt zu ›The Pretender‹.

Das Show der Foo Fighters vom 10. Juli 2017 in der Akropolis in Athen ist geschichtsträchtig: Zum ersten Mal erlaubte die griechische Regierung ein Rockkonzert auf dem antiken Boden des berühmten Burgbergs.

Im Odeon des Herodes Atticus rockten die Foos in der schweißtreibenen Sommerhitze Griechenlands. Das Ereignis wurde gefilmt und soll im Rahmen des Formats „Landmarks Live In Concert“ des Senders PBS am 10. November im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt werden. Schon heute gibt es den Mitschnitt der Performance zu ›The Pretender‹ zu sehen.

Frontmann Dave Grohl meinte zum Konzert: „Wir haben schon einige abgedrehte Sachen in den letzten zwanzig Jahren gemacht. Aber das war wohl das Verrückteste, was die Foo Fighters jemals getan haben.“

Hier die Foo Fighters live in der Akropolis sehen:

De Foo Fighters live in der historischen Akropolis in Athen.
Foo Fighters live at the Acropolis.

Black Country Communion: Neues Video zu ›Last Song For My Resting Place‹

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Bereits im September haben Black Country Communion ihr jüngstes Album veröffentlicht. Seit gestern gibt es ein Video zum Song ›Last Song For My Resting Place‹ zu sehen.

Nicht viele hätten daran geglaubt, dass sich Joe Bonamassa und Glenn Hughes nochmal zusammenraufen und ihr Projekt Black Country Communion wieder aufleben lassen würden. Getan haben sie es aber doch, die zwei Stars, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Das Ergebnis der Kollaboration ist die im September erschienene vierte Platte der Gruppe, die schnörkellos mit dem Kürzel BCCIV betitelt wurde. Darauf ist auch die Single ›Last Song For My Resting Place‹ enthalten, zu der es jetzt ein neues Video gibt.

Zu Beginn des Clips ist ein Verweis auf die verstorbenen Musiker der Titanic zu sehen, danach steht Joe Bonamassa im Zentrum. Der Virtuose wird bei den Studioaufnahmen der Band gezeigt, Glenn Hughes erscheint nur manchmal schemenhaft im Hintergrund.

Hier das neue Video von Black Country Communion sehen:

Das letzte Wort: Art Garfunkel

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Interview Art GarfunkelEs ging nicht immer harmonisch zu zwischen Paul Simon und Art Garfunkel. Simon wurde nicht müde, zu betonen, dass er all jene unvergessenen Songs geschrieben hat, Garfunkel sah sich als Sänger eigentlich in der Rolle des Anführers. Zwei Egos, zu groß für eine Bühne. Je mehr Jahre ins Land gehen, desto eher scheint sich bei den beiden jedoch eine gewisse Al­­tersmilde durchzusetzen.

Art Garfunkel zumindest, der seinen ehemals engen Freund Simon noch 2015 als „Monster“ bezeichnete, schlägt versöhnliche Töne an, hat in seinen jüngst erschienenen Memoiren „What Is It All But Luminous (Notes From An Underground Man)“ aber sicherlich noch die eine oder andere Anekdote über das Mit- und Gegeneinander parat. Mit CLASSIC ROCK sprach er deswegen lieber über das Unterwegssein und die Vergangenheit.

Sie haben voriges Jahr ihre Überquerung Europas von West nach Ost in Istanbul erfolgreich abgeschlossen. In der Zwischenzeit ist viel passiert auf diesem Kontinent – würden sie es dennoch wieder tun?
Ja, das würde ich. Ich will für Konstanz stehen, will die Menschen beruhigen. Was war, das gibt es immer noch. Auch wenn sich die Welt weitergedreht und verändert hat.

Die aktuelle Weltlage beunruhigt Sie also gar nicht?
Nun, vielleicht ein wenig. Meine Frau jedoch ist sehr beunruhigt von den Geschehnissen auf der Welt. Sie hat schon mehr als einmal daran gedacht, Amerika zu verlassen. Um vielleicht in Zürich zu leben. Die Frage ist ja aber: Könnte ich es mir vorstellen, nicht mehr in New York zu leben? Dann könnte ich mir genauso gut die Frage stellen, ob ich ohne Puls leben kann. New York ist in meinem Blut, hier spielt sich mein Leben ab. Schwer, sich das anders vorzustellen.

Dennoch verlassen Sie die Stadt oft – um auf Tournee oder eben auf private Wanderreisen zu gehen.
Ich bin New Yorker, der wie jeder New Yorker diese Klaustrophobie in der Stadt fühlt. Sie ist laut, sie ist eng, sie ist voll, also müssen wir die Stadt von Zeit zu Zeit verlassen. An die Luft kommen. Mir tut das unglaublich gut. Ich laufe, ich singe, ich schreibe in mein Notiz-
buch …

So ist ja auch Ihr neues Buch entstanden. Auf Ihren Konzerten geben Sie ja immer mal wieder Kostproben daraus, die die Frage aufdrängen, ob dieses Werk überhaupt für die Öffentlichkeit bestimmt war.
Das ist eine ausgezeichnete Frage, denn in erster Linie habe ich dieses Buch für mich geschrieben. Doch meiner Ansicht nach ist ein großer Schreiberling jemand, der aufrichtig zu sich selbst ist und anerkennt, dass es in ihm bisweilen recht merkwürdig zugeht. Dass er komplex ist, kompliziert. Schwierig. Dieses Buch herauszubringen, ist durchaus ein Wagnis. Aber ein Wagnis, das ich letztendlich doch gerne be­­reit bin, einzugehen.

Angesichts Ihrer langen Karriere und der unglaublich erfolgreichen Zeit an der Seite von Paul Simon reicht ein Notizbuch bestimmt nicht aus. Wo haben Sie all diese Anekdoten gespeichert?
In vielen, vielen Notizbüchern. (lacht) Erinnerungen aus Kindertagen, erste sexuelle Erfahrungen, mein Umzug nach New York, die Angst, die Paul und ich vor unseren frühen Auftritten verspürten. An gewisse Dinge erinnert man sich natürlich deutlich lebhafter als an andere. Unseren Durchbruch werde ich nie vergessen. Ich meine, ur­­plötzlich bekamen wir eine Menge Geld für das, was wir taten. Das brennt sich natürlich ein.

Machen Sie diese Erinnerungen glücklich?
Mein ganzes Leben ist ein einziger Glücksfall. Von Musik leben zu können, Auftritte auf der ganzen Welt spielen zu können, Platten in den Charts zu platzieren … wie vielen Künstlern ist das schon vergönnt? Jedem Hundertsten? Jedem Tausendsten? Zehntausendsten? Ich bin einer von denen, bei denen es geklappt hat. Das ist einer Mischung aus Talent und Glück zu verdanken. Gut, sagen wir sehr viel Glück. Es eröffnete mir und meinem guten Freund Paul die Tore zu einem Leben voller wunderbarer Mo­­mente. Von diesem Moment an übte und probte und probte und übte ich, um dieses Glück dauerhaft zu gewährleisten. Da haben Sie‘s, das ist mein Leben – pures Glück.

Spielen Sie deswegen immer noch so viel live? Mit bald 76 Jahren ist das ja gewiss nicht selbstverständlich.
Ich liebe es nun mal, auf der Bühne zu stehen! Lass mich einen Sound atmen, der wunderbar nachhallt und mich wie einen großen Künstler klingen lässt. Das ist alles, was ich will. Wenn ich als Künstler unterwegs bin, fühle ich eine gewisse Verpflichtung gegenüber meinen Zuschauern. Ich habe mich dazu entschlossen, ihnen eine schöne Zeit zu bescheren, also ist es meine Aufgabe, gut bei Stimme und gesund zu bleiben, pünktlich zu sein und ein lohnenswertes Erlebnis zu garantieren. Das ist ein großer Unterschied: Wenn ich alleine wandere, brauche ich nur mir selbst gerecht zu werden.

Und wohin wandern Sie als nächstes?
Ich weiß es noch nicht. Durch Texas vielleicht? Oder durch Frankreich, da gibt es diese ganzen zauberhaften Schlösser und den
Wein …

Bill Wyman: Bill, der Digger

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bill wyman 2015Ob auf der Suche nach antiken Gegenständen, Blues-Klassikern oder alten eigenen Songs: Ex-Stones-Bassist Bill Wyman gräbt gerne Dinge aus. Das Resultat seiner Forschungsarbeit in eigener Sache: BACK TO BASICS, seine erste Soloplatte seit 23 Jahren.

Die Vergangenheit ist nicht immer gnädig gestimmt. Wenn Bill Wyman an seine Soloplatten aus den späten 70ern und frühen 80ern zurückdenkt, bekommt er heute schon mal Kopfschmerzen. „Da waren ein paar Sachen drauf, dich ich mir besser hätte verkneifen sollen“, sagt er und lacht. Der Song ›Jump Up‹ vom 82er-Album BILL WYMAN zum Beispiel. „Eine Art Reggae-Partysong, von dem die Plattenfirma meinte, er käme in den Staaten gut an. Ich hätte da besser auf mein Bauchgefühl hören sollen.“

Und auch die Hochheiligen Rolling Stones, bei denen Wyman von 1962 bis zu seinem Austritt 1993 Bassist war, hätten ein paar Nummern aufgenommen, die er lieber nicht zu Gehör gebracht hätte. Zum Beispiel? „›Let’s Spend The Night Together‹“. Das kommt überraschend. Bill Wyman schnauft am Telefon kurz durch, dann sagt er: „Das war mit immer zu zappelig. Aber letztlich spielen diese Jugendsünden keine Rolle mehr. Die Gesamtbilanz der Rolling Stones ist ja ganz ordentlich, würde ich sagen.“

Nein, ein Prahlhans ist dieser Bill Wyman heute nicht mehr. Einer der größten Rockstars der 60er, 70er und 80er Jahre klingt heute wie ein Schuldirektor kurz vor der Pension: besonnen, abgeklärt, freundlich. Im Vorfeld zu den Interviews gab es nur eine Bitte: nichts Privates. Die Sache mit der viel zu jungen Mandy Smith, mit der er in den 80ern zusammen war und die er später heiratete, hängt ihm noch immer nach.

Und es ist ja auch zu grotesk, dass sein Sohn Stephen später – Wyman und Mandy waren da schon geschieden – Mandys Mutter heiratete, sodass Bill Wyman nicht nur der Schwiegervater seiner Ex-Schwiegermutter wurde, sondern der Opa seiner eigenen Ex. Wer will schon freiwillig über solche familiären Kapriolen reden?

Also lieber zu BACK TO BASICS, seiner ersten Soloplatte nach 23 Jahren, die schließlich der Anlass des Gesprächs ist. Das Album ist eine Sammlung alter und neuer Songs, die meisten solide Rock’n’Blues-Stücke, professionell gespielt und arrangiert. „Ausgangspunkt waren einige Ausgrabungen, die ich gemacht habe“, erklärt Wyman. Der 78-Jährige hatte unlängst ein paar verstaubte Tapes gefunden, die der digitalisierte und dann noch einmal hörte.

„Es waren ein paar Songs dabei, die ich wirklich mochte. Ich dachte mir: Noch ein einige neue Lieder – und ich habe ein Album zusammen.“ Der Titel ist natürlich programmatisch zu verstehen: BACK TO BASICS, Musik, gespielt von Gitarre, Bass, Schlagzeug. „Hier und dort ein paar Bläser und Backing Vocals, mehr wollte ich nicht. Auf dieses ganze moderne Studio-Bohei kann ich gut verzichten.“ Ziel war es, eine Platte aufzunehmen, die an früher erinnert, ohne zu nostalgisch zu klingen. „Ich bin nämlich auch kein Freund von Bands, die alles unternehmen, um so zu klingen wie die alten Meister der Vergangenheit. Das geht in den meisten Fällen schief, weil sie ein anderes Equipment besitzen und andere Aufnahmeverfahren als ihre Helden benutzen.“

Mit seiner Band Rhythm Kings grub Wyman eine Menge alter Blues- und Rocknummern aus. Jetzt buddelte er nach eigenen alten Songs. Warum diese Rückbesinnung? „Es gibt mir halt eine Befriedigung, Dinge zu finden, die nicht mehr an der Oberfläche sind. Dass sie nicht mehr für jedermann sichtbar sind, bedeutet ja nicht, dass sie auch verschwunden sind.“

Meilensteine: Kokain und Heroin bringen Keith Richards vor Gericht

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Keith Richards vor Gericht24. Oktober 1978: Rolling Stone Keith Richards muss sich wegen Heroinbesitzes vor kanadischem Gericht verantworten.

Als Keith Richards irgendwann in den Spätsechzigern seinen anfänglich nur gelegentlichen Flirt mit der Killerdroge Heroin begann, ahnte er nicht, welch ein Schlamassel sein Sucht verursachen würde. Dass Richards ein totaler Junkie war, konnten aschgraue Haut, faulende Zähne und ein rascher Alterungsprozess schon Anfang der 70er nicht mehr verhehlen. Jahrelang führte er jene makabre Todesliste an, die notierte, welcher Rockstar wohl als nächstes ableben würde.

Dennoch galt sein Elegantly-Wasted-Look als ultrahip, wie zahlreiche Modeklone nicht nur unter den Künstlerkollegen belegen. Schon mehrmals war Richards aufgrund seiner Prominenz durch die Maschen des Gesetzes ge­­schlüpft, als am 27. Februar 1977 das Schicksal zuschlug: Er, Lebensgefährtin Anita Pallenberg und ihre Kinder Marlon und Dandelion stiegen für einige Tage im Harbour Castle Hilton Hotel im kanadischen Toronto ab, da die Stones am 4. und 5. April Konzertmitschnitte im Club El Mocambo Tavern planten. Kaum eingecheckt, stürmte die Royal Canadian Mounted Police die Hotelzimmer und fand Kokain und Heroin in be­­achtlichen Mengen. Es drohte ein Prozess wegen Drogenbesitzes und -handels, seinerzeit drohten dafür sieben Jahre Gefängnis.

Am 24. Oktober 1978 plädierte der Mann mit der pechschwarzen Rabennestfrisur auf schuldig. Daraufhin wurde die Anklage lediglich auf Besitz von Heroin reduziert. Einmal mehr half ihm seine Prominenz: Wenn er seine Sucht behandeln ließe und ein Benefizkonzert für das Canadian National Institute For The Blind geben würde, käme er mit einem Jahr auf Bewährung davon. Am April 1979 erfüllte Richards mit gleich zwei Benefiz-Konzerten im Oshawa Civic Auditorium die Auflage; bei beiden Shows kamen sowohl die Rolling Stones als auch The New Barbarians mit Ron Wood zum Einsatz.

Ein kanadischer News-Beitrag von 1978 zu Keith Richards:

Whitesnake – 1987 (30TH ANNIVERSARY EDITION)

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1987 von Whitesnake 30th AnniversaryCoverdales größter Wurf.

1987 ist ohne Wenn und Aber eines der wichtigsten Rock-Alben der 80er-Jahre. Kurze Zeit vor der wegweisenden Veröffentlichung, die David Coverdale und seine damalige White­snake-Inkarnation (John Sykes, Neil Murray und Aynsley Dunbar) auf Platz 1 der Billboard 200 Singlecharts mit dem Remake von ›Here I Go Again‹ (das Original findet sich auf SAINTS & SINNERS von 1982) beförderte, stand die für den amerikanischen Markt überarbeitete Band kurz vor dem Aus. Dank der Überzeugungsarbeit ihres damals neuen US-Labels Geffen Records starteten Coverdale und Sykes eine Song­wri­ting-Session in Südfrankreich und gruben dabei ein paar alte Demos (u.a. das mit Ritchie Black­more zu Davids Deep Purple-Zeiten verfasste ›Still Of The Night‹ ) oder den eigentlich für Tina Turner komponierten Hit ›Is This Love‹ aus.

Im Zusammenspiel mit den frisch komponierten Stücken landete ein Album in den Plattenläden, das vom Opener bis zum finalen Song auch noch 30 Jahre später schlichtweg ein perfektes und zeitloses Stück Musik darstellt. Den Weg dieses Werks kann der geneigte Fan nun mit der 1987 30TH ANNI­VERSARY SUPER DELUXE EDITION noch einmal in wirklich allen Details nachverfolgen. Aufgeteilt auf vier CDs, einer DVD, einem Buch und verpackt in einer dem Artwork angepassten Box, bleiben keine Wünsche offen. Neben dem remasterten Original von 1987 gibt es 2017er-Remixe der Hitsingles, Outtakes, Alternativ-Versionen, eine Live­scheibe der Snakeskin Boots Tour 1987-1988 und die „Evolutions Versions“.

Letztere laden den Hörer auf eine Zeitreise des jeweiligen Tracks ein, angefangen vom ersten Rough Demo bis kurz vor den Final Cut. Die DVD liefert zum ohnehin schon üppigen Inhalt das Sahnehäubchen mit den vier bekannten MTV Heavy Rotation Clips, raren Liveaufnahmen und einer Dokumentation. Überraschender­weise kommt die 1987 30TH ANNIVER­SARY SUPER DELUXE EDITION zu einem am Inhalt gemessen extrem fairen Preis in die Läden.

9/10

Whitesnake
1987 30TH ANNIVERSARY SUPER DELUXE EDITION
PARLOPHONE/WARNER