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Walking Papers – WP2

Walking Papers WP2

Gene Simmons irrt.

Immer wenn Gene Simmons behauptet, Rock sei tot, veröffentlicht irgendwo auf der Erde eine Band ein Album, das die Lächerlichkeit dieser These unterstreicht. Mit WP2 sind das nun schon zum zweiten Mal die Walking Papers. Ganz recht, jener herrlich nonchalante, melancholische, mürrische, höchst talentierte Verbund gestandener Rocker aus Seattle, in dessen Reihen sich neben Jefferson Angell und Benjamin Anderson von The Missionary Position auch Duff McKagan (Guns N’ Roses) und Barrett Martin (Screaming Trees) pudelwohl fühlen. Keine Agenda, kein erzwungener Stil, keine Erwartungshaltung außer: den Rock zu spielen, der ganz von selbst aus ihnen herauskommt. Dass das dunkel, erdig und emotional, vor allem aber ein rarer Glücksfall ist, machten sie schon 2013 mit dem beachtenswerten Erstling WALKING PAPERS klar. In den letzten Jahren haben sie hörbar viel live gespielt, bewegen sich inzwischen noch selbstsicherer zwischen abgekämpftem Blues Rock, donnerndem, saftigem Hardrock, großen Midtempo-Ges­ten, zwischen gestern, heute und irgendwie auch ein klein wenig morgen. Rock ist eben wirklich alles andere als tot. Er erfreut sich auf WP2 bester Gesundheit, rumorender Bass­linien, kraftstrotzender Gitarrenriffs, krächzender Orgeln und des lässigen, genau richtig zwischen Kraft und gelangweilter Rockstar-Pose pendelnden Gesangs von Jefferson Angell. Und mal so ganz nebenbei: Das Songwriting auf diesem zeitlosen Zweitwerk hat schon jetzt das Zeug zum modernen Klassiker. Weshalb sich die Frage aufdrängt, ob Simmons überhaupt noch aktuelle Musik hört.

8/10

Walking Papers
WP2
LOUD & PROUD/WARNER

Ten Years After – 1967–1974

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Ten Years After 1967-1974

Strikt limitiertes Komplettpaket der britischen Blues-Rock-Ikonen.

Im zweiten britischen Blues-Boom übernahmen die Virtuosen das Ruder. Sämtliche Zutaten, um hohen technischen Ansprüchen zu genügen und bekiffte Clubgänger zu faszinieren, vereinten sich im 1966 gegründeten, nach Elvis Presleys Durchbruch zehn Jahre zuvor benannten Quartett aus Nottingham. Erst­mals Label-übergreifend kompilieren sich im auf 1.500 Stück limitierten Boxset 1967 – 1974 acht Studioalben, ein Livemitschnitt sowie exklusives Material. Puristisches zwischen Blues und Jazz dominierte im Oktober 1967 das selbstbetitelte Debüt von Bassist Leo Lyons, Schlagzeuger Ric Lee, Keyboarder Chick Churchill sowie Sänger und Gitarrist Alvin Lee. In überlangen Bluesstandards (›Spoonful‹, ›Help Me‹) oder Al Koopers ›I Can’t Keep From Crying‹ demonstrierten TYA ureigene Identität.

In Londons Jazzclub Klook’s Kleek entstand im Mai 1968 der Nachfolger UNDEAD mit Woody Hermans Jazzhysterie ›(At The) Wood­chopper’s Ball‹, George Gershwins Moll-Melan­cholie ›Summertime‹ sowie Lees späterer Wood­stock-Hymne ›I’m Going Home‹. STONEDHENGE vom Februar 1969 bot Rock (›Hear Me Calling‹), Blues (›A Sad Song‹) und Jazz (›Skoobly-Oobly-Doobob‹). Danach wechselte das Quartett von Label Deram und Bluesmissionar Mike Vernon zur Marke Chrysalis und Produzent Chris Wright. SSSSSH paarte im August 1969 effizient Blues­klassiker ›Good Morning Little Schoolgirl‹ mit sieben patenten Eigengewächsen von Alvin Lee. Mit Bluegrass (›Year 3.000 Blues‹), Jazz (›Me And My Baby‹), Bluesrock (›Sugar The Road‹) und dem Chart-Hit ›Love Like A Man‹ bot CRICKLEWOOD GREEN 1970 mehr Stilbandbreite. Das ähnlich gehaltene WATT legte Ende des Jahres qualitativ nicht ganz gleichwertig nach. Eine wüste Version von Chuck Berrys ›Sweet Little Sixteen‹ stammte vom Isle Of Wight Festival 1970, als Auskopplung diente ›I’m Coming On‹.

Ganz wunderbar gelang 1971 A SPACE IN TIME mit hypnotischem Riffrock (›One Of These Days‹), ohrwurmiger Akustik­ballade (›I’d Love To Change The World‹), deftigem Country (›Once There Was A Time‹) und handfestem Fifties-Rock (›Baby Won’t You Let Me Rock’n’Roll You‹). Im gewohnten Stilumfeld mit Erstklassigem wie ›You Give Me Loving‹, ›Choo Choo Mama‹ und rasantem Titelsong leistete ROCK & ROLL MUSIC TO THE WORLD 1972 abermals souverän Überzeugungsarbeit. Zum gleichen Zeitpunkt entstanden auch fünf bis dato unveröffentlichte Songs namens THE CAP FERRAT SESSIONS. Im veränderten Zeitgeist schon recht anachronistisch wirkte 1974 das grundsolide PO­­SITIVE VIBRATIONS.

9/10

Ten Years After
1967–1974
CHRYSALIS/WARNER

Spinal Tap: Derek Smalls kündigt Soloalbum mit Staraufgebot an

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Derek Smalls kündigt sein Soloalbum für April an.Derek Smalls von Spinal Tap veröffentlicht im April sein Soloalbum. Darauf sind Joe Satriani, Taylor Hawkins, Steve Vai und viele andere zu hören.

Harry Shearer alias Derek Smalls wird im April dieses Jahres der Welt sein Solodebüt präsentieren. Bekannt ist der Künstler vor allem als Bassist der halbfiktiven Band Spinal Tap, deren Erfolgsgeschichte im Jahr 1984 in der Spaß-Dokumentation „This Is Spinal Tap“ beleuchtet wurde.

Der Streifen gilt bis heute als humoristischer Klassiker unter den Musikfilmen. Das angekündigte Soloalbum von Smalls wird den Titel SMALLS CHANGE tragen, die illustre Gästerunde besteht aus Musikern wie Joe Satriani, Steve Vai, Taylor Hawkins von den Foo Fighters, Chad Smith von den Red Hot Chili Peppers, Rick Wakeman, Steve Lukather von Toto, Peter Frampton, Donald Fagen von Steely Dan und Dweezil Zappa.

Schon heute hat Smalls ein Video zum Titeltrack seines Albums veröffentlicht.

Hier den Clip zu ›Smalls Change‹ sehen:

Marilyn Manson: Johnny Depp als neuer Gitarrist?

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Johnny Depp spielt im neuen Video von Marilyn Manson mit.Johnny Depp könnte vielleicht demnächst bei Marilyn Manson als neuer Gitarrist anheuern.

Johnny Depp denke aktuell darüber nach, bei Marilyn Manson als Gitarrist anzufangen.
Das hat der Schockrocker gestern zumindest auf Twitter mitgeteilt. Wie ernst oder ironisch dieser Kommentar gemeint war, wurde bisher nicht aufgeklärt.

Marilyn Manson Twitter

Allzu überraschend wäre die neue Bandbesetzung nicht, schließlich verbindet Manson und Depp eine gute Freundschaft. Nicht umsonst wirkte der Schauspieler (und Gitarrist) bereits in den Videos zu ›Say10‹ und ›KILL4ME‹ seines Musiker-Kumpels mit und stand auch schon mehrmals mit diesem auf der Bühne.

Paul McCartney: Als der „Wingsman“ in Tokyo verhaftet wurde…

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Am 16. Januar 1980 wurde Paul McCartney am Flughafen von Tokyo verhaftet. Der Grund? Illegale Pflänzchen im Gepäck.

Man schreibt den 16. Januar 1980. Paul McCartney ist mit seiner Band Wings auf Tour, Japan soll die nächste Station sein. Bereits vor Reiseantritt wurde die Band eingehend von ihrem Management gewarnt: Nehmt bloß keine Drogen mit nach Japan, die Behörden dort verstehen überhaupt keinen Spaß.

Und was tut Sir McCartney? „Ich kann es bis heute nicht erklären. Aus irgendeinem Grund nahm ich das Zeug mit und zwar auch noch eine stattliche Menge. Wenn ich daran zurückdenke, habe ich noch genau vor Augen, wie der Typ meinen Koffer öffnet und ganz oben diese große Tüte Gras liegt. Ich habe nicht mal versucht, es zu verstecken.“, erzählte der ehemalige Beatle in einem Interview, das er anlässlich der Veröffentlichung der Dokumentation „Wingspan“ gab.

Nach diesem Debakel musste McCartney neun Tage im „Tokyo Detention Center“ verbringen, bevor die japanischen Behörden überzeugt waren, dass er seine Lektion gelernt hatte. Genau vier Jahre später wurden er und seine damalige Frau Linda auf Barbados wegen Marihuana-Besitzes verhaftet und kamen am Ende mit einer Strafe in Höhe von 200$ davon.

In einem Interview von 2015 erklärte der inzwischen 75-Jährige, dass er seinen Gras-Konsum aufgegeben habe. Hauptgrund für diese Entscheidung sei seine Vorbildfunktion für seine Kinder und Enkelkinder gewesen.

Half Japanese: Hier das Video zu ›Zombie Island Massacre‹ sehen

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half japaneseAm Freitag ist es soweit: Mit WHY NOT? erscheint das neue Album von Half Japanese. Schon jetzt gibts den Clip zu ›Zombie Island Massacre‹.

Sie mögen bis heute mehr in Insiderkreisen bekannt sein, nichtsdestotrotz haben sich Half Japanese in ihrer mehr als vier Jahrzehnte währenden Karriere Kultstatus erspielt.

Am 19. Januar bringen die in Indie-/Alternativerock und Art-Punk verwurzelten US-Amerikaner ihr Album WHY NOT? heraus, als Vorgeschmack gibts exklusiv bei CLASSIC ROCK den von Sänger Jad Fair gestalteten Clip zum Song ›Zombie Island Massacre‹ zu sehen.

Half Japanese mit ›Zombie Island Massacre‹:

U2: Termine für Deutschland-Konzerte stehen fest

U2 Pressefoto 2017Super Neuigkeiten für alle Fans von U2: Die Iren kommen in diesem Jahr für einige Konzerte nach Deutschland.

Erst im Dezember 2017 haben U2 mit SONGS OF EXPERIENCE ihr 14. Studioalbum veröffentlicht. Jetzt geben Bono & Co. die Termine für ihre anstehende Europatournee mit dem Titel „THE eXPERIENCE + iNNOCENCE Tour 2018“ bekannt.

Insgesamt drei Konzerte werden die Iren in Deutschland spielen, der reguläre Ticketvorverkauf startet am 26. Januar um 10:00 Uhr.

Deutschlandkonzerte von U2:

31.08. Berlin, Mercedes-Benz Arena
04.09. Köln, Lanxess Arena
03.10. Hamburg, Barclaycard Arena

Diverse Pre-Sale-Aktionen inklusive verschiedener Spezial-Tickets starten ab dem 18. Januar bei Ticketmaster. Hier gibt es alle Informationen zu den U2-Konzerten.

The Cranberries: „Es ist eine besondere Chemie“

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Die Künstlerin Dolores O’Riordan ist tot. Der Nachwelt hinterlässt sie ihre unsterbliche Stimme.

Aus der historischen Stadt Limerick stammt die Band, die Mitte der neunziger Jahre alles abräumte, was es abzuräumen gab: The Cranberries. Nach ihrem erfolgreichen Debüt EVERYBODY ELSE IS DOING IT, SO WHY CAN’T WE? von 1993 gelang den Iren nur ein Jahr später mit ihrer politischen Single ›Zombie‹ und dem dazugehörigen Album NO NEED TO ARGUE der Durchbruch.

Europaweit erklomm die Gruppe die höchsten Chartpositionen, Dolores O’Riordans besondere Stimme spaltete die Gemüter.

Es folgten vier weitere gemeinsame Alben, 2003 wurde den Musikern jedoch der ganze Trubel ein wenig zu viel. Deswegen beschlossen sie, erst einmal getrennte Wege zu gehen.

Sängerin Dolores O’Riordan und Gitarrist Noel Hogan veröffentlichten jeweils zwei Soloalben. Im Jahr 2007 brachte die Künstlerin ihr Debüt ARE YOU LISTENING heraus, 2009 den Nachfolger NO BAGGAGE. Im Jahr 2009 fand die Band bei einer Veranstaltung, die zu Ehren von Dolores an einem College in Dublin stattfand, wieder gemeinsam auf der Bühne.

„Sobald wir anfingen zu spielen, war es, als hätten wir nie aufgehört”, erinnerte sich Dolores damals zurück. „Mit den Cranberries zu spielen ist, wie wenn man das perfekte Paar Schuhe anzieht. Es passt einfach. Es ist eine besondere Chemie.”

Mit ROSES kehrten die Iren 2012 nach über einem Jahrzehnt mit einem neuen Album zurück. „Für mich war die ganze Zeit klar, dass wir ein weiteres Album machen würden”, sagte Noel. „Wir mussten uns nur für eine Weile zurückziehen – da waren wir uns einig. Aber jetzt ist es großartig, zurück zu sein.”

Befeuert von der geglückten Reunion veröffentlichte die Band nur ein Jahr später ein Best Of und im April 2017 ihr letztes Album SOMETHING ELSE.

Am 15. Januar 2018 gaben The Cranberries bekannt, dass ihre Sängerin Dolores O‘ Riordan mit nur 46 Jahren in London gestorben ist. Bisher gibt es keine Angaben zur Todesursache, Gerüchten zufolge wurde die Künstlerin tot in ihrem Hotelzimmer aufgefunden.