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Neuerscheinungen: Ab heute im Plattenladen

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Lenny Kravitz Raise VibrationEin alter Bekannter ist zurück: Lenny Kravitz zeigt mit seiner aktuellen Scheibe wieder mal wo der Groove-Hammer hängt. Dazu kommen neue Alben von den Paul McCartney, Spiritualized und Alter Bridge (Live).

RAISE VIBRA­TION heißt die Neue von Herrn Kravitz. Dabei geht er thematisch auf die aktuellen Weltprobleme ein und sagt Rassismus, Krieg und Ausgrenzung den Kampf an:

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Paul McCartney, wohl erfolgreichster Pop-Musiker aller Zeiten, will es noch immer wissen – und zeigt sich auf EGYPT STATION im musikalisch modernen Gewand:

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Jason Pierce zeigt im neuen Album von Spiritualized, dass man für bodenständigen Space-Blues gar nicht abgehoben sein muss:

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Alter Bridge mal anders: Anfang Oktober 2017 spielten die US-amerika­nischen Alternativ-Rocker zwei ausverkaufte Shows in der ruhmreichen Londoner Royal Albert Hall. Dabei wurden sie vom Parallax Orchester begleitet:

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(Text: Michael Wolf)

Slash: Deutschland-Konzerte 2019

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Slash Deutschland KonzerteSlash kommt zusammen mit Myles Kennedy und den Conspirators nach nach Deutschland. Tickets gibts ab dem 14. September.

Ob mit Guns N‘ Roses oder solo: Slash feuert aktuell aus allen Rohren. Kürzlich verwies der Gitarrist auf neues Gunners-Material, am 21. September kommt mit LIVING THE DREAM sein drittes Album mit Myles Kennedy & The Conspirators.

Und jetzt die nächste erfreuliche Meldung: Ab Februar 2019 wird Slash insgesamt fünf Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz spielen.

Wer bis Donnertsag, den 13. September, um 15 Uhr LIVING THE DREAM im Roadrunner Records Store vorbestellt, hat Zugriff auf einen frühen Ticket-Presale am 14. September um 10 Uhr.

Der allgemeine Karten-Vorverkauf startet am Mittwoch, den 19. September (10 Uhr) auf www.slashonline.com.

Slash live 2019:

07.02. Offenbach, Stadthalle
10.02. Wien, Gasometer
03.03. Hamburg, Sporthalle
04.03. Berlin, Verti Music Hall
07.03. Zürich, Samsung Hall

Video-Premiere: Andrea Bignasca mit ›Moonshining‹

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Andrea Bignasca Moonshining VideoNoch im September kommt mit MURDER das zweite Album des Schweizer Songschreibers. Jetzt ist der Clip zu ›Moonshining‹ da.

Raus ins Grüne! Das heißt’s im neuen Video von Andrea Bignasca, in dem der Sänger beim Musizieren und, ja, auch beim Holzhacken zu sehen ist.

Der zugehörige Song ›Moonshining‹ findet sich auf dem zweiten Album des Schweizers: MURDER. Das liegt zwischen Singer/Songwriter-Sound, Blues- und Southern-Rock und ist der Nachfolger von GONE (2015).

Andrea Bignasca mit ›Moonshining‹:

Andrea Bignasca live:

05.10. (CH) Winterthur, Salzhaus
06.10. (CH) Frauenfeld, Eisenwerk Theater
29.11. (CH) Zürich, Moods ( Plattentaufe)
01.12. Altdorf, Kellertheater Vogelsang
05.12. Lennestadt, Jugendkultur
07.12. Hamburg, Nochtspeicher
08.12. Viechtach, Altes Spital
13.12. (CH) Bern, Rössli
17.12. (CH) Solothurn, Kofmehl

Paul McCartney – EGYPT STATION

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Paul McCartney Egypt Station

Er kann es noch – oder wieder, je nach Sichtweise.

Wer unter den 16 Stücken des neuen Albums nach jener einen Melodie fahndet, die all die kompositorische Klasse widerspiegelt, zu der McCartney fähig ist, entdeckt sie am ehesten im akustischen Liebeslied ›Hand In Hand‹ – was zunächst das Stereotyp bedienen mag, Paul sei letztlich eben doch der ewige Balladenschmied. Nur spricht EGYPT STATION in Gänze eine andere Sprache: Da ist das kräftige Feedback im Glam-Rocker ›Who Cares‹, dessen Text mit „what the idiots say“ weitergeht, da ist der ›Caesar Rock‹ mit rückwärts laufenden Gitarrenspuren, beizeiten funky und re­­la­tiv hart. Da ist ›Hunt You Down‹, das zunächst an ›Should I Stay Or Should I Go‹ der Clash erinnert, bevor es mit bluesigem Solo und unisono gespielten Streichern den Vibe der „Magical Mystery Tour“ zitiert. Und dann ist da noch ›Despite Repeated Warnings‹, jenes Siebenmi­nutenstück, das als Ballade beginnt und endet, dazwischen allerdings dank Tempo- und Stimmungswechseln als klug arrangierter – und ebenso betexteter – Prog-Rock durchgeht.

Natürlich hat McCartney auch wieder nette Pop-Songs im Programm, gut gemacht aber mitunter ge­­wohnt harmlos. Nur ist das beileibe nicht alles: Er scheint momentan vom Geist der späten 60er beseelt, von mehrteiligen Stücken, beinahe schon Medleys, die ihren Charakter mittendrin ändern. ›Do It Now‹ ist harmoni­scher Kammerpop, den auch Brian-Wilson-Fans goutieren können, ›Back In Brazil‹ weckt zunächst ›Blackbird‹-Assoziationen, bevor es mit Rhodes-Piano und Elektro-Beat zu recht eigenwilligem Latin-Pop mutiert. Was das alles zu bedeuten hat? Dass McCartney auf seine alten Tage kein „business as usual“ abliefert, sondern so ambitioniert zu Werke geht, als hätte er der Welt etwas zu beweisen.

8/10

Paul McCartney
EGYPT STATION
CAPITOL/UNIVERSAL

Lenny Kravitz – RAISE VIBRATION

Lenny Kravitz Raise Vibration

Sanftes Wach-Grooven statt -Rütteln.

Lenny Kravitz hat – und da spricht er einem schon mal aus der Seele – die Schnauze gehörig voll von diesem Jammertal, das wir Welt nennen. Rassismus, Krieg, Ausgrenzung. ›It’s enough‹, meint der mehr als rüstige Mittfünfziger und läutet auf seiner neuen Platte nochmal verstärkt die musikalisch divers nuancierten „Let Love Rule“-Glocken. Nachdem er sein Werk mit dem ziemlich coolen ›We Can Get It All Together‹ eröff­net, das vom Vibe her positiv an seine BAPTISM-Zeiten erinnert, folgen Ergüsse wie „the war won’t stop as long as we keep dropping bombs“ in ›Who Really Are The Monsters‹. Keine allzu brillante Er­­kenntnis, aber das Mantra passt zur elektronischen Stakkato-Atmosphäre der Nummer, also lässt man ihm das als Stilmittel durchgehen. Rhythmus vor Text. Generell groovt und soult Kravitz auf RAISE VIBRATION gewohnt ausgiebig, mit ›Here To Love‹ hat er sich eine obligatorische Bombastballade gebastelt, bei der man ihn schon sieht, wie er sich mit dramatisch angespannter Brustmuskulatur hin­ter seinen lackweißen Flügel schnallt und die große Botschaft von Liebe statt Hass in tränenfunkelnde Damenaugen hineintrötet. Dass er den Schnulz beherrscht, ist kein Geheimnis, mehr Schubkraft wie im Titeltrack oder Funk wie in ›The Majesty Of Love‹, zu dem man mit kessen Tanz­schritten den Fußboden wienern kann, bzw. eine zügige, rifflastige Rocknummer mehr hätte der Platte noch weitere Glanzpunkte verpasst. Or­­dent­lich auf den Putz hauen konnte dieser Kravitz ja schon auch immer gut, ohne große Partykracher bleibt RAISE VIBRA­TION eben nahtlos im ent­spannten Flow.

7/10

Lenny Kravitz
RAISE VIBRATION
BMG/WARNER

Spiritualized – AND NOTHING HURT

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Spiritualized And Nothing Hurt

Ihr könnt Jason Pierce das Budget kürzen, aber ihr könnt ihn nicht am Space-Blues hindern!

Sein Meisterwerk hat Ex-Spacemen3-Mann Jason Pierce 1997 abgeliefert. LADIES AND GENTLEMEN WE ARE FLOATING IN SPACE, sein drittes Al­­bum als Spiritualized, hielt alles, was dieser Titel versprach. Das Album war eine Odyssee im Weltraum, eine religiöse Erfahrung, eine Offenbarung, die zwischen nächtlicher Stille und meterhohen Spa­ce­Noise-Gospel-Soundfluten hin und zurück wogte. Seit­dem ist der Brite nicht nur knapp dem Tod von der Schippe gesprungen (siehe bzw. höre SONGS FROM A&E, 2008), seitdem sind auch die Budgets der Labels auf kümmerliche Reste geschrumpft. Weltraumgleiter Pierce musste seine Neue tatsächlich im Alleingang am Laptop zusammenstöpseln, man mag gar nicht drüber nachdenken! Umso beeindruckender, dass AND NOTHING HURT die elegische Würde bewahrt, die Spi­ritualized immer auszeichnete. Nicht nur das, auch die Schönheit des Chaos kriegt Pierce noch hin: Es mag kein philharmonisches Orchester mehr mit ihm zelebrieren, aber Pierce findet genug Speicherplatz, um auf ›Let’s Dance‹ doch Tonspur auf Tonspur zu türmen, bis die Bläsersätze sich selbst schwindelig spielen oder um auf ›On The Sunshine‹ einen wahren Orkan aus röhrenden Gitarren, Chören, Saxophon, Flöten und Keyboards herauf zu beschwören.

8/10

Spiritualized
AND NOTHING HURT
PIAS/ROUGH TRADE

Alter Bridge – LIVE AT THE ROYAL ALBERT HALL

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Alter Bridge Royal Albert Hall

Magische Nächte in London.

Etwas seltsam mutet es schon an, dass Alter Bridge ein Jahr nach dem Album LIVE AT THE O2-ARENA er­­neut ein mitgeschnittenes Konzert veröffentlichen. Allerdings ist der jüngste Output eine ganz besondere Angelegenheit: Anfang Oktober 2017 spielten die US-amerika­nischen Alternativ-Rocker zwei ausverkaufte Shows hintereinander in der ruhmreichen Londoner Royal Albert Hall. Dabei begleitete das hochkarätige 52-köpfige Parallax Orchester unter der Leitung von Dirigent Simon Dobson die vierköpfige Band. In­­teressanter Weise spielten Marillion unterstützt von Streichern und Hörnern fast zur gleichen Zeit am selben Ort ein Konzert und brachten den Auftritt vor kurzem als Live-Album raus. Die legendäre Londoner Konzertstätte eignet sich neben klassischer Musik eben auch bestens für bombastische Rockshows. Alter-Bridge-Sänger Myles Kennedy sprach an­­schließend von einem der besten Erlebnisse, die er je hatte. Die Meister der mächtigen Refrains und eingängigen Riffs präsentierten sich vor einem enthusiastischen Publikum supertight und mit einem glasklaren Sound. Das Doppel-Album, das auch als DVD erscheint, weist bei 21 Stücken eine beachtliche Spielzeit von 116 Minuten auf. Hits wie ›Open Your Eyes‹ oder ›Watch Over Me‹ dürfen nicht fehlen. Einen Kracher wie ›Fallout‹ werden einige Fans freilich genauso vermissen wie ›Rise Today‹.

8/10

Alter Bridge
LIVE AT THE ROYAL ALBERT HALL
NAPALM RECORDS

Text: Matthias Bossaller

Fleetwood Mac: Hier den ersten TV-Auftritt ohne Buckingham sehen

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Fleetwood Mac spielen Klassiker ›The Chain‹ und ›Gypsy‹ live im TV. Ohne Lindsey Buckingham, dafür mit Neil Finn sowie Mike Campbell.

Anfang April hatte Lead-Gitarrist Lindsey Buckingham nach 43 Jahren Fleetwood Mac verlassen. Ein großer Streitpunkt: Wann es wieder auf Welttournee gehen soll. Angeblich habe Buckingham für die nächste Zeit keine Konzertreise in Angriff nehmen wollen, die anderen jedoch wollten die Sache sofort anpacken. So wird die große Tour am 03. Oktober in Tulsa, Oklahoma beginnen.

In der TV-Show von Ellen DeGeneres feierte die neue Besetzung ihren Bühneneinstand. Die Neulinge Mike Campbell von Tom Petty & The Heartbreakers und Neil Finn von Crowded House spielen zentrale Rollen bei der Darbietung der Songs ›The Chain‹ und ›Gypsy‹ – das Publikum war begeistert.

 

(Text: Michael Wolf)