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Start Blog Seite 598

Slash – LIVING THE DREAM

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Slash Livin the Dream

Der Traum hebt ab.

Okay, vergessen wir einfach mal Guns N’ Roses, zumindest für den Moment. Während Slash dank ihnen sein Konto ordentlich aufblasen und vor riesigen Menschenmassen spielen kann, sind Slash featuring Myles Kennedy & The Conspirators doch seine kreative Heimat. LIVING THE DREAM ist das dritte und bislang beste Album dieser Band. Hier treffen Engagement und Zielstrebigkeit auf die Vision von dem, was er und Sänger Myles Kennedy erreichen wollen. Stadionrock-Attitüde wird hier in Songs und Darbietungen verpackt, die wesentlich intimer und intensiver sind, als man es vielleicht erwarten würde. Slashs wuchtige Gitarre ergänzt Kennedys leidenschaftlichen Gesang perfekt, was ein bisschen an die besten Momente von Aerosmith Ende der 80er erinnert.
Den Anfang macht ›Call Of The Wild‹, das uns auf einen bekannten Pfad führt, dann aber einen unerwarteten Haken schlägt. Dasselbe gilt für ›Serve You Right‹, wo die Band die Tiefe und Kraft des Songs unterstreicht und so all diese schrecklichen Klischees vermeidet, die man vielleicht befürchtet hatte. In ›Lost Inside The Girl‹ geht es eindeutig um innere Verwirrung, doch mit der Klarheit von Künstlern, die genau wissen, was sie uns sagen wollen. ›Read Between The Lines‹ packt uns dann mit einem Funk-Groove, und wenn man mal dem Beat verfallen ist, erblüht es schrittweise zu einer regelrecht fliegenden Melodie. Die Fähigkeit dieser Band, alle Facetten des Hardrock-Spektrums abzudecken, zeigt sich dann auf dem Garage-Reißer ›Slow Grind‹, wo Kennedy uns mit geschwellter Brust von jemandem erzählt, der sich nicht für selbstverständlich nehmen lässt. Wer hingegen nach etwas Sensiblerem sucht, wird bei ›The One You Love‹ fündig. Man darf an dieser Stelle nicht vergessen, dass diese Platte und diese Band mehr sind als nur Slash und Kennedy. Die Conspirators sorgen für Farbtupfer und Schattierungen, wo es nötig ist, was das Charisma dieser Stücke über alle Maßen verstärkt. Das Highlight des Albums ist dann schließlich ›The Great Pretender‹ (nein, keine Cover-Version), zweifellos einer der besten Songs, die Slash je vollbracht hat. Am Ende mit dem nostalgischen Hauch von Teenager-Angst in ›Boulevard Of Broken Hearts‹ hat man letztlich den Eindruck gewonnen, dass dieses Werk seine Protagonisten ebenso wie die Hörer auf eine Reise durch die Aufs und Abs, Biegungen und Wendungen, die Verlockungen und Hinterlistigkeiten des Lebens mitgenommen hat, aber gänzlich ohne Verbitterung, sondern einfach nur mit einer Mischung aus Freude und Bedauern. Und genau das macht LIVING THE DREAM so faszinierend.

8/10

Slash featuring Myles Kennedy & The Conspirators
LIVING THE DREAM
ROADRUNNER/WARNER

Nuno Bettencourt: Der Extreme-Gitarrist wird heute 52 Jahre alt

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Extreme 1994Herzlichen Glückwunsch: Extreme-Gitarrist Nuno Bettencourt (links im Bild) feiert heute seinen 52. Geburtstag.

Seit 1985 ist der auf den Azoren geborene Gitarrist mit Extreme unterwegs und gilt als einer der Vorreiter des „Funk Metal“. Zudem ist er ein gefragter Gastmusiker, der bei zahlreiche Aufnahmen verschiedenster Künstler vertreten ist. Er spielte mit Janet Jackson auf ihrem Lied ›Black Cat‹ und nahm auch mit TM Stevens mehrere Titel auf.

Sein größter musikalischer Erfolg ist jedoch immer noch die nur mit Akustikgitarre begleitete Extreme-Single ›More Than Words‹. Diese erreichte Platz 1 der US-Charts im Jahre 1990.

Song-Premiere: The Bevis Frond mit ›We’re Your Friends, Man‹

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Bevis Frond We're Your Friends ManIm Dezember kommt mit WE’RE YOUR FRIENDS, MAN das neue Studiowerk der Londoner Indie-Rocker von The Bevis Frond. Einen Song raus gibt’s ab sofort zu hören.

Drei Jahre nach EXAMPLE 22 sind The Bevis Frond zurück. Am 7. Dezember veröffentlichen die Britrocker um Frontmann und Songschreiber Nick Saloman ihr Album WE’RE YOUR FRIENDS.

Bereits jetzt präsentiert die Band – exklusive bei CLASSIC ROCK – das Titelstück daraus, einen so melodischen wie melancholischen Indierock-Song.

The Bevis Frond mit ›We’re Your Friends, Man‹:

Mark Knopfler: Hier den neuen Song ›Good On You Son‹ hören

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Mark Knopfler mit neuem Album Down The Road WhereverMark Knopfler ist zurück: Im November erscheint mit DOWN THE ROAD WHEREVER das neunte Soloalbum des Dire-Straits-Sängers. Die erste Single ist schon jetzt da.

DOWN THE ROAD WHEREVER kommt mit 14 Songs daher und ist in den British Grove Studios in London entstanden. Produziert hat Mark Knopfler die Platte zusammen mit seinem früheren Dire Straits-Kollegen Guy Fletcher.

Das Soloalbum ist der Nachfolger von TRACKER aus dem Jahr 2015, zuletzt veröffentlichte Knopfler die Filmmusik zu „Altamira“ (2016).

Mit ›Good On You Son‹ gibt’s ab sofort einen ersten Track aus DOWN THE ROAD WHEREVER zu hören – mit unbeschwertem Mitsing-Refrain, charakteristischer Gitarre und ungewohnt viel Saxofon.

Mark Knopfler mit ›Good On You Son‹:

Kiss: Gehen auf Abschiedstour

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Kiss AlbenKiss kündigten gestern das nahende Ende ihrer „Kisstory“ an…

Nach einer gewohnt fulminanten Performance von ›Detroit Rock City‹ in der Fernsehsendung „America’s Got Talent“, kündigten Paul Stanley, Gene Simmons und Co. die baldige „End Of The Road“-Abschiedstournee von Kiss mit folgenden Worten an:

„All das, was wir in den letzten vier Dekaden aufgebaut und erobert haben, hätte nie passieren können ohne die Millionen von Menschen weltweit, die Clubs, Arenen und Stadien in all den Jahren gefüllt haben. Das wird die ultimative Party werden für alle die, die uns schon erlebt haben und die letzte Chance für die, die uns noch nie gesehen haben. KISS Army, wir nehmen auf unserer letzten Tour mit unserer bisher größten Show Abschied von euch und zwar auf die gleiche Weise, wie wir damals angefangen haben: Kompromisslos und unaufhaltbar!“

Hier Kiss bei „America’s Got Talent“ sehen:

Bereits im Juni hatte Gene Simmons von einer großen (aber nicht explizit letzten) Welttournee gesprochen, die 2019 starten soll.

Lita Ford: „Just the Bitch I am“

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LIta Ford_Mother-Video„Turbulent“ wäre eine ziemliche Untertreibung, wenn man das Leben und die Karriere von Lita Ford beschreiben wollte. Wer es genauer wissen will, kann neuerdings zu ihrer Autobiografie greifen. Und wer noch mal den Geist der Epoche spüren will, in der sie die Rockwelt aufmischte, für den ist ihr neues Album TIME CAPSULE wie gemacht.

Lita ist hörbar angeschlagen: „Mann, ich bin gestern Abend nach Hause geflogen und sie haben mein Gepäck verloren. So kam ich erst um 4 ins Bett, und dann haben sie heute schon um 7 Uhr früh angerufen. Ich bin am Ende!“ Deutlich mehr Elan entwickelt sie, als die Sprache auf „Living Like A Runaway“ kommt, ihre Autobiografie, die in den USA zum Überraschungshit wurde. „Ich bin total überwältigt von dem Erfolg. Aber die Leute schätzen es immer, die Wahrheit zu lesen. Es gab da alle möglichen Aufs und Abs, einiges davon war unglaublich lustig, anderes eher weniger … aber es ist alles wahr. Da ist nichts geschönt, it‘s just the bitch I am! Und es ist interessant, wie jüngere Leute vieles gar nicht mehr verstehen können. Es gibt da eine Passage über einen Brief, den ich einst meiner Mutter geschrieben hatte und in dem ich ihr Homosexualität erklärte. Für sie war das, als würde ich von Außerirdischen reden. Diesen Teil des Manuskripts bekam ich vom Lektor zurück. Am Rand stand nur: ‚Really???‘.“

Man darf nicht vergessen, dass Lita und die Runaways weit mehr als nur eine erfolgreiche Rockband darstellten – sie waren der feministische Erstschlag gegen eine komplett männlich dominierte Bastion. „Wir waren wirklich die Ersten. Bei den Shows damals war es immer lustig, ins Publikum zu blicken: ein Ozean von Kerlen in Jeans und schwarzem Leder. Das Business hatte vielleicht ein Problem mit uns, aber die Fans fanden es von Anfang an super.“ Aus heutiger Sicht mögen die äußerst freizügigen Outfits, in denen sich Lita dann auf ihren Soloplatten der 80er präsentierte, eher wie ein Rückschritt wirken, doch das verneint sie vehement. „Das ist Quatsch. Niemand hat mir diesen Look aufgezwungen. Ich wollte mich selber in einer Art zeigen, die schockieren würde. Ich hatte absolut kein Interesse daran, dass Männer meine Fotos sehen und sagen: ‚Die ist aber süß‘. Fuck that!“

Süß war sie also nicht, aber eine Macht im Rockzirkus der 80er. Ein besonderes Schmankerl aus dieser Zeit gibt es nun in Form von TIME CAPSULE, einer Sammlung von unveröffentlichten Demos aus jener Zeit. „Ich hatte diese Bänder aus meinem alten Zuhause in der Karibik mitgenommen, als meine letzte Ehe in die Brüche ging. Die waren in so einem schlimmen Zustand, dass wir sie backen mussten, damit sie nicht zu Staub zerfallen! Dann haben wir sie digitalisiert und neu abgemischt, aber wir haben absolut nichts hinzugefügt.“ Entsprechend roh klingen einige dieser Stücke, aber auch äußerst lebendig.

„Ich wollte meine Fans einfach auf einen kleinen Nostalgietrip in diese Zeit mitnehmen. Der Spirit damals war so einzigartig. Wenn man über den Sunset Strip ging, waren ÜBERALL Musiker. Und es stand ein Studio neben dem anderen. Du musstest nur raus auf die Straße gehen und bist irgendjemandem begegnet, denn du fragen konntest: ‚Hey, hast du Bock, mitzumachen?‘“ Unter den Stars, die damals Ja sagten und hier zu hören sind, befinden sich u.a. Gene Simmons, Billy Sheehan, Dave Navarro, Jeff Scott Soto oder Robin Zander.

Ein Nein kommt leider auf die Frage, ob sie mittlerweile wieder Kontakt zu ihren Kindern habe. 2011 kam es zum hässlichen Split der Familie, seither weiß sie nicht einmal, wo sie wohnen und beschuldigt den Vater Jim Gillette, sie einer Hirnwäsche unterzogen zu haben. Ob das nun der Wahrheit entspricht oder nicht – wir kennen nur ihre Seite der Geschichte –, ist es ein häufigeres Problem, als vielen bewusst ist. „Das passiert ständig. Im Moment macht das auch Madonna durch und sieh sie dir an, sie ist ein Wrack!“ Auf der Facebook-Seite „Lita Ford‘s Parental-Alienation Awareness“ findet man mehr Infos zu dem Thema.

The Flying Burrito Brothers: BURRITO DELUXE

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The Flying Burrito Brothers - Burrito Deluxe1970 veröffentlichten die Flying Burrito Brothers um den zunehmend abwärts rutschenden Gram Parsons ihren Debütnachfolger.

Flying Burrito Brothers
BURRITO DELUXE
A&M, 1970

Nach ihrer Zeit bei den Byrds erfanden Gram Parsons und Chris Hillman mit ihrem Debüt THE GILDED PALACE OF SIN ihrer neuen Band mit dem eigentümlichen Namen The Flying Burrito Brothers im Wesentlichen den Country-Rock.

Sie verkauften zwar nicht viele Platten, aber sie hatten Dylan, die Stones und die Herren, aus denen die Eagles werden sollten, beeindruckt. Nach dem Geständnis, dass ihnen die Inspiration für ihr nächstes Album ausgegangen war – „Es war wie Zähneziehen“, verriet der Gitarrist und zukünftige Eagle Bernie Leadon –, lieferten sie ein luftigeres Werk als PALACE ab, das auf Seite 2 deutlich besser wurde.

Hier fanden sich ›Older Guys‹, ›Cody, Cody‹ und eine bis dato nie aufgenommene Ballade, die Parsons von seinen Kumpels Jagger und Richards geschenkt worden war und zur definitiven Version dieses Songs werden sollte: ›Wild Horses‹.

Aufgrund seiner zunehmenden Unzuverlässigkeit wurde Gram Parson noch 1970 aus der Band entlassen. Nur drei Jahre später wurde der Künstler tot in einem Zimmer des Joshua Tree Inn Motels aufgefunden, er hatte wohl eine Überdosis an Heroin und Alkohol erwischt.

Eigentlich sollte der Leichnam nach New Orleans zu seiner Familie überführt werden, doch Phil Kaufmann – Parsons damaliger Manager – erfüllte dessen letzten Wunsch und verbrannte ihn stümperhaft in der Mojave-Wüste. Die Überreste der Leiche wurden letzten Endes dann doch in New Orleans zu Grabe getragen.
(Jo Kendall)

Zeitzeugen:
„Sie gehen Richtung einfacher Rock‘n‘Roll … aber es ist immer noch eine faszinierende Songsammlung“ (The Times)

Hier geht es zu unserer Liste der wahren besten Alben der 70er…

Bob Seger: Abschiedstour ab November

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Bob Seger AbschiedstourBob Seger hört auf: Ende des Jahres geht der Songwriter mit seiner Silver Bullet Band ein letztes Mal auf „Travelin’ Man“-Tour.

Paul Simon hat seinen Abschied angekündigt, Elton John ebenso: Jetzt geht mit Bob Seger ein weiterer ganz Großer ein allerletztes Mal auf Tour – mehr als 50 Jahre nach seinen ersten Auftritten. Bereits vergangenes Jahr hatte der US-Sänger mehrere Shows wegen Rückenproblemen absagen müssen.

Los geht die „Travelin’ Man“-Tour am 21. November in Grand Rapids, es folgen Nordamerika-Konzerte bis 2019. In den kommenden Wochen werden weitere Termine bekannt gegeben, Europa-Auftritte werden voraussichtlich nicht dabei sein. Alle Tourdaten finden sich auf www.bobseger.com

Segers jüngstes Album I KNEW YOU WHEN ist 2017 erschienen, im Oktober kommt die Frühwerk-Sammlung HEAVY MUSIC: THE COMPLETE CAMEO RECORDINGS 1966-1967. Weitere Studioplatten sind freilich nicht ausgeschlossen.

Bob Seger Travelin Man Abschiedstour