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    Review: Mark Knopfler – TRACKER

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    Review: Mark Knopfler – TRACKER

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    mark knopfler trackerGewohnt solides Handwerk eines Altmeisters ohne Qualitätsgefälle.

    Als überaus patent, akribisch und zuverlässig wird Mark Knopfler von Wegbegleitern, Kollegen und Freunden beschrieben. Da passt es augenscheinlich, dass Knopfler sein achtes Solowerk TRACKER in ein Gesamtpaket einpasst, das auch ein umfangreiches Tourneeangebot von Mai bis Oktober 2015 mit 85 Konzertterminen in Europa (allein zwölf in Deutschland) und Nordamerika einschließt: Elf Tracks des von Knopfler und Keyboarder Guy Fletcher co-produzierten Werks offeriert die Standard Version, vier weitere führt die Limited Deluxe Version. Noch mehr Goodies hält die Limited Super Deluxe Box bereit: Gesellen sich doch zusätzlich noch zwei weitere Songs hinzu.

    Zudem enthält die Box die 12-Inch-Vinyl-Version, auf beigelegter DVD wird Einblick in den Entstehungsprozess mit Fly-On-The-Wall-Studiobesuch und ausführlichem Interview gegeben. Nummerierte Kunstdrucke und sechs Fotos runden die Luxuskiste für den gehobenen Bedarf ab. Bleibt bei gewohnt gewiefter Kampagne von Marketing-Fuchs Knopfler allerdings noch eine Frage zu klären: Was für ein Klanguniversum führt jene Koryphäe im Angebot, die den Grundstein ihrer Weltkarriere einst mit den Dire Straits legte, sich mit den Notting Hillbillies eine Feierabend-Band leistete, auf kompletten Alben von Gitarrenikone Chet Atkins und Country-Queen Emmylou Harris mitwirkte, zu neun Soundtracks beitrug sowie Alben von den Kollegen Bob Dylan, Aztec Camera, Willy DeVille, Randy Newman und Bap Kennedy produzierte? Künstlerische Überraschungen liefert TRACKER auf insgesamt 17 Songs eher nicht, dafür aber solides Handwerk der handverlesenen Begleiter auf stets hohem Niveau. ›Beryl‹, gewidmet der 2010 verstorbenen britischen Buchautorin Beryl Bainbridge, hätte 1978 nahtlos auf das Debüt DIRE STRAITS gepasst. Poet Basil Bunting, den Knopfler kennenlernte, als er für den Newcastle Evening Chronicle als Kopierjunge tätig war, wird in ›Basil‹ Tribut gezollt.

    Biographisches über sich selbst verrät Knopfler u.a. in ›Laughs And Jokes And Drinks And Smokes‹, ›My Heart Has Never Changed‹ und ›Time Will End All Sorrow‹. Auf ›Wherever You Go‹ schließlich kommt Vokalistin Ruth Moody, sowohl Mitglied des kanadischen Trios Wailin‘ Jennys als auch als Solistin aktiv, zum Zug. Wer Abwechslung vom allzu Gewohnten sucht, dürfte bei Bob Dylans SHADOWS IN THE NIGHT derzeit besser aufgehoben sein.

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