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Start Blog Seite 588

Gene Simmons: „In dem Song singe ich wie meine Oma“

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gene simmons kissGene Simmons verrät in einem Interview, welchen Kiss-Song er auf den Tod nicht ausstehen kann…

In einem Fernseh-Interview mit dem Ok Magazine wurde Gene Simmons gefragt, welchen Song seiner Band er überhaupt nicht mag. Die Antwort darauf überrascht vielleicht, denn es handelt sich gerade um einen der erfolgreichsten Kiss-Hits überhaupt.

Bei ›I Was Loving You‹ von 1979 fühlt sich Simmons scheinbar, als sänge er wie seine eigene Großmutter. Außerdem meint der Berufs-Demon: „Ich hasse es, diesen Song heute zu spielen. Stadien voller Menschen hüpfen auf und ab wie so biblische Heuschrecken. Sie flippen aus, springen rum und ich stehe da oben und singe „du du du du du“, bitte bringt mich um.“

Gene im Interview:

Ab 2019 gehen Kiss auf ihre große „End Of The Road“-Abschiedswelttournee.

„Du du du du du du du“ live:

Ace Frehley: Neues Video zu ›Rockin‘ With The Boys‹

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Ace Frehley - Rockin With The BoysKichererbse Ace Frehley hat ein neues Video zu seiner Single ›Rockin‘ With The Boys‹ am Start.

Ace Frehley ist fitter als je zuvor, gut drauf und im Produktionsmodus. In drei Tagen erscheint sein jüngster Streich SPACEMAN, kurz vorher haut der ehemalige Kiss-Gitarrist seinen Fans jetzt nochmal ein neues Video zum Song ›Rockin‘ With The Boys‹ um die Ohren.

Frehley zufolge hatte er die Grundidee für den Track schon in den 70ern, wie er im Interview mit CLASSIC ROCK erklärte: „Damals war ich nicht mit dem Vers und der Bridge zufrieden. Den Refrain gibt es gefühlt schon ewig und während ich diese Platte gemacht habe, habe ich den Rest umgeschrieben und so endlich etwas gefunden, das den schönen Chorus perfekt ergänzt.“

In der neuen Ausgabe von CLASSIC ROCK erfahrt ihr außerdem, warum Ace sich wieder blendend mit Gene Simmons versteht, was er für die Zukunft geplant hat und wie es um eine Reunion mit Kiss bestellt ist…

Bob Dylan: Album „Blood On The Tracks“ wird verfilmt

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bob dylan„Call Me By Your Name“-Regisseur Luca Guadagnino arbeitet an einem Film, der von Bob Dylans Klassiker BLOOD ON THE TRACKS inspiriert ist.

Regisseur Luca Guadagnino („Call Me By Your Name“, „Suspiria“) hat in einem Interview mit dem „New Yorker“ verraten, dass er an einer filmischen Umsetzung von Bob Dylans BLOOD ON THE TRACKS arbeitet.

So soll das offenbar bereits fertige Drehbuch seinen „Figuren durch eine mehrjährige Story“ folgen, die „in den 70ern angesiedelt ist“ und um die „zentralen Themen“ des Albums kreist.

Das 1975 veröffentlichte BLOOD ON THE TRACKS ist von Dylans gescheiterter Ehe mit seiner damaligen Frau Sara beeinflusst. Zu den bekanntesten Songs darauf zählen ›Tangled Up In Blue‹, ›Idiot Wind‹ und ›Shelter From The Storm‹.

Am 2. November erscheint mit MORE BLOOD, MORE TRACKS: THE BOOTLEG SERIES VOL. 14 ein Boxset mit unveröffentlichten Aufnahmen, das sich um die Entstehung der Platte dreht.

Mash-Up: Greta Van Fleet feat. Led Zeppelin

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Greta Van Fleet 2018Überall hört man: Greta Van Fleet klingen wie Led Zeppelin. DJ Cummerbund liefert den Beweis mit einem neuen Mash-Up.

DJ Cummerbund ist so etwas wie der König unter den Mash-Up-Spezialisten. Jetzt hat er das eigentlich Unausweichliche getan und die Gesangsspur von Greta Van Fleets ›When The Curtain Falls‹ mit Led Zeppelins ›The Wanton Song‹ gemischt.

Er selbst meint dazu augenzwinkernd: „Ich hatte es satt, dass die Leute ständig sagen, dass Greta Van Fleet wie Led Zeppelin klingen. Deswegen habe ich die Supergroup „Ledda Van Fleppelin“ erschaffen, um zu beweisen, dass sie sich überhaupt nicht ähneln.“

Ledda Van Fleppelin – ›When The Wanton Falls‹:

In der am 18. Oktober erscheinenden neuen Ausgabe von Classic Rock gibt es übrigens unsere große Titelstory über 50 Jahre Led Zeppelin sowie ein ausgiebiges Feature über die Nachwuchsstars Greta Van Fleet zu lesen.

Hier das Original von Led Zeppelin:

Hier das Original von Greta Van Fleet:

Foo Fighters: Metallica-Cover mit jungem Fan

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Foo Fighters live mit KindBei einem ihrer Gigs spielten die Foo Fighters mit einem 10 jährigen Fan Metallica-Songs. Danach gab es noch ein besonderes Geschenk für den Jungen.

Vergangenen Freitag spielten die Foo Fighters in Kansas City. Nach einiger Zeit holte Dave Grohl einen kleinen Jungen namens Collier auf die Bühne, hängte ihm seine Gitarre um und sie spielten gemeinsam den ersten Teil von Metallicas ›Enter Sandman‹.

Danach schenkte der beliebte Frontmann dem Fan seine Gitarre mit den Worten: „Wenn ich das Ding nächste Woche auf Ebay sehe, werde ich euch ausfindig machen!“

Die Foo Fighters feat. Collier:

Iggy Pop – BOOKIES CLUB 870 (LIVE RADIO BROADCAST)

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Iggy Pop Bookies Club

Ein aufbereiteter Live-Mitschnitt vom September 1980.

Als Iggy Pop und David Bowie sich wie zwei Ertrinkende am Strohhalm Berlin festhielten, taten sie instinktiv das Richtige: Die Anstrengungen, clean von Heroin und Kokain zu werden, fruchteten in der Schöneberger Hauptstraße ebenso wie gegenseitige Hilfe bei den Meilensteinen THE IDIOT, LUST FOR LIFE, LOW und HEROES. Als sich ihre Wege Ende der 70er wieder trennten, musste vor allem der künstlerisch nicht ganz so versierte Mr. Pop seine eigene Spur finden.

Am 26. September 1980 tat er das im Bookies Club 870 in Detroit, Michigan, mit Bassist Michael Page, Schlag­zeuger Douglas Bowne sowie den Gitarristen Rob Duprey und Ivan Kral, der gelegentlich auch in die Tasten griff. Nachzuhören auf dem optimierten wie in der Laufgeschwindigkeit korrigierten ehemaligen Bootleg BOOKIES CLUB 870, dem Mitschnitt einer lokalen Radiostation. Verpackt in ein ausklappbares Cover samt Fotos vom Konzert, enthalten die ersten einhundert Kopien ein Poster, eine Postkarte sowie ein Sticker-Set. Zusammen lärmte sich das Quintett durch Pop’sche Evergreens der ersten wie zweiten Stooges-Generation (›TV Eye‹, ›I Wanna Be Your Dog‹, ›Raw Power‹, ›Search And Destroy‹) sowie Solo-Material, das mal mit Bowie (›Funtime‹, ›Nightclubbing‹, ›Lust For Life‹), mal ohne ihn (›Dog Food‹, ›Take Care Of Me‹, ›Knocking ’Em Down (In The City)‹ entstanden war.

Als Mark in delikater Brühe fungieren die Raritäten: Das Stones-Cover ›I’m Alright‹ sowie Harold Arlens mit einem Text von Johnny Mercer versehener Stehblues ›One For My Baby (And One More For The Road)‹, einst ein Hit von Frank Sinatra, den der um Publikums­konzentration bemühte Iggy mehrmals unterbricht, bis genügend Ruhe einkehrt, um sein Innerstes preiszugeben.

7/10

Iggy Pop
BOOKIES CLUB 870 (LIVE RADIO BROADCAST)
EASY ACTION/CARGO

Das letzte Wort: Justin Hayward im Interview

Justin Hayward InterviewIn den letzten Jahren mag er vermehrt als Solokünstler in Erscheinung getreten sein. Für die Welt wird Justin Hayward dennoch auf ewig die Stimme der Moody Blues sein. Trotzdem umarmt der Künstler, der mit ›Nights In White Satin‹ eine der größten Balladen des 20. Jahrhunderts geschrieben hat,  seine musikalische Vergangenheit und ist vollkommen zu Recht stolz auf sie.

Du wurdest erst vor wenigen Wochen an der Seite von den Dire Straits und der 2003 verstorbenen Nina Simone in die Rock And Roll Hall Of Fame in Cleveland aufgenommen. Was hat dir das bedeutet?
Deutlich mehr, als ich mir je hätte träumen lassen! Die Zeremonie fand in einer riesigen Arena statt, die Fans schwenkten Banner und es herrschte eine euphorische, festliche Atmosphäre. Es werden ja jedes Jahr nur sechs Künstler aufgenommen, das ist natürlich durchaus et­­was Besonderes – auch für die Fans, de­­nen unsere Musik so viel bedeutet. Dazu kommt, dass ich als riesiger Buddy-Holly-Fan natürlich besonders ergriffen war, nun dieselbe Ehre zu erfahren wie er oder die großartigen Everly Brothers. Mal ganz zu schweigen von Nina ­Simone, die ein riesiges Vorbild für mich war.

Das warst du aber auch. Wann wur­de dir das erste Mal bewusst, dass The Moody Blues vielleicht nicht die bekannteste Rockband der 60er sind, dafür aber durchaus die Stimme einer Generation waren?
So etwas bekommt man immer erst später mit – wenn überhaupt. Es ist richtig, dass wir für eine gewisse Zeit durchaus so etwas wie ein Sprachrohr waren, doch uns ging es immer nur um die Songs. The Moody Blues waren nie eine Band, die auf Single-Erfolge abzielte oder von den Menschen angebetet werden wollte. Wir hatten außerdem das große Glück, ein Label auf unserer Seite zu haben, das uns letztlich einfach machen ließ, was wir wollten.

Mal abgesehen von einer kurzen Pause in den 70ern waren die Moody Blues nie getrennt. Was macht es mit einem Menschen, wenn er bald drei Viertel seines Lebens in ein und derselben Band spielt?
Für mich ist es so, als würde ich ein riesiges Gesichts-Tattoo tragen, auf dem „The Moody Blues“ steht. Weißt du, es gab eine Zeit, da störte mich das. Zu Beginn der 70er-Jahre hingen wir immer nur zusammen herum, waren im Studio, auf Tour, im selben Hotel. Deswegen nahmen wir uns ein paar Jahre lang eine Auszeit. Heute weiß ich, dass es ein Privileg ist, wenn die Menschen dich mit einer bestimmten Band verbinden. Sicher, ich bin auch Solokünstler, sicher, in meiner Nachbarschaft bin ich für manche einfach der Typ, der mit seiner Gitarre auf der Bühne steht. Aber ich bin eben auch der Sänger, Gitarrist und Komponist der Moody Blues.

„The Moody Blues waren nie eine Band, die auf Single-Erfolge abzielte oder von den Menschen angebetet werden wollte.“

Das spürt man auch bei deinen Solokonzerten, bei denen immer viel Moody-Material dabei ist. Wie fühlt es sich an, die alten Songs zu spielen?
Musik hat die Macht, die Zeit zurückzudrehen. Wenn ich alte Stücke spiele, fühle ich sofort wieder, was ich damals fühlte. Ich weiß, wann und wo ich den Song schrieb, ich weiß, wo er aufgenommen wurde. Dieses Gefühl genieße ich sehr.

Und wie ist die Geschichte zu ›Nights In White Satin‹? Es kursieren ja diverse Geschichten…
Ich war noch sehr jung, als ich diesen Song schrieb. 19, vielleicht 20. Damals lebte ich mit unserem Schlagzeuge Graeme Edge und unseren beiden Freundinnen in einer Zwei-Zimmer-Wohnung. Ich kam gerade von einem Konzert nach Hause und wusste, dass wir am nächsten Tag ein Studio gebucht hatten. Das Problem war nur: Außer mir hatte niemand etwas Neues geschrieben und selbst ich war mit dem Song noch nicht ganz fertig. Also saß ich auf der Bettkante auf den Satinlaken, da muss es schon früher Morgen gewesen sein, und schrieb die beiden Strophen des Liedes. Es waren einfach nur Gedankenfragmente, vollkommen ungeordnet und nach meiner damaligen Ansicht auch nicht unbedingt sinnvoll. Erst viel später fiel mir auf, dass ich wirklich viele Briefe geschrieben hatte, die ich nie abschicken wollte („Letters I’ve written – Never meaning to send“) – und dass ich immer daran geglaubt habe, dass jeder am Ende der ist, der er sein will („Just what you want to be, you will be in the end“).

Auf deinem letzten Soloalbum SPIRITS OF THE WESTERN SKY hast du dann aber auch gezeigt, dass du immer noch gerne etwas Neues ausprobierst. Wie kam es denn zu diesem Country- und Bluegrass-Schwerpunkt?
Wie ich schon sagte, hege ich größte Bewunderung für die Everly Brothers, trage diese Musik also schon lange in mir. Initialzündung war aber das Projekt The Moody Bluegrass, bei dem einige Nashville-Musiker un­­sere Songs im Bluegrass-Stil coverten. Auf ihrem zweiten Album war ich auch als Gast dabei und war so angefixt von diesem Sound, dass mich das nicht unerheblich beeinflusste. Nach meiner aktuellen Tour geht es für mich auch wieder zurück nach Nashville, um weiteres Material mit den Jungs aufzunehmen. Es fühlt sich großartig an und eröffnet mir eine vollkommen neue Welt.

Dave Grohl – PLAY

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Dave Grohl Play

Er kann’s auch ganz allein: ein Foo Fighter auf solistischen Abwegen.

Seit Dave Grohl als 17-jähriger Schlagzeuger in die Lokalband Scream einstieg, suchte er künstlerische Her­ausforderung, musikalische Ver­voll­kommnung und permanente Hori­zont­erweiterung. Was er zuerst bei der Grunge-Legende Nirvana, nach deren unrühmlichem Ende bei seiner eigenen Truppe Foo Fighters als Frontmann fand. Mit der EP PLAY gönnt sich der 49 Jahre alte Multi-Instrumentalist ein recht ambitioniertes Solo­projekt. Sämtliche Instrumente, darunter Schlagzeug, Bass, Fender-Rhodes-Piano und gleiche mehrere E-Gitarren, spielte er im Multitrackverfahren ein, wie Grohl in schwarzweißer Doku samt Einführung per Kameratrick eindrucksvoll vorführt.

Stilistisch ließe sich das 23-minütige Instrumentalstück ›Play‹, inspiriert vom Musikunterricht der eigenen Kinder, im experimentellen Prog-Rock-Freestyle mit Noise-Tendenz eines Steven Wilson einordnen. Anfänglich heftiges Tempo wechselt erst mit subtilerer Rhythmik, um dann doch wieder tüchtig voranzupreschen und bis zum Finale herrlich spannungsgeladen zu bleiben.

8/10

Dave Grohl
PLAY
RCA/SONY