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Anthrax – STATE OF EUPHORIA – 30TH ANNIVERSARY EDITION

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Anthrax State Of Euphoria

Auch schon wieder 30 Jahre alt.

STATE OF EUPHORIA, das dritte An­­thrax-Album mit Sänger Joey Bel­ladonna, hat sich hervorragend ge­­halten und klingt immer noch schön kraftvoll. Zwar kann es damals gute Kritiken einheimsen, aber an die Erfolge von SPREADING THE DISEASE und AMONG THE LI­­VING kommt es nicht ganz heran. Mark Dodson (Metal Church, Suicidal Tendencies, The Almighty) beerbt Eddie Kramer als Produzent. ›Misery Loves Company‹ ist inspiriert von Stephen Kings Roman „Misery“, ›Now It’s Dark‹ von David Lynchs Spielfilm „Blue Velvet“. Der Opener ›Be All, End All‹ setzt gleich ein zackiges Statement mit Cello-Intro – der beste Track des Werkes. Mit ›Antisocial‹ der französischen Rocker Trust steht nach ›I’m Eighteen‹ von Alice Cooper mal wieder ein Cover auf der Tracklist. Die Nummer avanciert zum Hit und läuft bei MTV rauf und runter.

Beim Artwork der neuen Fassung scheint dem Label die Farbe ausgegangen zu sein, das ehemals knallige Gelb ist einer blassen Version gewichen, erhältlich ist das Werk auf zwei CDs oder LPs. Die finale Seite des Vinyls beherbergt fünf Zu­­satz-Songs, darunter eine französische und eine Live-Version von ›Antisocial‹, das Sex-Pistols-Cover ›Frig­gin’ In The Riggin’‹, ›Para­site‹ von Kiss, ›Le Sects‹ (ebenfalls von Trust) sowie ›Pipeline‹. Das Original-Album wird auf den Seiten eins bis drei präsentiert. Die CD-Ausgabe hat auf der zweiten Konserve noch Demos von Charlie Benante drauf. Die LP kommt in einer Single-Hülle mit Texten, einigen Photos plus Download-Code.

8/10

Anthrax
STATE OF EUPHORIA – 30TH ANNIVERSARY EDITION
ISLAND/UNIVERSAL

Neuheiten: Ab heute im Plattenladen

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Greta Van Fleet 2018Endlich ist der Freitag da und mit ihm viele neue Alben, darunter das lange und sehnsüchtig erwartete Debüt von Greta Van Fleet, kosmischer Rock’n’Roll von Ace Frehley sowie frische Musik von Blood Of The Sun und Johnny Firebird.

Keine Ahnung, wann das letzte Mal so viel Rambazamba um ein Erstlingswerk veranstaltet wurde. Ob Greta Van Fleet die hohen Erwartungen erfüllen können?

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Topfit und in Bestform präsentiert sich Ace Frehley, ehemaliger Krawallmacher bei Kiss, auf seinem neuen SPACEMAN:

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Johnny Firebird aus Regensburg sind hellwach, eindeutig gegen Rechts und dabei trotzdem gut drauf und im Vollgasmodus. Punk’N’Roll pur!

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Auf BLOOD’S THICKER THAN LOVE hauen Blood Of The Sun gewohnt druckvoll um sich und widmen dazu Lemmy Kilmister einen Song:

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Blood Of The Sun – BLOOD’S THICKER THAN LOVE

Blood Of The Sun - BLOOD'S THICKTER THAN LOVE

Orgelei und Gitarrenwatschen.

Als Opener ein rasanter Tribut an Lemmy Kilmisters Lieblingsgetränk Jacky Cola, im nahen Abgang dann Orgel- und Gitarren-geschwängerte Hard-Rock-Klopfer im Stil der 70er Jahre. Eine nicht ganz neue „Live fast, Die Young“-Attitüde dominiert dazu die inzwischen fünfte Platte der texanischen Blood Of The Sun um St. Vitus-Drummer Henry Vasquez. Ungewöhnlich an der rauen Aufmachung wirkt die Länge der Songs, welche auf den ersten Blick eigentlich die Psychedelic-Glocken schrillen lässt – immer diese verdammten Vorurteile! – am Ende jedoch überraschenderweise nicht in mäandernde Jam-Gefilde ausufert, sondern wie eine vollbefeuerte Dampflokomotive durch die Gehörgänge walzt. Hochkaräter wie Deep Purple, Motörhead, oder Leafhound tönen nach wie vor durch, im Riffing aber vor allem auch gute alte Britenschule à la Priest, was einen dazu verleitet, die vorzufindenden sechs Tracks in die klangliche Traditionslinie des Protometal einzureihen. Einzig ›Air Rises As You Drown‹ tritt mit seinem 80er-Synthie-Intro ein wenig aus der getroffenen Eingrenzung, findet jedoch spätestens im Chorus wieder zur eingeschlagenen Linie zurück. Das abschließende ›Blood Of The Road‹ erinnert an eine feurige Version von ›Radar Love‹. Da kann man nicht schlichtweg nicht meckern!

7 von 10

Blood Of The Sun
BLOOD’S THICKER THAN LOVE
LISTENABLE RECORDS/EDEL

Johnny Firebird – WIDE AWAKE

Johnny Firebird - WIDE AWAKE

Regensburg rockt!

Räudig und eingängig geht nicht? Von wegen! Auf WIDE AWAKE rö­­cheln, rocken und rollen sich die Re­gensburger Johnny Firebird durch zwölf Nummern, die schmutzig und poliert zugleich sind. Allein der rasante Opener ›Reject And Deny‹ mit Motorjesus-Flair ist eine echte Ansage. Mit ziemlicher Cool- und an­­sprechender Sleazyness bewegt sich das Quintett im Spannungsfeld von Schweinerock à la Nashville Pussy, Punk’n’Roll der Marke Hellacopters und glamourösem Streetpunk ähnlich dem der Lands­leute von The Revolvers. Gelegentlich fühlt man sich auch an die frühen Donots erinnert. Mal rumpelt es mehr und mal gehen die Chöre besonders gut rein. Pogo- und Hardrock paaren sich mit klassischem Rock’n’Roll. Passender Sound für Punks und Teds, aber auch für Poser. Und mit Krachern wie ›Sick And Tired‹ und ›Hang In There‹ haben die fünf Herren einige potenzielle Live-Abräumer am Start. Schön gegrölt und perfekt zum Mitgrölen geeignet. Wie sangen schon einst Sinner? „Germa­ny Rocks“. Auf Regensburg trifft das in diesem Fall ganz gewiss zu.

7 von 10

Johnny Firebird
WIDE AWAKE
GHOST TOWN NOIZE/NOISOLUTION

Ace Frehley – SPACEMAN

Ace Frehley - SPACEMAN

Ein Ass im Ärmel.

Auch wenn es seine letzte Coverplatte ORIGINS VOL. 1 nicht wirklich in den Kanon der unverzichtbaren Scheiben geschafft hat, ist Space Ace nach wie vor der coolste aller KISS-Charaktere: Einmal sein schallendes Lachen durch die Luft gejagt, erliegt ihm jeder noch so überzeugte Abstinenzler. Mit SPACEMAN meldet sich der bunte Hund nun mit eigens gezimmerten Nummern zurück, hat ehemalige Kollegen wie den langzüngigen Demon oder Drummer Anton Fig im Gepäck, und erinnert dabei irgendwie angenehm an seinen durchschlagenden Soloerfolg von 1978. Ace – und man verzeih an dieser Stelle die plumpe Ausdrucksweise – rockt. Und zwar in alter Erfolgsrezeptmanier: Eingängige Songstrukturen, Ohrwurm-Refrains, knackige Riffs, dem Song dienliche Soli statt Egogewichse und eher simple Texte, die sein Leben als Rock’n’Roller illustrieren. Nummern wie ›Rockin‘ With The Boys‹ oder ›Off My Back‹ fräsen sich durch ihren Kiss-Duktus bereits nach erstmaligem Hören in die Hirnrinde und auch moderner bis alternativ Klingendes á la ›Mission To Mars‹ lässt den Zeigefinger immer wieder zum Repeat-Knopf zurückschießen. Ein bisschen aus dem Rahmen, aber das in positiver Weise, fällt das sechsminütige ›Quantum Flux‹, ein rolliges Prog-angehauchtes Instrumental, das SPACEMAN zu einem würdigen Abschluss bringt.

7 von 10

Ace Frehley
SPACEMAN
ENTERTAINMENT ONE / SPV

Greta Van Fleet – ANTHEM OF A PEACEFUL ARMY

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Greta Van Fleet ANTHEM OF THE PEACEFUL ARMY

Generation Z.

Groß sind sie geworden, die Jungspunde von Greta Van Fleet. Groß im Sinne von „die nächsten Großen im Classic Rock“. Das hatte sich mit der EP FROM THE FIRES ja schon angedeutet. Bereits auf der ersten Tour mussten die Konzerte hochverlegt werden, die Shows waren dennoch komplett ausverkauft. Selbiges Spielchen wiederholt sich gerade zum zweiten Mal, inzwischen sind wir bei 7.000 Be­­suchern pro Gig. Wo soll das noch hinführen? Jetzt hat das Quartett aus dem beschaulichen Frankenmuth, Michigan, zehn Songs für den ersten Longplayer beisammen und wieder zusammen mit Marlon Young (Kid Rock’s Twisted Brown Trucker Band) im Studio verewigt. Die Band hat seit ihrer Gründung 2012 schon haufenweise Songs gesammelt, viele davon sind allerdings derzeit nicht erhältlich und lediglich ›You’re The One‹ und ›Lover Leaver (Taker Be­­liever)‹ haben es auf das Debüt geschafft. Ex­­perimentell und verspielt gerät der Einstieg mit ›Age Of Man‹ – gewagt und geglückt, der beste Track direkt zu Beginn. Die zweitbeste Nummer, der Titelsong ›Anthem Of The Peaceful Army‹, steht am Schluss des Erstlings. Leerlauf gibt es zwischendrin nicht, aber Eindringliches wie ›Safari Song‹ oder ›Black Smoke Rising‹ sucht man dennoch vergebens. Das vertrackte ›Lover Leaver (Taker Believer)‹ kann locker auf der Haben-Seite verbucht werden, das melodische ›You’re The One‹ zählt auch dazu. Vermutlich kennen sich Greta Van Fleet im Led-Zep-Kosmos weiterhin gut aus, allerdings haben sie ein wenig die Orientierung verloren. Wer behauptet, dass seine Haupteinflussgeber Aerosmith sind, aber wie Led Zep klingt, der lügt einfach. Robert Plant hat das erkannt. Die Produktion ist unglaublich gut und authentisch. Kein Vergleich zum leblosen Studio-Mist, den uns die meisten Bands als High-End verkaufen wollen.

8 von 10

Greta Van Fleet
ANTHEM OF THE PEACEFUL ARMY
LAVA/REPUBLIC/UNIVERSAL

Ghost: Blutiges Disco-Video zu ›Dance Macabre‹

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Ghost - Dance MacabreUnd wieder mal haben Ghost ein ziemlich tanzlastiges Video zu einer ihrer jüngsten Singles parat.

Man mag ihn lieben oder hassen, aber eines muss man ihm lassen: Tobias Forge weiß, wie man gekonnt Musikvideos produziert. Das beweist das Mastermind wieder mal im neuesten Clip zu ›Dance Macabre‹ vom jüngsten Album PREQUELLE seiner Band Ghost.

Da ist wirklich alles geboten, was es in einer makaberen Disconacht so braucht: Tänzerinnen in knappen Outfits, viel Silber und Pomp, 80er Jahre Sound, Totenkopfgesichter und viel Blut… Dazu am Ende die Einblendung „The Beginning“ und nach und nach setzen sich die vielen Geschichten-Schnipsel zu einem chronologischen Ghost-Kosmos zusammen.

›Dance Macabre‹:

Gewinnspiel: American Aquarium live sehen und Vinyl sichern!

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American Aquarium Gewinnspiel TicketsSie wurden mit Bruce Springsteen verglichen und haben mit Jason Isbell gearbeitet: Ende Oktober kommen American Aquarium jetzt für zwei Shows nach Deutschland. Wir verlosen 3×2 Tickets, jeweils zusammen mit dem jüngsten Album der Band, THINGS CHANGE, auf Vinyl.

American Aquarium live:
27.10. Altlandsberg, The Buchholz Saloon
28.10. Köln, Die Kantine

Hier teilnehmen:

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Als Betreff bitte die Stadt angeben, in der ihr American Aquarium sehen wollt!

(Teilnahmeschluss: 21.10.2018)