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Neuheiten: Ab heute im Plattenladen

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Wille And The BanditsDie neue Musik zum Wochenende kommt diesmal von den Pictures, Wille & The Bandits (Foto), The Specials und Soen.

Mit HYSTERIA erscheint die Emotions-Scheibe diese Woche. Zarte Gitarrenläufe mit Pop-Appeal zeigen, dass die Pictures wissen, wie man Herzen weich bekommt:

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Die Retro-Rock-Jungs von Wille & The Bandits kommen mit ihrem bluesigen, teils folk-beeinflussten Sound gut an, sogar so gut, dass nicht einmal ein Plattenvertrag für ihren Durchbruch nötig war. Jetzt sind sie beim zweiten Album PATHS angekommen:

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Es gibt sie noch, die Ska-Helden von The Specials. Mit ENCORE sind sie bei der Zugabe angekommen: 

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Die internationale Progressive-Metal- und Rock-Supergroup Soen präsentiert mit LOTUS ihr neues, brachiales Schaffenswerk:

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Video-Premiere: Bishop Gunn mit ›Makin‘ It‹

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Bishop Gunn Makin It VideoRoots-Rock und soulige Stimme: Bishop Gunn mit einem melancholischen neuen Video zu ihrer Single ›Makin‘ It‹.

Bishop Gunn kommen aus Natchez, Mississippi, und genau so haben sie ihr jüngstes Album genannt: NATCHEZ. Jetzt ist das Video zu einem der Songs daraus da.

Die Hauptrolle darin spielt Sänger Travis McCready, zu Beginn sind alte Videoaufnahmen aus McCreadys Kindheit zu sehen. „Ich spielte diese kleinen Wohnzimmer-Konzerte für meine Familie, als ich ungefähr vier war, und meine Eltern filmten mich dabei. Auch mein Bruder Johnny, der vor ein paar Jahren gestorben ist, ist zu sehen.“

Um diesen Verlust geht es auch im Song zum Video: ›Makin‘ It‹. Und um das Gefühl, „dass es manchmal falsch ist, von daheim und der Familie entfernt zu sein“, zugunsten einer Karriere als Musiker, erklärt McCready.

Bishop Gunn mit ›Makin‘ It‹:

Bishop Gunn live 2019:

04.03. Berlin, Verti Music Hall (mit Slash)
06.03. Köln, MTC
07.03. (CH) Zürich, Samsung Hall (mit Slash)
Tickets gibt’s hier…

Video-Premiere: Junkyard Drive mit ›Sucker For Your Love‹

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Junkyard Drive Way Too LongHymnischer, energetischer Hardrock: Junkyard Drive zeigen den Clip zu ›Sucker For Your Love‹ – aus ihrer jüngsten Platte BAD COFFEE.

Im Oktober haben Junkyard Drive ihr Album BAD COFFEE veröffentlicht. Aufgenommen in Kopenhagen kam es mit 70s-Rock’n’Roll, Hardrock und Mitsing-Refrains daher.

›Sucker For Your Love‹ machte da aber mal gar keine Ausnahme. Jetzt präsentieren die Dänen ihr Video zum High-Energy-Rocker.

Junkyard Drive mit ›Sucker For Your Love‹:

Pictures – HYSTERIA

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Pictures Hysteria

Hymnisch, zart und mit offenem Visier: Diese Band setzt Emotionen frei.

Die Hymne als Stilmittel des emotional aufgekratzten Mannes führt leider oft in die Kitschfalle, insbesondere dann, wenn sich hinter gen Himmel streckenden Gesten keine wirklich guten Songs verstecken. Dann ist es nur eine hohle Pose. Anders bei den Pictures: Als Kinder der 90er-Jahre hat das Quartett aus Westdeutsch­land und Berlin die emotionale Wucht des Britpop offenbar aufgesogen. Vieles klingt hier, zumindest soundästhetisch, nach den Glanzleistungen des Genres. Diese ergaben sich einst vor allem durch die Ver­einigung von eingängigem Pop-Appeal, fast unnahbarer Coolness und hedonistischem Stolz. Zarte Gitarrenläufe (gelegentlich auch ein Piano) sind hier die Ausgangsbasis, aus denen sich dann der großgedachte Songwriter-Rock erhebt. Die Pictures sind Meister ihres Fachs. Das Debüt wurde spielerisch übertroffen, sie sind nun tatsächlich bei den ganz Großen angekommen.

7/10

Pictures
HYSTERIA
FRIES BOOM BARRIER/SONY

Wille & The Bandits – PATHS

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WIlle And The Bandits

Knackiges Intro.

Der Erfolg der Retro- und Neo-Hippie-Jungs aus dem englischen Cornwall ist ein schlagender Beweis dafür, dass man als talentierte Rockband heutzutage nicht mehr zwingend einen Plattenvertrag benötigt, um den Durchbruch zu schaffen. Mit ihrem bluesigen, teils folk-beeinflussten Sound kamen die 2010 gegründeten Wille And The Bandits jahrelang auch ohne Label bestens zurecht. Als echte Independent-Künstler, die ihre Musik nur über YouTube, via direkter Downloads und selbstgemachter CDs vertrieben, tourten sie in ganz Europa, räumten dazu bei diversen großen Festivals ab und traten sogar schon im „Rockpalast“ auf. Mit STEAL kam Anfang 2017 dann doch endlich ihr erstes, regulär veröffentlichtes Album auf den Markt, dem nun der zweite Streich folgt. Und der klingt noch einmal deutlich reifer und selbstbewusster. Speziell Front­mann und Slide-Gitarrist Wille Edwards präsentierte sich am Mikro so ausdruckstark wie nie. Das episch-melancholische ›Four Million Days‹, das gleichzeitig fröhliche, wie leicht nervöse ›Chakra‹ oder der deftige Breitwand-Rocker ›Find My Way‹ ergeben einen guten Überblick der vielschichtigen Soundpalette des Trios und sollten Appetit auf mehr machen.

7/10

Wille & The Bandits
PATHS
FARM HAND/ROUGH TRADE

The Specials – ENCORE

The Specials Encore

Die Ghostown blüht wieder auf.

Das Besondere am neuen Album der Specials ist nicht, dass es die Pioniere der 2-Tone-Bewegung aus den späten 70ern noch immer gibt (denn in wechselnden Besetzungen sind die Neo-Ska-Helden seit fast 30 Jahren wieder unterwegs) oder dass sie ein neues Album aufgenommen haben (denn auch davon gab es ab und an mal eines). Nein, das Besondere an diesem Album ist schlicht und einfach, wie gut es geworden ist. Das dürfte nicht zuletzt an Gründungsmitglied Terry Hall liegen, der zwar schon seit 2008 wieder mit den Specials tourt, nun aber erstmals wieder seit den ersten beiden klassischen Platten SPECIALS und MORE SPECIALS an einem Album mitgewirkt hat. Sein melodisches Gespür (das er auch als Mitglied der Fun Boy Three und mit seinem Soloalbum HOME von 1994 unter Beweis gestellt hat) prägt viele Stücke auf ENCORE. Was die neue Songsammlung aber wirklich herausragend macht, ist die Dringlichkeit der Musik, die nichts mit abgestandener Altherren-Mucke zu tun hat. Wie schon bei ihrem Anti-Thatcher-Hit ›Ghostown‹ schlagen sie politische Töne an, machen sich für die Selbst­bestimmung der Frau stark und holen ihren Ska-Sound behutsam, aber höchst effektiv in eine aufregende Gegenwart.

8/10

The Specials
ENCORE
UMC/UNIVERSAL

Soen – LOTUS

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Soen Lotus

Schweden-Happen.

Reflektion ist wichtig, ein unbezahlbares Gut in dieser schnelllebigen Zeit. Aber man muss sich Zeit dafür nehmen. Und genau das tun Soen mit ihrem vierten Album LOTUS. Bereits seit 2004 existieren Soen in den Köpfen der Musiker, das erste musikalische Lebenszeichen ließ jedoch bis 2010 auf sich warten, das Album-Debüt COGNITIVE kam dann 2012. Von der Original­be­setzung sind nur noch Sänger Joel Ekelöf (ehemals Willowtree) sowie Drummer Martin Lopez (vormals bei Opeth) übrig, der kanadische Gitarrist Cody Ford ist das brandneue Pferd im Stall. Noch weiter als auf dem Vorgänger LYKAIA (2017) entfernt man sich von den Tool-Einflüssen des Erstlings. ›Opponent‹ beginnt mit einem partiellen Doppel-Bassdrum-Gewitter, recht untypisch für den Fünfer. Kein wirklich gelungener Einstieg, einfach weil die Originalität fehlt. Danach wird es viel besser: Die ereignisreiche Achterbahnfahrt ›Martyrs‹ erinnert zwar frappierend an A Perfect Circle, ohne jedoch als bloße Kopie durchzugehen. Immer wenn die Band den Fuß vom Gas nimmt, wird sie zwingend, dann haben die Songs Raum und Zeit zu atmen. Wenn es hektisch wird (›Covenant‹), wird es etwas beliebig. Einfach und schlicht kann der Fünfer auch (›River‹). Am besten sind jedoch die weitläufigen ›Lotus‹ und ›Lunacy‹ – Gebilde voller melancholischer und düsterer Klänge, die Musik progressiv und technisch anspruchsvoll, allerdings doch sehr eingängig. Wundervoll.

8/10

Soen
LOTUS
SILVER LINING/WARNER

Deep Purple: Neues Album in Planung

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Deep PurpleSteve Morse hat verraten, dass Deep Purple 2019 am Nachfolger von „inFinite“ arbeiten wollen. Auch Konzerte soll es geben.

Als ihr jüngstes Album „inFinite“ 2017 erschienen ist, war aufgrund der Doppeldeutigkeit des Titels viel über einen Abschied von Deep Purple spekuliert worden. Danach sieht es jetzt nicht mehr aus.

In einem Interview mit Andertons Music Co sagte Gitarrist Steve Morse: „Wir werden mit zwei Alben beginnen – eines mit (der Prog-Supergroup) Flying Colors und das andere mit Deep Purple.“

Daneben seien Deep-Purple-Gigs in Planung, noch sei aber nichts spruchreif. „Dieses Jahr könnten die USA dran sein, aber noch ist nichts gebucht, ganz sicher. Ich spreche hier nur Gerüchte aus“, so Morse.

›All I Got Is You‹ aus „inFinite“ (2017):