Review: The Specials – ENCORE

The Specials Encore

Die Ghostown blüht wieder auf.

Das Besondere am neuen Album der Specials ist nicht, dass es die Pioniere der 2-Tone-Bewegung aus den späten 70ern noch immer gibt (denn in wechselnden Besetzungen sind die Neo-Ska-Helden seit fast 30 Jahren wieder unterwegs) oder dass sie ein neues Album aufgenommen haben (denn auch davon gab es ab und an mal eines). Nein, das Besondere an diesem Album ist schlicht und einfach, wie gut es geworden ist. Das dürfte nicht zuletzt an Gründungsmitglied Terry Hall liegen, der zwar schon seit 2008 wieder mit den Specials tourt, nun aber erstmals wieder seit den ersten beiden klassischen Platten SPECIALS und MORE SPECIALS an einem Album mitgewirkt hat. Sein melodisches Gespür (das er auch als Mitglied der Fun Boy Three und mit seinem Soloalbum HOME von 1994 unter Beweis gestellt hat) prägt viele Stücke auf ENCORE. Was die neue Songsammlung aber wirklich herausragend macht, ist die Dringlichkeit der Musik, die nichts mit abgestandener Altherren-Mucke zu tun hat. Wie schon bei ihrem Anti-Thatcher-Hit ›Ghostown‹ schlagen sie politische Töne an, machen sich für die Selbst­bestimmung der Frau stark und holen ihren Ska-Sound behutsam, aber höchst effektiv in eine aufregende Gegenwart.

8/10

The Specials
ENCORE
UMC/UNIVERSAL

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