Review: Deep Purple – INFINITE

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deep purple infiniteAuch ohne spektakuläre Songs ein hörenswertes Album.

Der Schrecken sitzt vielen Purple-Mani­acs mächtig in den Gliedern, seitdem Bassist Roger Glover und Schlagzeuger Ian Paice nun bereits mehrfach über ein mögliches Ende ihrer Band philosophiert und eine – wenn auch ausgedehnte – letzte große Ab­­schieds­tournee vermeldet haben. Das Alter. Die Gesundheit. Man sei ja immerhin um die 70. Sind sie wirklich so alt? Man kann es angesichts des aktuellen Studioalbums INFINITE kaum glauben. Natürlich darf man die neuen Songs nicht mit Großtaten wie BURN, IN ROCK, MACHINE HEAD oder auch PERFECT STRANGERS vergleichen. Kompositorisch ist der Wegfall von Ritchie Blackmore und Jon Lord ein Verlust, man weiß das seit Jahren. Trotzdem können deren Nach­folger Steve Morse und Don Airey auch auf INFINITE ebenso überzeugen wie die Origi­nalmitglieder Glover, Paice und Sänger Ian Gillan. Und so machen Deep Purple anno 2017 genau das, was betagte Musiker dieser Couleur tun sollten: Sie beweisen Haltung auch im fortgeschrittenen Alter, schreiben weiterhin gute (allerdings keine spektakuläre) Musik und versuchen gar nicht erst, mit den jungen Wilden mitzuhalten. INFINITE ist einfach eine hörenswerte Rock­scheibe, vor allem aber ist es ein neues Deep-Purple-Album. Und allein diese Tatsache be­­schert dem kundigen Hörer puren Hörgenuss. Hoffentlich nicht zum letzten Mal!

8/10

Deep Purple
INFINITE
EARMUSIC/EDEL

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