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Queen: Hier den Oscar-Auftritt sehen

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Queen live OscarsGestern Abend wurden in Los Angeles die Oscars vergeben. Queen starteten die Gala mit ›We Will Rock You‹ und ›We Are the Champions‹.

Die Oscars standen gestern (24. Februar) ganz im Zeichen von Queen. Nicht nur gewann das Band-Biopic „Bohemian Rhapsody“ vier Auszeichnungen – darunter für den „besten Hauptdarsteller“ Rami Malek -, Queen eröffneten auch die Verleihungszeremonie mit zwei ihrer Klassiker.

Begleitet von den Original-Mitgliedern Brian May und Roger Taylor gab Adam Lambert zunächst ›We Will Rock You‹ und dann ›We Are the Champions‹ zum Besten. Lambert tourt seit 2011 mit Queen.

Queen live bei den Oscars:

Plattensammler: Die Lieblingsalben von Ian Paice

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Gäbe es den Preis „The Gentleman of Rock“, müssten sich Tony Iommi und Ian Paice seit Jahren um diese Trophäe streiten. Kaum jemand ist so höflich, nett und zuvorkommend wie der Deep Purple-Drummer.

Über seine Zunft spricht er unprätentiös und mit kumpelhaftem Unterton: „Wenn irgendwo Trommler aus meiner Generation zusammenkommen, erwähnen sie ihr Set für etwa 20 Sekunden. Dann wird über andere Sachen geredet und ein paar Biere dürfen natürlich auch nicht fehlen. So stelle ich mir eine sehr glückliche Kameradschaft vor.“ Hier präsentiert Ian Paice seine liebsten Platten aller Zeiten.

Gene Krupa – PERCUSSION KING


Da mein Vater selbst Musiker in einer Tanzkapelle war, hatte ich das Glück ein sehr aufgeschlossenes Elternhaus zu haben, wenn es um das Thema Musik ging. Schon, als ich selbst kaum laufen konnte, liefen viele Jazz- und Orchester-Sachen daheim auf einem alten Grammophon, so dass ich fast schon mit der Muttermilch den Spirit dieser Musik eingesogen habe. Einer, der mich schon in ganz frühen Jahren quasi zu meinem Instrument gebracht hatte, war Gene Krupa. Er spielte einen völlig eigenen Stil und so beschlagen virtuos, als würde er mit Stricknadeln anstelle von Sticks spielen. Diese Art von Drumming fasziniert mich bis heute.

Buddy Rich – WEST SIDE STORY


Klassischer Jazz hat eine ganz eigene Wirkungskraft – und ist durch die typische Instrumentierung mit einem klassischen, differenzierten und für meine Begriffe auch zeitlosen Drive ausgestattet. Dieser Vibe ist direkt spürbar, denn in jedem Moment dieses Albums liegt sehr viel Magie. Ich sah Buddy Rich als Heranwachsender im Fernsehen, die Präzision, mit der er Note für Note spielte und dann noch raffinierte Fill-Ins dazu packte, hat mich völlig umgehauen. Als Musiker ist Buddy Rich zweifellos ein pedantischer und absoluter Perfektionist, der eine eigene rhythmische Welt bedient. Er sah zudem aus wie ein Wahnsinniger, so wollte ich auch sein.

Little Richard – GREATEST HITS


Natürlich schlug Rock‘n‘Roll bei mir wie eine Bombe ein. Das war was völlig neues, mit einer ganz eigenen Handschrift. Hier wälzte sich die Aggression des Blues in der Unterhaltungsmusik der westlichen Welt – diese obsessive Mixtur klopfte zur richtigen Zeit an unsere Türen. Obwohl ich zugeben muss, dass ich kein sonderlicher Fan von Elvis war. Mein großer Held war Little Richard. Wenn man sich heute, also runde 55 Jahre nach der Erstveröffentlichung, Klassiker wie ›Good Golly Miss Molly‹, ›Long Tall Sally‹ oder ›Tutti Frutti‹ anhört, zaubert einem der Charme dieser Aufnahmen sofort ein Lächeln ins Gesicht.

Miles Davis – KIND OF BLUE


Als Musikfan komme ich immer wieder zurück zum Classic Jazz. Natürlich war Rock ‘n‘ Roll eine aufregende Sache, keine Frage. Doch hier atmet jede Note und der Drumsound ist einfach fantastisch. Bei Miles Davis ist viel improvisiert, aber dennoch ist alles an seinem Platz. Auch wenn ich zu Zeiten von KIND OF BLUE noch sehr jung war, sind diese Klänge tief in meinem Gehirn verwurzelt. Diese Rhythmik ist einfach da und es macht „klick“ bei mir. Wenn ich jetzt neu anfangen und eine andere Art von Musik spielen würde, bin ich doch sicher, dass diese Einflüsse aus meinem Unterbewusstsein durchschimmern würden. Es lohnt sich wirklich, diese Platte zweimal im Monat aufzulegen.

Frank Sinatra – SINATRA AT THE SANDS


Gar keine Frage: Auch Musiker haben einen Recht auf den „Montagmorgen-Blues“. Denn wie in jedem anderen Beruf gibt es eben Zeiten, in denen sich das Spielen nicht richtig anfühlt. Wie in anderen künstlerischen Bereichen auch, bieten Musiker vor allem Handwerk: auf der Bühne stehen, spielen und das dargebotene Gefühl ist sofort greifbar für das Publikum. Bei diesem Sinatra-Album kommt die Kraft der Performance besonders gut zur Geltung – als Zuhörer denkst du, dass du ein Teil des Ganzen bist. Was mir extrem wichtig ist, ist auf das eigentliche Wesen der Musik hinzuweisen. Denn für die meisten Menschen, die Musik professionell spielen, ist es immer auch eine Art Hobby – natürlich ein ganz Großartiges.

Joan Baez im Interview: Der letzte Friedensmarsch

Joan Baez Interview

Mensch, Pazifistin, Folk-Sängerin. So lautete vor langer Zeit eine Eigendefinition der großen Joan Baez. Und im Grunde trifft sie bis heute zu. Auch wenn sie nicht mehr auf jedem Marsch und bei jeder Demo anzutreffen ist, tritt sie immer noch für die Rechte derjenigen ein, die keine Stimme haben – stets in dem Be­­wusstsein, dass ein Song die Welt verändern kann. Und das auch schon unzählige Male getan hat.

Auf ihren vielleicht letzten Album WHISTLE DOWN THE WIND, dem ersten seit zehn Jahren, schlägt das zum Zeitpunkt dieses Interviews 77-jährige Mitglied der Rock And Roll Hall Of Fame dezidiert ru­­hi­ge Blues- und Country-Töne an, interpretiert Stücke von Tom Waits, Mary Chapin Carpenter oder Zoe Mulford mit ihrer hörbar tieferen Stimme nachdenklich und melancholisch. Resignation kommt für die Grande Dame des Protestsongs dennoch nicht in Frage. Die Kritik und das Revoluzzertum, sie schwingen mittlerweile eben eher im Subtext mit. Und das sei ihr nach 60 Jahren an vorderster Front mehr als gegönnt.

Sie sagten einst, sie seien eigentlich gar keine Musikerin, sondern vielmehr eine Politikerin. Hat sich das jemals geändert?
Nein, eigentlich nicht. Es gab da mal eine Phase, in der ich mein politisches Engagement ruhen lassen musste, um mich ein wenig mehr auf meine Musikkarriere zu konzentrieren. Doch abgesehen davon fühle ich immer noch so wie ich schon fühlte, bevor ich auf der Büh­ne stand und gewisse Dinge ansprach. Ich in­­teressierte mich schon in sehr jungen Jahren für die Dinge, die in der Welt vor sich gehen, und merkte recht früh, dass etwas falsch läuft. Der Unterschied war, dass ich mit einer Stimme beschenkt worden war, mit der ich darauf aufmerksam machen konnte.

Sie sind also immer noch zuerst ein Mensch, dann Pazifistin, dann Folk-Sängerin?
Oh, das ist eine gute Frage. Mir scheint, ich nahm es damals sehr genau mit den Definitionen (lacht). Schlecht finde ich dieses Zitat aber selbst heute nicht, wenn vielleicht auch ein wenig starr. Starr, aber im Grunde recht treffend.

Insbesondere auf junge Leute haben Musiker einen deutlich größeren Einfluss als beispielsweise Politiker. Wann wurde Ihnen das erstmals bewusst?
Das stimmt, diese Erfahrung habe ich selbst häufig gemacht. An den genauen Zeitpunkt kann ich mich nicht mehr erinnern. Sie müssen wissen, es dauerte eine ganze Weile, bis mir überhaupt bewusst wurde, dass ich singen konnte. Dass das, was aus meinem Mund kam, etwas Besonderes war. Da ich immer schon politisch aktiv war, fügte sich das ganz natürlich zusammen, schätze ich. Je berühmter ich wurde, desto mehr verlangten die Leute von mir. Ich sollte hier auftauchen, dort er­­scheinen und da singen. Das war anfangs merkwürdig, doch irgendwann stellte ich fest, dass es außer mir niemanden zu geben schien, der das machte, was ich tat. Also nutzte ich diesen Einfluss, wie sie es sagen.

„Meine Erwartungen an die Menschheit waren nie besonders hoch“ (Joan Baez)

Und wie gingen Sie in jungen Jahren mit der Verantwortung um, eine Frau zu sein, zu der so viele Leute aufschauen?
(lacht) Das ist eine wirklich interessante Frage. Am Anfang wurde ich damit fertig, indem ich unglaublich antikommerziell sein wollte. Ich dachte, auf diese Weise meine Seele retten zu können. Ich hatte große Angst davor, kommerziell zu werden und nur für das Geld zu singen. Wissen sie, damals dachte ich noch, dass das ganz automatisch passieren würde, sobald ich im Mainstream der Unterhaltungswelt landete. Und um das zu vermeiden, war ich unglaublich stur, um mich davor zu schützen, dumme Dinge zu tun und auf der richtigen Spur zu bleiben.

Wäre Ihre Karriere in den 70ern gestartet, Sie wären vermutlich eine Punk-Ikone geworden.
Ja, stimmt, das ist sehr gut möglich. Eine überaus interessante Vorstellung.

Ist es heute eigentlich leichter oder schwerer, ein politischer Aktivist zu sein?
Das ist ein wirklich interessantes Thema. Für mich ist es schwieriger geworden, weil ich nicht mehr so viel in den Straßen unterwegs bin, wie ich es früher war. Die Menschen, die heute auf den Straßen sind, haben einander, um sich gegenseitig anzutreiben und dieses „evil empire“ zu bekämpfen. Und glauben Sie mir, das kann ungemein aufregend und motivierend sein. Es freut mich wirklich, zu sehen, wie die Menschen in Amerika und anderswo wieder mehr und mehr auf die Straße gehen – und das nicht nur bei den großen Märschen.

Es liegt also durchaus etwas Gutes in all dem Schlechten, das gerade rund um den Erdball passiert?
Ja, das sehe ich so. Wir beschuldigen Trump, was aber total dämlich ist. Die Dinge entwickelten sich die letzten 50 Jahre in die Richtung, in der sie sich jetzt befinden. Und die Menschen ließen es zu! Wer das Geld hat, hat die Macht, und diejenigen, die dem System nicht passen, werden mundtot gemacht. Rassismus ist wieder mal von den Ketten – und hätte man mir in den 60ern erzählt, dass es hier und heute so zugeht, ich hätte es nicht geglaubt. Aber wenn ich genau darüber nachdenke, dürfte es mich eigentlich nicht wundern. Wir haben noch nie aus unseren Fehlern gelernt.

Video der Woche: Aerosmith – ›Let The Music Do The Talking‹

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aerosmithZum Ehrentag von Brad Whitford gibt es heute einen älteren Clip von Aerosmith zu sehen…

Brad Whitford wird heute 67 Jahre alt. Anlass genug, um ihm und seiner Band Aerosmith das Video dieser Woche zu widmen. Zu sehen gibt es deshalb den Clip zum Song ›Let The Music Do The Talking‹ vom 1985 erschienenen Album DONE WITH MIRRORS.

Auf dieser Platte sind beide Original-Gitarristen wieder zu hören, vorher waren Joe Perry und Brad Whitford zu unterschiedlichen Zeiten für eine Weile bei Aerosmith ausgestiegen.

›Let The Music Do The Talking‹:

Paul McCartney – Less Meat Less Heat

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Paul McCartney Less Meat Less Heat

Für den fleischfreien Montag.

Im Vorwort verrät McCartney, dass er seit 40 Jahren Vegetarier ist und seine Kinder ebenso erzogen hat. So rief er zusammen mit seinen Töchtern 2009 die Kampagne „Fleischfreier Mon­tag“ ins Leben. In einer Rede vor dem EU-Parlament, die den Hauptteil des Buches einnimmt, griff er dieses Thema wieder auf und schilderte, wie viel schon der eintägige Verzicht auf Fleisch in der Woche bringe. Man reduziere dadurch seine persönlichen Emissionen derart, als würde man 1.500 Kilometer weniger mit dem Auto fahren. Immer wieder fügt er viele gute, deshalb erschreckende Fakten über den Verzehr von Fleisch in seine Rede ein. Beispielsweise verbrauche das Erzeugen eines Hamburgers so viel Wasser wie eine vierstündige Dusche. Häufig weist er auch auf Stationen in der Geschichte hin, in denen die Menschen gezwungen waren, zu handeln (etwa die Londoner Smog-Katastrophe während seiner Kindheit), und vergleicht sie mit der heutigen Si­­tuation. Das Buch endet mit drei Rezepten. Der konkrete Vorschlag für einen fleischfreien Tag: zum Frühstück ein Bagel mit Hummus, zu Mittag ein Salat mit Tofu und abends ein Tacco mit Boh­nenfüllung. Zugegeben nicht unbedingt die einfallsreichsten Gerichte, aber schmecken werden sie wohl trotzdem.

7/10

Less Meat Less Heat
VON PAUL MCCARTNEY
Claudius Verlag

Text: Vincent Numberger

Mötley Crüe: Hier den brandneuen Song ›The Dirt‹ hören

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Nach dem ersten Trailer für den Film gibt es heute den brandneuen Song ›The Dirt‹ zu hören.

Teaser, Filmtrailer, jetzt gleich noch der neue Song ›The Dirt‹ inklusive Video hintendrauf!
Mötley Crüe lassen ihren Fans derzeit fast keine Verschnaufpause und rühren gleichzeitig ordentlich die Werbetrommel für ihr Biopic, das im März bei Netflix erscheint.

Den brandneuen Song ›The Dirt‹ mit Rapeinlage von Machine Gun Kelly (übrigens das erste von vier neuen Stücken) gibt es seit heute zu hören.

Mötley Crüe mit ›The Dirt‹:

Neuheiten: Ab heute im Plattenladen

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Gary Clark Jr InterviewIn das kommende Wochenende starten wir heute mit den neuen Alben von Gary Clark Jr., Demon Head, Matthew Logan Vasquez und Andy Frasco & The U.N.

Politisch kritisch und musikalisch gekonnt zeigt sich Gary Clark Jr. auf THIS LAND und resümiert über die aktuellen Geschehnisse in seiner Heimat Amerika:

Hier geht’s zur Review…

Demon Head aus Dänemark liefern ein atmosphärisches Okkult-Rock-Album, mit dem sie im Sommer Coven auf ihrer Tour unterstützen werden:

Hier geht’s zur Rezi…

Aus einer Umbruchssituation erwachsen, klingen die neuen Songs auf Matthew Logan Vasquez‘ LIGHT’N UP äußerst emotional:

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Beschwingte Bläser- und Orgelparts, dazu Pop, Rock und Soul, kombiniert mit dem Wunsch, vielleicht doch endlich erwachsen zu werden:

Hier geht’s zur Review…

Gary Clark Jr. – THIS LAND

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Gary Clark Jr This Land

F*ck you very much, Mr. President!

Barack Obama hat ihn in seine Spotify-Playlist aufgenommen und lobt ihn als „die Zukunft der Mu­­sik“. Wie das Urteil des aktuellen US-Präsidenten über Gary Clark Jr. ausfällt, ist zwar nicht bekannt – fest steht aber zumindest, was der 35-jährige Musiker über das aktuelle Staatsoberhaupt seiner amerikanischen Heimat denkt. In einer tief gespaltenen Zeit, in der immer mehr Künstler deutlich Stellung beziehen und sich kritisch zu Wort melden, liefert auch der Texaner mit seinem neuen Album ein vertontes Resümee über die momentanen Befind­lich­keiten des (ehemaligen) Land Of The Free ab. Eine in einen virtuosen Stilmix aus Rock, Blues, Soul und R&B verpackte Bestandsaufnahme, in der Gary Clark Jr. schonungslos offenlegt, was so alles verkehrt läuft in seiner Welt. Mit seinem einzigartigen Gespür für packende Hooks und ins Ohr gehende Harmonien berichtet der Grammy-Gewinner von sozialen Ungerechtigkeiten (›Feed The Babies‹), Waffengewalt (›The Governor‹), dem Widerstand gegen Rassismus und Homo­phobie (›This Land‹), aber auch von Ver­än­derungen (›What About Us‹) und natürlich dem ewigen Thema Liebe (›Dirty Dishes Blues‹). Starkes Statement von einem wichtigen Sprach­rohr seiner Generation. Thank you very much, Mr. Clark Jr.

8/10

Gary Clark Jr.
THIS LAND
WARNER