Review: Demon Head – HELLFIRE OCEAN VOID

Demon Head Hellfire Ocean Void

Diabolisch.

Candlemass ist die erste Assoziation, die dem geneigten Doomster in den Sinn schleicht. Dafür sorgt der ungewöhnliche Gesang von Frontmann M.F.L., der in seiner epischen Theatralik stark an deren Debüt erinnert. Hexvessel und The Devil’s Blood sind weitere Anhaltspunkte, um Demon Heads Position in der Musiklandschaft zu triangulieren. Komplett analog im heimischen Studio eingespielt und von Flemming Rasmussen gemastert, verbreitet das dritte Album der Kopenhagener eine Stimmung von Kerzenlicht, Duftöl und Geister­beschwörung. Eingeleitet von einem düsteren Piano-Intro, das uns den Meister der Gerüchte vorstellt, entführt man uns direkt in den höllenfeurigen Ozeanabgrund, wo die Nacht unser ist. Über die flammende See verirren wir uns zur Stunde des Wolfs im Labyrinth. Dort gibt es seltsame Eier (was sonst?), wir erfahren die Einsamkeit des Todes, und zum Abschluss des Ausflugs gibt es noch Quecksilber und Schwefel. Musikalisch ist das ein durchaus leckeres Süppchen mit bekannten Geschmacksnoten, die in dieser Kombination ein ganz eigenes Aroma entwickeln. Was anfangs teils noch etwas ungelenk wirkt, läuft beim zweiten Durchlauf schon runter wie Öl und ergänzt die gekonnt großartigen Arrangements.

8/10

Demon Head
HELLFIRE OCEAN VOID
SVART RECORDS/CARGO

Text: Holger Jahnel

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