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Paul McCartney: Schulheft für £46,800 versteigert

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paul mccartney 2013Der Beatle nutzte das Heft im Fach Englische Literatur. So finden sich darin etwa Aufsätze über Werke der britischen Autoren Thomas Hardy oder John Milton.

Ein altes Schulheft von Paul McCartney hat bei einer Auktion in Newton-le-Willows, Merseyside einen Beatles-würdigen Preis erzielt: Es ging für £46,800 (rund 55.000 Euro) an einen neuen Besitzer.

In dem Arbeitsheft für „English Literature“ stehen unter anderem Aufsätze des damals 17- bis 18-Jährigen McCartney über Thomas Hardys Roman „The Return of the Native“ und John Miltons episches Gedicht „Paradise Lost“.

Neben den Texten der späteren Beatles-Ikone finden sich kritische Anmerkungen von McCartneys damaligem Lehrer Alan Durband.

Paul McCartney Schulbuch versteigert

Neben dem Aufsatzheft von Paul McCartney wurde bei derselben Auktion eine golden gerahmte Brille von John Lennon aus den späten 60ern für £9,600 versteigert, ein Anzug Lennons erzielte £4,800. Keinen Abnehmer fand eine alte Kassette mit Songs von George Harrison.

Selig im Interview: Wiedergeburt in Reinform

Selig KASHMIR KARMAIn den 90ern saugte man sich den Begriff „Hippiemetal“ aus den Fingern, um den innovativen und doch retroverliebten Sound von Selig in Worte fassen zu können. Seit 2009 – nach zehnjähriger Schaffenspause – arbeiten die Hamburger wieder zusammen und gebären nun mit KASHMIR KARMA ihr siebtes Studioalbum.

Als positives Samsara, einen immerwährenden Zyklus des Schaffens, kann man die Werke Seligs betrachten. In diesem spirituellen Geflecht markiert KASHMIR KARMA Rückbesinnung und Neubeginn zugleich: „Es ist die Wiedergeburt von Selig in seiner reinsten Form“, so Sänger Jan Plewka im Interview.

Trotz experimenteller Exkurse in den letzten Jahrzehnten seien er und seine nurmehr drei Bandkollegen (ohne Keyboarder Malte Neumann) nun wieder zu ihrer größten Stärke zurückgekehrt: Dem psychedelisch angehauchten Sound ihrer Anfangszeiten, der heute mehr denn je einem von Freundschaft und Harmonie durchtränkten Nährboden entwachse.Vor allem Selig-Fans der ersten Stunde dürften sich daran erfreuen und sich in die 90er zu­­rückversetzt fühlen, ohne jedoch Angst haben zu müssen, die selige Zeit wäre stehen geblieben: „Wir sind wieder da hingelangt, wo wir angefangen haben, aber wir retten uns und diese Musik wieder hinüber in eine neue Zeit.“

Um solch einen Hochseilakt mit der nötigen kreativen Energie meistern zu können, zogen sich die vier Musiker an einen abgeschiedenen Küstenort in Schweden zurück. Vor diesem malerischen Setting entwickelten die Hamburger statt nur ein paar Demos doch gleich ihr neues Baby, wie Plewka KASHMIR KARMA liebevoll nennt.

Dieser intime und gemeinschaftliche Selbstfindungsprozess sei ganz bestimmend gewesen für den Klang der Platte: „Ich glaube, dass wir uns in Schweden wiedergefunden haben. Um ohne Ablenkung dem zu folgen, was wir wirklich sind.“ Trotz hippiesker Anleihen und stellenweise atmosphärisch aufgeladener Toncluster ist KASHMIR KARMA Plewkas erstes Werk, das er vollkommen nüchtern aufgenommen hat. Das Psychedelische könne er inzwischen auch ohne Hilfsmittel in sich entfesseln: „Auch durch Musik oder Meditation kann man sich in solche Zustände versetzen.“

Die neuartige Aufgeräumtheit seiner Texte schreibt der Sänger ebenfalls seiner Nüchternheit zu, trotzdem koste ihn das Erschaffen von Lyrics und Melodien weiterhin viel Mühe. In einem Modus der fanatischen Wortklauberei wälze er wochenlang Gedichtbände, Zitate oder Bücher, um dann später die markantesten Fundstücke aus seinem Unterbewusstsein hervorzutauchen und in die selig-typische Syntax zu gießen. Gerade in aufwühlenden Zeiten wie wir sie heute erleben, soll KASHMIR KARMA mitsamt seiner Texte den Hörer in samtweiches Wohlgefühl hüllen: Freundlichkeit und Harmonie würde die Platte ausstrahlen und so einen seligen Glanzpunkt in die düstere Umgebung setzen: „Man wird keine unfreundlichen oder anklagenden Sätze auf diesem Album finden, weil es unsere Aufgabe ist, in eine helle und schöne Zu­­kunft zu weisen. Wie der Name ja sagt: Kashmir Karma. Seid freundlich zueinander.“

Als das Baby behutsam in die Welt hinaus entlassen wurde, wünschten sich Selig, dass es ihre Fans ähnlich glücklich macht, wie sie selbst damit glücklich sind: „Die Art der Aufnahmen, die Harmonie und das Jahr in Schweden, das friedliche Miteinander und die Botschaft, die zwischen den Zeilen steht: Das alles hören wir und das ist alles richtig. Und wir wünschen uns, dass dieser Funke überspringt auf den Rest der Welt. Und wenn dieser Funke nur Einen erreicht, dann haben wir gewonnen.“

CLASSIC ROCK empfiehlt: Selig spielt SELIG

Im April dieses Jahres ziehen Selig nach ihrer großen KASHMIR KARAMA-Tour mit ihrem ikonenhaften Debütalbum im Gepäck durchs Lande und spielen SELIG vom ersten bis zum letzten Song live.

29.04. Köln | Stollwerck
30.04. München | Strom
02.05. AT-Wien | Chelsea
03.05. Erlangen | E-Werk
05.05. Reutlingen | Kulturzentrum franz.K
07.05. Berlin | Heimathafen
09.05. Dresden | Beatpol
10.05. Leipzig | Anker
11.05. Wolfsburg | Schwimmbad
12.05. Hamburg | Markthalle
28.05. Haldern | Haldern Pop Bar
29.05. Worpswede | 25 Jahre Music Hall
30.05. Düsseldorf | Weltkunstzimmer @Goldmucke Festival
31.05. Hallig Langeness | Kultur auf den Halligen

CLASSIC ROCK präsentiert: D’Angerous live!

D'Angerous mit ElektropolisD’Angerous starten demnächst ihre allererste Tour. In diesem Rahmen verlost CLASSIC ROCK drei Exemplare des Debüts der Berliner!

Was passiert, wenn man das hippe Berlin mit einer Prise Neuseeland mischt? Es kommt knackiger Hard Rock dabei heraus, zumindest wenn man sich die deutsche Kombo namens D’Angerous ansieht, die sich um den englischsprachigen Frontmann Carl O’Sullivan geschart hat.

Im April gehen die Mannen mit ihrem Debüt im Gepäck zum ersten Mal auf Tour. Selbige werden sie unter dem passenden Motto „The First Tour Is The Cheapest“ bestreiten.

CLASSIC ROCK präsentiert D’Angerous live:

24.04. München, Backstage
25.04. Leipzig, Naumanns
26.04. Berlin, Musik & Frieden
02.05. Köln, Blue Shell
03.05. Hannover, Lux
04.05. Hamburg, Headcrash

Um sich auf die Shows richtig einstimmen zu können, verlosen wir drei Mal das Debütalbum MOONLIGHT OVER JET BLACK SKIES.

[contact-form-7 id=“81853″ title=“D’angerous-Gewinnspiel“]
(Teilnahmeschluss ist der 19. April 2019)

Mötley Crüe – “The Dirt”

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Mötley Crüe The Dirt TrailerAm Freitag wurde endlich „The Dirt“ auf Neftlix ausgestrahlt. Seitdem spalten sich mal wieder die Meinungen: Die einen feiern das Biopic, viele Kritiker zerfetzen den Film in der Luft. Hier kommt unsere CLASSIC-ROCK-Rezension des Streifens…

„Wir waren ein total fertiger Sau­haufen“, so kommentiert frei übersetzt die Stimme aus dem Off, die zu Nikki-Sixx-Darsteller Douglas Booth gehört, gleich zu Beginn von „The Dirt“, als Drummer Tommy Lee als Party-Gag eine Blondine dazu bringt, vor versammelter, grölender Mannschaft einmal quer durch den Raum „abzuspritzen“.

War ja klar, mehr als einen leicht perversen Hedonismus-Trip braucht man nicht zu erwarten von der Verfilmung der Mutter aller Sex-, Drugs- und Rock’n’Roll-Biografien – hätte man meinen mögen und befürchten können. Doch auch wenn das hier ein aberwitziger Ritt auf der wilden Seite sein mag, lustig ist daran beileibe nicht alles. „The Dirt“, aufwändig und detailreich mit Musikinstrumenten, Kos­tümen, Bühnenbildern und Frisuren im Wandel der Zeit ausgestattet, rekonstruiert auch dank eines durchaus gelungenen Casts (Machine Gun Kelly als Tommy, Dude!) spürbar authentisch die Zeiten und Plätze, an die sich jeder Rock-Enthusiast zurücksehnt. Doch zeigt er auch, welches Ausmaß an (Selbst-)Zerstörug erreicht werden kann, wenn vier jungen Men­schen der Status der Normalsterblichkeit abgenommen wird, diese sich absolut alles erlauben können, die physikalischen und biologischen Gesetzmäßigkeiten aber weiterhin für sie gelten. An diesem Punkt tut „The Dirt“ weh und vermag sogar nach den 105 Minuten Spieldauer weiter nachzuhallen.

Die Party gepachtet zu haben, bedeutet eben nicht, das Glück gepachtet zu haben. Drogentiefstpunkte, tödliche Schicksalsschläge, Verrat und der zwischenzeitige Niedergang der Band sind hier auf der Rückseite der Medaille von Schlägereien in Stöckelschuhen, Backstage-Fickereien und Ameisen schnupfenden, wie Pisse leckenden Ozzys eingraviert – alles im Film dargestellt. Die Erzählstruktur, in der die Protagonisten immer wieder auf meist süffisante Weise die vierte Wand durchbrechen, verleiht dem Film zusätzlichen Humor, Schmiss und auch Ehr­lichkeit. Die Macher tappen trotz (oder Dank?) enger Mitwirkung der originalen Hauptfiguren nicht in die Falle etwaiger Vergangenheitsbe­schönigungen. Sicher, ein etwas poliertes Hap­py End musste her und schon in der Buchvorlage ließen Nikki, Vince, Tommy und Mick (auch zu ihrem Nachteil) ja kaum Details aus. Doch auch in der perfekten Netflix-Blase nicht unter den Teppich zu kehren, dass beispielsweise einem gewissen Schlagzeuger auch mal die Faust ge­­genüber seiner Partnerin ausrutschte, zeugt zumindest von Aufrichtigkeit. Ein Punkt noch ist besonders positiv zu erwähnen: „The Dirt“ ge­­lingt es, gerade die weniger beschriebenen Blätter in ein neues Licht zu rücken. Und so wird nach diesem Film kaum jemand daran vorbeikommen – obwohl optisch am schwächsten besetzt, dafür als Figur um so stärker gezeichnet – Mick Mars lieben zu müssen!

8/10

Scott Walker ist tot

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Scott Walker ist totScott Walker ist mit 76 Jahren gestorben. Bekannt wurde er mit den Walker Brothers in den 60ern, später machte er dunkle, experimentelle Soloplatten.

Scott Walker ist tot. Das gab seine Plattenfirma 4AD bekannt: „Scott war 76 Jahre alt und hinterlässt seiner Tochter Lee, seiner Enkelin Emmi-Lee und seiner Partnerin Beverly.“

Der 1943 in Hamilton, Ohio als Noel Scott Engel geborene Walker startete seine Karriere als Sessionmusiker, bevor er Mitte der 60er zusammen mit John Maus und Gary Leeds die Walker Brothers gründete.

Die Gruppe veröffentlichte opulente Pop-Hits wie ›The Sun Ain’t Gonna Shine Anymore‹ oder ›Make It Easy on Yourself‹ und feierte vor allem in Großbritannien große Erfolge. Sein Status als Teenie-Idol schien Walker aber mehr zu belasten als zu beflügeln. Also konzentrierte er sich ab den späten 60ern auf sein Solowerk – auch wenn er die Walker Brothers in den 70ern noch einmal reaktivierte.

Auf seinen ersten beiden Soloalben konzentrierte sich der Musiker auf Coverversionen, vor allem von seinem Vorbild Jacques Brel. Ab dann spielte er großteils Eigenkompositionen.

Walkers Alben waren bei Kritikern und Musikerkollegen hoch angesehen. Besonders auch seine Werke aus den Nuller- und Zehnerjahren, darunter THE DRIFT (2006) und BISCH BOSCH (2012), klangen ausgesprochen düster und experimentell. Zuletzt erschien 2018 sein Soundtrack zum Film „Vox Lux“.

Viele Musiker trauerten nach Walkers Tod über die sozialen Netzwerke, darunter Thom Yorke: „Ich bin so traurig, dass Scott Walker gestorben ist. Er hatte einen riesigen Einfluss auf Radiohead und mich selbst, indem er mir gezeigt hat, wie ich meine Stimme und meine Worte einsetzen konnte. Ich habe ihn einmal beim Meltdown getroffen, so ein höflicher, lieber Außenseiter. Er wird sehr vermisst werden.“

Scott Walker mit den Walker Brothers…

…und solo mit ›Epizootics!‹ von 2012:

Video-Premiere: The Great Beyond mit ›Slip Away‹

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Great Beyond Video Slip AwayIm Januar haben The Great Beyond aus Münster ihr vom 70s-Rock inspiriertes Debüt veröffentlicht. Jetzt ist der Clip zur Single ›Slip Away‹ da.

Natürlich versuchen The Great Beyond nicht, irgendwen zu kopieren, wie Sänger Leon Runde im Gespräch mit uns kürzlich klar gemacht hat. Vorbilder gibt es freilich trotzdem, klar: Deep Purple kommen da infrage, Black Sabbath oder UFO.

Helden des 70s-Rock mithin. Von dieser Dekade sind die kantigen, gitarrengetriebenen Songs des Trios aus Münster ganz eindeutig inspiriert, da macht ›Slip Away‹ keine Ausnahme.

„Als wir uns über unsere Ideen ausgetauscht haben, wurde uns schnell klar: Das wird ganz schön schwierig, schon allein aus technischer Sicht“, erklärt die Band hinsichtlich ihres düsteren neuen Videos zu ›Slip Away‹. Was Regisseur Julian de Manos letztendlich daraus gemacht habe , habe sie aber „total beeindruckt“.

The Great Beyond mit ›Slip Away‹:

Video der Woche: Pink Floyd mit ›Time‹

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Zum heutigen 43. Jubiläum ihrer DARK SIDE OF THE MOON-Platte wird es „Zeit“ für ein ‚Video der Woche‘ von Pink Floyd.

Pink Floyd sind und bleiben eine der beeindruckendsten Bands auf unserem Planeten. So extraterrestrisch ihre Musik auch klingen mag, so wirken die Herren dennoch bodenständig.

Ihr wohl erfolgreichstes Album DARK SIDE OF THE MOON gilt als das drittmeistverkaufte Platte nach Michael Jacksons THRILLER und AC/DCs BACK IN BLACK. Noch heute werden jedes Jahr rund eine Viertelmillion Exemplare verkauft.

Ihr Song ›Time‹ ist für viele eines der liebsten Stücke der Scheibe. Im Video gibt es eine Live-Performance aus dem Nassau Coliseum in Uniondale New York von 1988 zu sehen.

Pink Floyd – ›Time‹:

Yes – HOUSE OF YES: LIVE FROM THE HOUSE OF BLUES

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Yes Live House Of Blues

Life vs World = Yes.

In der Besetzung Jon Anderson (Gesang), Chris Squire (Bass), Alan White (Drums), Steve Howe (Gi­­tarre), Billy Sherwood (Gitarre, der zum Zeitpunkt, als das Album er­­schien, die Band bereits verlassen hatte) und dem russischen Keyboarder Igor Khoroshev (der kurze Zeit später gefeuert wurde) entstand mit HOUSE OF YES: LIVE AT THE HOUSE OF BLUES bereits der vierte Livemitschnitt der englischen Prog-Rocker. Ob man nach den zwei Klassiker-Live-Alben YESSONGS (1973) und YESSHOWS (1980) jetzt zwingend noch weitere Live-Werke braucht, sei mal dahin gestellt. Die Tour zum damaligen Studio-Opus THE LADDER (1999) fand überwiegend in verhältnismäßig kleinen Venues statt, immerhin insgesamt fünf Tracks des Longplayers stehen auf der Setlist des Sextetts – und können sich gut neben den Klassikern behaupten.

›Awaken‹ (von GOING FOR THE ONE, 1977) nimmt eine ganze LP-Seite ein, vom THE YES ALBUM (1971) stammen ›Yours Is No Disgrace‹ und ›I’ve Seen All Good People‹. Den Hit ›Close To The Edge verhunzte die Band an dem Abend, folglich ist er hier nicht enthalten, wohl aber der Popper ›Owner Of A Lonely Heart‹ und natürlich das gigantische ›Roun­dabout‹. Kommt als dreifach-180-Gramm-Tonträger in einem Gatefold-Sleeve (plus bedruckte Innen­hüllen) sowie mit 2 CDs.

7/10

Yes
HOUSE OF YES: LIVE AT THE HOUSE OF BLUES
EAR MUSIC CLASSICS/EDEL