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Rocketman: Hier Kino-Tickets und Poster zum Elton-John-Film gewinnen!

Rocketman Tickets GewinnspielIn wenigen Tagen kommt „Rocketman“ ins Kino. Mit ein wenig Glück gewinnt ihr Tickets für das Biopic über Elton John – und sichert euch dazu das offizielle Filmplakat.

Es ist eigentlich kaum zu glauben: Aber tatsächlich gibt es bisher keinen Spielfilm über Elton John. Dabei ist das Leben des Exzentrikers, der, zunächst von Selbstzweifeln geplagt, zum schillernden Popstar aufsteigt, wie gemacht für die Leinwand.

Das ändert sich zum Glück am 30. Mai. Dann erscheint das Biopic „Rocketman“, das die einzigartige Geschichte des Sängers erzählt. In die Rolle von Elton John schlüpft dabei Taron Egerton („Kingsman: The Golden Circle“, „Robin Hood“), sein Songwriting-Partner Bernie Taupin wird von Jamie Bell gespielt. Die Songs im Film werden von Egerton selbst gesungen.

Zum Kinostart von „Rocketman“ verlosen wir 3×2 Kinokarten plus je ein Filmplakat!

Gewinnspiel Rocketman

Wenn ihr gewinnen wollt, schickt uns bitte eine Mail an verlosung@crmag.de mit dem Betreff „Rocketman“ und nennt uns eure Adresse. Wir wünschen viel Erfolg!

Teilnahmeschluss ist der 29. Mai 2019.

 

Red Hot Chilli Pipers – FRESH AIR

Disco trifft Dudelsack

Nur wenige hätten wohl vermutet, dass man mit einem eigenwillig klingenden Instrument wie dem Dudelsack tatsächlich kommerzielle Chancen in der zeitgenössischen Rock- und Popmusiklandschaft hat. Doch das war den Red Hot Chilli Pipers 2002 ziemlich egal, sie wollten es trotzdem drauf anlegen und paarten auf ganz eigene Manier die folkloristische Dudelsackmusik ihrer Heimat Schottland mit Rock’n’Roll. Neben eigenen Kreationen sind sie vor allem berühmt geworden mit ihren Covern von Queen, Deep Purple oder AC/DC. Schließlich hatten letztere ja schon in den 70ern in ihrem Song ›It’s A Long Way To The Top (If You Wanna Rock’n’Roll)‹ den Dudelsack erfolgreich miteingebaut, warum also nicht?

Mit FRESH AIR legt die Truppe nun ein weiteres Werk vor, auf dem sie ihrem bisherigen Konzept treu bleibt, jedoch gibt es dieses Mal zusätzlich einige Gesangseinlagen zu hören, zum Beispiel beim Cover von Leonard Cohens ›Hallelujah‹. Insgesamt bewegen sich die Schotten auf ihrer neuen Platte klanglich vermehrt in Richtung Disco, auch wenn neben Originals wie ›Highland Cathedral‹ ein paar eher rockige Nummern vorhanden sind. Doch auch mit einem funky Beat funktioniert die Dudelsackfusion – vorausgesetzt natürlich, man mag den Klang dieses Instruments.

7 von 10 Punkten

Red Hot Chilli Pipers, FRESH AIR, CHILLI PIPER PRODUCTIONS/MEMBRAN

Text: Henne Schlohwein

Stray Cats – 40

Stray Cats 40Feierlaune! Höchste Zeit, den türkisfarbenen Oldsmobile aus der Garage zu holen und sich ein Viertelpfund Frisiercreme auf die Birne zu klatschen.

Anno 1979 gegründet und vor 26 Jahren letztmals mit einem gemeinsamen Album in Erscheinung getreten, klingen die Stray Cats auf 40 exakt so, wie man es erhofft hatte: Rockabilly ist selbstverständlich die Basis, aber ›That’s Messed Up‹ setzt auf ein feines Blues-Lick, ›I Attract Trouble‹ zitiert augenzwinkernd ›Pipeline‹, den größten Hit der Surfband The Chantays – und wenn Brian Setzer den rein instrumental inszenierten ›Desperado‹ durch die Prärie reiten lässt, lauert der gute alte ›Apache‹ der Shadows bereits im Hin­terhalt. Ein Stück, bei dem Quentin Tarantino große Ohren kriegen sollte, denn früher oder später wird er es brauchen. Und was sagen uns die zwölf Stücke, die Setzer, Schlagzeuger Slim Jim Phantom und Bassist Lee Rocker gemeinsam in Nashville aufgenommen haben? Dass die kompakt rockende Triobesetzung für diese Art Musik absolut großartig ist, dass Setzer noch immer bemerkenswerte Songs schreiben kann und sein Gitarrenspiel so teuflisch gut ist wie das von Scotty Moore, Hank Marvin und Link Wray zusammen. Gibt es an diesem Comeback-Album irgendetwas auszusetzen? Da sagen wir mal ganz spontan nein und wundern uns selbst darüber, dass die drei Herren trotz über einem Vierteljahrhundert Pause alles richtig ge­­macht haben.

9 von 10 Punkten

Stray Cats
40
MASCOT/ROUGH TRADE

Morrissey – CALIFORNIA SON

Resozialisierung dank Coverplatte.

Man darf sich Morrissey als einsamen Mann vorstellen, der nach unverzeihlichen Interview-Eska­paden und einem Ruck in die populistische Ecke in der Szene isoliert scheint. Vom Indie-Held der 80er über eine Eminenz in den 00er-Jahren bis zum Außenseiter in der Jetztzeit: keine schöne Entwicklung. Auch künstlerisch strauchelte er: Die Autobiografie war überfrachtet, der Roman ein Witz ohne Pointe, die jüngsten Alben bombastischer Rock ohne Seele. Der Mann manövrierte sich in die Sackgasse. Dort will er nun wieder raus. Die Idee: ein Coveralbum mit diversen Kooperationspartnern. Vorteil eins, er muss keine neuen Songs schreiben. Vorteil zwei, er kann seinen exquisiten Musikgeschmack beweisen. Vorteil drei: Die Gäste holen ihn zurück in die Szene. Zwölf Stücke hat Morrissey für CALIFORNIA SON ausgesucht, Lieder von Tim Hardin und Phil Ochs, Roy Orbison und Bob Dylan, Joni Mitchell und Buffy St. Marie. Die Auswahl verzichtet auf die bekannten Songs, das gibt ihm mehr Freiheiten, die Stücke in seine eigene Richtung zu drehen. Dylans ›Only Pawn In Their Game‹ von THE TIMES THEY ARE A-CHANGING’ erhält ein Cajun-Arrangement, beim launigen ›Wedding Bell Blues‹ (im Original von Fifth Dimension) ist Billie Joe Armstrong von Green Day dabei, auch Ed Droste und Petra Haden haben Gastauftritte. Eine hübsche und versöhnliche Platte. Mehr konnte man nicht erwarten.

7/10

Morrissey
CALIFORNIA SON
BMG RIGHTS/WARNER

Justin Townes Earle – THE SAINT OF LOST CAUSES

Justin Townes Earle Saint Of Lost Causes

Country-Songs über den amerikanischen Alptraum.

Als Sohn von Alternative-Country-Legende Steve Earle hat Justin Townes die Musik natürlich im Blut. Nach musikalischen Experimenten hat er längst auch sein ihm zugedachtes Terrain er­­schlossen: Blues, Hillbilly, Country und Bluegrass oder – als Sammelbecken – Americana. Sein neuntes Album betitelt der 37-Jährige aus Nashville THE SAINT OF LOST CAUSES. Texte und Musik sind von sakraler Kost natürlich so weit entfernt wie der Teufel vom Weih­wasser. Der Schutzpatron der „verlorenen Ursachen“ hält es nicht mit den Erfolgreichen, den guten Seelen und den stramm patriotischen Landsleuten. Zu seiner Ge­­meinde zählt er die Außenseiter und Gescheiterten, die Loser und ewig Suchenden. Auch wenn sich Justin Townes – im Gegensatz zu seinem Vater, dem erklärten Kommunisten – nicht als politischen Songwriter sieht, so bergen Titel über Cop-Killer (›Appalachian Nightmare‹), industrielle Verwahrlosung (›Flint City Shake It‹) und Emigranten in New York (›Ahi Esta Mi Nina‹) allemal sozialpolitischen Sprengstoff. Die düsteren Kehrseiten des amerikanischen Traums packt er in trockene, mitunter radikal reduzierte Blues-, Americana- und Country-Klänge. Vater Steve dürfte jedenfalls sehr stolz auf ihn sein.

7/10

Justin Townes Earle
THE SAINT OF LOST CAUSES
NEW WEST/PIAS

Sting – MY SONGS

Sting My Songs

Gehen dem Ex-Polizisten die Ideen aus?

Eines konnte man Sting in den vergangenen Jahren nun wirklich nicht vorwerfen: Ideenmangel. So absolvierte er in den vergangenen Jahren, nachdem er seine Klassikambitionen ausgelebt hatte, eine Tour mit Paul Simon, veröffentlichte ein neues, eigenes Studioalbum (BET­WEEN 57TH & 9TH) und überraschte zuletzt mit einem gemeinsamen Longplayer mit Shaggy (44/876). Und jetzt das: Ein Album mit Neuauf­nahmen aus dem eigenen Backkatalog – also etwas, das normalerweise nur ausgebrannte Künstler machen, wenn ihnen sonst partout nichts mehr einfallen mag. Auch die Hoffnung, dass bei einem Könner wie Sting dabei etwas Herausragendes herauskommt, zerschlägt sich bald. Denn nach den ersten paar Songs, bei denen ein paar Dance-Beats immerhin für etwas Überraschung sorgen (etwa bei ›Desert Rose‹), bleiben seine Solo-Songs wie auch die Police-Klassiker recht nahe an den Originalen, auch wenn man im Detail durchaus einige Nuancen-Verschiebungen feststellen kann. So sind Police-Songs wie ›Message In A Bottle‹ konziser und druckvoller interpretiert. Dabei konnte Sting doch auch anders: Mit dem jazzigen Live-Album BRING ON THE NIGHT von 1986 hatte er einst vorgemacht, wie man die alten Stücke mit neuem Leben erfüllen kann.

5/10

Sting
MY SONGS
A&M/UNIVERSAL

Sebadoh – ACT SURPRISED

Sebadoh Act Surprised

Indierock zwischen Euphorie und Verzweiflung.

Nicht, dass man Sebadoh in den Jahren, in denen man nichts von ihnen hört, vermissen würde. Aber wenn dann die neue Platte läuft, ist man sofort wieder gefangen von dieser Indierock-Welt, in der Melancholie und Lärm immer Hand in Hand gehen. ACT SURPRISED fordert die Band – was schwer fällt, denn Über­raschungen bietet das Trio um Dinosaur-Jr.-Bassist Lou Barlow eigentlich nicht. Eher verfeinert er zusammen mit seinen ewigen Band-Buddys Jason Loewenstein und Bob D’Amico die Formel, nach der Sebadoh seit Ende der 80er-Jahren arbeiten. ›Celebrate The Void‹ heißt einer der neuen Songs, das ist ein guter Leitgedanke für diese Band: Das Leben ist eine Leerstelle – diese gilt es zu feiern und zwar am besten zu einem wirbelnden Schlag­zeug, jubilierenden Gitarren und traurig-trotzigen Gesangsmelodien. Doch Sebadoh bieten noch eine zweite Ebene: Keine andere Indierock-Band kann derart traurig klingen. ›Medicate‹ ist ein Beispiel, eine sehnsüchtige Melodie in Moll, getragen von einem scheppernden Schlagzeug, das die Tränen jedoch auch nicht zu trocknen vermag. ›Reykjavik‹ ist zum Abschluss die melancholische Erinnerung an die besseren Zeiten einer Beziehung: Früher war’s schön, heute ist’s egal.

7/10

Sebadoh
ACT SURPRISED
FIRE RECORDS

Leonard Cohen: Hier kommt der Trailer zur neuen Doku

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Leonard Cohen Words Of Love Trailer„Marianne & Leonard: Words of Love“ stellt Leonard Cohens komplexe Beziehung zu Marianne Ihlen ins Zentrum.

Im November 2016 ist Leonard Cohen gestorben, nur wenige Monate nach seiner langjährigen Freundin und Muse Marianne Ihlen, die ihn zu frühen Liedern wie „So Long, Marianne“ inspirierte.

Jetzt dokumentiert der Film „Marianne & Leonard: Words of Love“, der auf dem Sundance Film Festival Premiere feierte, die Beziehung der beiden.

Cohen und Ihlen hatten sich um 1960 kennen gelernt, die beiden lebten zusammen auf der griechischen Insel Hydra, bis der Musiker später in den 60ern in Amerika seine Karriere als Songwriter startete. Noch kurz vor Ihlens Tod schickte Cohen ihr einen Brief, in dem er schrieb: “Dearest Marianne, I’m just a little behind you — close enough to take your hand.”

Im Trailer sind alte Aufnahmen von Ihlen in Griechenland und Konzertausschnitte von Cohen aus den 60ern zu sehen. Teils stammen sie von Filmemacher D.A. Pennebaker. Regisseur von „Words of Love“ ist Nick Broomfield („Kurt & Courtney“, „Whitney: Can I Be Me“), der Film startet im Juli in „ausgewählten Kinos“. Bleibt zu hoffen, dass er dann auch nach Deutschland kommt.

Der Trailer zu „Marianne & Leonard: Words of Love“: