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Stray Cats – 40

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Stray Cats 40Feierlaune! Höchste Zeit, den türkisfarbenen Oldsmobile aus der Garage zu holen und sich ein Viertelpfund Frisiercreme auf die Birne zu klatschen.

Anno 1979 gegründet und vor 26 Jahren letztmals mit einem gemeinsamen Album in Erscheinung getreten, klingen die Stray Cats auf 40 exakt so, wie man es erhofft hatte: Rockabilly ist selbstverständlich die Basis, aber ›That’s Messed Up‹ setzt auf ein feines Blues-Lick, ›I Attract Trouble‹ zitiert augenzwinkernd ›Pipeline‹, den größten Hit der Surfband The Chantays – und wenn Brian Setzer den rein instrumental inszenierten ›Desperado‹ durch die Prärie reiten lässt, lauert der gute alte ›Apache‹ der Shadows bereits im Hin­terhalt. Ein Stück, bei dem Quentin Tarantino große Ohren kriegen sollte, denn früher oder später wird er es brauchen. Und was sagen uns die zwölf Stücke, die Setzer, Schlagzeuger Slim Jim Phantom und Bassist Lee Rocker gemeinsam in Nashville aufgenommen haben? Dass die kompakt rockende Triobesetzung für diese Art Musik absolut großartig ist, dass Setzer noch immer bemerkenswerte Songs schreiben kann und sein Gitarrenspiel so teuflisch gut ist wie das von Scotty Moore, Hank Marvin und Link Wray zusammen. Gibt es an diesem Comeback-Album irgendetwas auszusetzen? Da sagen wir mal ganz spontan nein und wundern uns selbst darüber, dass die drei Herren trotz über einem Vierteljahrhundert Pause alles richtig ge­­macht haben.

9 von 10 Punkten

Stray Cats
40
MASCOT/ROUGH TRADE

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