Review: Sting – MY SONGS

Sting My Songs

Gehen dem Ex-Polizisten die Ideen aus?

Eines konnte man Sting in den vergangenen Jahren nun wirklich nicht vorwerfen: Ideenmangel. So absolvierte er in den vergangenen Jahren, nachdem er seine Klassikambitionen ausgelebt hatte, eine Tour mit Paul Simon, veröffentlichte ein neues, eigenes Studioalbum (BET­WEEN 57TH & 9TH) und überraschte zuletzt mit einem gemeinsamen Longplayer mit Shaggy (44/876). Und jetzt das: Ein Album mit Neuauf­nahmen aus dem eigenen Backkatalog – also etwas, das normalerweise nur ausgebrannte Künstler machen, wenn ihnen sonst partout nichts mehr einfallen mag. Auch die Hoffnung, dass bei einem Könner wie Sting dabei etwas Herausragendes herauskommt, zerschlägt sich bald. Denn nach den ersten paar Songs, bei denen ein paar Dance-Beats immerhin für etwas Überraschung sorgen (etwa bei ›Desert Rose‹), bleiben seine Solo-Songs wie auch die Police-Klassiker recht nahe an den Originalen, auch wenn man im Detail durchaus einige Nuancen-Verschiebungen feststellen kann. So sind Police-Songs wie ›Message In A Bottle‹ konziser und druckvoller interpretiert. Dabei konnte Sting doch auch anders: Mit dem jazzigen Live-Album BRING ON THE NIGHT von 1986 hatte er einst vorgemacht, wie man die alten Stücke mit neuem Leben erfüllen kann.

5/10

Sting
MY SONGS
A&M/UNIVERSAL

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