Die Beach Boys, das bedeutet heutzutage Mike Love. In fast drei Stunden singt der sich durch sämtliche Klassiker der Band. Auf der Leinwand laufen Bilder von früher.
Eigentlich gibt es heute zwei Inkarnationen der Beach Boys. Die eine besteht aus Brian Wilson und Al Jardine, darf sich aber nicht mehr die Beach Boys nennen. Deren Lieder spielt sie natürlich trotzdem. Die andere, die offizielle, steht heute im Circus Krone auf der Bühne und wird angeführt von Mike Love. Als einziges verbliebenes Urmitglied ist er, in schwarzen Chucks und großem Peace-Zeichen auf dem Rücken, ganz klar im Zentrum der Show. Die zweite Geige spielt Bruce Johnston, klassisch im gestreiften Hemd, der 1965 zur Band gekommen war.
Ihre heutigen Mitmusiker sind allesamt mindstens zwei Jahrzehnte jünger als die beiden und waren zumindest mir bisher nicht namentlich bekannt. Was nicht heißen soll, dass sie ihren Job schlecht machen, die alten Hits kommen dem ziemlich nahe, wie sie in den 60ern klangen.
„Die Beach Boys sind in ihrer heutigen Form ein reiner Nostalgie-Act. Das weiß auch Mike Love.“
Und es gibt so ziemlich alle zu hören. Angefangen mit „Surfin‘ Safari“ und „Surfin‘ U.S.A.“ (bei dem nach einer Viertelstunde schon fast das komplette, sich nicht unwesentlich aus älteren Männern und auch Frauen in Hawaiihemden rekrutierende Publikum steht) über „California Girls“ und „Sloop John B“ bis „Wouldn’t It Be Nice“, „Help Me, Rhonda“ und dem – bei Mike Love sowieso – unvermeidlichen „Kokomo“ (das garantiert mit dafür verantwortlich ist, dass die Schlange am Stand für tropische Cocktails heute ungewohnt lang ist).
In knapp drei Stunden, unterbrochen von zwanzig Minuten Pause, kommen mehr als 40 Songs zusammen. Darunter auch mehrere Coverversionen: „California Dreamin’“, eine A-cappella-Fassung von „Their Hearts Were Full Of Spring“ von den Four Freshmen, Eddie Cochrans „Summertime Blues“ und „Rockaway Beach“ von den Ramones – die sich einst ja wesentlich von den Beach Boys haben beeinflussen lassen. Und, ach ja, „Here Comes The Sun“ widmet Love seinem verstorbenen Freund George Harrison.
„God Only Knows“ lässt er dann von seinem Sohn singen, dieselbe Magie wie früher bei Carl Wilson kommt nicht auf, aber das ist vielleicht auch ganz gut so. „Good Vibrations“ leuchtet wie immer, den Rausschmeißer gibt „Fun, Fun, Fun“.
Die Beach Boys sind, bei allem Spaß, den ihre Songs immer noch machen, in ihrer heutigen Form ein reiner Nostalgie-Act. Das weiß auch Mike Love. Und egal, wie er aktuell zu seinen früheren Weggefährten Brian Wilson und Al Jardine stehen mag, auf der Leinwand im Bühnenhintergrund sind sie wieder alle vereint. In den TV-Studios der 60er Jahre mit ihren gestreiften Kurzarmhemden, beim Faxenmachen am Strand, beim Einsingen ihrer berühmten Harmonien im Studio.
Eine Band aus Brüdern, Freunden und Cousins, die gemeinsam singen. Das gehörte immer zum Mythos der Beach Boys. Carl und Dennis Wilson sind nicht mehr da, aber warum können sich die heute noch Lebenden nicht einfach irgendwie wieder vertragen und alle zusammen ihre Lieder singen? Fragt man sich dann doch immer mal wieder.
Fressen oder gefressen werden: Mr. Pops famoses sechstes Studiowerk in Vinyl- und CD-Neuauflage.
17 imposante Soloalben zählt die Discographie von Iggy Pop seit Karrierestart mit den von David Bowie produzierten Meilensteinen THE IDIOT und LUST FOR LIFE (beide 1977). Nicht alles brillant, aber stets in stilistischer Vielfalt und mit gelegentlichen Überraschungen ausgestattet. Vor allem aber: Es finden sich keine derben Ausrutscher darunter.
Nach Auslaufen seines Arista-Vertrages nach dem vorzüglichem LP-Triptychon NEW VALUES (’79), SOLDIER (’80) und PARTY (’81) fand Mr. Osterberg in Debbie Harry und Chris Stein von Blondie neue Gönner. Aus der zweiten Hälfte der siebziger Jahre existieren diverse Fotos und Videos, die die Freundschaft des Pärchens mit seinem Idol dokumentieren. Für Pops sechstes Solowerk ZOMBIE BIRDHOUSE, für die Neuversion von Paschal Byrne in den Londoner The Audio Archive klanglich optimiert, übernahm Stein nicht nur auf dem Produzentenstuhl Platz und im Gespann mit Blondie-Schlagzeuger Clem Burke auch instrumentale Aufgaben, sondern veröffentlichte das Ergebnis auf der hauseigenen Marke Animal Records.
Entstanden im Juni 1982 in den Blank Tape Studios, New York City, mit Gitarrist, Keyboarder und Co-Autor Rob Duprey, umflorte das runde Songdutzend wie so viele Pop’sche Alben Zeitlosigkeit. Famose Kracher zwischen Rock, New Wave, Post-Punk und Garagen-Beat wie ›Bulldozer‹, ›The Villagers‹, ›Run Like A Villain‹ und ›Eat Or Be Eaten‹ schüttelte Iggy Pop vor 40 Jahren ebenso locker aus dem Ärmel wie heute, wenn er mit Josh Homme kollaboriert. In › Life Of Work‹ experimentierte er mit einem hypnotischen Elektronik-Loop und der Harmonie des Shantys ›What Shall We Do With The Drunken Sailor‹.
Als Ohrwürmer ließen sich die C & W-Ode › The Ballad Of Cookie McBride‹ sowie die Pophymne ›The Horse Song‹ identifizieren. Authentische Experimente lieferten die Collage ›Watching The News‹ sowie das polyrhythmische ›Street Crazies‹. Als Bonus fügte sich ›Pain And Suffering‹ an.
Mit IV, der Rückkehr seiner Woodstock-Formation aus dem Jahr 2016, und auch dem ein Jahr später erschienenen POWER OF PEACE hat Carlos Santana eine Kehrtwende vollzogen: weg vom Latin-Pop, der, zwar kommerziell erfolgreich, künstlerisch in eine Sackgasse führte, zurück zu jenem abenteuerlustigen Experimentiergeist, mit dem frühere Santana-Besetzungen die Barrieren zwischen den Genres einrissen. Diesem Ansatz fühlt sich nun auch eine komplett neu zusammengestellte Band (zu der unter anderem Schlagzeugerin und Ehegattin Cindy Blackman gehört) verpflichtet, die unter der Ägide von Produzentenlegende Rick Rubin weit zurückgegangen ist. Denn AFRICA TALKS ist mehr als ein Back-to-the-roots-Album. Vielmehr geht es dorthin, wo die Rhythmen und Harmonien der Rockmusik einst herkamen und, wie Carlos Santana im Intro erzählt, die Wiege der Zivilisation stand: nach Afrika. Percussion-Grooves, spanisch-afrikanische Vocals (von den Gastsängern Concha Buika und Laura Mvula) und natürlich die unverkennbar singende Gitarre des Meisters selbst führen – inspiriert auch vom Musikverständnis eines John Coltrane – zu einer mitreißenden Melange und zum besten Santana-Album seit Langem.
Pink-Floyd-Mann Roger Waters bringt seinen neuen Konzertfilm „Us + Them“ ins Kino. Er soll „eine Stimme für Liebe und Leben“ sein.
Von 2017 bis 2018 spielte Roger Waters bei 156 Konzerten vor insgesamt 2,3 Millionen Menschen in Nordamerika, Australien, Neuseeland, Europa, Lateinamerika und Mexiko. Jetzt kommt der Film dazu.
Aufgenommen beim Auftritt in Amsterdam, enthält „Us + Them“ Songs aus Pink Floyd-Alben wie THE DARK SIDE OF THE MOON oder WISH YOU WERE HERE plus Lieder von Waters‘ jüngstem Solowerk IS THIS THE LIFE WE REALLY WANT?
Er hoffe, dass „Us + Them“ ein „Aufruf zum Handeln“ sei, so Waters. „Wir können entweder unsere Liebe bündeln und unsere Fähigkeit entwickeln, uns in andere einzufühlen und gemeinsam für das Wohl unseres Planeten zu handeln, oder wir können angenehm betäubt bleiben und wie blinde Lemminge unseren gegenwärtigen menschenvernichtenden Todesmarsch in Richtung Aussterben fortsetzen.“
Der Film, den Waters zusammen mit Regisseur Sean Evans gemacht hat, solle „eine Stimme für Liebe und Leben“ sein.
„Roger Waters – Us + Them“ läuft exklusiv am 2. und am 6. Oktober in Kinos auf der ganzen Welt. Tickets und weitere Informationen gibt es auf rogerwatersusandthem.com
Heute folgte nun ein erstes Video, das AC/DC bei einem TV-Auftritt in Holland vom 13. Juli 1979 zeigt. Zu hören und sehen gibt es Bon, Angus und Co. bei ihrer Performance des legendären Titelsongs des Meisterwerks.
Vor etwa einer Stunde folgte nun dieser Post, der auf eine Streaming-Playlist unterschiedlicher AC/DC-Klassiker aus vielen Phasen der Band führt.
In weniger als zwei Monaten gibt es eine neue Platte von Iggy Pop zu hören.
Nach seinem letzten Album POST POP DEPRESSION von 2016, welches in Zusammenarbeit mit Josh Homme entstand, sorgt Iggy Pop bald schon für Nachschub.
Am 06. September erscheint sein neuester Streich mit dem Titel FREE, das Cover ziert passenderweise ein nackter Iggy Pop, der in der Dunkelheit ins Meer steigt.
Hier könnt ihr schon den atmosphärischen Titelsong hören:
Über die Enstehung des Albums meint der Künstler: „Dies ist ein Album, auf dem andere Künstler für mich sprechen, aber durch meine Stimme… Nach Abschluss der Touren, die auf Post Pop Depression folgten, spürte ich, dass ich das Problem ständiger Unsicherheit losgeworden bin, welches mein Leben und meine Karriere viel zu lang verfolgt hatte. Zugleich war ich aber einfach erschöpft. Ich wollte nur noch meine Sonnenbrille aufsetzen, mich umdrehen und fortgehen. Ich wollte frei sein. Ich weiß, das ist eine Illusion und Freiheit, nur etwas, das man fühlt. Aber ich habe mein Leben immer in der Überzeugung gelebt, dass Freiheit das einzige Gefühl ist, das es wert ist, ihm nachzujagen. Es ist alles, was man braucht. Nicht unbedingt Zufriedenheit oder Liebe – aber das Gefühl, frei zu sein Dieses Album ist einfach irgendwie passiert und ich habe es geschehen lassen.“
Nach einer über eineinhalbjährigen Pause melden sich AC/DC mit einem Online-Post zurück.
Das letzte Mal hat man Ende 2017 ein offizielles Statement von AC/DC gelesen. Den traurigen Anlass dazu gab damals der Tod von Gründer und Mastermind Malcolm Young.
Gestern bewegte sich nach eineinhalb Jahren wieder etwas auf dem Facebook-Account der Band. Zum 40-jährigen Jubiläum ihres Mega-Albums HIGHWAY TO HELL (Ersterscheinungsdatum 27.07.1979) posteten AC/DC ein kurzes Mini-Video mit dem Cover der Platte und der Überschrift: „Lasst uns den ganzen Monat lang feiern“
Vielleicht gibt es ja aus der AC/DC-Ecke bald schon ein paar konkrete News bezüglich eines neuen Albums und einer vielleicht stattfindenden Tour.
Hier gibt es wieder die wichtigsten und aktuellsten Tourdaten der kommenden Monate gesammelt und im Überblick. Von Axxis bis zu den Stranglers: In der kommenden Zeit kann man viele tolle Acts live erleben.
TOUR DES MONATS: THUNDERMOTHER
thundermother.com
Wer authentischen Rock’n’Roll im Stile von Rose Tattoo oder AC/DC zu seiner Herzensmusik zählt, der ist bei dieser Truppe um Filippa Nässil bestens aufgehoben:
23.08. Sulingen, Reload Festival
24.08. Obrigheim, Rock Im Hinterland
30.08. Hartenholm, Werner Rennen
06.09. Wacken,Brauereifest
07.09 Taarstedt, Taarstedt Open Air
14.09. Sarstedt, Lichterfest
20.09. Hamburg, Rockspektakel
02.10. Bielefeld, Movie
03.10. Mannheim, MS Connexion Complex
04.10. Dresden, Puschkin
05.10. Eisenhüttenstadt, Pestbaracke
09.10. Bochum, Rockpalast
10.10. Münster, Rare Guitar
11.10. Bremen, Move
15.10. Augsburg, Spectrum
18.10. CH – Chur, Loucy
19.10. Kempten, Rock The Box
AXXIS
axxis.de
Zu ihrem 30. Jubiläum gehen die deutschen Rocker einmal ausgiebig auf Herbst-Tournee.
BLACK STAR RIDERS
wizpro.com
Die Hard-Rock-Allstars um den ehemaligen Thin-Lizzy-Gitarristen Scott Gorham beehren ein weiteres Mal deutsche Bühnenbretter.
THE BLUE STONES
fkpscorpio.com
Mit ihrem Debüt-Album BLACK HOLES im Gepäck wird dieses kanadische Blues-meets-Psychedelic-Duo so manche (noch) kleinere Bühnen zum Beben bringen.
THE BOUNCING SOULS
fkpscorpio.com
Skatepunk der alten Schule liefern die Bouncing Souls aus New Jersey nun schon seit 30 Jahren. Zeit für ein paar Jubiläums-Shows!
PHIL CAMPBELL AND THE BASTARD SONS
philcampbell.net
Der ehemalige Motörhead-Gitarrist rockt mit seinen Söhnen und deren bestem Freund und Sänger Neil Starr durch Deutschland. Eine echte Familienangelegenheit.
29.11. Köln, Gebäude 9
30.11. Hamburg, Logo
01.12. Berlin, BiNuu
02.12. Nürnber, Hirsch
04.12. Dresden, Beatpol
05.12. München, Backstage
06.12. Frankfurt, Das Bett
CATS IN SPACE
catsinspace.co.uk
Mit ihrem Synthie-geschwängerten Sound und den großen Melodien verbinden die Cats in Space Classic Rock mit Disco. Sehr tanzbar!
ERIK COHEN
starkult.de
Als „New Wave Of German Rockmusic“ bezeichnet der Kieler Solokünstler Daniel Geiger alias Erik Cohen seine dunklen Klänge, die man an sich an folgenden Terminen zu Gemüte führen kann:
DAN REED NETWORK
factory92.eu
In den 80ern hatten sie mit ›Get To You‹ und ›Ritual‹ ihre größten Hits. Auch heute noch liefern Dan Reed Network energiegeladene Live-Shows ab.
03.12. Hamburg, Knust
04.12. Berlin, Frannz Club
05.12. Köln, Gebäude 9
DINOSAUR PILE-UP
wizpro.com
Auf ihrer „Celebrity Mansions Tour“ bringt dieses hippe Alternative-Trio aus England alle Böden zum Zittern.
28.11. Düsseldorf, Tube
29.11. Hamburg, headCrash
30.11. Berlin, Musik & Frieden
01.12. München, Backstage
ELECTRIC SIX
solarpenguin.de
Diese zu Blödeleien neigenden Herren aus Detroit vermischen wild Rock, Funk und Disco. Mit ihrem witzigen Hit ›Gaybar‹ hatte die Truppe einen größeren Hit:
29.10. Bielefeld, Forum
30.10. Hamburg, Monkey´s Music Club
31.10. Berlin, SO36
01.11. Dresden, Beatpol
03.11. A– Wien, B72
04.11. München, Backstage
05.11. Nürnberg, Z-Bau
09.11. Frankfurt am Main, Das Bett
10.11. Köln, Gebäude 9
FISCHER-Z
fischer-z.com
SWIMMING IN THUNDERSTORM heißt das jüngste Album von Fischer-Z, von dem im Zug der kommenden Tour viele Songs zu hören sein werden.
FOGHAT
concertbuero-franken.de
Ein seltener Gast in Europa: Die heavy Blues-Rocker mit Sänger Charlie Huhn (ehemals Victory, Ted Nugent, Humble Pie u.v.m.) für eine exklusive Show nach Deutschland.
23.08. Dortmund, Piano
THE HEAVY
theheavy.co.uk
Langeweile? Gibt’s bei The Heavy garantiert nicht. Die Briten sind die perfekten Energielieferanten – mit ihrem fiebrigen Sound zwischen Funk, Rock, Soul, HipHop und Punk.
27.10. Köln, Stollwerck
29.10. Hamburg, Gruenspan
ROGER HODGSON
rogerhodgson.com
Roger Hodgson, der legendäre Sänger und Songschreiber der britischen Band Supertramp, befindet sich derzeit auf seiner „Breakfast in America“-Welttournee.
29.08. Ingelheim, An der Burgkirche
30.08. Halle an der Saale, Peißnitzinsel
HOLY MOLY & THE CRACKERS
fkpscorpio.com
Eigensinniger Name, eigensinnige Musik: Von diesem Gypsy-Folk-Rock-Sextett sollte man sich am Besten live überzeugen lassen.
WAYNE HUSSEY
waynehussey.de
Ab September gibt es den ehemaligen Frontmann von The Mission und zeitweises Mitglied von den Sisters Of Mercy live auf seiner Akustik-Tour zu erleben.
03.09. Krefeld, Kulturfabrik
04.09. Köln, MTC
05.09. Gießen, MUK
06.09. Leipzig, NTC
11.09. Berlin, BiNuu
12.09. Hannover, MUZ
13.09. Fulda, Kulturkeller
14.09. Hamburg, Monkey’s Music Club
15.09. Bielefeld, Movie
23.09. Saarbrücken, Garage Club
24.09. Karlsruhe, KOHI
16.10. Nürnberg, Der Cult