Review: Santana – AFRICA SPEAKS

Zurück zu den Wurzeln und darüber hinaus

Mit IV, der Rückkehr seiner Woodstock-Formation aus dem Jahr 2016, und auch dem ein Jahr später erschienenen POWER OF PEACE hat Carlos Santana eine Kehrtwende vollzogen: weg vom Latin-Pop, der, zwar kommerziell erfolgreich, künstlerisch in eine Sackgasse führte, zurück zu jenem abenteuerlustigen Experimentiergeist, mit dem frühere Santana-Besetzungen die Barrieren zwischen den Genres einrissen. Diesem Ansatz fühlt sich nun auch eine komplett neu zusammengestellte Band (zu der unter anderem Schlagzeugerin und Ehegattin Cindy Blackman gehört) verpflichtet, die unter der Ägide von Produzentenlegende Rick Rubin weit zurückgegangen ist. Denn AFRICA TALKS ist mehr als ein Back-to-the-roots-Album. Vielmehr geht es dorthin, wo die Rhythmen und Harmonien der Rockmusik einst herkamen und, wie Carlos Santana im Intro erzählt, die Wiege der Zivilisation stand: nach Afrika. Percussion-Grooves, spanisch-afrikanische Vocals (von den Gastsängern Concha Buika und Laura Mvula) und natürlich die unverkennbar singende Gitarre des Meisters selbst führen – inspiriert auch vom Musikverständnis eines John Coltrane – zu einer mitreißenden Melange und zum besten Santana-Album seit Langem.
8 von 10 Punkten

Santana
AFRICA SPEAKS
CONCORD/UNIVERSAL

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