Regisseur Baz Luhrmann hat seinen Elvis gefunden. Austin Butler wird neben Tom Hanks (als Colonel Parker) zu sehen sein.
Regisseur Baz Luhrmann hat verraten, wer in seinem noch namenlosen Spielfilm Elvis Presley spielen wird. Die Wahl fiel auf Austin Butler, der zuletzt für „The Dead Don’t Die“ und „Once Upon a Time in Hollywood“ vor der Kamera stand.
Butler setzte sich u.a. gegen Harry Styles, Ansel Elgort, Aaron Taylor-Johnson und Miles Teller durch. „Ich wusste, dass ich diesen Film nicht machen könnte, wenn die Besetzung nicht absolut perfekt wäre“, so Luhrmann. „Wir haben nach einem Schauspieler gesucht, der die einzigartigen natürlichen Bewegungen und die Gesangsqualitäten dieses einzigartigen Stars ebenso einfangen könnte wie seine verletzliche Seite als Künstler.“
Er habe Butler an der Seite von Denzel Washington in „The Iceman Cometh“ am Broadway gesehen und sei so auf ihn aufmerksam geworden, sagte Luhrmann weiter. Nach einigen Screen-Tests sei er sicher gewesen, dass er jemanden gefunden habe, „der den Geist einer der größten Musikikonen der Welt verkörpern kann“.
Neben Butler als Elvis wird Tom Hanks als dessen Manager Colonel Tom Parker im Film dabei sein.
Er gehört zu den ganz großen Schlagzeugern der Rockwelt: Wenn Police-Gründungsmitglied Stewart Copeland (66) zu den Sticks greift, erkennt man das sofort. Schuld daran ist einerseits seine Kindheit im Libanon und die damit verbundene Beschallung durch orientalische Musik. Andererseits einige seiner Lieblingsplatten, die er uns hier vorstellt.
Buddy Rich
Swingin’ New Big Band
1966
Mein Vater wollte mich zu einem Jazz-Musiker erziehen, was der Grund ist, weshalb ich heute kein Jazz-Musiker bin. Dieses Album schlug bei mir dennoch ein wie eine Bombe, als ich ein Teenager war und gerade mit dem Schlagzeugspielen begonnen hatte. Bis heute ist Buddy eines meiner Idole. Gut, später trug es dazu bei, dass ich regelrecht allergisch auf Jazz reagierte, aber eine Zeit lang war es ein konstanter Begleiter. Zumindest solange, bis sich Gott mir in Form von Jimi Hendrix offenbarte.
Jimi Hendrix
Are You Experienced
1967
Mittlerweile bin ich 16, und dieses Album verändert mein Leben. Menschen sind wie Enten: Das erste, worauf sie hören, ist ihr Daddy. Und für mich, als Teenager mit entfesselten Hormonen, war Jimi Hendrix mein Daddy. Meine Situation damals war also die folgende: Im einen Ohr hatte ich meine Mutter, weil sie so viel Strawinksi hörte, im anderen dröhnte Hendrix. Muss seltsam ausgesehen haben, wie ich zu diesen beiden musikalischen Welten die Straße heruntergewackelt bin.
Leo Kottke
6- AND 12-STRING GUITAR
1969
Ich bin im College angekommen und entdecke mit dem zweiten Album von Leo Kottke eine komplett neue Welt für mich. Wie viel man aus einem einzelnen Instrument rausholen kann, war eine Offenbarung für mich. Diese Kraft, diese Schönheit, diese Majestät, und das alles mit einer einzigen Gitarre! Es kommt eben nicht darauf an, wie viele Instrumente spielen oder wie viele Verstärker angeschlossen sind. Es dreht sich einzig und allein darum, was der Musiker spielt.
Frank Zappa
200 MOTELS
1971
Ich sah diesen absolut irrwitzigen Film, bei dem Zappa auch Regie geführt hat, bestimmt siebenmal in einer Nacht. Oder vielleicht auch nur einmal, keine Ahnung, denn ich war total high auf LSD und die Erinnerungen sind sehr verschwommen. Der Film im Übrigen auch. Die Filmmusik von Zappa jedenfalls war ein erster Fingerzeig für mich, was man alles mit einem Orchester anstellen konnte.
John Adams
THE CHAIRMAN DANCES
1986
Und wo wir schon beim Orchester sind, dann muss ich auch dieses Album von John Adams nennen. Orchestrale Musik – oder die „Orks“, wie ich sie nenne – mag nicht jedermanns Sache sein, doch dieses Werk ist erhebend und atemberaubend. Danach wird man anders über diese Musik denken, das verspreche ich.
Die beiden Songwriter-Legenden standen in Irland für ›Will The Circle Be Unbroken‹ gemeinsam auf der Bühne.
Neil Young und Bob Dylan waren die letzten Wochen beide auf Europatour unterwegs. Am 12. Juli trafen sie sich und absolvierten eine Co-Headlinershow im Hyde Park in London.
Die Bühne teilten sie sich damals aber nicht, stattdessen spielten sie getrennt nacheinander. Das war dieses Wochenende anders.
Denn am Sonntag, den 14. Juli, sangen die beiden in Kilkenny gemeinsam das Traditional ›Will The Circle Be Unbroken‹ – bekannt vor allem in der Version der Carter Family. Ein Fan-Video zeigt den Auftritt.
Zuletzt waren Young und Dylan 1994 gemeinsam aufgetreten, damals in New York.
Beim Sweden Rock waren dieses Jahr Def Leppard, Kiss, Ritchie Blackmore`s Rainbow, The Night Flight Orchestra und Blackberry Smoke dabei. Und unser Fotograf.
Den Start ins Festival versüßen einem die NWOBH-Veteranen Demon, damit schaffen sie eine solide Grundlage für die erste Überraschung in Form von Gathering Of Kings, dem schwedischen AOR-Projekt mit Mitgliedern u.a. von Eclipse, The Night Flight Orchestra und Masterplan. Der Aufritt ist AOR in Reinkultur und strotzt nur so vor melodiösen Arrangements. Da hat es anschließend selbst eine Ikone wie Joe Lynn Turner schwer, die Stimmung zu steigern
Entspannt geht es dann mit den Southern Rockern Blackberry Smoke in die nächste Runde, ehe Krokus groß auffahren. Absolut TOP! Trotz augenscheinlich übermäßigen Fast Food Konsums, macht auch Jack Black in Form von Tenacious D eine gute Figur.
Def Leppard sind der ersten Headliner. Soundtechnisch bekommt man von Joe Elliott und Co. immer großes geliefert und auch der Gesang ist durchweg gut, was nicht immer der Fall war. Die Setlist lässt bei dem großartigen Backkatalog natürlich immer einige Songs schmerzlich vermissen, aber „Let It Go“, „Foolin`“ oder „Photograph“ hinterlassen zufriedene Gesichter.
Freunde der klassischen Scorpions bekommen bei Uli Jon Roth wie gewohnt perfekte Kost vorgesetzt. Weniger ist mehr, nach diesem Motto verfahren ZZ Top. Eine handvoll Amps und zwei Mikrofonständer bilden das komplette Bühnendesign. Fürs Auge wenig, aber für die Ohren gibt es feinen Blues-/Boogie-Rock. Die am meistersehnte Band des Tages ist aber eindeutig Kiss, die im Rahmen ihrer „End Of The Road“ Tour vorbeischauen, samt Pyro, Feuer und den Klassikern der langen Bandgeschichte.
Auch der letzte Tag verspricht Großes. So steht mit Styx eine weitere Institution der Rockgeschichte auf der Bühne. Saxon gehen dann gleich zum Start auf einen Nostalgietrip. „Wheels Of Steel“ und „Strong Arm Of The Law“ starten einen soliden aber auch unspektakulären Auftritt. Das sieht bei einem anderen Briten ganz anders aus: Ritchie Blackmore`s Rainbow. Blackmore verzieht zwar keine Miene und es dauert lange bis er mal ein Lächeln aufsetzt, aber Gitarre spielt er immer noch wie ein Gott. Als echter Glücksgriff erweist sich dabei Sänger Ronnie Romero, der vor allem bei den Rainbow-Songs aus der Dio-Ära einen unglaublichen Job macht.
Den Rausschmeißer sollten dann eigentlich die polnischen Metaller von Behemoth geben. Diese sitzen jedoch auf dem Flughafen in Frankfurt fest. Als Rettungsanker springen die Tunesier Myrath ein. Das ist nicht die schlechteste Lösung: Die Mischung aus progressivem Metal gepaart mit orientalischen Einflüssen und diversen Showeinlagen, vom Bauchtanz bis zu artistischen Feuereinlagen, kommt riesig an.
Doug Seegers‘ Lebenslauf liest sich wie das Drehbuch eines Hollywood-Films…
Er gründete eine Familie, zog nach der gescheiterten Ehe nach Nashville und rutschte in die Obdachlosigkeit inklusive einer handfesten Drogensucht ab. 2014 kam die Kehrtwende und Seegers erlangte über Nacht Berühmtheit. Dass der gebürtige New Yorker alles andere als ein One Hit Wonder ist, beweist nun einmal mehr sein fantastisches Drittwerk A STORY I GOT TO TELL.
Doug, bevor wir über A STORY I GOT TO TELL sprechen – wie kam es eigentlich dazu, dass du in Jill Johnsons Sendung „Jills Veranda“ gelandet bist?
Als ich auf der Straße lebte, ging ich samstags regelmäßig in eine Suppenküche in West Nashville. Stacy, die sich dort um uns kümmerte, erhielt irgendwann 2014 einen Anruf aus Schweden. Es war Jill Johnsons Crew, die eine Doku über Nashvilles Straßenmusiker drehen wollte. Sie schlug dabei unter anderem mich als Protagonisten vor. Danach ging alles verdammt schnell. Ich tauchte mit meinen Songs in der Show auf und landete daraufhin postwendend eine Nummer 1 mit ›Going Down To The River‹. Dieser Umstand öffnete für mich sprichwörtlich den Himmel! Innerhalb von wenigen Wochen nahmen wir mein gleichnamiges Debüt auf. Darauf folgten über 60 ausverkaufte Konzerte in Schweden…ein wirklich unglaubliches Ding! (grinst zufrieden)
Seit diesen Tagen bist du nonstop im Studio oder auf der Bühne. War es nicht krass, von 0 auf 100 ins Musikgeschäft zu starten? Auf deiner Uhr standen damals immerhin schon 62 Jahre…
Es fühlte sich ganz natürlich an. Vor und während meiner Obdachlosigkeit arbeitete ich ja schließlich 40 Jahre lang von früh bis spät. Als dann Jill in mein Leben trat und es über Nacht veränderte, konnte ich die alltäglichen Sorgen vergessen und mich voll und ganz auf meine Musik konzentrieren. Ohne den Ballast auf den Schultern, machte meine Kreativität mit 62 einen großen, befreiten Sprung und jetzt sitzen wir hier in der deutschen Hauptstadt anlässlich meines dritten Studioalbums. Mehr Glück kann ein Mensch im Herbst seines Lebens einfach nicht haben!
A STORY I GOT TO TELL ist dein bisher vielseitigstes Werk. Du schlägst mit den Songs einen Bogen von Oldschool-Country und Americana bis hin zu Rockabilly und Spaghetti Western.
Eine der Bands, die mich in den 70ern total inspirierte, waren The Amazing Rhythm Aces. Diese Typen konnten innerhalb eines Augenaufschlags auf ihren Platten zwischen Rock’n’Roll und Bluegrass hin und her springen. Ihr vielseitiger Vibe kickt mich noch heute. Deswegen dachte ich mir „Warum packe ich dieses Mal nicht alles was ich mag auf ein Album?“
Passend dazu ist die LP nicht in Nashville, sondern im bunten Los Angeles entstanden.
(Schmunzelt) Das lag nur daran, dass uns die Kalifornier ein besseres Angebot als die angefragten einheimischen Studios und Produzenten für ein fantastisches Komplettpaket unterbreiteten.
Deine Texte sind in sich geschlossene und aus dem Leben gegriffene Kurzgeschichten. Welchen Lauf nehmen sie von der ersten Idee bis zur fertigen Aufnahme?
Zuerst muss dich ein Thema, über das du schreiben willst, mitten ins Herz treffen. Dann kommt die Melodie und irgendwie fügt sich alles wie von Zauberhand zu einem großen Gesamtbild zusammen. Wenn ich darüber nachdenke… ich besitze leider keine Formel, wie das alles mit meinen Stücken funktioniert. Wenn ich die hätte, könnte ich „inflationär“ komponieren. (lacht)
Zu Ehren des heutigen Geburtstagskindes Mark Mendoza gibt es ein Video von Twisted Sister zu sehen.
1984 gelang Twisted Sister mit dem Album STAY HUNGRY endlich der große Durchbruch. Die Videos zu den Hitsingles ›We’re Not Gonna Take It‹ und ›I Wanna Rock‹ wurden danke der Heavy Rotation auf MTV zu Hymnen, die bis heute nichts von ihrer Durchschlagkraft eingebüßt haben.
Anlässlich des Geburtstags von Bassist Mark „The Animal“ Mendoza gibt es heute den lustigen Clip zu ›I Wanna Rock‹ zu sehen.
Eher ein unbedeutender Klassiker, dieser unbeschwerte Seitenhieb auf die oberflächlichen Machenschaften der Popindustrie in den 60ern. Und wenn man die Band 1965 live in Bournemouth gesehen hat, ist man selbst wahrscheinlich sogar auf der Aufnahme zu hören.
18 Monate können im Showbusiness eine lange Zeit sein. Im Frühjahr 1965 explodierten die Byrds im öffentlichen Bewusstsein mit ihrem glockenklaren Cover von Dylans ›Tambourine Man‹ und führten die Spitzen der Charts auf beiden Seiten des Atlantiks an. Gefeiert als Offenbarung des Folk Rock, war die Band auf einmal bei 40 der größten Radiosender in Amerika und Europa zu hören, erschien im Fernsehen und prangte auf dem Titel von Teenie-Magazinen. Später, im Jahr 1966, hatte sich all das jedoch verändert. Nach einem Erfolgslauf und dem Eintauchen in die manische Welt der Plattenfirmen, galten die Byrds nun nicht mehr länger als verlässliche Hitmaschinen.
„Damals, als wir anfingen, haben wir ,A Hard Day’s Night‘ [den Beatles-Film] angesehen und waren völlig hin und weg“, erklärt Bassist Chris Hillman. „Und dann passierte das alles wirklich. Wir fingen an, live zu spielen und Mädchen liefen uns hinterher und sprangen auf unsere Autos. Aber innerhalb von zwei Jahren glichen wir plötzlich abgestumpften, alten Männern, die das Ganze schon ein paar Mal zu oft erlebt hatten. Das war irgendwie skuril.“
Hillman und Leadgitarrist Roger McGuinn ließen ihrem Zynismus in ›So You Want To Be A Rock’n’Roll Star‹ freien Lauf. Der Song fungierte als zweiminütige Anleitung zum großen Ruhm über Nacht, ein einreduzierter Leitfaden zum Popstartum inklusive essentieller Checkliste: E-Gitarren, die richtige Frisur, enge Hosen und geldgeile Agenten. „Wir wurden so schnell berühmt, dass es uns ein wenig zu Kopfe stieg“, gibt McGuinn zu. „Aber in den späten 60ern und den frühen 70ern waren wir aus dem Geschäft draußen. Wir waren bei Chris zuhause, sahen ein paar Teenie-Zeitschriften durch und lachten uns schlapp über all diese „One-Hit-Onders“, die in der nächsten Woche schon wieder in der Versenkung verschwunden sein würden.“ ›So You Want To Be A Rock’n’Roll Star‹ wurde am 9. Januar 1967 veröffentlicht, am selben Tag, als die zweite LP MORE OF THE MONKEES von den Monkees erschien. Das mag vielleicht purer Zufall gewesen sein, aber es hätte keine bessere Zielscheibe für die knochentrockene Kritik der Byrds am Fabrik-Pop geben können, als jene Band, die oft als die „Prefab Four“ verspottet wurde.
Die Monkees besetzten damals die Hauptrollen in ihrer eigenen und überaus beliebten Fernsehsendung und sonnten sich im Erfolg einer Reihe von Superhits, die sie hauptsächlich der Arbeit von guten Studiomusikern zu verdanken hatten.
„Das ganze Lied war eher ironisch gedacht. Es war keine verbitterte Verdammung des Musikgeschäfts, wir fanden es einfach lustig. Es war ein oberflächliches Beatles-Ding.“ (Roger McGuinn)
„Der Song war ein kleiner Seitenhieb – nicht zwingend auf die Monkees als Personen, die nutzten ja einfach nur die Gelegenheit, um gutes Geld zu machen. Eher darauf, wie gekünstelt das Ganze war“, sagt Hillman. „Roger und ich schrieben nicht offenkundig über The Monkees. Meiner Meinung nach zielten wir mehr auf Hollywood und den kriecherischen, kontrollsüchtigen Prozess dahinter ab. Darauf, wie jegliche Seele und Tiefe aus dem Rockband-Erlebnis entfernt wurde. Das machte es einfach zu süßlich, zu sauber und zu hübsch. Seit den 50er-Jahren gab es diese Fertig-Popmusik wie den Song ›Itsy Bitsy Teenie Weenie Yellow Polkadot Bikini‹. Das läuft alles nur auf eines raus: Profit.“
„Manche Leute denken, ›Rock’n’Roll Star‹ wäre über die Monkees, aber für mich war das nie so“, stimmt McGuinn seinem Kollegen zu. „Ich war mit ihnen befreundet – ich kannte Peter Tork und Mike Nesmith, wir hingen zusammen rum – also wollte ich echt nicht auf den Monkees rumreiten. Das ganze Lied war eher ironisch gedacht. Es war keine verbitterte Verdammung des Musikgeschäfts, wir fanden es einfach lustig. Es war ein oberflächliches Beatles-Ding.“ Auf musikalischer Ebene waren der Motor des Songs Hillmans treibende Bassline, üppige Harmonien und das ausgeprägte Geläut von McGuinns zwölfsaitiger Rickenbacker. Mit an Bord war außerdem der südafrikanische Musiker Hugh Masekela, dessen wogende Trompetenstöße zu dem Gefühl von ansteigender Hysterie beitrugen. Hillman, der vorher eher wenig kreativen Input lieferte, fühlte sich nach einer Session mit Masekela dazu inspiriert, mehr für die Byrds zu schreiben.
„Was wir da zusammen mit Hugh schufen, war eher eine Art von leichtem Jazz“, erklärt er. „Es war großartig, alle bei der Session waren südafrikanische Musiker. Als ich nach Hause kam, öffneten sich die Schleusen und ich schrieb ›Time Between‹, danach hatte ich noch eine Idee und daraus wurde das Riff von ›Rock’n’Roll Star‹. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass Masekela dafür ein wichtiger Einfluss war.“ In der Zwischenzeit hatte eine weitere südafrikanische Ikone auf McGuinn abgefärbt. Vor seiner Byrds-Zeit war er mit der Sängerin Miriam Makeba als Mitglied des Chad Mitchell Trios getourt. „Ich zeigte Chris dieses Lick, das ich von Makebas Gitarristen Millard Thomas gelernt hatte. Das war ein echt cooles südafrikanisches Riff“, erinnert er sich. „Chris und ich fanden es beide total gut und beschlossen, es als musikalische Basis für den Song zu nehmen.“ Dieses Zitat von Millard Thomas zieht sich durch die ganze Bridge, welche mit dem anschwellenden Gekreische einer Horde Teenager endet. McGuinn hatte ihren PR-Agenten Derek Taylor damit beauftragt, die Fans bei einigen Gigs ihrer UK-Tour im August 1965 aufzunehmen.
Das auf ›So You Want To Be A Rock’n’Roll Star‹ zu hörende Gejubel stammt aus dem Bournemouth Gaumont. „Ich dachte mir, dass es interessant wäre, die kreischenden Fans von einer der Shows in den Song einzubinden“, sagte McGuinn. „Während wir aufnahmen, dachte ich mir, dass wir es nach der Zeile „The girls’ll tear you apart“ einbauen könnten. Diese Teenies konnten wirklich komplett durchdrehen, sie schmissen sich auf dich drauf oder versuchten, dir irgendetwas zu entreißen, das sie als Souvenir behalten konnten. Manchmal war das direkt angsteinflößend. Einmal stahlen sie mir meine Brille mit den kleinen, quadratischen Gläsern direkt vom Gesicht herunter.“
Leider entwickelte sich der Klang der jubelnden Massen zum vergänglichen Echo für die Byrds. Trotz einer großen Promo-Konzert-Aktion, die in Italien, Deutschland, Schweden und Großbritannien (inklusive eines Auftritts bei „Top Of The Pops“ im März ’67) stattfand, schaffte es ›So You Want To Be A Rock’n’Roll Star‹ nicht in die Charts. Zuhause in den US erging es dem Song besser: Dort konnte er sich gerade so in die Billboard Top 30 schleichen, was jedoch auch keinen spektakulären Erfolg darstellte. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach seiner Entstehungszeit bleibt ›So You Want To Be A Rock’n’Roll Star‹ ein satirischer Klassiker von untergeordnetem Rang. „Ich habe diesen Track immer geliebt“, erklärt Hillman abschließend. „Wir haben damit den Nagel auf den Kopf getroffen.“
Status Quo sind zurück: Drei Jahre nach AQUOSTIC II erscheint eine neue Platte. Das Video zum Titelsong ist schon da.
Als Rick Parfitt vor drei Jahren starb, dachten viele, das Ende von Status Quo sei gekommen. Auch Francis Rossi war sich offenbar nicht sicher, was die Zukunft bereithielt: „Ich wusste nicht, ob ein weiteres Album in mir schlummert“, sagt er. Aber jetzt könne er „nicht stolzer“ sein auf BACKBONE.
BACKBONE ist der Name der ersten LP von Status Quo seit drei Jahren, die am 6. September erscheinen wird. „Das neue Material musste ernsthaft gut sein“, so Rossi. „Quo hat so viel erreicht und bedeutet so viel für viele Menschen, da darf die Qualität einfach nicht nachlassen.“
Er hoffe, die Fans würden die neuen Songs lieben, wisse aber auch: „Man kann nicht jeden zufrieden stellen, und ich werde jetzt auch nicht mehr anfangen, das zu versuchen.“
Was uns mit BACKBONE erwartet, davon gibt jetzt der Titeltrack einen Eindruck. Und zumindest der ist klassischer Status-Quo-Rock.